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Kommentar 4 Min Lesezeit 60 Kommentare

Der wahre Grund, warum die iPhone-Chips immer schneller werden

In den neuen iPhones schlummert der schnelle Prozessor A12. 3D-Spiele katapultiert er in neue Grafiksphären, aber die wahre Intention hinter den neuen Chips ist eine andere. Während der Keynote hat Apple zwei Augmented-Reality-Apps gezeigt, die erstaunliche Möglichkeiten bieten. Die Demos der Fähigkeiten von ARKit 2 waren ein Zeichen, in welche Zukunft Smartphones gerade aufbrechen.

Natürlich stimmt es, dass heutige Smartphones ziemlich schnell rechnen können. Apple hat seit einigen Jahren die leistungsstärksten Chips in petto und marschiert ein oder zwei Generationen voraus. In den neuen iPhones schlummert der Chip A12 Bionic - und natürlich ist er schneller als alles bisher dagewesene in der mobilen Welt.

Aber was macht man mit der schieren Rechenpower eines solchen Chips? 3D-Spiele können diese Chips natürlich ausfahren. Dafür alleine entwickelt Apple die ständig schneller werdenden SoCs aber nicht. Vielmehr zeigt Apple mit jedem neuen Event, wie Hochleistungs-Chips in mobilen Geräten die Zukunft verändern werden. Dabei spielt die Augmented-Reality-Plattform ARKit eine zentrale Rolle. 

Schaut Euch beide ARKit-Demos im Video an!

AR revolutioniert Sporttraining

Ein Beispiel dafür war die Demo der App Homecourt. Der ehemalige NBA-Spieler Steve Nash zeigte, wie ein iPhone dabei hilft, die Wurftechnik im Basketball zu perfektionieren. Die App nennt sich Homecourt und läuft ohne weitere externe Sensoren auf dem iPhone.

Apple zeigte sie in Aktion. Auf einem Basketballplatz trainiert eine Spielerin ihre Würfe. Das iPhone war - offenbar mit einem Stativ - so aufgestellt, dass die Kamera den Bereich um die 3-Punkte-Linie einsehen kann. Dann geht das Training los. Die Spielerin wirft den Ball immer wieder in den Korb und die App zählt mit, wie viele Würfe in den Korb gehen und wie viele nicht. Außerdem erkennt sie, an welchen Stellen auf dem Platz der Wurf geschah.

Nett, aber nicht mehr, was? Aber es geht weiter. Homecourt erkennt mehrere Details eines Wurfes, den Winkel der Füße oder den Abwurfwinkel. Geschwindigkeit, Wurfhöhe und die Lösezeit. Alles Parameter, die für einen perfekten Wurf ausschlaggebend sind. Zwar gab es keine detaillierten Ausführungen, wie Homecourt all diese Parameter erkennt, deutlich wurde aber, dass das iPhone das Bild analysiert, anhand der Bewegungen eine Skelettsimulation betreibt und daraus Rückschlüsse zieht.

Homecourt ist ein Beispiel dafür, wie Smartphones zunehmend spezialisierte Sensoren überflüssig machen. Bild- und Objekterkennung kann inzwischen auf dem Smartphone laufen.

Leerer Tisch und trotzdem Spaß

AR ist natürlich auch für Spiele ein interessantes Thema. Damit meine ich nicht so sehr Pseudo-AR wie Pokémon Go. Ein leerer Tisch musste herhalten, auf dem mehrere Spieler - für Außenstehende unsichtbar - ein Feuerwerk entfachten. Der Name des Spiels: Galaga AR, ein recht einfacher Arcade-Shooter. 

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Galaga AR: Leerer Tisch und trotzdem Spaß. / © Screenshot: AndroidPIT

Krass: Mehrere Spieler bewegen sich um einen Tisch und schießen in der imaginären Welt Gegner weg. Das Spielprinzip ist nicht revolutionär, die Technik hingegen schon: Mehrere Spieler sehen eine perfekt synchronisierte Welt, die fest auf dem Tisch verankert ist. Dies ist erst neuesten Entwicklungen wie ARKit 2 möglich. Google wird mit ARCore sicher bald nachziehen.

Noch brauchen wir ein Smartphone oder iPad dafür, sicher ist das aber nicht das Ende der Fahnenstange. Praktischere AR-Brillen befinden sich schon in den Laboren der großen Hersteller in der Mache - die einzige Frage ist, wer sich zuerst auf die Bühne wagt. Apple-Experte Rene Ritchie sieht in Multiplayer-AR ebenfalls großes Potenzial:

Für Außenstehende bleiben solche Spiele naturgemäß unsichtbar:

AR braucht mehr Rechenpower

Vor allem aus der Homecourt-Demo nehmen wir viel mit: AR-Filterchen bei Snapchat oder Facebook sind schnell berechnet, da braucht es keine Hochleistungs-Smartphones. In den kommenden Jahren werden wir sehen, wie die gesamte Branche die Jagd nach höchster Performance weitertreiben wird. Mächtige AR-Anwendungen benötigen leistungsstarke Grafikchips, vor allem aber NPUs, die Machine-Learning-Anwendungen beschleunigen können.

Mit 5G werden dann auch AR-Brillen realistisch. Diese verwenden dann die Rechenleistung der Cloud, um Apps wie Homecourt zu realisieren. Google (mit AR-Stickers) und Apple (mit Animojis) treiben das AR-Spiel schon heute mit den unterhaltsamen Stickern voran, um die Nutzerbasis an eine digital erweiterte Welt zu gewöhnen. Begrifflich sprechen viele von Mixed Reality (XR). Wie zufällig wurde eigentlich der Name iPhone XR gewählt?

Das Smartphone hat Mobilität mit sich gebracht. Jetzt erobert die Technologie nicht nur unsere Hosentaschen, sondern übernimmt unsere Realität, sei es mit AR oder VR. Was wir heute mit den manchmal etwas niedlichen AR-Demos sehen, ist ein Fingerzeig in eine Zukunft, in der uns digitale Objekte umgeben und wir sie kaum mehr von realen unterscheiden können. Nennen wir es Spatial Computing oder Ambient Computing: Technik wird unsere Realität umkrempeln. Und das nicht erst in 20 Jahren.

Wie steht Ihr zu AR? Bald schon fester Bestandteil im Alltag? Schreibt Eure Meinung in die Kommentare!

Top-Kommentare der Community

  • Tim vor 2 Monaten

    Die Überschrift ist ehrlich gesagt (mal wieder...) ziemlicher Clickbait. Bei der Überschrift habe zumindest ich eher an einen Artikel gedacht, in dem eventuell eine besondere Fertigungs- oder Design-Technik der A-Prozessoren beschrieben wird und nicht so ein an den Haaren herbeigezogener Quatsch (sorry...)

    Und die Anwendungen sind auch nicht der Grund, für schnellere Prozessoren, sondern ANDERS HERUM: Weil die Prozessoren immer schneller werden, können aufwendigere Anwendungen entwickelt werden...
    AR und Co. waren vorher nicht in so einem Ausmaß möglich, weil die Leistung nicht ausgereicht hat und nicht, weil AR und Co. unwichtig waren...

    Apple entwickelt solche leistungsstarken Prozessoren, weil sie es können, nicht weil sie es müssen. Und der Grund, wieso Apple mit den A-Chips so viel mehr Leistung bietet, ist einfach der Tatsache geschuldet, dass Apple der Konkurrenz 2-3 Jahre voraus ist... So wie eben auch Samsung bei den Displays einige Jahre vor der Konkurrenz unterwegs ist.

  • Tim vor 2 Monaten

    Logisch. Wenn man sich für das "Konkurrenz"-OS interessiert, bedeutet das natürlich, dass man ein iPhone besitzt.
    Deine Vermutung kann zudem nicht stimmen, sorry. Sophia, das Google-Fangirl schlechthin würde das schon zu verhindern wissen ^^

  • vos becker vor 2 Monaten

    Du solltest dir provisionelle Hilfe holen ! Ehrlich so schnell wie früher sperren die einen heute echt nicht mehr ein .....

60 Kommentare

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  • Der ware Grund warum die Apple Cpus vermeintlich immer schneller werden ist, dass Geekbench ein Schrott-Benchmark ist.


  • Vielleicht können die Chips auch irgendwann der Medizin eingesetzt werden... und Schwangerschaftstest so wie Ovulationstest ersetzen In dem ein Chip in die Gebärmutter eingesetzt wird oder als Pflaster auf die Haut war ein Chip eingebaut ist und per Funk an das Smartphone eine Nachricht schickt wann die Frau ihre fruchtbaren Tage hat beziehungsweise ob eine Schwangerschaft passiert ist. Dies wäre für Paare optimal die sich schon lange ein Kind wünschen.


  • Also leute, der Titel ist wirklich eine frechheit.Mehr ist nicht zu sagen


  • Jetzt weiß ich aber immer noch nicht, Warum die denn schneller werden?

    Tim


  • Tja, Chips und Marketing sind eben das Einzige, was Apple hervorragend kann.


    • Kartoffelchips


    • Und was ist mit den Kamera von Apple ?

      Auch dort,spielen sie immer weit vorne mit .

      Man muss es nicht lieben solch Apple und auch nicht mögen,aber einfach Apple mal als ganzes sehen und dann selbst entscheiden ob es einen wert ist, das Geld dafür auszugeben, oder sich lieber mit einem 200€ Android Gerät, maximal für 1-1,5 J Jahre mühen will und natürlich Abstriche machen muss in der Hardware ,Performance usw.

      Sich aber nach einem Jahr, für das eingesparte Geld eines iPhone ,wieder ein neues Modell anschaffen kann .

      Alles andere ist einfach nur engstirniges und stures denken ,wer behauptet Apple sei nur mit Chips und Marketing gut .

      Es kaufen sich eben auch nur die Leute Apple Geräte ,die wert auf die gewohnte Apple Qualität legen, den langen Support und hauptsächlich,eben wegen dem IOS System.

      Alle andere dümpeln halt lieber weiter mit Android rum und warten auf Updates ,die die Hersteller irgendwann mal verteilen .

      Oder ihnen ist das Sch...egal ob ihre Geräte was bekommen ,oder halt nicht .

      Jetzt könnte man das kleinste Modell rauspicken von Apple das XR ,was so zwischen 700 bis 800€ kosten dürfte und man könnte sicher sagen das es zu teuer ist ,man dafür ein Samsung s9 bekommt ,ein Huawei p20/pro One plus 6 und sogar ein gut technisch ausgestattetes Xiaomi Pop F1 ,sogar weit unter dem Preis eines Apples iPhone XR .

      Sind alle technisch gesehen in manchen Punkten sogar weit besser ausgestattet, aber wenn wir ehrlich sind ,mehr RAM bedeutet auch nicht gleich schnellere Performance , mehr Pixel einer Kamera ,macht nicht gleich bessere Fotos und Videos und mehr mAh Akku, keine längere Laufzeiten.


      • Apple mischt schon lange nicht mehr ganz vorn mit Kai


      • Kann man so sehen , aber Google-Android "hechelt" immer noch IOS hinterher ! Ich kann das täglich (wenn ich will) im Vergleich mit meinen Sony zum IPhone meiner Frau erleben . Aber unterm Strich bin ich mit dem Gebotenen (Sony) zufrieden


      • webbybln

        Dann liest du wohl andere Tests als ich....hmmm komisch aber auch ? 🙄


      • @webbybln
        Das wünschst du dir vielleicht... Apple mischt ganz vorn mit, allein schon "weil es Apple ist", ob du das wahr haben willst oder nicht.


      • Jetzt packt er bestimmt DxO aus ,,,mit null Berücksichtigung der übrigen Hardware 😁


    • Und 5 (fünf) Jahre Updates, dazu gut integrierte und leicht bedienbare Software.


      • Das ist jetzt nur Teil was ich hier mal aufgezählt habe .

        Sicher sind 800 und mehr erstmal viel Geld für ein iPhone XR ,XS und Max mit über 1000€ .

        Aber man bekommt etwas geboten,wo man lange etwas davon hat ,ausser eben die Freiheit nicht wie bei Android.

        Ich denke aber wer das kennt,kann sich damit arrangieren und wird schnell merken ,das diese Freiheit keinen Pfifferling mehr wert ist,nur für Google ist es gut und für die Hersteller, die von dieser Freiheit profitieren und von den Daten eines jeden einzelnen lebt .

        Benny


      • "...kein Pfifferling mehr wert ist"
        Diese "Freiheit" muss auch genutzt werden, wurde aber von den wenigsten ! Jeder der die Google-Apps benützt hat die schon immer sofort wieder aufgegeben ! Selbst in vielen Customrom findet man Googles Analytics und co ."Freiheit" sieht anders aus .


    • Tim vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Liebe zum Detail hat neben Apple auch keiner ^^ Das kommt also auch noch dazu ^^


  • Apple ist schon entwicklungstechnisch ganz weit vorne und hat super Produkte, aber mir persönlich ist es für meinen Nutzen im Alltag das viele Geld nicht wert. Trotzdem setzen sie tolle Dinge um und zeigen damit, was möglich ist. Da ziehen häufig andere Hersteller nur nach.
    Das hilft dann wiederum uns allen


  • Und für diesen ganzen unnötigen Schrott den kein Mensch braucht muss man aber bei der Anschaffung auch mit bezahlen, danke dafür. ;-)


  • Irgendwann dienen Chips in der neurochirurgie.Der Drang zur Forschung dient auch im Sinne der Medizin.

    So, ich bedanken mich für den netten Abend mit euch. Hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht. Denkt bitte dran, ein iPhone SE oder auch ein 6er sind immer noch gute Geräte und die aktuellen Apple Preise sind einfach nur krank. Nice to have, aber braucht man nicht zum Leben.

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