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App-Entwickler im Interview: André Ebert spricht über Streetspotr

Streetspotr kennen viele von Euch sicher nicht nur aus unserem Mikrojobs-Vergleich, sondern nutzen die App zum Geld-Verdienen schon länger. Wir haben in unserem Entwickler-Interview diese Woche den Android-Programmierer André Ebert aus dem Streetspotr-Team für Euch befragt und wieder ein paar interessante Einblicke in die Entwickler-Welt bekommen. Viel Spaß beim Lesen!

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Android-Entwickler André Ebert von Streetspotr. / © Streetspotr

Hallo André, wie und wann ist die Streetspotr GmbH eigentlich entstanden? Erzähl uns doch, was der Grund dafür war, die Idee mit den Mikrojobs in einer App umzusetzen.  

"Streetspotr" ist Anfang 2011 aus der Idee heraus entstanden, mit dem Smartphone in Wartepausen mehr machen zu können, als E-Mails oder Facebook zu checken. Ein großer bayerischer Automobilhersteller hatte gleichzeitig an eine unserer Entwicklungsfirmen den Bedarf kommuniziert, Parkhäuser mappen zu lassen - so hat sich die Idee aus einer Kombination von spontaner Kreativität und konkretem Anwendungsfall heraus entwickelt. Da das Konglomerat von entwicklungsschmiede UG (Holger Frank) und elennium GmbH (Werner Hoier, Dorothea Utzt) seit Beginn der App-Stores gemeinsam Apps designt, entwickelt und vermarket, haben wir uns im Team dazu entschlossen, die Streetspotr-Idee umzusetzen und als eigene Firma zu gründen.

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Das ganze Streetspotr-Team, André Ebert links mittig mit erhobenem Daumen. / © Streetspotr

Der Name sorgte zu Anfang übrigens für hitzige Diskussionen. Mit "Straßendetektiv" haben wir den gefunden, der zeigt, dass es bei den Mikrojobs nicht nur ums Geld verdienen geht: Unserer Community geht es zum großen Teil um den Spaß an der Schnitzeljagd mit "Streetspotr". Die Mikrojobs kommen mittlerweile von Auftraggebern aus den unterschiedlichsten Branchen: Von Verlagen, Branchenverzeichnissen, Marktforschern, Marken, Automobil- und Getränkeherstellern.

Sie schreiben über unser Webportal entweder selbst Aufträge aus oder rufen uns an, um sich zu einem Projekt beraten und eins zu eins von uns begleiten zu lassen. Auf der anderen Seite stehen mittlerweile über 207.000 Streetspotr-Nutzer, die die Aufträge in nahezu Echtzeit an jeder Adresse erledigen.

Wann hast Du angefangen, Android-Apps zu entwickeln?

Mit dem Programmieren habe ich eigentlich erst gegen Ende meines Medientechnik-Studiums 2009 als Quereinsteiger angefangen. Nach einigen Semestern mit Schwerpunkt Mediendesign merkte ich, dass mir die Gestaltung von Medien nicht genug ist und wechselte in Richtung Medieninformatik. Nach mehreren privaten und kommerziellen Web-Projekten spielte ich aus Interesse mit Android herum, für meine Abschlussarbeit entschloss ich mich dann für ein Android-Projekt. Und dann kam auch schon "Streetspotr" um die Ecke.

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Die Streetspotr-App in der ersten Version. / © Streetspotr

Gab es bei der App-Entwicklung von "Streetspotr" auch Probleme?

"Streetspotr" ist mein erstes umfangreiches professionelles Projekt gewesen und vor allem in der Betatest-Phase war ich mir nicht immer sicher, ob ich jemals alle Anforderungen umsetzen kann. Als mich Holger Frank beim ersten Projektmeeting gefragt hat, ob ich mir zutraue, die Android-Entwicklung alleine zu übernehmen, sagte ich: "klar!" - Das war geflunkert, so sicher war ich mir da nicht.

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So sieht "Streetspotr" inzwischen aus. / © Streetspotr

Die Entwicklung selbst geht bis heute kontinuierlich weiter, bedingt durch neue Wünsche seitens der Auftraggeber und Nutzer sowie durch Bugfixing. Allerdings ist der wöchentliche Aufwand natürlich geringer geworden. Vor allem Werner Hoier auf der Serverseite und Holger Frank mit der iPhone-App haben mir mit ihrer Erfahrung und ihren Best-Practice-Tipps extrem bei der Entwicklung geholfen.

Welche Hard- und Software hast Du für die App-Entwicklung von "Streetspotr" für Android verwendet?

Das Android SDK spielt super mit Eclipse zusammen. Durch die vielen verfügbaren Plugins, (beispielsweise MemoryAnalyzer, proprietäre Erweiterungen und so weiter), haben wir die einfache Möglichkeit, Software nachzuinstallieren und aktuell zu halten. Hinzu kommt die gute Dokumentation auf der Android Developer Page, die für mich die perfekte Android-Entwicklungsumgebung ist. Aktuell arbeite ich mit Eclipse Juno.

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"Streetspotr" in der Entwicklungsumgebung Eclipse. / © André Ebert

In Sachen Betriebssystem bin ich überzeugter Windows-Nutzer, das führt auch immer mal wieder zu kleineren Neckereien und Scherzen im Streetspotr-Team. Zum Testen stehen mir verschiedene Geräte zur Verfügung - darunter Modelle von Samsung, HTC und Motorola. Zum Abgleich mit der iPhone-Version und zur Inspiration gibt es auch ein iPhone 4.

Hast Du Tipps für andere Entwickler, die Du aus Deiner eigenen Erfahrung geben kannst?

Smartphone ausschalten und gutes wie schlechtes Wetter genießen, wenn Du nicht arbeiten musst - das gibt neue kreative Kraft und Motivation.

Welche Smartphones oder Tablets benutzt Du privat und auf welche Apps würdest Du nicht verzichten wollen?

Wenn ich keine speziellen Apps wie beispielsweise Maps brauche, nutze ich privat kein Smartphone, sondern ein altes Samsung Klapp-Handy. In diesem Fall wähle ich immer ein anderes, auch gerne mal ein iPhone, um mich mit verschiedenen Marken, Geräteeigenheiten und Techniken vertraut zu machen. Nie verzichten würde ich auf Google Maps, Google Places, Facebook und natürlich Streetspotr.

Was war dein erstes Smartphone?

Ein HTC Desire.

Plant Du noch weitere Apps und Projekte für Android?

Auf jeden Fall! Zeitnah stehen ein paar Uni-nahe Projekte an der LMU in München im Raum, über diese kann ich aber leider noch nicht sprechen. Und vorher muss ich erst noch meine Masterarbeit an der LMU in Müchen abliefern. Auch bei "Streetspotr" stehen verschiedene Erweiterungen auf dem Plan, die unsere Nutzer angeregt haben. Mehr kann ich aber jetzt nicht verraten.

Vielen Dank für das Interview, André!

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2 Kommentare

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  • schaffst du das Projekt alleine? klar! (Schwitz) Hat ja geklappt.

  • Eclipse Juno, mein Beileid. Juno hat teils extrem nervige Bugs. Das Syntax-Highlighting steigt immer wieder aus oder der Rückgängig-Machen-Befehl zerschießt das gesamte Dokument.

    Ich steige jetzt auf Keppler, um das soll ja auch eine gute Git- Integration haben.

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