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App-Entwickler im Interview: Fredrik Forstbach spricht über BetterTaxi

Gerade nach einer langen Nacht bestellt der ein oder andere doch einmal gern ein Taxi, um sicher nach Hause zu kommen. Mit der App BetterTaxi erspart Ihr Euch das Suchen nach Taxiständen oder einer Telefonnummer des örtlichen Taxiunternehmens. Wir haben diese Woche in unserem Entwickler-Interview mit Fredrik Forstbach von der BetterTec GmbH über die App "BetterTaxi" gesprochen. Viel Spaß beim Lesen!

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Das BetterTaxi-Team. / © BetterTec GmbH

Hallo Fredrik, wie seid Ihr auf die Idee gekommen, die App "BetterTaxi" herauszubringen? Wo hat alles angefangen?

Niels, unser Geschäftsführer, war mehrere Jahre als Management-Berater in Dubai. Er ist gemeinsam mit Kollegen fast täglich 100 Kilometer im Taxi zur Arbeit nach Abu Dhabi gependelt. Und da die Koordination der Taxis schwierig war, ist jeder einzeln die selbe Strecke gefahren. Dann standen also zum Teil die Kollegen nebeneinander an der Ampel, jeder in seinem eigenen Taxi. Niels fand das unnötig und war der Meinung, dass man mithilfe des Smartphones Taxifahrten zusammenlegen und so Geld und Ressourcen schonen kann. So war die Idee geboren...

Eure App hat verschiedene Preise gewonnen und war gleich sehr erfolgreich. Könnt Ihr ein paar Worte über Euer Startup-Unternehmen verlieren und wie Ihr soviel Unterstützung bekommen habt?

Wir erhielten zu Beginn von "BetterTaxi" das EXiST-Gründerstipendium für insgesamt 12 Monate, das war ein sehr wichtiger Schritt, weil wir uns so in Vollzeit um das Projekt kümmern konnten. Später haben wir die Förderung Climate-KIC durch das EIT (Institution der EU) erhalten, das sich sehr für Startups einsetzt und gerade erst die Green Garage in Berlin für ökologisch motivierte Startups geschaffen hat.

Sehr dankbar sind wir für die Unterstützung durch unseren Mentor Professor Freytag, Professor für Datenbanken und Informationssysteme an der Humboldt Universität, sowie Phillip Tettenborn und seine Kollegen von der Humboldt Innovation, die uns im Rahmen des EXiST-Stipendiums Räume und ihr Netzwerk zur Verfügung stellen.

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BetterTaxi-App in Multikulti-Variante und Version 3. / © BetterTec GmbH

Im Herbst 2012 haben wir über Companisto die “Crowd” mobilisiert und 100.000 Euro eingesammelt. Wir waren mit Companisto ebenfalls sehr zufrieden: Tamo, David und Kai von Companisto haben einen super Job bei der Betreuung von "BetterTaxi" gemacht. Wir schätzen jede E-Mail, die uns die Companisten seitdem gesendet haben - besonders kritische E-Mails helfen uns, da manchmal die Probleme aus ganz unerwarteten Richtungen kommen.

Offiziell gegründet wurden wir als GmbH im Januar 2012 - nachdem das Team sich im Sommer 2011 gefunden hatte.

Wann habt Ihr mit der Entwicklung der App für Android begonnen und habt Ihr vorher auch schon programmiert?

Unser "Head of Backend Development" Marius Schatke hat bereits zu seiner Schulzeit erste Apps entwickelt und seit circa 10 Jahren Smartphone-Erfahrung. Unser CTO Daniel de la Cuesta (aus Spanien) hat ebenfalls große Android-Erfahrung und konnte zusammen mit unserem Praktikanten Clemens Feyer (HTW Berlin) die neue Android-App innerhalb eines Monats umsetzen.

Anbei ein Screenshot unserer ersten Android-Version der BetterTaxi-App. Darin wird das Taxi angezeigt, wie es in unserem Bürostandort in der Luisenstraße in Berlin-Mitte ankommt. Es sieht aus, als würden wir uns inmitten des Müggelsees befinden.

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Links: Die erste Version von "BetterTaxi". Rechts: Version 3. / © BetterTec GmbH

Gab es bei der App-Entwicklung auch Probleme?

Für die Entwicklung der Android-App nutzten wir Eclipse. Hierbei gab es ein paar Schwierigkeiten bei der Einbindung von Libraries (zum Beispiel die neue Google-Maps-API). Speziell für die Android-Entwicklung gibt es eine neue Entwicklungsumgebung, die Abhilfe bei solchen spezifischen Problemen verschaffen soll. Sie nennt sich Android Studio und basiert auf IntelliJ IDEA. Diese Entwicklungsumgebung findet man auch auf der offiziellen Android Developer Homepage. Ein Blick lohnt sich.

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Auch die Idee für Sammelfahrten nahm schnell Gestalt an. / © BetterTec GmbH

Welche Hard- und Software habt Ihr für die App-Entwicklung für Android verwendet?

Um die App zu testen nutzten wir verschiedene Android-Geräte, darunter neuere (Galaxy S3, Note 2, Nexus 4) und ältere (Nexus S, ein altes Samsung mit der Android Version 2.2).

Diese unterschiedlichen Testgeräte waren für die Entwicklung und das Testen unabdingbar, denn jedes Gerät verhält sich zum Beispiel wegen unterschiedlicher Android-Versionen anders. Probleme gab es bei der Nutzung von Windows, da es zu Komplikationen mit USB-Treibern der verschiedenen Geräte kam. Ein waschechter Entwickler setzt aber eh auf Linux. ;-)

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Eine Skizze aus der Planungs-Phase für BetterTaxi. / © BetterTec GmbH

Plant Ihr noch weitere Apps und Projekte mit Eurem Startup?

Ja, wir planen weitere Apps und Projekte - tragt Euch für den Newsletter auf unserer Seite ein und Ihr erfahrt als Erste wenn es etwas Neues gibt!

Habt Ihr Tipps für andere Startups, die sich mit der App-Entwicklung und -Vermarktung beschäftigen?

Absolut zentral für die Qualität der App ist aus unserer Sicht, dass man die App immer wieder neuen Leuten zeigt und ihnen bei der Benutzung zuschaut. Das kann man gerne auch mit einem Screen-Recorder (auf iPhone) inklusive Ton aufnehmen, sodass sich alle Entwickler dieses Feedback anschauen können. Also unbedingt rausgehen mit jeder neuen Version und möglichst viel beobachten, wie die Leute die App nutzen.

Eine Frage zum Schluss: Welche Smartphones oder Tablets benutzt Ihr privat? Und auf welche Apps würdet Ihr nicht verzichten wollen?

Wir nutzen zur Hälfte iPhone 4 und zur anderen Hälfte Samsung Galaxy. Außerdem nutzen wir das iPad 2. Ich verwende hauptsächlich iOS-Apps, am liebsten Mailbox, Splitwise (perfekt für das Aufteilen der Kosten im Urlaub oder tägliche Ausgaben mit Freund oder Freundin), Wunderlist und Email-Game.

Clemens verwendet am häufigsten die Android-Apps Klack TV Programm, Öffi und Shazam. Daniel nutzt auf seinem iPhone meistens Quora, die bekannte Frage-Antwort-Plattformn mit einem schönen Design und guter Usability und Dict.cc, da er Spanier ist und öfter etwas sprachliche Unterstützung braucht. Außerdem mag er die iOS-App Foresquare. Die App ist in Deutschland nicht sehr verbreitet, aber in Spanien gibt es da jede Menge Tipps für Bars, Restaurants und spannende Locations.

Zu guter Letzt Niels, der auf den DB Navigator setzt und in der Spiegel-Online-App zwischendurch immer mal ein paar interessante Artikel liest.

Vielen Dank für das Interview, Fredrik.

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