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Kommentar 3 Min Lesezeit 15 Kommentare

App-Entwickler wollen Gewerkschaft gründen: Zahnloser Tiger

Ein Einzelner hat wenig Macht, doch in einer Gewerkschaft sieht das anders aus. Gemeinsam organisiert können die Mitglieder ihren Forderungen mehr Nachdruck verleihen und die Situation für alle verbessern. Das strebt auch die neue Gewerkschaft der App-Entwickler an. Schöne Idee, nur leider mit wenig Aussicht auf Erfolg.

Der App Store von Apple gilt in Sachen Auswahl und Qualität der Anwendungen als Maß aller Dinge. Doch die App-Entwickler, welche die große Mehrzahl dieser Apps programmieren, sehen sich noch nicht so recht dafür gewürdigt. In einer neu gegründeten Gesellschaft wollen sich die Entwickler nun zusammenschließen, um zum zehnten Geburtstag des App Stores eine Besserung zu erreichen.

Ein zentraler Punkt ist die Forderung an Apple, den App-Anbietern die Möglichkeit zu geben, kostenlose Test-Zeiträume anzubieten, um neue Kunden gewinnen zu können. Im Google Play Store ist das für einen begrenzten Zeitraum möglich. Außerdem sollen die Entwickler einen größeren Teil der Einnahmen bekommen.

Die "Nicht-Gewerkschaft" formiert sich

Natürlich ist die Developers Union (noch) keine klassische Gewerkschaft mit Mitgliedsbeiträgen, Rechtsberatung und Vertretern, deren Wort in Industrie und Politik Gewicht hat. Das wissen die Macher auch und beschreiben die Organisation als "Non-Union", als Nicht-Gewerkschaft. Gründer Loren Morris sagt, es ginge ihm dabei vor allem darum, den Entwicklern einen Weg ins Rampenlicht und eine Stimme zu geben, damit sie ihre Situation verbessern können.

AndroidPIT Best Apps
Ohne Apps ist das beste Smartphone nichts wert. / © AndroidPIT by Irina Efremova

Nun ist es natürlich nicht so, dass App-Entwickler Einzelkämpfer sind, alleine an ihrem Rechner vor sich hin tüfteln und darauf hoffen, dass sich ihre Arbeit irgendwann lohnt. Im Gegenteil, viele Apps werden von großen Unternehmen entwickelt, teils für eigene Dienste, teils als Auftragsarbeit für Klienten aus allen Bereichen. Große Anbieter haben durchaus mehr Möglichkeiten, ihren Einfluss geltend zu machen. Doch in einer wie auch immer gearteten Gemeinschaft, die auch kleinen App-Entwicklern offen steht, sähe das noch einmal anders aus und könnte der allgemeinen Gerechtigkeit auf diesem Gebiet dienen.

Das Schicksal von Windows Phone ist eine Warnung

Schlechte oder gar fehlende Apps können einer Smartphone-Plattform den Garaus machen, das hat nicht zuletzt das Schicksal von Windows Phone bzw. Windows Mobile bewiesen. Es ist deshalb nur nachvollziehbar, dass die Entwickler sich mehr Mitsprache, bessere Möglichkeiten und am Ende auch mehr Geld erhoffen.

Trotzdem glaube ich nicht, dass die momentan angedachte Entwickler-Gewerkschaft einen merklichen Unterschied machen wird. Die Szene ist zu sehr zersplittert und über die gesamte Welt verteilt, als dass der sonst sehr lokale Gedanke einer Gewerkschaft sinnvoll umzusetzen ist. Auch die unterschiedlichen Gesetze und Richtlinien dürften dem Plan zuwider stehen.

Was denkt Ihr: Sollten App-Entwickler mehr Mitspracherecht haben? Und was ist Eure Lieblings-App aller Zeiten?

Via: Macrumors Quelle: Wired

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15 Kommentare

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  •   27
    Gelöschter Account vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Und was soll das bringen? Ich sehe da keinen Sinn drin.


    • Als Nutzer kann es einem schlicht egal sein, du hast keinen Vorteil davon da hier nur einseitig Interessen vertreten werden .


  • Aries vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    > Sollten App-Entwickler mehr Mitspracherecht haben?

    Es ist schlicht ihr gutes Recht, eine Organisation zu bilden, durch die sie sich mehr Mitspracherecht versprechen.

    > Und was ist Eure Lieblings-App aller Zeiten?

    Nachvollziehbar aufgrund meiner App-Käufe ist es der Nova-Launcher (07/2012). In der Natur der App liegt auch deren häufigste Nutzung.

    K-9 Mail nutze ich allerdings vermutlich am längsten. Die App hatte ich bereits nach kurzer Zeit auf meinem ersten Android-Smartphone im Jahr 2010.

    Eine Lieblings-App im wörtlichen Sinne habe ich nicht.


  • Gibt es Gründe die dagegen sprechen, dass Programmierer mehr Mitspracherecht bekommen?

    Leben wir in der Antike, in der die Leute die am meisten leisten, die wenigsten Rechte haben?

    Das Bilden einer Interessengemeinschaft finde ich richtig.


  • Finde es gut ,daß sie sich organisieren wollen .


  • Tenten vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Wie auch immer das Kind nun heißen mag, erfolgreich wird es nicht sein. Aber wenigstens bewegt sich was, das ist schon mal zu begrüßen. In Sachen Qualität von Apps muss sich dringend etwas tun, eine bessere Bezahlung der Entwickler ist da ein wesentlicher Schritt dazu.


    • Wo siehst du "Bewegung" ? In Sachen App-Qualität : Warum sollten die besser bezahlt werden , die handwerklichen Fehler die man allerorts antrifft , ist schon erschreckend ! Dafür sind die hervorragend bezahlt .

      Erstaunlich finde ich eher kostenlos Apps die hervorragend "gemacht" sind oder was die Customrom-Szene auf die Beine stellt . Ergo kann es nicht am Geld liegen !


      • Tenten vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        Kostenlose Apps, die hervorragend gemacht sind, gibt's aber leider nur sehr, sehr wenige. Und auch deren Entwickler sind nicht zufrieden mit ihren Einnahmen. Die Customromszene mag manches auf die Beine stellen, gute, umfangreiche Apps mit gutem Design gehören jedoch kaum dazu. Und schon gar nicht die Entwicklung und das Anbieten von Diensten.
        Smartphones sind hardwareseitig ausentwickelt. Was jetzt fehlt, um damit auch produktiv arbeiten zu können sind gute Apps und Dienste. Auch darin werden zukünftige Kaufanreize liegen, sonst werden die Leute irgendwann nur noch Altgeräte nutzen. Und wie soll nun ein Anreiz aussehen für Entwickler und Firmen, neue Apps und Dienste zu entwickeln? Ruhm und Ehre? Sicher nicht. Das kann nur über finanzielle Anreize erfolgen. Ohne Bezahlung keine gute Arbeit.


      • Moritz vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        Die meisten hervorragenden konstelosen Apps verfolgen entweder ein Freemium Modell, sind Werbefinanziert oder auf Spenden angewiesen. Die ersten zwei Optionen sind hierbei die, die man am meisten antrifft. Die "handwerklichen" Fehler, die du hier den Entwicklern vorwirfst werden von Konsumenten oft unterschätzt. Apps verhalten sich abhängig von dem Gerät (hardwareabhängig), der eingesetzten Software (OS Version, ROM) und teilweise auch von den getätigten Einstellungen. Klar, manche Fehler die man in freier Wildbahn antrifft zind ziemlich grobe Schnitzer. Es ist aber unmöglich, besonders für kleinere Entwicklerteams, Apps so ausführlich zu testen um alle denkbaren Fehler zu finden und zu fixen. Google bietet zwar Lösungen an um das zu vereinfachen, der richtige Einsatz dieser leided aber wahrscheinlich oft unter Deadlines oder Budgetgrenzen.

        Man merkt auf jeden Fall, dass es Bewegung in Sachen App-Qualität gibt. An iOS kommt man allerdings gefühlt immernoch nicht ran. Das liegt wahrscheinlich vor allem am vergleichsweise strengen Prüfungsprozess den Apps zu absolvieren haben(der ist zwar auch manchmal ziemlich hirnrissig, aber schonmal ein Ansatz).


  • "Gewerkschaft" ist wohl ein nicht ganz korrekter Begriff in diesem Zusammenhang. "Interessengemeinschaft" wäre wohl richtiger, kann ja durchaus auch über Ländergrenzen hinweg funktionieren. Es müssten dabei gemeinsame Ziele formuliert und auch als gemeinsames Ziel angestrebt werden.


    • Das weißt du und ich, der Herr Herget anscheinend nicht . Jetzt stellt sich mir die Frage wie weit das fehlende (allgemein)Wissen sich auf den ganzen Artikel ,und zukünftige , niederschlägt oder schon niedergeschlagen hat ?


  • Gewerkschaft =Arbeitnehmervertreter
    "App-Entwickler" sind alles Arbeitnehmer von Apple ? ... Sachen gibts !!!


  • Also ein „Test-Zeitraum“ sollte mal drin sein.


  • Th K vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Um was wir uns alles Sorgen machen müssen... jetzt auch noch um App-Entwickler. Die Welt ist schon hart.


  • Karl E vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Ein interessanter Ansatz, wenn genügend mitziehen würden.....

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