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Any.DO: To Do List | Task List - Einfach schön

Vor einiger Zeit galt der Android Market für Freunde von gutaussehenden Applikationen als hoffnungsloser Fall. Die Apps waren zumeist sehr funktional und wenig ansprechend. Doch mit dem Siegeszug des Android Betriebssystem rund um den Globus findet ein Wandel statt. Ein Wandel der oben erwähnte Freunde des guten Designs hoffen lässt und anderen Entwicklern zeigt wie man es machen kann.

Beim heutigen Testkandidaten handelt es sich um Any.DO: To Do List | Task List und wieso Any.DO es schafft ein Vorbild für andere Applikationen zu sein, erfahrt ihr im heutigen Test!

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Getestete Version Aktuelle Version
2.03 Variiert je nach Gerät

Funktionen & Nutzen

Any.DO: To Do List | Task List ist der zweite Vertreter einer hoffentlich langen Liste von Applikationen die eine gute Funktionsvielfalt und ansprechendes Design verbinden. Die erste Applikation, welche ich an dieser Stelle vorgestellt habe, ist 1Weather und es werden in den nächsten Wochen weitere erwähnenswerte Apps folgen.

Doch bevor wir zur grafischen Präsentation kommen ist erst einmal zu klären was Any.Do: To Do List | Task List überhaupt aus funktioneller Sicht zu bieten hat. Es handelt sich nämlich bei unserem Testkandidaten um eine ganz normale To-Do-Liste wie es sie schon einige Dutzend im Android Market zu installieren gibt.

Any.DO bietet die Grundfunktionen einer normalen To-Do-Liste an. So lassen sich wichtige Ereignisse oder Erledigungen abspeichern und Erinnerungen können zu den jeweiligen Einträgen erstellt werden. Der Nutzer erhält die Möglichkeit diese verschiedenen Aspekte zu ordnen und zu kategorisieren und sich zusätzlich Notizen anzufertigen. So kann man sich beim Einkaufen an verschiedene Sachen erinnern oder Notizen für später anfertigen, um der Frau/dem Mann zu erklären warum man die besagte Ware nicht im Regal auffinden konnte.

Natürlich bietet Any.DO auch ein paar nette Spielereien wie dem Erstellen von Listeneinträgen per Spracheingabe oder dem Teilen von Aufgaben mit bestehenden Kontakten, welche dann per Mail um Hilfe gebeten werden. Ein Aspekt der jedoch wirklich nützlich ist, ist die Tatsache, dass Any.DO mit dem lokalen Kontaktbuch vernetzt ist. So kann man nach Eingabe des Kontaktnamens aus einer Liste von voreingestellten Befehlen wie Call X oder Meet X wählen. Das erleichtert und vereinfacht das Erstellen von Einträgen und sowieso ist die Eingabe von verschiedenen Ereignissen bei Any.DO sehr gelungen, da das Programm mittels der häufig verwendeten Befehle eine Vorhersage trifft. Wenn man zum Beispiel “Help” eingibt, dann erscheint eine Reihe von passenden Vorschlägen.
Leider sind diese Befehle derzeit nur in der englischen Sprache verfügbar und die gesamte Applikation hat keine Übersetzung in die deutsche Sprache erhalten. Dies ist kein negativer Aspekt des Tests, aber er sollte erwähnt werden.

Sonst gibt es zu Any.DO nicht viel zu sagen, außer dass man die Einträge mit seinem eigenen Google-Konto und Google Tasks abgleichen oder die gesamte erstellte Liste als BackUp auf die SD-Karte legen kann. Auch die Tatsache, dass die Applikation Funktionen anbietet wie das Löschen erledigter Einträge durch schütteln des Geräts ist eine Erwähnung wert und zeigt die vorbildliche Bedienungsmöglichkeit von Any.DO.

Eine weitere Erwähnung gebührt dem mitgelieferten Widget. Auch wenn ich persönlich keine Widgets benutze sind diese doch einer der Alleinstellungsmerkmale des Android Betriebssystems. Any.DO bietet nun nicht die Neuerfindung des Widget-Rades an, sondern ermöglicht nur das Platzieren von vier verschieden großen Widgets auf einem der Startbildschirme und somit ein Schnellzugriff auf die noch zu erledigenden Einträge bzw. auf die Möglichkeit schnell und ohne Umwege neue Ereignisse zu erstellen.

Leider ist bei Any.DO trotz des guten Aussehens nicht alles Gold was glänzt. Die Einträge werden automatisch in vier bestehende Kategorien eingeordnet (Heute, Morgen, diese Woche und Später) und diese Kategorien können auch nicht manuell verändert werden.
Weiterhin fehlt es Any.DO an Benachrichtigungsmöglichkeiten. Warum kann der Nutzer nicht einstellen, dass bei Benachrichtigungen das Smartphone vibriert. Dadurch ist es für Nutzer wie mich, die oft das Smartphone im lautlosen Betrieb haben, schwer die Erinnerungen auch wahrzunehmen.
Auch die Erinnerungsintervalle sind ein Negativaspekt. Man kann zwar die Erinnerung an sich einstellen, aber bei den Erinnerungsrhythmen sind dann wieder Grenzen gesetzt. So kann man bei wiederkehrenden Erinnerungen nur zwischen “einmal am Tag”, “einmal in der Woche” und “einmal im Monat” wählen. Was soll das? Es soll doch auch Fälle geben in denen man stündlich erinnert werden möchte bzw. in sogar kleineren Zeitabständen.

Ein weiterer Kritikpunkt, welcher laut den Herstellern jedoch behoben werden soll, ist die mangelnde Auswahl an Synchronisierungsmöglichkeiten. Es ist zwar schön und gut, dass sich die App mit Google Tasks synchronisieren lässt, aber für Nutzer anderer Anbieter wie Astrid, Remember the Milk, Google Calender oder Microsoft Exchange wäre eine Anbindung der jeweiligen Dienste mehr als sinnvoll. Dies soll jedoch (auch laut Market Beschreibung) in den kommenden Updates geändert werden.

Fazit:

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man mit Any.DO eine gute To-Do-Applikation erhält, die jedoch bei Weitem nicht jeden Nutzer zufrieden stellt. Für Nutzer die kurz mal einen Eintrag vornehmen und sich erinnern lassen wollen ist Any.DO eine gute Wahl.
Für Power-Nutzer jedoch, die ihre Aufgaben bis ins kleinste Detail verwalten, wiederkehrende Aufgaben anlegen möchten und das Letzte aus einer To-Do-Suite ausreizen, ist Any.DO keine Empfehlung, da die Applikation deutlich zu wenig “Tiefe” aufweist.

Natürlich gibt es Funktionen wie die Erinnerung an verpasste Anrufe, die ganz nett und schön gemacht ist, aber im Endeffekt richtet sich Any.DO als gute und solide To-Do-Lösung an die erstere Gruppe von Nutzern.

Bildschirm & Bedienung

In dieser Kategorie spielt Any.DO: To Do List | Task List seine ganz großen Stärken aus. Dies beginnt schon mit der Präsentation der Programmeinführung. Swipen von recht nach links um das Tutorial durchzugehen. Erläuterung der verschiedenen Funktionen mittels sehr schick gemachter Bilder und am Ende die Auswahl zwischen dem hellen und dem dunklen Theme.

Dieser sehr sehr gute erste Eindruck setzt sich fort und man erkennt, dass die Macher von Any.DO sich ernsthafte Gedanken über das Design gemacht haben. Verschieben der Aufgaben mittels Drag&Drop, das “Durchstreichen” von erledigten Aufgaben mittels einer Wischgeste, schöne Animationen beim Anklicken eines Eintrages und Anzeigen der verfügbaren Optionen nach dieser Animation. All diese Kleinigkeiten vereint mit einer sehr schlichten und simplen grafischen Präsentation machen Any.DO zu einem Geheimtipp in Sachen Design und ich hoffe, dass sich andere Entwickler in dieser Hinsicht eine Scheibe abschneiden. Android Applikationen können gut aussehen.

Speed & Stabilität

Any.DO: To Do List | Task List hat in meinem nun wochenlangen Test keinerlei Abstürze, Ruckler oder sonstige Fehler verursacht.

 

Preis / Leistung

Any.DO: To Do List | Task List ist kostenlos im Android Market verfügbar und ist werbefrei.

Screenshots

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  • Hallo, kann mir jemand sagen was unter den Einstellungen die Option "nach Meeting" bedeutet? Man kann diese Option auf J oder nein stellen.

  • Die Chefs von heute organisieren doch auch alles per Smartphone oder Tablet. Die verstehen das ganz sicher!

  • Ob das wohl als offiziel anerkannte Ausrede durchgeht. Tut mir leid, konnte heute nicht zu Arbeit gehen, habe es vergessen, da mein Akku leer war.
    Werde es gleich morgen ausprobieren! Jetzt wo das Wetter so schön ist.

  • Beängstigend ne?
    Aber alles halb so wild. Den Fernseher hat man früher ja auch verteufelt. Und wenn man mal was vergisst, wars das Smartphone schuld :-P

  • :-D anstelle von lautem Lachen! Jetzt bin ich doch etwas beruhigt, das es anderen auch so geht.

  • Dito. Zumindest in der Fremde geht's kaum noch ohne. Ich befürchte, dass wir da soeben ein neues Krankheitsbild aufgedeckt haben.
    Ich werde mir gleich eine Erinnerung einstellen. ;-)

  • Sabine, das ist der Fluch der Technik. Früher hatte ich beim Autofahren auch 100% Orientierung und wusste auch in unbekannten Gegenden, wo ich bin und wo z.B. Norden ist. Seit ich ein Navi und später ein Smartphone habe, wurde ich immer fauler und immer orientierungsloser. Einfach immer dem Navi hinterher. Wenn das ausfallen würde, wäre ich an unbekannten Orten manchmal orientierungslos... ;-)

  • Ich muss gestehen ich kam vor Smartphonezeiten ohne Kalender und ohne ToDo-Liste aus, seitdem ich diese ganzen Erinnerungshilfen habe, kann ich mir kaum noch was merken. Überlege bereits mein gutes altes Handy wieder zu reaktivieren, weil mir das doch etwas Angst macht. Siehe auch meine verzweifelten Versuche mir den Namen von GTD zu merken. Ich werde als erster Demenzfall hervorgerufen durch Benutzung eines Smartphones in die Geschichte eingehen.

  • Klar, zwar nicht die einzelnen Punkte (Bad, wischen etc.), aber die Hauptliste wird wiederholt. Wann ich dann die einzelnen Punkte erledigte bleibt mir überlassen ;-)
    Evt. Strukturieren ich das aber auch nochmal um. Wenn bspw. heute eine Aufgabe der Liste nicht erledige, würde ich so morgen nicht mehr erinnert. Erst wieder am nächsten Wiederholungstermin. Aber sollte so eigentlich klappen. Ein wenig kann ich noch selbst behalten :-D

  • Ich muss gestehen am Anfang fand ich 2Do auch nicht so toll. Wollte sie auch tatsächlich erst wieder löschen, hatte allerdings die 15 Minuten überschritten. Und bei dem Preis habe ich mich dann eben näher mit befasst und siehe da, jetzt bin ich überzeugt. Daher finde ich es auch ziemlich dumm von manchen Entwicklern, gerade bei Apps, die etwas mehr kosten, keine Probeversion anzubieten, so geht ihnen im Grunde Geld durch die Lappen. Wäre ich schneller gewesen, hätten sie meins ja auch nicht bekommen. Mir ist es jetzt zwar recht so, aber hätte sie mir nicht gefallen, würde ich mich ärgern über das verschwendete Geld. Allerdings funktioniert die Einbindung von GoogleMap noch nicht richtig, jetzt teste ich also gerade den Support. Habe GTD oder so also auch noch nicht ganz abgeschrieben. Zu deinem Putzplan: Ich hoffe man kann bei dir auch Wiederholungen eingeben bei der Checkliste, grins!

  • Hab mir 2do heute mal testweise geladen und muss sagen, dass die App optisch schon was her macht. Nette Animationen und grafische Details. Die Animation beim abhaken finde ich nett.
    Allerdings konnte mich die App in den (leider nur) 15 min. nicht fesseln, obwohl sie mir optisch gefällt. Irgendwie klappte bei mir der Sync mit Toodledo nicht richtig.
    Ich werde sie aber mal im Auge behalten. Vielleicht tut sich ja preislich mal was und solage bleibe ich erstmal bei DGT GTD ToDo List. Gibt übrigens auch wirklich nette Apps von Toodledo für Google Chrome. Somit vermisse ich Gtasks derzeit noch gar nicht. Das war das Einzige, was mich vom Umstieg abgehalten hatte.
    Lustige Entwicklung, die dieser Testbericht da losgetreten hat ;-)

  • ;-) den Putzplan hab ich als Checkliste angelegt. Das geht auch super!

  • Ja, das meinte ich ja mit der Übersichtlichkeit, braucht man allerdings auch nicht zwingend, wenn man überall Zeiten einsetzt, dann erscheint es ja auch bei GTD in der Übersicht, wenn man es braucht.

  • Vielen Dank für dein Feedback.
    Bin gerade in der GTD Testphase. Die Erinnerungen sind dort auch sehr praktisch. Es erscheint eine Statusleistenmitteilung, dass nach einem Klick auf selbige kann man abhaken oder auf eine zu wählende Zeit pausieren. Sehr praktisch.
    Den ganzen Heckmeck mit den Context/Ziel/Status Sachen muss ich mir noch aneignen bzw. mich reindenken.
    Was mir noch fehlt und 2do augenscheinlich hat, ist dieser Schnellzugriff über die Tabs. Bei GTD muss man dafür immer auf den Homebildschirm zurück.

  • Die Erinnerungsfunktion bei DGT GTD (oder so, sorry) habe ich nicht probiert, kann ich also nichts zu sagen.

  • Wie gesagt, vom Umfang her ist es meiner Meinung nach so gut wie identisch. Synchronisieren mit Toodledo funktioniert einwandfrei bei 2Do, habe ich probiert, brauche ich aber nicht wirklich. Ein Widget soll in kürze erscheinen und ich hoffe es ist so gut wie das von SGT, nur schöner;-). Ich finde es nur deutlich übersichtlicher da es diese Tabs hat und man auch da viel einstellen kann. Ich habe z.Bsp. einen Tab mit Zielen eingerichtet, da kann ich bestimmen ob sie bei dem Hauptordner auch gezeigt werden sollen. Dann kann man für jeden Ordner die Sortierung bestimmen. Bei Today z.Bsp. lasse ich es mir nach Räumen anzeigen (Putzplan), bei Alles nach Zeit. Das muss ich beim anderen über die Contextauswahl bestimmen, was ich als umständlicher empfinde. Aber mein Hauptkriterium war wirklich die Optik. Auch hier fände ich es nicht verkehrt eine kostenlose Version anzubieten, da die 15min auch nicht reichen für den ersten Eindruck. Weil der ist bei mir häufig schlecht. Ich brauche oft etwas Zeit, um zu entscheiden wie praktisch etwas ist, gerade bei Apps mit mehreren Einstellmöglichkeiten. Ach und die Erinnerungsfunktion ist bei 2Do toll, man kann wählen zwischen Statusleistennachricht und Ton, oder beides. Und die Töne sind sehr schön. Die App ist auf alle Fälle ihr Geld wert, wie ich finde, aber sie scheint nicht überall gleich gut zu laufen. Ich habe ein Nexus S. Aber wie gesagt, SGT ist wirklich spitze und vielleicht bin ich ja bei 2Do geblieben, weil ich mir den Namen merken kann.

  • Vielleicht kannst du ja mal einen kleinen Erfahrungsberichte zu 2do schreiben, würde mich interessieren. Stehe nämlich kurz vor einem Wechsel von Gtasks zu DGT GTD & Todo List :-)

  • Nee, aus dem Rheinischen :-)

  • Kommst du aus dem Badischen, wegen dem Heijajei?

  • Meinst du die Wochenansicht von der z.B. 7 Tage Anzeige runter zu der 1Tagesanzeige zu scrollen? Das hat Calengoo tatsächlich nicht, habe ich aber auch noch nie vermisst, da es ja die Taps dafür hat. In der Wochenansicht Lanscape kann man nach oben und unten und nach rechts und links scrollen. Anzahl der gezeigten Tage und sofort sichtbaren Stunden kann man einstellen und bleibt auch in der 24Std und 7Tage Anzeige übersichtlich.
    Das obige Kommentar war jedenfalls nicht böse gemeint, auch wenn es sich nachträglich so liest.

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