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81 Kommentare

AnonymousEmail - wer hat was zu verbergen?

Ich glaube es ja nicht! Also, die App, die ich Euch heute vorstelle, hat es ziemlich in sich! Warum? Nun, sie hat wirklich einen ziemlich hohen Unterhaltungswert - zumindest für den Nutzer!

Ach ja, und dann wäre auch noch zu sagen, dass die App auch ein wenig - sagen wir - scary ist. Und außerdem regt sie auf jeden Fall die Kreativität von fast jedem an, dem man sie in die Hände drückt. Und dann kann man auch noch von dieser App sagen, dass ich sie extrem cool finde, aber sofort wieder deinstalliert habe. Ach, und warum die App eigentlich wirklich erwähnenswert, ziemlich cool ist, aber dennoch nur einen Stern hat?

Warum? Tja, das müsst Ihr leider selber nachlesen!

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
1.0.1 1.0.1

Funktionen & Nutzen

AnonymousMail verrät ja schon sehr viel über die Funktion als solche. Man könnte meinen, dass man völlig anonym jemandem eine E-Mail schreiben kann. Diese App geht aber hier noch ein bißchen weiter! Man kann nämlich nicht nur unerkannt Nachrichten an jemanden schreiben. Es ist vielmehr möglich in EINEM VÖLLIG ANDEREN NAMEN mit einer FREI WÄHLBAREN E-MAIL ADRESSE eine E-Mail abzusetzen.

Will sagen: Ihr könnt Eurem besten Freund im Namen seiner Freundin witzige Nachrichten schicken. Oder Eurer Frau/Mann im Namen Eurer Schwiegermutter. Soweit so gut! Ihr könnt aber natürlich auch Eurer Ex-Freundin im Namen ihres neuen Freundes eine E-Mail schicken!

Und da fängt es für mich an problematisch zu werden. Ich war am Anfang von den Funktionen dieses Programms - es wurde mir übrigens zum Testen von einem Community-Mitglied empfohlen - ganz begeistert. Ich habe das ganze Büro mit herrlichen E-Mails versorgt und - zumindest ich - hatte einen riesigen Spaß. Ein Höhepunkt hat den nächsten gejagt. Je mehr und je länger man allerdings mit dieser App gespielt hat, desto perfider wurden auch die Ideen was oder wem man als nächstes schreiben könnte.

Das Fatale ist, dass man nicht merkt, dass es sich um eine Spaßmail handelt. Die Absender-Adresse ist völlig korrekt. Und mein E-Mail Adressbuch erkennt auch ganz brav die jeweilige Person. Natürlich könnte theoretisch ein Profi irgendwo im Header sehen, dass die E-Mail nicht vom echten Absender versendet wurde. Die Wahrscheinlichkeit, dass eben selbst ein Profi dem Trick auf die Schliche kommen würde, sehe ich bei Null. Zumindest dann, wenn er oder sie nicht mit einer solchen Finte damit rechnet.


Fazit
Wirklich witzig, wenn man es für wirklich nett gemeinte Späße verwendet. Aber teuflisch und wahrscheinlich sogar kriminell, wenn man es missbraucht! Und bei Letzterem sehe ich genau die Gefahr. Mit AnonymousMail werden auch technisch völlig debile Menschen in die Lage versetzt Schindluder zu betreiben. Das Schlimme ist, dass viele Menschen nicht nur technisch unbeleckt sind, sondern oft auch wirklich völlig debil. Eine gefährliche Kombination, die sehr sehr viel Schaden anrichten kann. Und von daher kann ich nicht sagen, ob ich diese App wirklich gutheißen soll, selbst wenn sie mir so viel Spaß bereitet hat.

Ich habe lange überlegt welche Wertung man nun für eben so eine App geben kann. Sie hat mir viel Spaß bereitet. Ich will aber auch DRINGEND auf die Gefahren hinweisen. Drei Sterne halte ich für diese App für okay. Und vor allem nachdem ich weiss, dass diese App ein so schlechtes User Interface hat, dass die gesamte App auf nur einen Stern herunterziehen wird, tue ich dies umso lieber.

Ach, noch was: warum ich überhaupt Werbung für diese App mache? Ich bin der Überzeugung, dass Menschen mit krimineller Energie ganz von alleine auf eine solche App kommen würden. Umso wichtiger sehe ich es an, dass man hier Aufklärungsarbeit betreibt und genau davor warnt!

Bildschirm & Bedienung

Ich habe die App auf einem Samsung Galaxy getestet. Zumindest auf diesem Gerät war es fast unbenutzbar.

Zunächst ist es einfach hässlich aufgebaut. Es gibt ein paar lieblos, und von den Proportionen her völlig seltsam gestaltete Eingabefelder. Es ist nicht möglich eine Adresse einzugeben und diese in der kompletten Größe zu sehen. Will man den Text eingeben, ist die Hälfte des Eingabefeldes aus irgendeinem Grund wie geblockt und kann nicht genutzt werden. Tippt man seinen Text ein, kann man im gesamten Feld nicht scrollen. Der Text wird nach der zweiten Zeile komplett von der Tastatur überdeckt. Will man sehen was man geschrieben hat, ist nur das Einklappen des Keyboards der einzig gangbare Weg dies zu tun.

Auch sehr verwirrend: schickt man die E-Mail weg, wird einem der Erfolg des Versands über ein kurz eingeblendetes Dialogfensterchen angezeigt, das nach wenigen Sekunden automatisch verschwindet. Der Text selber bleibt aber stehen! Sprich: passt man nicht auf, verschickt man die Mail immer und immer wieder.


Fazit
Der gesamte Aufbau wirkt völlig lieblos und undurchdacht. Eigentlich wäre ich fast dazu geneigt "hingerotzt" zu sagen. Aber so hart will ich nicht sein.

Das Problem dabei ist, dass dieses unprofessionelle User Interface und die leicht unseriösen Anwendungsmöglichkeiten ein "Gschmäckle" zurücklassen, das mich dazu veranlasst hat diese App SCHNELLSTENS wieder zu löschen.

Speed & Stabilität

Das muss man ja sagen: schnell isses! Nur das Tippen fällt bei diese UI relativ schwer.

Preis / Leistung

Viel zu teuer!!! Das Programm kostet satte $4,99!!!! Ich sag's ja: irgendwie alles leicht unseriös...

Screenshots

AnonymousEmail - wer hat was zu verbergen? AnonymousEmail - wer hat was zu verbergen?

81 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Jörg W. vor 11 Monaten Link zum Kommentar

    Guter Artikel

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    26.07.2010 Link zum Kommentar

    Habe ihn sehr genau gelesen. Du schreibst

    a) dass Du nicht verstehst warum der Preis von 4,99 Dollar im Hinblick auf den Verwendungszweck unseriös sein sollte (was so gar nicht genau dasteht, sondern diese App viel zu teuer ist - was ich hier nochmal unterstreiche - und mir das gerade im Hinblick der schlampigen Programmierung unseriös)

    b) dass sich die Hinweise auf den Verwendungszweck im Ergebnis widerspiegeln (ganz klar: Du hast den Beitrag nicht gelesen! Es steht drin, dass ich das gerne würde, aber nicht tue!)

    c) dass Du uns [zusammenfassen] somit immer mehr das Niveau der Bild vorwirfst

    Ich bleibe dabei: Du hast sehr oberflächlich gelesen und wolltest kritisieren.

  •   2

    Du hättest meinen Komm.entar mal besser nicht so oberflächlich gelesen.

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    25.07.2010 Link zum Kommentar

    Liegt wohl daran, dass wir viele Leser wie Dich bekommen, die die Berichte nicht durchlesen. Es steht nämlich im Test, dass die App ausschließlich nur wegen ihres GUIs schlecht bewertet wurde.

    Bild-Leser lesen meistens auch nur oberflächlich.

  •   2

    Warum sind 4, 99 € unseriös?
    Des Weiteren sollten Eure Hinweise auf einen möglichen Verwendungszweck sich nicht so offensichtlich im Ergebnis wiederspiegeln. Eure Reviews haben mehr und mehr das Niveau der Bild!

  • @Martin: Genau meine Meinung. Vor 15 Jahren war das heutige "Internet" in den Köpfen der Benutzer noch klar in E-Mail, Usenet und World Wide Web usw. unterteilt, je nach Zweck der Anwendung.

    Heute weiß kaum ein Benutzer, wie das funktioniert und glaubt fast alles, was nach 1,2,3 Klicks auf dem Bildschirm steht.
    Da hilft nur erklären, erklären und nochmal erklären, denn die Technik wird nicht einfacher werden, sondern es werden nur die Frontends leichter zu bedienen sein.

    Und "leichter bedienbar" heißt auch, dass auch unerfahrene Benutzer alles machen können, wie z.B. mit nur einem Mausklick Facebook-Fan von irgend einer Porno-Seite zu werden, obwohl auf dem Link etwas von Rezepten mit Shrimps stand... Man muss heute aufpassen wie ein Fuchs um nicht auf irgendwas rein zu fallen.

    Aber mein Gelaber geht hier am Thema vorbei, schließlich gehts um diese App bzw. die Vorstellung von der App, und den Testbericht finde ich nach wie vor gut.
    Der Bericht wäre perfekt, wenn der Autor dabei auch die technische Einfachheit von fälschbaren E-Mail Absenderangaben klar gemacht hätte, denn damit wäre vor allem diese endlose Diskussion hier ausgeblieben :-))

    Also an alle, wie Martin schon gesagt hat: Weiter so!


  • Letztendlich ist es gar nicht schlecht, dass solche Programme angeboten werden. So wird wenigstens die breite Masse darauf hingewiesen wie sicher bzw. unsicher die Kommunikation per E-Mail ist.

    Ein bißchen Aufmerksamkeit wurde in letzter Zeit ja durch Phishing darauf gelenkt. Mittlerweile wissen einige schon, dass eine E-Mail von eBay oder Paypal auch gefälscht sein kann.
    Einige wissen auch schon, dass E-Mails genau wie Postkarten mitgelesen und sogar noch einfacher geändert werden können.

    Aber wie viele nutzen schon Signaturen oder Verschlüsselung?

    Also weiter so und die Möglichkeiten publik machen!

  • Hallo zusammen,

    @David Raab: Ich stimme Dir 100% zu, bin selbst seit 15 Jahren als Angestellter u.a. für Mailserver Konfiguration verantwortlich und weiß das dies technisch gesehen eher trivial ist.

    Es kann doch jeder ohne Aufwand einfach in Outlook, Thunderbird, Evolution und jedem anderen Mailprogramm seinen Namen und die E-Mail Adresse frei wählen, und der Empfänger sieht in seinem E-Mail Client genau diese frei gewählten Angaben, egal über welchen Provider die Mail raus geht.

    Man kann nur oft im E-Mail Header sehen, wer der authentifizierte Absender war, aber da schaut ja kaum jemand rein, denn die meisten Benutzer wissen heutzutage gar nicht mehr, was ein E-Mail Header ist. :-)

    Ein eigener SMTP-Server wäre dafür eher unproduktiv, weil die Provider E-Mails von dynamisch vergebenen IP-Adressen lieber ablehnen, oder die dynamischen Adressen auf irgendwelchen Spam-Blacklists sind.

    Aber die App einmal vorzustellen, finde ich gut, auch wenn sie technisch überhaupt nicht aufwändig ist: Schließlich will man ja auch wissen, was sich Witzbolde so alles für ihre Apps einfallen lassen :-)

  • Wenn solche Aktionen der Sargnagel für Email - wie wir sie kennen - werden ... Gut so!
    Gibt mittlerweile effizientere Kommunikationstools.

  • Ich versteh die Aufregung nicht. Outlook kann das doch auch und wird dazu seit Ewigkeiten fleißig von Phishern und Spammern benutzt.

  • @Holger N

    Danke. :D

    Ich glaube nicht, dass die App wirklich benutzt werden muss. Es gibt bessere Alternativen...

  • das völlig legale programm "supermailer" kann das z.b. ist ein newsletter-programm, da macht es schon sinn. man muss nicht extra eine mail-adresse "newsletter@meinefirma.de" einrichten sondern kann über den bestehenden account versenden, das macht schon sinn so eine funktion. und ich glaube man kann das nicht im header sehen ...

  •   15

    Im Header ist natürlich zu sehen, dass die Email über besondere Server lief...

    Ist halt Schabernack für Zwischendurch. Diejenigen, die Schindluder betreiben wollen, machen das nicht mit einer solchen App - sondern richtig.

    Also beruhigt Euch alle mal wieder. ;)

    @Fabi, es war so schön! Alle hatten Spaß! ;)

  • @Mirza D.:
    Auch wenn das jetzt reichlich Off-Topic ist:
    Respekt zu einer tollen Rechtschreibung und Ausdrucksweise!
    In Deinem Alter eine absolute Seltenheit, klasse. :)

    @David Raab:
    Ich hab's nur überflogen (weil: TL;DR), aber soweit hast Du natürlich Recht. Vergiss aber nicht, dass die meisten Mailprovider Header und Absender letztlich selbst noch einmal korrigieren. Fake-Mails über GMX, Web.de, Gmail o.ä. verschicken dürfte daher unmöglich sein. Letztlich braucht man also wohl doch einen "eigenen" SMTP-Server, zumindest aber einen weniger "Großen".

  • Wisst ihr was noch fehlt? Eine Diskussion zum iPhone...:D

    ...oder genauer gesagt zu ihren Benutzern, denn die würden sagen:

    "Ey, alder. Die App ist so geil, mann! Ich ´ab gestern meinen Freund verarscht! Wie der gekuckt hat, so geil, mann!"

    Wenn ihr mir nicht glaubt, dann schaut euch mal ähnliche Apps im AppStore an und ihr werdet ganz schnell fündig. Auf jeden Fall merkt man da Unterschiede über die Gedanken bei der Nutzungsweise.

    Fazit: Die App kann sehr nützlich sein, aber in beide Richtungen. Sowohl böse als auch gut.

    @Anonymon Anonymus
    Ich bin 13 und denke nicht mal an so eine Sch* (sry für die Ausdrucksweise). Doch für den einen oder anderen Gag ist es sehr nett...:D

  • Ich zitiere dich mal: "Ach, noch was: warum ich überhaupt Werbung für diese App mache? Ich bin der Überzeugung, dass Menschen mit krimineller Energie ganz von alleine auf eine solche App kommen würden. Umso wichtiger sehe ich es an, dass man hier Aufklärungsarbeit betreibt und genau davor warnt!"

    Sicherlich hast du recht, was "richtige" Kriminelle angeht, also solche, die mit illegalen Aktivitäten ihr Geld verdienen. Die haben so was auch vorher schon gekannt, wenn es ihnen denn von Nutzen ist und werden vermutlich nicht auf eine Android-App gewartet haben, die das kann.

    Aber: Irgendwelche Idioten, die das nutzen um der Exfreundin/dem Exfreund, Eltern, Lehrern oder irgendwelche Rivalen zu schaden, werden durch solche Tests halt auf dumme Ideen gebracht. Mit 15 hätte ich damit sicher auch Unsinn gemacht...

  • @David Raab: Das ist der Nachteil einer "größeren Community": Halbwissen paart sich Über/Unterschätzung und schon entstehen solche Diskussionen.

    zur App: getestet - UI gesehen - deinstalliert

  • Hallo zusammen, lese hier schon länger, aber bei so vielen unwissenden Kommentaren muss man doch mal etwas dazu schreiben. :)

    Was ich ansprechen möchte ist das einige Leute sagten das dies nur mit offenen Mail-Servern möglich wäre, das diese Technik böse wäre etc. pp. Was so alles falsch ist.

    Als erstes muss man Wissen wie E-Mails versendet werden, dafür ist das sogenannte SMTP Protokoll zuständig. Das SMTP Protokoll wurde aber von vorneherein so gebaut das man jede beliebige Absender Adresse angeben kann.

    Und das man dafür einen offenen Mail Server benötigt ist auch falsch. Jeder der einen Mail Account bei irgendeinen Anbieter besitzt kann beliebige Absenderadressen benutzen, das Programm muss es nur unterstützen, was die meisten nicht direkt tun.

    Eine Übersicht von SMTP mit dem versand einer E-Mail über SMTP kann man sogar gleich bei Wikipedia finden: http://de.wikipedia.org/wiki/SMTP

    Im Protokoll sieht man das man "MAIL FROM:<bar@example.com>" angeben muss. Also eine Absender adresse. Diese Adresse muss noch korrekt angegeben werden, da die Mail Anbieter hier eine korrekte Adresse erwarten. In der Regel was man doirt nicht sieht folgt danach ein Passwort.

    Wenn man aber weiter schaut gibt es irgendwann den Befehl "DATA", danach übergibt man die eigentliche E-Mail. Hier werden aber bis zur ersten Leerzeile sogenannte "Header" übergeben. Hier sieht man auch die Zeile "From: <bar@example.com>". Diese Zeile stimmt zwar mit der "Mail From" zeile überein, dass muss es aber nicht. JEDER kann hier beliebig etwas eintragen was er möchte. E-Mail Programme tragen hier üblicherweise die gleiche Adresse ein, aber dass muss man nicht. Und das was in dieser Zeile steht nutzt das E-Mail Programm des Empfänger als "From" Adresse.

    Weiterhin ist das anmelden und das angeben der Absender Adresse zwei unterschiedliche Dinge. Bei der Authentifzierung nutzt man ganz andere Kommandos: http://de.wikipedia.org/wiki/SMTP-Auth

    So gibt man zuerst "AUTH LOGIN" ein um die Authentifzierung zu starten. Daher es folgt dnach ein Benutzername/Passwort. Ist das aber angegeben kann man JEDE BELIEBE From Adresse angeben. In der Regel ist der Benutzername immer die E-Mail Adresse, das muss es aber nicht sein. Der Benutzername kann auch "fritz" lauten und die absenderadresse "max@example.com". Das kann man mit JEDEM Mail-Programm Konfigurieren. Thunderbird hat auch extra Felder für den Username und die angabe was es als E-Mail Adresse nutzen soll.

    Wie gesagt, jeder kann E-Mails mit beliebigen Adressen versenden wenn er es möchte.

    Das dies möglich ist, ist gut und auch sinvoll. Diese Technik nutzt eigentlich nahezu jeder Server zum Beispiel Webseiten. Ein kurzes praktisches Beispiel: Ihr habt eine E-Mail bei Telekom, nun kauft ihr euch eine Webspace mit einem Blog etc. und wollte dort Newsletter versenden. Nun soll als Newsletter aber nicht irgendwas stehen sondern eure Telekom Adresse. Der Server trägt dies ein, auch wenn er dafür nicht authorativ ist, und benutzer bekommen eine From adresse von Telekom präsentiert. So wie es dann auch sein sollte.

    Anderes Praktische Beispiel was ich selber nutze sind Alias Adressen. Mail-Server verstehen Aliase. Daher man hat mehrere Mail Adressen die alle im selben Account landen. Wenn man nun auf solch eine Mail Antwortet möchte man gerne das die Antwort Adresse auch die Adresse ist die man bekommen hat, hierfür wird die gleiche Technik genutzt, als From wird einfach die Alias adresse angegeben, zum authentifizieren mit dem Mail-Server werden andere Login Daten verwendet. Das ist 08/15 Wissen das jeder halbwegs gescheite Systemadministrator Wissen sollte (bin ich übrigens vom Beruf). Zumindest die System-Administratoren die sich mit Linux auskennen. Windows Administratoren können nur auf "Weiter" klicken. :)

    Um zum Beispiel mit Thunderbird vernünftige Alias "identitäten" einzurichten gibt es ein Plugin namens Virtual Identity: https://addons.mozilla.org/en-US/thunderbird/addon/594/

    Mit diesem kann man dann beliebige From Adressen angeben.

    Wer meint damit rumzuspammen sollte aber aufpassen. Jede E-Mail ist vollständig zurückverfolgbar!!!

    Jede E-Mail enthält einen vollständigen Pfad welche Server es durchlaufen ist und wovon es gesendet wurde. Dazu kommen einmalige IDs die generiert werden wodurch man genau bestimmen kann welcher Benutzer eine Mail versendet hat.

    Ich gehe davon aus das diese Applikation euer Google Mail Konto nutzt um diese Mails zu versenden. Zum Spass kann man soetwas nutzen, wer jetzt eine Karriere als Spammer anvisiert der wird aber schnell erfasst werden.

    Das Problem beim Spammern ist nicht das fälschen der From Adresse, das ist sowieso vorgesehen. Das Problem ist es nicht zurück verfolgbar zu sein.

    Was ich nur lächerlich finde ist das dafür 5$ genommen wird! Tut mir leid aber das senden unter einer falschen Adresse kann hier jeder nachdem er die verlinkten Wikipedia Artikel gelesen hat. Man benötigt nur ein Windows/Linux, man öffnet die Shell (unter Windows start->ausführen und dann "cmd" eingeben) und dann tippt man "telnet mail.server.example.org" ein für seinen Mail Server und folgt den Beispielen.

    Soetwas ist wirklich Kinderkram, und für 5$ wirklich sehr teurer Kinderkram.

  • ich finde das Beispiel aus eurem Büro ja auch genial, aber ich muß Ludwig recht geben - so eine App kann Schlimmes anrichten.

    Deshalb hätte ich persönlich an Fabiens Stelle diese App NICHT öffentlich getestet, denn schon allein durch diesen Test sind jetzt weiß der Himmel wie viele Leute überhaupt erst dazu gebracht worden, sich die App anzuschauen... mit allen Folgen.

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    22.07.2010 Link zum Kommentar

    @El Dudel: Arsch!! :D

    Aber ich gebe zu: es war ein tolles Amusement, auf das sogar Sven (!!!) reingefallen ist.

    Deswegen hat Markus wirklich Recht, wenn er sagt dass das eine Waffe sein kann.

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