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Anomaly 2: Auf der anderen Seite

In Anomaly 2, dem neusten Werk des Entwicklerstudios 11 bit studios, ist das Jahr 2018 ein einschneidender Wendepunkt. Eine Alieninvasion treibt die Menschheit an den Rand der Vernichtung und zwingt diese in einen Überlebenskampf um Nahrung und andere Vorräte.

Was Anomaly 2 zu einem einmaligen Erlebnis macht und ob die Portierung vom PC auf Android gelungen ist, erfahrt Ihr in unserem heutigen Testbericht!

Entertainment am Smartphone im Fitnessstudio ist für mich...?

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VS
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Bewertung

Pro

  • Dynamik des Spiels
  • Taktische Tiefe
  • Transformation der Einheiten ist eine echte Bereicherung

Contra

  • Teilweise unstabiler Multiplayer
  • Kein Spiel für Zwischendurch
Getestet mit Android-Version Root Mods Getestete Version Aktuelle Version
Google Nexus 4 4.4.2 Nein 1.1 ?

Funktionen & Nutzen

In Anomaly 2, dem direkten Nachfolger des erfolgreichen Anomaly Warzone Earth, unterscheidet sich die Spielmechanik von anderen Titeln des Genres. Genauso wie im Vorgänger besteht die Aufgabe nicht im gewohnten Aufbauen von Türmen und Zurückschlagen von Gegnern, sondern der Spieler befindet sich diesmal in der Haut des Gegners und ist mittendrin im Getümmel. Somit fällt Anomaly 2 in das Genre der Tower Offense Spiele und bietet damit einen anderen Ansatz in einem grundsätzlich bekannten Genre.

Mit der anderen Perspektive werden natürlich auch andere Taktiken und Verhaltensweisen notwendig. Das gesamte Spiel fühlt sich - ganz im Gegensatz zu vielen Tower Defense-Spielen - nicht statisch an, sondern man bewegt einen Konvoi von Truppen durch tödliche Routen. Diese Routen lassen sich in einer Taktikansicht festlegen und auch aktiv verändern, um verschiedene Herangehensweisen auszuprobieren. Versucht der Konvoi eher passiv die Aliens zu meiden und riskiert somit einen möglichen Hinterhalt oder ist der Spieler aktiv und versucht potenzielle Schwachstellen des Gegners auszunutzen? Schnelle Reaktionen auf neue Situationen sind ebenso wichtig wie ein langfristiger Schlachtplan. Diese Entscheidungen machen das Spielerlebnis von Anomaly 2 zu etwas Besonderem und schaffen eine gewisse taktische Tiefe.

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Auf der taktischen Karte kann langfristig geplant oder kurzfristig reagiert werden. / © 11 bit studios

Diese taktische Tiefe wird durch die Einheitenvielfalt verstärkt. Im Vergleich zum Vorgänger ist die Anzahl der Einheiten kein großer Sprung nach vorne. Im ersten Augenblick wirkt die Auswahl sogar etwas zu gering, doch dies ist ein trügerischer Schluss. Anomaly 2 führt nämlich als große Neuerung (auch gegenüber des Vorgängers) die Möglichkeit der Transformation ein. Dadurch wird der mögliche Spielraum erweitert und eröffnet dem Kommandanten ganz neue taktische Möglichkeiten. So erhalten Einheiten neue Angriffsmodi, Reichweiten oder neue supportive Fähigkeiten wie einen Schild für den Konvoi. Diese Transformationsentscheidung erweitert die schon bestehenden taktischen Elemente und fügt eine zusätzliche Ebene hinzu. Eine positive Entwicklung gegenüber des Vorgängers, obwohl die Änderungen eher auf evolutionärer, und nicht auf revolutionärer, Basis stattfinden.

Natürlich steht dem Kommandanten nicht nur die Transformation zur Verfügung, um direkt ins Kampfgeschehen einzugreifen. Es lassen sich Primärziele definieren, Einheiten aktiv reparieren oder Köder auswerfen. Diese Aktivhandlungen sind fundamental zum Meistern der vierzehn Level umfassenden Kampagne und können im Verlauf einer Schlacht über Wohl und Wehe entscheiden. Wobei hier als kleiner Wermutstropfen die Dauer von einzelnen Schlachten erwähnt werden muss. Anomaly 2 ist kein echtes Spiel für Zwischendurch. Dafür sind die einzelnen Abschnitte zu intensiv und fordern zu viel Zeit, wenn auch beim Scheitern nicht das komplette Level wiederholt werden muss.

Schlussendlich kommen wir zum Multiplayer, bei dem einer der Spieler auch die Tower Defense-Komponente übernimmt. Dieser spielt zwar mit den ungewohnten Aliens, doch diese Aufgabe erfordert nach Beendigung der Kampagne nur noch geringe Einarbeitungszeit. Leider funktionierte der Multiplayer im Test nicht immer einwandfrei und es kam in unregelmäßigen Abständen zu Fehlverbindungen oder instabilen Partien.

Bildschirm & Bedienung

Anomaly 2 sieht nicht nur klasse aus, sondern lässt sich auch intuitiv steuern. Die Anwendung portiert die sehr gute Steuerung der PC-Version auf das Smartphone/Tablet, ohne dabei große Kompromisse machen zu müssen.

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Bei diesem Screenshot aus dem Play Store wird von einer tollen grafischen Präsentation gesprochen und dies entspricht auch der Realität. / © 11 bit studios

Die Grafiken können vollends überzeugen und reichen von tollen Partikeleffekten bis hin zu ansehnlichen Explosionen. Teilweise befürchtet man bei der Grafikpracht sogar kleine Ruckler, doch diese Befürchtung stellt sich - zumindest beim Nexus 4 - als unbegründet heraus. Ebenso kann die musikalische Untermalung die postapokalyptische Atmosphäre unterstützen. Hier gibt es nur wenig zu beanstanden.

Speed & Stabilität

Anomaly 2 hat im Spielverlauf keine Ruckler oder Abstürze erlebt. Nur der Multiplayermodus war teilweise instabil und präsentierte sich mit Verbindungsabbrüchen.

Preis / Leistung

Anomaly 2 kostet normalerweise knappe vier Euro und ist derzeit im Angebot für 1,79 € verfügbar.

Abschließendes Urteil

Anomaly 2 ist eine absolute Empfehlung. Das Spiel macht auch über die Kampagne hinweg Spaß und dieser Testbericht ist viel zu kurz, um die Erlebnisse während den verschiedenen Schlachten zu beschreiben. Schlachtpläne werden sogar außerhalb der Spielzeit entworfen und der Multiplayer (wenn er denn einwandfrei funktioniert) animiert dazu, auch die andere Seite auszuprobieren.

Die Entwickler haben viele Aspekte richtig gemacht. Die (postapokalyptische) Stimmung, die kleine Rahmengeschichte, die Bedienung und die Grafik erreichen die Qualität des Vorgängers. Zwar stellt Anomaly 2 keine Revolution dar, doch mit Implementierung der Transformation, ist ein neues vielversprechendes Taktikelement eingeführt worden, das die Spieltiefe nochmals erhöht.

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