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2 Min Lesezeit 9 mal geteilt 35 Kommentare

Android Wear wird zur Zerreißprobe für Samsung und Google

Das schwierige Verhältnis zwischen Google und Samsung ist bekannt. Google braucht Samsungs Hardware, Samsung Googles Software. Von Harmonie kann dabei aber keine Rede sein. Android Wear holt die Interessenskonflikte dieser Zweck-Ehe nun so richtig in den Vordergrund.

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android wear
© ANDROIDPIT

Software- und Hardware-Hersteller könnten theoretisch ein völlig harmonisches Verhältnis pflegen und sich gegenseitig ergänzen. So ist es in der Praxis jedoch nicht, vor allem, wenn ein Hardware-Hersteller Software-Ambitionen zeigt. Google baut keine eigenen Smartphones, einerseits, weil es daran kein wirkliches Interesse hat, andererseits aber auch, weil es als Software-Monopolist auf die Hilfe von Samsung und Co. angewiesen ist. Diese Hilfe könnte es verlieren, wenn es im Teich der Hardware-Bauer fischen würde.

So freut sich Google logischerweise nicht darüber, dass Samsung mehr und mehr Software-Alternativen zu den Google-Diensten entwickelt und mit Tizen sogar am eigenen Betriebssystem arbeitet. Android Wear stellt hier eine Art Neuanfang dar, der für Google von großer Bedeutung ist. Hier ist es noch mehr auf die Zusammenarbeit mit Samsung und Co. angewiesen. Und daran entzündet sich nun wieder Streit.

In einem “angespannten privaten Treffen” mit Samsungs Vice Chairman Jay Y. Lee hat Google-Chef Larry Page Insidern zu Folge seinen Unmut darüber ausgedrückt, dass Samsung im Smartwatch-Bereich “zu stark” auf Tizen setze und nicht genügend in Android Wear investiere. Das klingt absurd, ist es doch nur fair und natürlich, dass ein Konzern seine eigenen Interessen verfolgt, nicht die der Konkurrenz.

Auch die visuelle Umsetzung von Android Wear soll Streitthema gewesen sein, da Google bekanntgegeben hat, keine Herstelleraufsätze zu dulden. Wieder reiben sich die jeweiligen Interessen: Samsung will wie auch bei Smartphones so weit wie möglich seinen eigenen Look, um sich abzusetzen, Google will einen einheitlichen Android-Look auf Android-Wear-Geräten. Gleichzeitig will Samsung (noch) Zugang zu den Google-Diensten (seine eigenen werden nicht viel genutzt), und Google braucht Samsung als Träger seiner Software. So lange es diese gegenseitigen Abhängigkeiten gibt, wird der Streit wohl nicht aufhören. Mit Android Wear hat er nun jedoch einen neuen, ordentlichen Vorrat an Sprengstoff erhalten.

Via: The Verge Quelle: The Information

Top-Kommentare der Community

  • Stephan Serowy 18.07.2014

    Ich weiß, worauf du hinaus willst, ich habe bloß das Gefühl, dass da Dein Wille zur Negativauslegung stärker war, als Deine Bereitschaft, das nüchtern und objektiv zu lesen. "Zerreißprobe" erfordert ja nun nicht, dass sich zwei Firmenchefs öffentlich prügeln. Ein Treffen, in dem ausgedrückt wird, dass eine Seite grundsätzlich nicht einverstanden ist mit dem Verhalten der anderen, vor allem in solchen Grundsatzfragen, die beide schon länger beschäftigen, ist Symptom einer Zerreißprobe, denn das Ganze ist ein großes und langfristiges Phänomen. Die Zerreißprobe ist nicht das Treffen selbst. Der Reibungspunkt, der nun schon lange existiert und jetzt nur noch mehr Zündstoff erhält, wird nicht über Nacht weggehen, sondern wahrscheinlich nur schlimmer werden. Das ist, was eine Zerreißprobe ist, wenn die Schwere gegeben ist. Und das ist sie ganz ohne Zweifel.

  • tigran chatschatrian 18.07.2014

    ich verstehe nicht wieso ihr immer darauf antwortet und versucht eueren standpunkt zu erklären? Ihr wisst doch ganz genau, dass ihr es nie jedem recht machen könnt. Ihr könnt ja das feedback annehmen und es beim nächsten mal, wenn es für euch logisch klingt, anders umsetzen, aber lasst euch doch nicht jedes mal "provozieren".

  •   51
    XXL 18.07.2014

    Das wusste ich nicht. Aber wenn das tatsächlich so ist, dann ist das noch ein weiterer Grund, der gegen Android Wear sprechen würde. Als User können wir wahrscheinlch froh sein, dass es Hersteller wie Sony, Samsung, HTC und Co. gibt. Wenn es nach Google ginge, hätten wir heute wahrscheinlich ausschliesslich Cloud-Phones mit max. 4GB (nicht erweiterbarem) Speicher, die bei schwacher Internetverbindung unbrauchbar wären.

35 Kommentare

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  • Macht sich Eigentlich niemand Gedanken darüber wie diese big Player uns eigentlich verarschen mit diesen pseudonachrichten.
    Daher möchte ich mal ein paar. Fragen und Rennen schicken...
    ... Bill Gates rettet Apple. . Was verdient MS bis heute an Apple. .? An ios?
    .... Hat es MS daher nötig sich mit winfone zu beeilen.
    ... Microsoft vetdient 3-4 us dollar an jedem androidgerät. ... Ist das bekannt. .
    . ... Und nochmal :.... Hat es MS daher nötig sich mit winfone zu beeilen.
    ....
    Google kauft moto.... . Und stößt es wieder ab.. .
    Aha. ... Google scheint ja sehr daran interessiert zu sein... Zu kontrollieren was und wie im fone läuft.
    ....
    Samsung beliefert apple... Aber zeitgleich bekriegen sie sich wegen patenten und sind Konkurrenten...
    Etc. Etc.
    Es ist mussig all diese Verbindungen aufzuzeigen...
    Was ist nun der Punkt.
    So wichtig und toll die neue smartphone Welt auch ist. ....
    So unnötig sind die meisten Nachrichten....
    Und auch uninteressant die Meisten Produkte für die masse. ...
    Daher wird parallel ein Popanz aufgetischt
    Der den markt, der bis gestern noch keinen interessiert hat.... Schön interessant zu gestalten...

    Und wieder.... Schaut zu MS. .. ..
    Wie sie in kleinen Schritten.... Eine trotzdem
    Gute Basis aufbauen während alle so tun als wären die schon tot.

    Ich bin gespannt wie die Marktanteile in 10 Jahren sind.
    Ob es dann Google oder samsung oder auch
    MS noch gibt

  • Völliger Mumpitz und an den Haaren herbei gezogen!

    XXL

  • Grundsätzlich bin ich nicht gegen Herstelleraufsätze. Das Problem an der ganzen Geschichte ist nur, dass bei Android viele Hersteller zu viel am und zu tief im System rumbasteln. Und genau da ist m.M.n. Samsung am schlimmsten.
    Alleinig eine Oberfläche wie ein Launcher sollte akzeptiert werden, weiter nicht. (Am besten deinstallierbar.) Dort sehe ich bei Google den Fehler der Restriktion.
    Das beste Beispiel, was mich beim Erscheinen von Miracast aufgeregt hat, ist die Implementierung. Kaum ein Hersteller hat sich hier an den gesetzten(!) Standard gehalten. Denn diese Funktion läuft nur, wenn pures Android drauf läuft oder der Hersteller an diesem Punkt nichts verändert hat. Philips hat seit der 2013er Serie die Funktion enthalten. Mit meinem Nexus 7 kein Problem. Beim S3 gibts die Meldung: Das Gerät unterstützt HDCP nicht. -> Haha Die Antwort von Philips: "Wir haben uns strikt an den Standard gehalten. Wenn andere Hersteller sich nicht daran halten, ist das kein Problem von Philips." Stimmt, denn andere Miracast-Empfänger/Geräte reagieren gleich. Habe mich auch über den Standard erkundigt und HDCP ist dort fest verankert.
    Und HTC ist da auch nicht besser, die führen den Menüpunkt gar nicht erst.
    Genau solche Dinge regen mich auf. Denn so hat man zwar Android, nur leider kastriert. Und das hier ist nur ein Beispiel.

  •   32

    lasst es reißen von mir aus -

  •   23

    Die angebliche Zerreißprobe ist für nichts anderes als : Armdrücken, Dicke Backen machen, freundlich gesagt eine offene Diskussion. Beide sind derzeit voneinander abhängig, und das wissen die zwei Giganten auch. Diese Art von Diskussion gibt es vermutlich schon seid es Marktwirtschaft gibt.

  • Zumal das Produkt noch nicht einmal sehr gut ist.Ich denke trotzdem das sich das auf Zeit regeln wird.Auch Google wird erkennen müssen das Dominanz auf Druck nicht aufrecht zu erhalten ist.Hat noch nie funktioniert und der Markt will so einen Zustand auch nicht.Ich zb.habe auf Google Wear gar keine Lust.Leider ist Tizen zwar vom Ansatz mir näher aber eben auch noch nicht perfekt.Überzeugend ist keine der beiden.Daher werde ich Geld sparen und mir für die Hälfte eine Sony kaufen.Leider.

    XXL

    • Schon mal ein SoNie-Smartphone in der Hand gehabt? Richtig miese Dinger!

      • Mal abgesehen davon, dass er von der Sony-Uhr spricht wüsste ich nicht, was an Sony-Smartphones so mies sein sollte.

        XXL

      • naja, ich habe seit einem 3/4 jahr ein sony xperia zl. bin vom iphone zu android gewechselt. kann mich bis jetzt nicht beschweren, aber vielleicht hast du ja viele negative erfahrungen mit dem hersteller gemacht. ich musste zum beispiel mein iphone 5 mal tauschen weil jedes mal was hinüber war.

        XXL

      • also ich nutze seit nem Jahr ebenfalls statt IPhone 5 das Xperia Z und kann mir design technisch aber vor allem im generellen kein schöneres und besseres und hochwertigeres Smartphone FÜR MICH vorstellen

        XXL

  • naja Stephan deine Titel sind prägnant und aussagekräftig, in viel so wie in diesem Fall ist der Artikel lauwarmes Wasser...

  • ich finde den minimalismus auf den google setzt zum einen richtig, da kein mensch an seiner uhr telefonieren muss oder fotos machen muss (da denke ich an kinderspielzeug, mit dem man agent spielt), durch diesen minimalismus erwünsche ich mir eine bessere updatepolitik und dass man beim kauf eher auf die hardware schauen kann, andererseits gibt es zurzeit noch keinen Konkurrenzkampf in dieser branche, softwaretechnisch können die smartwatches einer anderen in keinster weise irgendwie vorraus sein. und das ist das problem, denn wie oft schon fing ein gersteller mit einer guten idee an und alle habe es nschgemacht (das ist im Guten gemeint)

    schade dass der grundgedanke von google verloren gegangen ist... wenn das so weiter geht kann man bald nicht mal mehr flashen, rooten... etc.

  • Auf der Smartwatch war Tizen um sooovieles besser, bei Smartphones das genaue Gegenteil

  •   51
    XXL 18.07.2014 Link zum Kommentar

    Naja, lassen wir mal die Kirche im Dorf. Wegen diesen paar Ührchen wird die Zusammenarbeit sicher nicht scheitern. Samsung wäre wirklich deppert, wenn sie sozusagen für Google Uhren produzieren würden, nur damit Google dann die Uhren mit dem eigenen Branding und dem OS nach eigenen Gusto ergänzen kann. Egal ob Smartwatches oder -phones... Herstelleroberflächen sind ein absolutes muss, denn ohne eigenes "Branding" würde diese Beziehung nie funktionieren, egal ob Samsung, Sony oder HTC.

    Ich glaube, dass Google im Moment einfach ein paar vorsichtige Machtspielchen anzettelt um auszuloten, was möglich ist. Google sind hierbei aber ganz klare Grenzen gesetzt, weil man es sich niemals leisten kann (und wird), die Hersteller zu verärgern. Android ist unterdessen wahrscheinlich das Herzstück von Google, und ohne Geräte wo Android drauf läuft, hat Google keine persönliche Daten. Wenn die Hersteller Google den Rücken kehren, ist es schon zu spät. Google wird nämlich nie im grossen Stil Hardware produzieren, Googles einziger Zweck ist das Sammeln von Daten und Android ist Mittel zum Zweck. Google würde gut daran tun, einen anderen Ansatz zu verfolgen.. nämlich mit ihren Partnern zusammenzuarbeiten und sie bei Laune zu halten mit Anreizen.

    • Man sollte aber nie vergessen, dass die Android-Sparte mit Phones und Watches und der daraus generierte Nutzen durch deren Apps nur etwa 10% vom Umsatz Googles ausmachen. (Quelle.Geschäftsbericht Google)

    • Mircosoft lässt auch kein "Branding" zu. Google hat bei Tablets und Smartphones schon lange nicht mehr nur den Stein in der Tür, denen gehört schon die ganze Tür. Wirklich angewiesen sind sie nicht auf Samsung. Die Leute entscheiden schon nach dem OS und zb. Motorola würde sicher gern Samsungs stelle einnehmen wollen. (Motorola weil kein Aufsatz)

      •   51
        XXL 19.07.2014 Link zum Kommentar

        Ja genau, deshalb ist Microsoft in der Smartphone-Branche auch so erfolgreich und die Hersteller reissen sich darum Win-Phones zu produzieren;-) Genau das meine ich ja!

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