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3 Min Lesezeit 10 mal geteilt 16 Kommentare

Android Wear ist das fehlende Puzzlestück in der Wearable-Revolution

Android Wear nahm auf der Keynote zur Google I/O 2014 eine wichtige Stellung ein. Das Betriebssystem für Wearables wird in diesem Jahr entscheidend dazu beitragen, das Eis zu brechen, Smartwatches für eine breite Kundenschicht zu öffnen - und damit mittelfristig auch den Weg für ambitioniertere Projekte wie Google Glass frei zu machen.

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Die LG G Watch als Lifestyle-Gadget: Android Wear wird dazu beitragen, die breite Masse für Wearables zu öffnen. / © Google

Ein langer Anlauf

Die Philosophie hinter Google-Projekten wie Glass und Wear ist es, den Nutzer mit der digitalen Welt zu verbinden, ohne ihn aus der realen Welt herauszureißen. Wo Smartphone-Displays uns zu sehr gefangen nehmen und Google Glass vielen noch zu geekig (und schlicht zu teuer) ist, sind Smartwatches die perfekte Zwischenlösung. Bisher fehlte allerdings die überzeugende Idee, wie mit den schlauen Armbanduhren umzugehen sei. 

Smartwatches gibt es schon länger, doch Google hat sich Zeit gelassen mit Android Wear - Pebble und Sony haben ihre Smartwatches, kleinere Hersteller kämpfen mit eigenen Konzepten um Aufmerksamkeit, Samsung hat mit seiner Gear-Reihe inzwischen aufgeschlossen. Bislang kochte aber jeder sein eigenes Süppchen, hatte eigene Konzepte, nichts wirkte richtig ausgereift und zwingend. Die Funktionen waren beschränkt, die Designsprache wenig ansprechend und uninspiriert. 

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Samsungs Gear 2: In diesem Jahr vorgestellt, aber mit einer Benutzeroberfläche, die gefühlt noch aus dem letzten Jahrzehnt stammt. / © Samsung/AndroidPIT

Android Wear als Eisbrecher

Android Wear ist jetzt - endlich - der Missing Link, das fehlende Puzzlestück, das die Revolution der Smartwatches erheblich vorantreiben könnte und damit die breite Masse zugänglich macht für die Idee von Wearable-Computern - und damit mittelfristig auch für Google Glass und Co. Android Wear ist der erste ernstzunehmende Versuch, ein einheitliches, ansprechendes und überzeugendes Bedienkonzept für Smartwatches zu schaffen, das über Herstellergrenzen hinaus funktioniert und mehr bietet als nur einen verlängerten Arm des Smartphones. 

Die Software ist eine kleine Revolution, erstmals haben wir es hier mit einem optisch ansprechenden und durchdachten Design zu tun, das erkennbar für die kleinen Uhrendisplays gemacht ist und die Eigenheiten von Smartwatches berücksichtigt - wenig Platz für Inhalte, kaum Bedienelemente. Wichtigste Eckpfeiler des Wear-Konzepts: Informationen auf einen Blick und möglichst intuitive, berührungslose und kurze Interaktionen. Die vollmundigen Versprechungen der Google-Leute zielen alle in eine Richtung: Die Technikhürde wird zur Seite geräumt, um wieder mehr Platz für das "echte Leben" zu schaffen. 

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Screenshots von der runden Wear-Version: So sieht es aus, wenn Android Wear auf der Moto 360 läuft. / © Google

Und noch mehr als ein Smartphone ist eine Armbanduhr immer auch Schmuck, Zierde am Handgelenk - auch diesem Aspekt wird Google mit Android Wear gerecht. Zum ersten Mal haben wir es bei einer Smartwatch-Oberfläche mit einer wirklich ansprechenden Benutzeroberfläche und schicken, reduzierten Themes zu tun, die am Handgelenk etwas hermachen und den Uhrenträger nicht gleich als Tech-Nerd mit einem geekigen Spielzeug brandmarken. Im Gegenteil: Eine Uhr wie die Moto 360 macht auch zum Anzug eine gute Figur.  

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Außen klassische Armbanduhr, innen schicke Karten im Google-Now-Stil: Android Wear und die Moto 360 machen sich auch gut zum Anzug. / © Google

2014 - das Jahr der Wearables

So wie Android sich als breite Basis für allerlei Smartphone-Hersteller etabliert hat, wird Android Wear zum Fundament für Wearables werden, auf dem alle Hersteller ihre eigenen Konzepte entwickeln können. Und mit den passenden APIs von Google wird es für Entwickler ein Kinderspiel, ihre App zu erweitern und Wear-fähig zu machen - ein paar Extra-Zeilen Code sollen dafür ausreichen. 2014 wird das Jahr der Wearables - nicht zuletzt dank Google und Android Wear.

16 Kommentare

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  • OK, wenn das tatsächlich so weit geht, kommt man, zugegeben, ganz schön ins Schwitzen!

    Have a good day.

  • Für mich schließt sich eher die Welt der smart watches, den ich werde mir definitiv keine Uhr mit Micro zulegen. Ich behalte da lieber meine Sony solange diese kein Android wear bekommt! Da Geht mir Google doch einen Schritt zu weit. Alles braucht Google und damit die NSA und kriminelle nicht zu wissen.

    • 'Alles braucht Google und damit die NSA und kriminelle nicht zu wissen.`

      Mein Gott! Glaubst du wirklich, dass irgendetwas, was deine Smartwatch hört, auch nur einen Menschen auf der Welt interessiert? Du bist in meinen Augen ziemlich albern.

      • Das ist mir egal. Ich führe durchaus Gespräche, die im Interesse anderer sind - die gehen niemanden etwas an. Die Leute gehen sehr leichtsinnig mit Ihrer Persönlichkeit um - denn Deine Gespräche sind Dein ich! Oder denkst Du das Google nicht jede Möglichkeit ausnutzt ein Profil von Dir und Deinem verhalten zu erstellen (siehe Kommentar mit den Beängstigen Erkennungsraten)!
        Hast Du so wenig Phantasie, dass Du Dir nicht ausmahlen kannst was alles möglich ist. Lese doch nur was die NSA heute schon macht. Oder bist Du wirklich 100% sicher das Du niemanden kennst, der auch Kontakt mit einen potentiellen Terroristen hat (NSA analysiert 3 stufen von Bekannten um Verdächtige)!

      • Ublx, Du hast absolut Recht mit Deiner Einschätzung der NSA-Tätigkeit (den BND dürfen wir hier nicht vergessen). Aber ich glaube wirklich nicht daran, dass die Burschen Interesse an dem haben, was wir Ottos Normalverbraucher von uns geben. Die Nachrichtendienste werden die aufgezeichneten Daten erst dann personalisieren, wenn wir Fingerprints hinterlassen, die durch Ihre Filter 'aufgefangen' werden.

        Google personalisiert unsere Daten natürlich, aber das auch nur für ihre naheliegenden kommerziellen Interessen. Ich denke aber eben nicht, dass es irgend jemand in Mountain View interessiert, was ich denke, spreche, schreibe, kaufe pp. Mit meinen Daten basteln irgend welche Algorithmen in Googles Rechnern herum- mit dem Ergebnis, dass ich weniger mit sch... Reklame bombardiert werde, die mich nicht interessiert.

        Mit meiner Diktion 'albern' wollte ich Dir nicht zu nahe treten ☺.

      • Mit 'albern' habe ich kein Problem.
        Zu dem Interesse an meinen Gesprächen. Bedenke dass man auch arbeiten geht und dort eben auch mitgelauscht wird. Dort werden z.B. auch neue Technologien oder auch Firmengeheimnisse besprochen. Wer verhindert denn dass Google diese eben auch auswertet und sie z.B. selber verwendet oder an befreundete Firmen weiter verkauft. So weiß der Sicherheitsbeauftragte unserer Firma z.B. dass unsere Konkurrenten durchaus schon unsere Kommunikation auswerten (eMails und teilweise auch Gespräche und Faxe und auch durchaus mal nen Firmenangehörigen dazu überreden wollen kritische Daten weiter zu geben).
        PS: Übrigens ist es bei Amerikanischen Firmen (AMD/Global Foundarys, IBM, usw.) dass man weder ein Handy mit Kammera noch sonst irgend ein aufnahmegerät oder datenträger mitnehmen darf, die wissen warum. Erster unterhält sogar abhörsichere Besprechungsräume die z.B. beim Treffen von Obama und Merkel schon benutzt wurden.

  • Wie viel wird die Moto 360 denn ungefähr Kosten?

  • Man kann bereits Android Wear im Emulator testen. Dazu muss man sich einen Emulator erstellen, sich bei der Preview anmelden und eine App für sein Telefon installieren.

  •   26

    Also ich bin nicht der meinung wie Google.
    Ich würde frühsten von Sommer 2015 oder Anfang 2016 von einem Erfolg sprechen denn die entwickler fangen erst jetzt an ihre apps dafür anzupassen und neue Apps dafür zu entwickeln. Erst die Breite masse an apps machen ein Smartwatch zu einem mehrwert als es ist und dies kann noch eine zeit in anspruch nehmen.
    Ich will mir ein Smartphonewatch für mein iPhone holen aber momentan gibt es auf dem markt nichts was mich wirklich reizt. Ich hätte gerne eins was wirklich richtig edel aussieht und top funktionen bietet wie Lange akku laufzeit 2Wochen mit aktiver nutzung, Pulsmesser, Schrittzähler, Schlaffzyklus afuzeichen, Wecker mit vibration, lautsprecher für sprachausgabe, usw

  • Ich sehe den Mehrwert (noch) nicht!

    Was kann ich mit einer Smartwatch, was ich mit meinem Handy nicht kann? Fast nichts! Damit ich mein Handy nicht rausholen muss, um Nachrichten zu lesen soll ich 200€ bezahlen und im gegenzug 2 Jahre Akkulaufzeit gegen 2 Tage tauschen?

    Ähnliches haben vielleicht auch Smartphone Kritiker vor Jahren gesagt, wer weis :-) Wir werden sehen, ob die Watches ähnlich erfolgreich werden.

  • Es ist nervig jeden Tag sein Smartphone aufladen zu müssen oder das Tablet und dann kommt noch so eine "Uhr", die auch noch Strom braucht.

    Wen so ein Ding mindestens 1 Woche schaft ohne es aufzuladen, dann werde ich es mir holen.
    Ich hasse das Gefühl immer auf die Akkuanzeige zu gucken und bei 90% Akkuladung nervös zu werden, denn kaum sind die 90% aus dem Blickfeld, schon hat man nur noch 15%!

  • Also wenn schon ne Smartwatch, dann käme für mich die Zeitanzeige nur in der Optik einer echten Analogen Uhr infrage....auf den ersten Blick soll es eben nicht wie eine Smartwatch aussehen sondern wie ne ganz normale Uhr.

  • Die Moto 360 ist so geil! Sieht top aus! 😍

  • Guter Beitrag
    Die Lg g Watch soll ja ab heute verfügbar sein auch in Österreich oder meinte Google da San Francisco

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Alles klar!