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Android Wear 2.0: Dieses Feature fehlt den Google-Uhren noch

Android Wear 2.0 ist laut Google das größte Plattform-Update. Aber reißt das Smartwatches aus ihrer Bedeutungslosigkeit? Einiges spricht dafür, dass es nicht die angekündigten Features sind, die Android Wear neuen Schwung verleihen. Stattdessen macht der Rapper will.i.am vor, welches Feature für Wearables wirklich den Durchbruch bringen dürfte.

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Euphorischer könnte eine Ankündigung kaum sein: Android Wear 2.0 sei das größte Update der Plattform, so ein Google-Entwickler während der I/O. Google habe auf die User gehört und deren Feedback umfangreich eingebaut. Der Blick auf die neuen Features ist dann aber doch eher ernüchternd.

Neue Features von Android Wear 2.0

Da sind zum Beispiel Neuerungen für die Watchfaces. Google hat eine neue Complications-API (jepp, der Name stimmt) entwickelt. Bei dieser dreht sich alles darum, Daten auf den Hauptscreen der Uhr zu bekommen. Bislang mussten Watchfaces selbst dafür sorgen, die Daten zu erhalten, die sie auf dem Wear-Hauptscreen anzeigen wollten. Nun stehen dafür allgemeine Schnittstellen bereit. Das erleichtert Entwicklern die Arbeit und könnte für einige spannende Watchfaces sorgen.

Ein kleines Style-Update haben Benachrichtigungen erfahren. Damit möchte Google den begrenzten Bildschirmplatz besser ausnutzen. Icons werden deswegen künftig kleiner dargestellt und es wird eine leicht kleinere Schriftgröße verwendet. Dazu passend stellt Google die Optik von Android Wear insgesamt auf ein neues, dunkles Theme um. Entwickler können außerdem Smart Replys vorgeben, mit denen Nutzer schneller auf Nachrichten antworten können.

android wear notification
Der neue Stil der Benachrichtigungen (links: Wear 1.x, rechts: Wear 2.0) / © GOOGLE

Android Wear 2.0 erlaubt einer Wear-App nun, eine direkte Internetverbindung herzustellen. Die Uhren werden damit unabhängig vom Smartphone und können ihre eigene Internetverbindung aufbauen. Das dürfte auch für eine insgesamt bessere Performance der Uhren sorgen, weil bislang alle Internetzugriffe über das gekoppelte Smartphone geschleift wurden. Mögliche Zugänge sind entweder eine Mobilfunk-Schnittstelle oder ein integrierter WLAN-Chip (oder herkömmlich über Bluetooth). WLAN unterstützen bereits einige Smartwatches am Markt, einen eigenen Mobilfunk-Chip haben nur die wenigsten. Besonders profitieren sollen davon übrigens Fitness-Apps.

Android Wear 2.0 wird im Herbst 2016 veröffentlicht - möglicherweise zeitnah zu Android N. Schon jetzt gibt es eine Entwickler-Version von Android Wear 2.0, die immerhin auf der Huawei Watch und der LG Watch Urbane (Second Edition) funktioniert.

In der Gesamtschau der Neuigkeiten erscheint das Update auf Wear 2.0 nicht gerade wie der große Sprung, den Google verspricht. Allerdings ist der auch gar nicht so nötig, wie es den Anschein hat, denn Google dürfte für Android Wear eine kleine Überraschung in petto haben: Den Google Assistant. 

Wohin bewegt sich der Smartwatch-Markt? will.i.am hat eine Vorstellung davon!

Auf dem MWC 2016 präsentierte die Telekom zusammen mit dem Rapper und Tech-Investor will.i.am die Smartwatch Dial. Diese eigenständige Smartwatch versteht sich auf Sprachkommandos, Eingaben über eine Tastatur kennt Dial nicht. In der Uhr arbeitet (lokal!) die lernfähige Assistentin AneedA, mit der sich der Nutzer unterhalten kann, die aber auch bei vielen Aufgaben helfend zur Seite steht. Über Dial können User Informationen abrufen, Restaurants in der Nähe finden oder ein Musikstück abspielen, Telefonieren, SMS schreiben und viele weitere Dinge. Dial kann via Bluetooth mit einem Smartphone gekoppelt sein oder eigenständig auf das Internet zugreifen. Die Spracherkennung passt sich langsam aber sicher dem Besitzer der Uhr an.

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will.i.am unterhält sich mit Dial. / © TELEKOM

Auf Features wie herkömmliche Benachrichtigungen oder Spielereien wie vollständige Browser verzichtet Dial übrigens. Im Zentrum der Bedienung steht die Konversation mit AneedA. In einem Video zeigt die Telekom ein paar Funktionen von Dial:

Eines dürfte jedenfalls feststehen:

Spracherkennung und intelligente Helfer sind die Zukunft der Smartwatches

Von der lernfähigen Spracherkennung abgesehen beherrscht der Google Assistant viele Funktionen von Dial ebenfalls. Obwohl Google den Assistant noch nicht explizit für Android Wear angekündigt hat, ist es sicher nur eine Frage der Zeit, bis der Konzern nachzieht. Dringender Nachholbedarf besteht allenfalls noch darin, eine bessere Spracherkennung für Android Wear zu entwickeln. 

Stimmt Ihr zu? Könnte Dial den Weg vorzeichnen, wie wir künftig mit unseren Uhren umgehen? Teilt Eure Meinung in den Kommentaren!


Dieser Text ist ein Kommentar, der die Meinung eines Redakteurs wiedergibt und nicht immer die Gedanken der gesamten Redaktion abbildet. Kommentare können kritische, mahnende oder humorvolle Anmerkungen sein.

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  • Über Sinn und Unsinn braucht man glaube ich nicht diskutieren. Eine Smartwatch ist, stand heute, nicht mehr als ein nettes technisches Gerät am Handgelenk.

    Aber ich selbst finde es toll wenn ich während der Arbeit für unnütze Nachrichten nicht jedes mal aufs Handy glotzen muss. Zudem diktiere ich sehr viel Erinnerungen, die ich dann natürlich einwandfrei am Handgelenk ablesen kann. Außerdem steuere ich die Lautstärke und Musik daheim. Nichts einfacher als das... man muss dazu nicht jedes mal die Fernbedienung oder das Handy suchen... An manchen Tagen ist eine Pulsmessung von Vorteil und um mal eben das Navi zu starten reicht es das Ziel einzusprechen. Viele Kleinigkeiten an die man sich schnell gewöhnt.

    Meine Erfahrungen habe ich in Android Wear (Gear live, Moto 360 2) und Titizen (Gear S2). Nach dem kurzen Abstecher zur Samsung bin ich schnell wieder bei Android Wear gelandet. Aus oben genannten Gründen... Denn das meiste konnte das Samsung Betriebssystem nicht. Letztenendes gibt es viele die keinen Sinn darin erkennen, leider erkannt man diese Leute immer wieder an Ihren Kommentaren. Ob ein oder 2 Tage Akku, beim Handy meckert auch keiner darüber.

    Ich denke die es wird früher oder später keiner mehr über Sinn und Unsinn diskutieren, die Uhr wird ähnlich wie ein Handy Standart sein... wann ist aber noch offen...

  • eine Smart watch ist für die meisten sinnvoll aber KEINESFALLS notwendig. ich selber bin froh eine android wear zu haben. Jedoch würde ich das Teil niemals als ersatzt sonder IMMER als ergänzung für das smartphone bezeichnen. (selbst wenn die Teile irgendwann mal ein 5 zoll display in die Luft projektieren könnten.)

  • Eine Armbanduhr ist für mich eine Armbanduhr. Sie hat eine einzige und wohlbekannte Aufgabe: Mir zuverlässig und genau die Uhrzeit anzuzeigen. Datum Wochentag, Mondphase , ... sind schön, aber nicht unbedingt notwendig. Und um zu erfahren ob ich neue e-mails oder sonstige Benachrichtigungen habe oder meinen Puls anzeigen zu lasen, schalle ich mir keinen Klotz ans Handgelenk. Es gibt zu viele Einschränkungen, sowohl technischer Art (z.B. Laufzeit, Bedienbarkeit) als auch gesellschaftlicher und persönlicher Akzeptanz (z.B. Sprachbedienung). Google Assist wird hier sicherlich kommen, aber bis daraus wirklich was sinnvolles wird, dauert es noch. Deshalb sind "Smartwatches" nicht das, was ich unter "Wearables" verstehe. Vielleicht hat jemand da eine bahnbrechende Idee für das wirkliche "next big thing"

  • Für mich ist auch diese Smartwatch ziemlich ernüchternd. Was ist denn so revolutionär daran, dass man auf das Smartphone deshalb verzichten kann?
    Die Sprachsteuerung, selbst wenn sie mit lokaler KI laufen sollte, ist es jedenfalls nicht.
    Die Bedienung solcher Geräte muss in vielen Alltagssituationen "diskret", also lautlos erfolgen können. Ob in öffentlichen Verkehrsmitteln, am Arbeitsplatz, im Hörsaal, in der Kirche oder im Kino, wer will denn da überall mit seiner Uhr sprechen, um sie zu bedienen, oder eine Nachricht zu verfassen? Stört andere und ist mega peinlich.
    Da wo Sprachsteuerung wirklich ihre Stärke ausspielt, wenn die Bedienung des Gerätes nicht von einer anderen Tätigkeit ablenken darf, beim Autofahren zum Beispiel, hat die Uhr ihre Vorteile, aber eben auch nicht mehr, als ein Smartphone, das ebenfalls über diese Fähigkeit verfügt.
    Im Video hat die Uhr, anders als im Text beschrieben, doch die Möglichkeit der Tastaturbedienung, was auch gut ist.
    Allerdings ist der Schirm zur Touchbedienung doch recht klein. Und da die Sprachbedienung aus den genannten Gründen eben keine Alternative zu einem Touch vernünftiger Größe ist, wäre diese Uhr nichts für mich.

  • Läuft nichts im Fernsehen.

  • Ob es "die Uhr" jemals geben wird?

  • Solange die Akkulaufzeit nicht deutlich besser wird (mind. 1 Woche) werden Android Smartwatches m.M.n. sich nicht wirklich dauerhaft durchsetzen. Auch die Ablesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung lässt zu wünschen übrig. eInk Smartwatches oder auch ePaper (Memory LCD wie bei Pebble) sind aus meiner Sicht die einzig brauchbare Alternative. Auch ist es fraglich, ob es unbedingt einen Touchscreen braucht. Bei einem durchdachten Menü (wie z.B. bei Pebble), funktioniert die Bedienung auch mit Tasten an der Seite.

    • Die sony smartwatch 3 hat ein Display wo man bei Sonneneinstrahlung lesen kann

      • Da merkt man eben die 3-te (eigentlich 4-te) Generation. Nur das OS ist noch nicht auf dem level von Sonys erster Generation angelangt. For allem die Sprachbedienung ist nicht benutzbar, entweder keine Verbindung (z.B. Im Wald oder in den Bergen) oder er versteht mich nicht.

    • Ich brauch keinen berührungsempfindlichen Bildschirm. Ich möchte mir die Uhr auch nicht ans Ohr halten. Mir würde eine Uhr genügen mit der ich das Musikprogramm steuern kann. Mit Solar, Funkuhr und Druckknöpfen natürlich. Vielleicht bringen die großen Uhrenhersteller (Casio, Citizen etc.) mal etwas passendes auf den Markt. Casio würde ich zutrauen dass das auch optisch etwas werden würde.

      •   44

        musik auf einem tragbaren gerät gehöhrt VERBOTEN.
        geht man spazieren und grüsst man den entgegenkommenden kommt nichts retour weil der mit seinen schei....kopfhöhrer nichts höhrt. musik macht die zwischenmenschliche Konversation kapput

      • Ich höre jeden Gruß. Meine Musik mache ich nur so laut wie unbedingt notwendig. Und Leute die ich kenne grüße ich per Handzeichen und Gruß, auch wenn ich ihren Gruß nicht hören sondern nur sehen kann.

        Tim

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