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4 Min Lesezeit 48 Kommentare

Android Q: Name, Release, Features

Die XDA-Developers wollen an eine frühe Ausgabe von Android Q gelangt sein. Dieser Build bestätigt Gerüchte um den kommenden Dark Mode und offenbart weitere, neue Funktionen. So sollen Berechtigungen sich künftig nur vorübergehend vergeben lassen. Oder ein Desktop-Modus à la Samsung DeX oder Huawei Easy Projection soll vereinheitlicht werden.

Android Q: Aktuelle News

In einem exklusiven Scoop hat Mishaal Rahman von den XDA-Developers eine Frühausgabe des Android-Pie-Nachfolgers Android Q ergattert. In seiner Analyse geht er auf drei wichtige, neue Funktionen im Detail ein:

Systemweiter Dark Mode

Ein dunkles systemweites Theme war den Android-Nutzern bislang verweigert worden. Stattdessen mussten sich die Nutzer über dunkle Launcher und Hintergrundbilder behelfen. App-Entwickler mussten den energieeffizienten und augenschonenden Modus einzeln implementieren. Aber für Android Q könnte ein systemweiter Dark Mode den Flickenteppich unter Android beseitigen.

Erstmals Ende Oktober 2018 fand AndroidPolice einen Eintrag im Bug Tracker von Chromium. Dort schrieb der Produkt Manager Lukasz Zbylut folgendes:

Der Dark-Mode ist ein genehmigtes Q-Feature. Das Q-Team will es möglich machen, dass alle vorinstallierten Apps den dunklen Modus von Beginn an unterstützen. Um den Dark-Mode erfolgreich zu integrieren, ist es notwendig, dass alle UI-Elemente idealerweise bis Mai 2019 einen dunklen Hintergrund besitzen.

In der Android-Q-Version, die den XDA-Developers zugespielt wurde, ließ sich die Implementierung eines systemweiten Dark Modes nun tatsächlich ausprobieren.

android q dark enable xda leak jan 2019
Bei den XDA-Developers gilt der Dark Mode von Android Q schon als gesichert. / © XDA-Developers

Damit gilt die Hoffnung als bestätigt, dass wir diesen dunklen Modus auch in der offiziellen Preview und später dann in der finalen Version von Android Q antreffen werden. Die entsprechende Option soll sich dann in den Display-Einstellungen befinden.

Aktiviert Ihr den Modus manuell, Dämmerungs- oder Uhrzeit-abhängig, wird nicht nur die Systemoberfläche dunkel eingefärbt. Auch kompatible Apps können entsprechend der Systemeinstellung ihr eventuell vorhandenes Farbprofil umstellen.

Rahman hat auch eine Entwickleroption zum Forcieren des Dark Mode in inkompatiblen Apps entdeckt, die jedoch mit Darstellungsfehlern verbunden war. App-Entwickler werden diese also nutzen können, um eines Tages in der offiziellen Developer Preview ihre Apps entsprechend zu optimieren.

Der native Dark Mode für Android Q macht leidige Work-arounds wie Hersteller-Themes oder Mods wie Substratum dann hoffentlich überflüssig. Stattdessen vereinheitlicht Google die Richtlinien, nach denen App- und UI-Entwickler dunkle Darstellung in der Systemoberfläche sowie in Apps vereinheitlichen können. Unterm Strich wird der Nutzer davon profitieren.

Überarbeitetes Berechtigungs-Management

Auch das Verwalten aktiver Berechtigungen soll mit Android Q geradliniger gestaltet werden. Nicht nur dass die Übersicht aktivierter Berechtigungen vereinfacht werden soll, auch sollt Ihr Apps endlich verbieten können, Berechtigungen auch im Hintergrund zu nutzen. So können DriveNow, MoBike und Co. Euch nur noch orten, wenn Ihr die App gerade aktiv nutzt. Oder WhatsApp darf nur Euer Mikrofon abhören, wenn Ihr die Chat-App gerade offen vor Euch liegen habt.

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Das Berechtigungs-Management bekommt in Android Q eine Generalüberholung. / © XDA-Developers

Google wirkt damit der oft berechtigten Befürchtung entgegen, dass einzelne Apps im Hintergrund Bewegungsprofile ihrer Nutzer erstellen oder sie permanent abhören. Eine ähnliche Funktionalität könnt Ihr übrigens bereits mit der App Bouncer erreichen.

Desktop-Modus

Kennt Ihr noch die bemühten Projekte Samsung DeX oder Huawei Easy Projection, mit denen Smartphones als PC-Ersatz genutzt werden sollten? Auch diese Insellösungen könnten bald durch den offiziellen und einheitlichen Desktop Mode ersetzt werden. Es handelt sich jedoch bisher nur um einen nutzlosen Schalter in den Entwickleroptionen. Rahman konnte keine wirkliche Funktionalität damit testen, geschweige denn zeigen.

Entwickleroptionen

Rahman traf in den Entwickleroptionen noch Dutzende weitere neue Punkte an, deren Funktion bislang obskur sind. Er spekuliert unter anderem, dass ...

  • Apps sich in Andorid Q besser in Fenstern darstellen lassen,
  • Bildschirminhalte sich nativ als Video aufzeichnen lassen,
  • Always-on-Displays sich einheitlich konfigurieren lassen.

Bedienhilfen

In den Eingabehilfen von Android Q sollt Ihr bestimmen können, wie lange Heads-up-Benachrichtigungen sowie Snackbars angezeigt werden. Das gibt Euch unter Umständen mehr Zeit, die flüchtigen Inhalte zu erfassen und darauf zu reagieren.


Release im Sommer, Preview im Frühling, Name zwischendurch

Falls Google einen ähnlichen Zeitplan anstrebt wie im letzten Jahr, dürfen wir schon im März 2019 mit einer ersten Developer Preview von Android Q rechnen. Die stabile Version sollte für Android-One-Geräte und Google-Pixel-Smartphones dann gegen August ausrollen. Irgendwann davor werden dann der Name und das Maskottchen enthüllt werden.

Rich Communication Services für Drittanbieter-Apps

Waren RCS-Nachrichten bisher nur Provider-Apps und der Google-App Messages vorbehalten, könnte sich dies mit Android Q ändern. 9to5Google will einen Commit entdeckt haben, der eine RCS-Schnittstelle für Drittanbieter-Apps öffnet. Mehr zu RCS erörtern wir im separaten Artikel:

Quelle: XDA-Developers

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Top-Kommentare der Community

  • Mr. Android vor 2 Wochen

    Nützlich und schon sehr lange überfällig in Stock Android 📱

    Dann werden auch organischen Pixel etwas geschont und sterben später ab.

48 Kommentare

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  • Bei allem Interesse an den neuen Funktionen, aber am neugierigsten bin ich diesmal auf den Namen. Eine Süßspeise mit Q. Das wird schwierig.


  • Samsung-Smartphones warten bis 2020 irgendwann auf das Update .


  • Wie lange starrt ihr denn auf's Handy das Euch die Augen weh tun? Vom vor die Ampel laufen oder wie ;)


    • Tja, dann kennst die Gefahr offensichtlich nicht. Daher möchte ich es dir kurz erklären. Die Augen werden nicht schmerzen, wenn du auf dein Display starrst. Aber der hohe Anteil an der Farbe Blau kann die Makuladegeneration fördern. Und nicht nur beim Display deines Handys, auch dein Flatscreen in deinem Wohnzimmer und dein Computermonitor strahlen zuviel Blaulicht aus.
      Um weißes Licht zu erzeugen, mischen die Hersteller von Displays blaues und gelbes Licht. Das blaue Licht kann die Hornhaut ungehindert passieren und Entzündungsprozesse in der Makula auslösen.
      Blaues Licht führt zur Überproduktion eines Eiweißstoffes, der eine Kettenreaktion auslöst, die zum Tod der Sehzellen führt. Dadurch kommt es zu einem Verlust des Sehvermögens.
      Blaues Licht schädigt außerdem Pigmentzellen der Netzhaut. Durch beschleunigte Alterungsprozesse produzieren die Zellen vermehrt Abfallstoffe (Lipofuszine), die wiederum die Sehzellen schädigen.
      Daher habe ich bei allen Displays, mit denen ich arbeite, den Blaulichtfilter aktiviert.
      Ist jetzt kein Allheilmittel, aber hilft.
      Am Anfang bemerkt man, dass das Bild leicht gelblich ist. Aber schon nach ein paar Minuten fällt einem das nicht mehr auf.


  • Ganz einfach beim Huawei Mate 10 Pro einzustellen.... 😁


    • Und jetzt sollen sich deswegen alle ein Huawei "Firmenspionage" Mate Pro kaufen? Oder was bringt die Bemerkung jetzt?


      • Bitte nicht schon wieder dieser Spionagequatsch. Das ist doch kalter Kaffee ohne die Spur eines Beweises. Auch wenn es ironisch gemeint ist.


      • Ach ja Sarah, alles Quatsch? Huawei kommt beim Netzausbau international immer weniger zum Zuge, eben wegen Spionagegefahr.
        Auch die Bundesrepublik prüft derzeit einen Ausschluss von Huawei beim 5G Ausbau. Ebenso erwägen GB und Norwegen den Ausschluss. In Australien und Japan kommen die schon nicht mehr zum Zuge.
        Aber die sind ja alle doof. Oder steckt der böse Satan USA dahinter?
        Und weißt du was? Ich habe sogar ein Huawei Smartphone.
        Aber die Gefahr, das die chinesische Regierung mich aushorchen will, ist wohl nicht gegeben.
        Ich vermute sogar, die kenne mich gar nicht:-)
        Aber als Firmenhandy sollten die Apparate besser nicht eingesetzt werden.
        Denn in der Industriespionage sind die Chinesen ganz groß.
        Eins dürfen wir nie vergessen. China ist keine Demokratie. China ist kein Rechtsstaat. China ist ein totalitäres System.
        Keiner von uns mag Trump. Aber der wird wieder abgewählt und er kann in den USA nicht machen was er will, wie wir ja heute wieder sehen.
        Das alles trifft auf Xi Jinping wohl eher nicht zu.


  • Also, wenn ich mich richtig erinnere, dann begann doch mit der Einführung des "Material Design" erst der hell weiße Überbelichtungswahnsinn. Mal ganz nebenbei zum Design, "kreativ" ist was anderes!


  • Frage mich warum Entwickler oder Entscheidungsträger erst jetzt darauf kommen dass ein Darkmode angenehmer ist, ich verwende schon seit über 10 Jahren DarkModes dort wo es möglich ist, manchmal komme ich mir vor wie im Film Idiocrazy...


  • hatte android jelly bean nicht standard dark mode?


  • Endlich!


  • Wird denn so eine große Anzahl an Smartphones mit OLED Displaytechnik hergestellt, dass der Dark Mode geräteübergreifend etwas zum Stromverbrauch beitragen würde?
    Wurde denn auch mal eruiert, ob solch ein Modus überhaupt ergonomisch ist?


    • Tim vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      Also zumindest bei den Flaggschiffen gibt es bis auf 1-2 Ausnahmen fast nur noch OLED. Samsung-Smartphones haben auch bis runter in die Einsteiger-Klasse AMOLED und einige andere Hersteller vereinzelt auch.

      Die Frage ist, was mit "ergonomisch" gemeint ist. Sparsamer sind sie,, jedenfalls wen richtiges Schwarz verwendet wird, das wurde schon öfters getestet (sogar von Google selbst). Zumindest mir tun aber bereits nach recht kurzer Zeit die Augen weh, wenn ich längere Texte mit weißer Schrift auf schwarzem Grund lese... ^^


      • Das du bei weißer Schrift auf weißem Grund überhaupt irgendwas erkennen kannst xD :-P


      • Samsung ist derzeit größter Smartphone-Hersteller, aber im asiatischen Raum, wo das Hauptabsatzgebiet ist, sind die S-Modelle nicht so gefragt wie hier. Da gibt es Modelle, die es hier nicht oder nur schwer zu kaufen gibt und zwar mit LCD-Technik. Von daher würde ich mal behaupten, dass auch Samsung den Hauptabsatz nicht mit Smartphones mit OLED Anzeige macht.
        Mich würde aber mal interessieren, wie das Verhältnis von OLED-Smartphones zu herkömmlichen Smartphones ist. Laut den mir auf die Schnelle gefundenen Infos scheint dies nicht mehr als 10% zu sein.
        Zur Ergonomie: es könnte ja sein, dass pechschwarzer Hintergrund in Verbindung mit heller Schrift die Augen schneller ermüden lässt oder die Konzentration beeinträchtigt. Daher scheinen ja auch alle eBook-Reader weißen Hintergrund mit schwarzer Schrift anzubieten und nicht anders herum.


      • Tim vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        @NilsD
        Tja! Ist halt nur sehr anstrengend, weswegen mir wie gesagt auch die Augen weh tun :D

        @König Frank I
        Naja, die meisten eBook-Reader werben ja auch damit, dass die Schrift etc. wie in einem echten Buch aussieht. Die meisten haben aber die Möglichkeit, auf schwarz zu stellen ^^

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