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Android Q Beta 2 bringt Sprech- und Speicherblasen
Google Google IO Android 10 – Q 4 Min Lesezeit 6 Kommentare

Android Q Beta 2 bringt Sprech- und Speicherblasen

Auch wenn das Android-Q-Update ganz im Zeichen verbesserter Privatsphäre stehen soll, birgt die zweite Beta doch Neues an der Oberfläche. Genau genommen handelt es sich dabei um die Neuauflage eines alten Bekannten: Bubbles, also Sprechblasen kommen zurück. Jetzt halten sie Einzug in die Benachrichtigungs-Schnittstelle des Android-Systems, sind also kein Overlay-Hack mehr.

Drei Wochen nach dem ersten Release folgt nun die zweite Beta von Android Q. Der Nachfolger von Pie bringt neben Bugfixes und dem April-Sicherheitspatch auch neue Features. Das Spannendste dürften die Sprechblasen sein. Die Bubbles kommen als Teil der aktualisierten Benachrichtigungs-API zurück.

android q beta 2 bubbles google
Chat Heads kommen zurück. Sie heißen jetzt Bubbles und sind Teil des Benachrichtigungs-Systems von Android Q. / © Google

Schon vor etlichen Jahren hat sie insbesondere der in der Mitteilung nicht gewürdigte Facebook Messenger populär gemacht. Nachdem das von den Facebook Chatheads verwendete Display-Overlay aufgrund einiger Missbräuche durch Malware in Ungnade fiel, wollten Google und Smartphone-Hersteller ihren Nutzern das beliebte Feature offenbar nicht ersatzlos rauben.

Chat-Heads für alle mit Bubbles

Bubbles sind Teil des Benachrichtigungssystems, beinhalten eine Aktivität, ein Icon sowie eine Verknüpfung zu einer Person. Auf dem in der Mitteilung gezeigten Bild lässt sich erkennen, dass die eine, ständig schwebende Bubble von allen Apps genutzt werden kann. Künftig werden also Chat-Clients wie Signal, Telegram, WhatsApp und dergleichen deutlich bequemer zu benutzen sein.

Speichern ja, Spionieren nein: Scoped Storage

Google ändert auch das Verhalten von Android bezüglich in Apps gespeicherter Daten. Denn in Android Q dürfen alle Apps ungefragt auf den gemeinsamen Speicher schreiben, also ohne dass Ihr ihnen die Speicher-Berechtigung erteilt. Und das ist gut so, denn diese war zuvor etwas zu großzügig. Einmal berechtigt, konnte eine App alles lesen und löschen.

Wenn Ihr also in Android Q einer entsprechend aktualisierten Chat-App besonders viele Bilder oder Videos empfangt, könnten diese künftig nicht mehr automatisch in Eurer Galerie-App auftauchen. Der Scoped Storage legt eine Art Speicher-Blase (Sandbox) für jede einzelne App an. Und die sorgt automatisch für deutlich besseren Datenschutz.

Soll eine App jedoch mit den Daten aus anderen Verzeichnissen und Apps hantieren, gibt es jetzt neue Konventionen für App-Entwickler und genauere Kontrolle für Euch. Die neu geschaffenen Shared Collections – in Android Q sollen das Fotos, Videos, Musik oder Downloads sein – stehen ungefragt allen Apps offen. Der Clou hierbei ist: Apps dürfen dort alle Dateien lesen, jedoch nur die Dateien löschen oder verändern, die sie selbst dort erstellt haben.

Jede Galerie-App darf dann weiterhin Bilder aus Eurem WhatsApp-Chat anzeigen, falls WhatsApp dann die Shared-Fotos-Collection nutzt. Die Galerie-App darf die WhatsApp-Bilder dann jedoch nicht ohne Eure Sondererlaubnis, also die Speicher-Berechtigung, löschen oder bearbeiten.

Spätestens wenn ab November 2020 Google im Play Store vorschreibt, dass alle aktualisieren Apps die targetSdkVersion auf Q anheben, wird das neue Standardverhalten mit den Collections Früchte tragen.

AndroidPIT huawei mate x folded
Auch die Stirn der App-Entwickler schlägt über diesen Anblick Falten. / © AndroidPIT

Folding at Home mit dem Falt-Emulator

Begleitend zur neuen Android-Q-Beta gibt es auch ein neues Android Studio. Version 3.5 der Entwicklungsumgebung kann jetzt faltbare Smartphones emulieren. App-Entwickler können so mit variablen Layouts ihrer Apps spielen. Auch wenn noch wenig über entsprechende Hardware konkret wurde, bekommen wir so eine Vorschau auf das bevorstehende App-Chaos. Hoffentlich fällt das dank dieser Hilfe etwas milder aus.

Mehr Neues findet sich im Detail

Weitere Neuerungen von Android Q Beta 2 betreffen Nischen Features, darunter:

  • Eine Vorschau für geteilte Inhalte
  • Verbesserte Steuerung von Richtmikrofonen

Google will auf seiner Hausmesse Google I/O mehr zu Android Q zeigen. Diese eröffnet am 07. Mai und geht drei Tage. Etliche der Vorträge sowie die Eröffnungs-Keynote wird man streamen können. Das fertige Android Q kommt voraussichtlich August. Eine Liste der Geräte, die voraussichtlich das Android-10-Q-Update erhalten werden, haben wir bereits unter Vorbehalt angelegt.

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