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Android Pay vs. Apple Pay: Welches Bezahlsystem ist besser?

Android Pay wird bekanntlich Google Wallet ersetzen, das Bezahlsystem ist aber natürlich nicht das einzige auf dem Markt. Die Rede ist von Apple Pay für iOS. Aber welches ist eigentlich das bessere? Lasst es uns herausfinden, in diesem Vergleich Android Pay vs. Apple Pay.

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Apple Pay und Android Pay werden bei über 700.000 Verkaufsstellen (nicht Händlern!) angeboten. / © Google

Android Pay vs. Apple Pay: Mehr als ein Bezahlsystem

Auf den ersten Blick sind sich Android Pay und Apple Pay sehr ähnlich. Der Smartphone-Besitzer hält sein mit NFC ausgestattetes Smartphone beispielsweise an einen passenden Geldautomaten und autorisiert die Zahlung dann mit einem Code oder per Fingerabdruck. Nach wenigen Sekunden sollte die Transaktion dann vonstatten gehen. Android Pay will aber mehr sein als ein einfaches Bezahlsystem. So soll der Kunde mit Boni gelockt und zum Sammeln von Prämien animiert werden. So ein System kennt man beispielsweise von Payback. Die Vorteile von Android Pay liegen hierbei auf der Hand, da man so nicht zahlreiche Rabatt-Karten mit sich herumtragen muss. Apple verfolgt mit seinem Passbook-System ähnlich Pläne, bislang sind diese aber noch nicht besonders ausgereift - vor allem nicht außerhalb der USA. 

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Mit Android Pay können bei Apps auch kostenpflichtige Inhalte bezahlt werden. / © Google

Android Pay vs. Apple Pay: Wo wird es angeboten?

Android Pay und Apple Pay sind bislang nur auf dem US-Markt verfügbar. Konkrete Angaben, wann beide Bezahlsysteme auch nach Europa kommen, gibt es bislang noch nicht. Gerüchten zufolge soll Apple Pay aber noch im Juni 2015 nach Kanada kommen. In Hinblick auf Händler, die die Systeme unterstützen, sind Android Pay und Apple Pay ungefähr gleichauf. Laut Apple bieten im März 2015 über 700.000 Verkaufsstellen das Bezahlsystem an, ebenso viele verwenden Android Pay - das sagt zumindest Google.

Android Pay vs Apple Pay: Auf welchen Geräten läuft es?

Apple Pay läuft bislang nur auf einem Apple-Gerät: dem iPhone 6. Da die Apple Watch eher ein "Anhängsel" des iPhones 6 ist, zählen wir die Smartwatch nicht als eigenständiges Gerät. Es ist zwar auch möglich, die Apple Watch mit einem iPhone 5, 5c oder 5s zu koppeln, dann hat der Apple-Nutzer aber nur Zugriff auf das Bezahlsystem und keine anderen Funktionen. Ob das sinnvoll ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. 

Android Pay ist im Vergleich dazu weiter verbreitet, beziehungsweise es läuft auf deutlich mehr Geräten. Im Grunde braucht man nur ein Gerät mit mindestens Android 4.4 KitKat, das NFC unterstützen. Somit können Millionen Android-Nutzer das Bezahlsystem verwenden. Zumindest theoretisch.

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Apple Pay läuft auf iPhones mit NFC. Also nur auf dem iPhone 6 und dem iPhone 6 Plus. / © Apple

Android Pay vs. Apple Pay: Wie sicher ist es?

Beide Bezahlsysteme machen bislang einen sehr sicheren Eindruck. So übermittelt kein System Daten direkt zum Händler, sondern es wird eine Art Zwischenschritt eingebaut, der die Informationen weiterleitet. Es finden also zwei Transaktionen statt. Eine zwischen dem Verkäufer und Google beziehungsweise Apple, bei der der Händler bezahlt wird und die zweite dann zwischen Google/Apple und dem Käufer. Hier bezahlt der Käufer dann bei Google oder Apple.

Diese Methode ergibt vor allem deshalb Sinn, weil bei früheren Hacker-Angriffen die Syteme der Händler attackiert wurden und nicht die der meist besser geschützten Banken. Falls bei einem Hacker-Angriff das System eines Händlers attackiert wird, sind diese Daten für die Diebe dann wertlos. 

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Schlechte Nachrichten für Hacker: Informationen über Kreditkarten werden nicht direkt mit den Händlern geteilt. / © Google

Android Pay vs. Apple Pay: Wer wird gewinnen?

Android Pay hat das Zeug dazu, Millionen Android-Nutzer zu erreichen, da das System im Gegensatz zu Apple Pay nicht an ein Gerät gebunden ist und bereits ab Android 4.4 KitKat laufen soll. Laut Karen Webster von pymnts.com liegt das Potenzial für Android-Smartphones, die auch wirklich Android Pay unterstützen können, bei etwa sechs Millionen Geräten, da nicht jedes KitKat-Telefon NFC hat. Die Anzahl an Geräten, auf denen Apple Pay laufen würde, liegt bislang bei 14 Millionen Smartphones. Zu Bedenken ist außerdem, dass Apple-Nutzer bekanntlich mehr ausgeben als Besitzer eines Android-Smartphones. Dieser Punkt könnte womöglich für viele Händler ausschlaggebend sein, wenn es darum geht, sich für ein bestimmtes Bezahlsystem zu entscheiden. 

Fest steht: Android Pay ist deutlich besser als Google Wallet. Die Herausforderung für Google wird es daher sein, Händler sowie Hersteller von Android-Gräten von den Vorzügen des hauseigenen Bezahlsystems zu überzeugen. Dieser Kampf wird dabei nicht nur in den USA ausgetragen, sondern im Grunde weltweit. Es bleibt also spannend und bislang kann noch nicht mit Sicherheit gesagt werden, wer als Sieger aus diesem Kampf Android Pay vs. Apple Pay hervorgehen wird.


Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt von Stefan Grund.

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Top-Kommentare der Community

  •   58
    Macdroid 05.06.2015

    "Android Pay und Apple Pay sind bislang nur auf dem US-Markt verfügbar."

    Sollte es nicht besser heißen: "Android Pay ist bislang noch GAR NICHT verfügbar"? Oder habe ich da was verpasst?

    Und weshalb die Tatsache, dass Apples Passport (das übrigens viel mehr als nur ein Bonus-System ist) bisher nur in den USA funktioniert, als Nachteil gehandelt wird, wenn schon im nächsten Satz (dem oben zitierten) klar gemacht wird, dass dies für Googles projektiertes (!!!!) System kein bisschen anders ist, verstehe auch wer will.

    Um was wollen wir wetten, dass in - sagen wir mal - fünf Jahren Apples Bezahlsystem in diesem Bereich weltweit Nummer eins ist, während Google das Rad immer neu erfinden, aber damit nicht zu Potte kommen wird (wie so vieles aus Googles Ideenschmiedchen in letzter Zeit)?

20 Kommentare

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  • Das ganze geht doch schn mit ner normalen Visa-Card. Da steckt mittlerweile nen NFC Chip drin, der die gleiche Funktion hat. Kleine Beträge kontaktlos und schnell abzuwickeln. Karte vor den Leser halten, bestätigen und bezahlt. Und 20/25€ sind ausreichende Beträge.


  • Klar ich verschleuder einfach meine Konto Daten an irgendeine Handy Klitsche alles klar...


  • Sicherheit wird überschätzt.
    Jeder der in der letzten Zeit mal irgendwo mit EC, oder Kredit Karte bezahlt hat und statt einer PIN Eingabe, einfach unterschreiben musste, sollte wissen, dass man bei Karten Verlust diese Funktion nicht sperren kann.
    Man ist zwar seitens der Bank versichert, aber etwaige Abbuchungen mit der gestohlenen Katze müssen einzeln gemeldet und geltend gemacht werden...


    • Du irrst dich! Das Lastschriftverfahren (mit EC-Karte und Unterschrift bezahlen) kann man durchaus sperren (für 10 Tage).
      Leider weisen die Banken nur sehr selten darauf hin. Und die Banken richten diese Sperre auch nicht ein, sondern man muss sich selber darum kümmern: im Rahmen der Anzeigenaufnahme bei der Polizei kann man diese Sperre einrichten lassen.
      Siehe: www.kuno-sperrdienst.de


      • Und am 15. Tag? Leider kann man keine einzelne Karte sperren...
        Ach ja und so eine Sperre hat auch Nachteile. Das Unternehmen/ Verkäufer sieht diese Sperre nicht und der Betrüger kriegt seine Ware. Dafür kriegt der Verkäufer später die Info Lastschrift abgelehnt... Der verkauft die Forderung dann an ein Inkasso Unternehmen...
        So gesehen einfacher die Versicherung der Bank in Anspruch zu nehmen ist mit weniger Ärger verbunden.

        ach ja Miau ;-) ich ändere das jetzt oben nicht.


      • Sorry, "Un Gern", aber du schreibst Unsinn.
        1.: Innerhalb dieser 10 Tage schaffen es die Banken doch tatsächlich auch endlich, die Karte(n) für das Lastschriftverfahren zu sperren, und zwar dauerhaft. Toll, nicht?! Diese KUNO-Sperre ist dann nicht mehr erforderlich. Deshalb 10 und nicht 15 oder mehr Tage - verstehst du?
        2.: Selbstverständlich kann man auch eine einzelne Karte sperren. Dafür muss man nur die Kartenfolgenummer der entsprechenden Karte angeben. Das kann man auch nachträglich machen, falls man die Nummer bei der Anzeige bei der Polizei nicht weiß.
        3.: Sobald die Sperre eingerichtet ist, wird die Karte beim Lastschriftverfahren nicht mehr akzeptiert, d.h. dass der Beleg, den man unterschreiben muss, gar nicht erst ausgedruckt wird.

        Du hättest dir lieber mal die Informationen unter dem o.g. Link durchlesen sollen, bevor du hier weitwer Dinge verbreitest, die unwahr sind.


    • Geil, ich will auch mit meiner Katze abbuchen.


  • Ich bevorzuge immer noch Bargeld. Und das wird sich auch nicht so schnell ändern.


    • Bargeld ist der größte Verschwender, den es gibt bei X Euro YZ Cent Beträgen. Was ich hier schon an Kupferlingen angesammelt hab, die ich nie ausgeben werden und auch nie dazu kommen werde, diese bei der Bank in was größeres umzutauschen. Liegen jetzt noch Millionen an Mark wertlos in irgendwelchen alten Strümpfen.


  • Beide Bezahlsysteme werden sich hier überhaupt nicht durchsetzen und genauso wie Paypal nur als Zahlungsmethode im Internet eine Rolle spielen. Mit Pay Pal kann man angeblich auch schon "ganz einfach" mit dem Handy in Geschäften, Cafés, Restaurants etc. bargeldlos bezahlen. Die Realität sieht vollkommen anders aus - es wird dort so gut wie gar nicht angeboten und falls doch, dann funktioniert es nicht.

    Dass die Beträge erst Google/Apple gutgeschrieben und erst dann an die Händler weitergeleitet werden, hat in erster Linie kaufmännische Gründe, denn dadurch verdienen die richtig Geld. Auch wenn jeder Betrag nur kurze Zeit auf deren Konto als Guthaben gebucht wird, bekommen sie dennoch Zinsen dafür und die Masse macht es dann. Dass das aus Gründen der Sicherheit so gehandhabt wird, ist Humbug.


  •   58

    "Android Pay und Apple Pay sind bislang nur auf dem US-Markt verfügbar."

    Sollte es nicht besser heißen: "Android Pay ist bislang noch GAR NICHT verfügbar"? Oder habe ich da was verpasst?

    Und weshalb die Tatsache, dass Apples Passport (das übrigens viel mehr als nur ein Bonus-System ist) bisher nur in den USA funktioniert, als Nachteil gehandelt wird, wenn schon im nächsten Satz (dem oben zitierten) klar gemacht wird, dass dies für Googles projektiertes (!!!!) System kein bisschen anders ist, verstehe auch wer will.

    Um was wollen wir wetten, dass in - sagen wir mal - fünf Jahren Apples Bezahlsystem in diesem Bereich weltweit Nummer eins ist, während Google das Rad immer neu erfinden, aber damit nicht zu Potte kommen wird (wie so vieles aus Googles Ideenschmiedchen in letzter Zeit)?


  • Ich bin kein Apple-Fanboy, ABER ich glaube stark, dass falls sich das überhaupt mit NFC durchsetzt Apple die Nase vorn haben wird. Ganz einfach, weil es Apple ist. Nur Apple hat so ne starke Stellung in der Branche, die ausreicht um gewisse Standards zu pushen. Zb der Lightning-Anschluss: Apple bringt es raus und sofort bringen namenhafte Hersteller mobile Lautsprecher mit dem gleichen Anschluss. Obwohl man damit eigentlich viel weniger Geräte erreicht, als mit Micro-USB von den Massen an Anroid-Handys. Es ist einfach so.


  • Die Frage ist hier eher, auf welcher Plattform sicheres Mobile payment aktuell überhaupt läuft und wo es besser läuft, sicherer und einfacher. Für hohen Komfort bei ordentlicher Sicherheit ist ein Fingerprint- oder Iris-Scanner erforderlich.
    Und wie der Autor auf 14 Mio. kompatible iPhones kommt, ist wohl ein Rätsel. Allein iPhone 6 und 6 Plus sind bis heute ca. 100 Mio. mal verkauft worden, selbst in den USA allein sind es über 30 Mio. Und dazu kommen dann eben noch per Apple Watch kompatibel gemachte 5, 5s, 5c. Selbst mit iPad Air 2 und Mini 3 lässt sich mit Apple Pay online bezahlen.


  •   26

    "Sieger aus diesem Kampf Android Pay vs. Apple Pay hervorgehen wird."
    Eins steht schon mal für mich fest.
    Ich als Nutzer und Konsument werde dabei immer den kleineren ziehen, da wenn es so kommt wie es kommen soll und beide Systeme in Deutschland ihren einzug erhält müssen sich die Shop´s endscheiden was sie anbieten wollen.
    Je nach dem wie sich ver Verkäufer endschieden hat wird wohl oder übel die andere Seite verlieren.
    Was ich sehr schwach finde denn wenn es um ein Globales System geht sollte man in diesem bereich zumindest zusammen arbeiten.
    Ich sehe es kommen Samsung,HTC,Sony,Apple,Google,Microsoft,Nokia..... alle haben dann ihre Systeme für sich und das wird nur in Chaos enden.
    Daher sollte da Deutschland,EU, was auch immer eingreifen und sagen wir wollen hier Standart.


    • Nein, die Händler werden beides anbieten. Technisch ist es ja fast identisch (NFC-fähiges Lesegerät). Ist in etwa so, wie Händler aktuell auch Kreditkarten konkurrierender Kreditkartenfirmen akzeptieren oder Autohersteller auch aktuell Car play, Android Auto und Mirror link gleichzeitig umsetzen. Da wird man sich nicht entscheiden müssen.


      • Und genau das wird die Angelegenheit dann verteuern, denn das geht nur mittels einer Abrechnungsstelle (Achtet mal in Geschäften auf das EC Symbol an den Kassen, da steht oftmals eine Abrechnungsstelle drauf.) und genau diese Abrechnungsstelle will ja auch verdienen. Also Miete für das Terminal + Betrag pro Buchung + eventuellen % Anteil an dem Rechnungsbetrag + Wartezeit bis das Geld auf dem Konto des Ladens ist.


  • Und wenn, wird die Frage sein welcher Dienst teurer ist. Dazu kommt, das im Prinzip beide Systeme zuerst einmal eher für kleinere Beträge gedacht sind. Etwas was gerade in Deutschland bisher an den verhältnismäsig hohen Gebühren für die Akzeptanzstellen scheitert. (Neben den Kosten für die Kartenakzeptanz kommen noch Kosten für den Abrechner, die Firma zwischen Akzeptanzstelle und Kartengesellschaft, dazu.)


  •   31

    Keines von beiden! Die sind nämlich noch nicht in Deutschland erhältlich/verfügbar :D

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