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2 Min Lesezeit 11 Kommentare

Botnetz entdeckt: Spamsoldier rekrutiert Android-Geräte

Wenn kostenpflichtige Apps gratis angeboten werden, sollten immer die Alarmglocken schrillen. Doch offenbar sind immer noch viele Nutzer leichtgläubig genug, um auf so eine Masche reinzufallen. So spannt derzeit ein Android-Trojaner namens Spamsoldier ein Botnetz, indem er per SMS unter anderem mit Gratis-Downloads von populären Spielen lockt.

Akkupower von morgens bis abends ist für Heavy User leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.
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Der Sicherheitsanbieter Lookout meldet, dass Spamsoldier unter anderem SMS mit Links verschickt, die angeblich zu kostenlosen Downloads von "Need for Speed" oder "Angry Birds" führen. Tasächlich laden und installieren sich Nutzer, die auf den Link tippen, die Trojaner-APK auf ihr Smartphone. Um nicht aufzufallen, entfernt der Schädling sein Icon und installiert in manchen Fällen auch eine Gratis-Version eines Spiels.

Danach nimmt Spamsoldier Kontakt zum Command&Control-Server seiner Auftraggeber auf, erhält eine Spam-Nachricht und 100 Telefonnummern an die er die SMS verschicken soll. Dies wiederholt er bis entweder der Server nicht mehr antwortet oder seine App geschlossen wird. Der Nutzer bekommt davon nichts mit, da er die ausgehenden Nachrichten nicht sieht und der Trojaner mögliche Antwort-SMS abfängt. Betroffene Nutzer müssen mit hohen Kosten für den SMS-Versand rechnen.

Lookout berichtet, dass Spamsoldier zur Zeit zwar noch nicht sehr weit verbreitet sei, das Botnetz aber noch erheblich wachsen könne. Dies könne sogar dazu führen, dass die Netzwerke der Mobilfunkanbieter durch die SMS-Flut verlangsamt werden.


Wer solchen Anweisungen folgt, weil er ein paar Euro sparen will, muss dafür unter Umständen teuer bezahlen.

Bisher spannt Spamsoldier sein Botnetz nur mit US-Smartphones und wird vielleicht nie den Sprung zu uns über den Atlantik machen. Wirklich gefährlich ist der Trojaner ebenfalls nicht, da man schon extrem leichtsinnig sein muss, um ihm auf den Leim zu gehen. Spamsoldier könnten aber weitere Schädlinge folgen, die raffinierter ans Werk gehen. Deshalb gilt: Apps nie aus unsicheren Quellen installieren, bei allzu verlockenden Angeboten immer misstrauisch sein und lieber ein paar Cent investieren als viele Euros zu riskieren.

 Titelbild: Wikipedia/Matthe W. Jackson, Google, kwe
Screenshots: Cloudmark

11 Kommentare

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  • An dem Thema sieht man wieder, dass viele mit einem Smartphone überfordert sind, erst recht Kinder oder Jugendliche. Solche Leute sind leichte Beute.


  • Ihr dürft nicht vergessen, dass da draußen auch jede Menge Kinder sind die noch nicht alles wissen und chronisch pleite sind.
    Für die mag die Verlockung oft groß sein.
    Jeder dieser Beiträge hilft und wenn ihn nur die Eltern lesen.
    Ich werde meinen Kids davon erzählen. Heute schont es meinen Geldbeutel und in ein paar Jahren auch den meiner Kinder.
    Also danke und weiter so mit solchen Beiträgen!

    Fips


  • Wer eine sms mit einem link zu einen kostenlosen Spiel erhält, anklickt, die Apk runterläd und dann auch noch installiert, ist selbst schuld. Wer so dumm ist hat es gar nicht anderst verdient.

    Das icon verstecken ist auch nicht sehr effektiv, man müsste die App immernoch im Anwendungsmanager sehen und in jedem ordentlichen task manager sollte sie auch auftauchen.


  •   19

    wie ist das denn wenn ich einer app von unbekannten quellen per lbe privacy guard alle rechte samt internetzugang verbiete? sind solche angriffe dann immer noch möglich?


  • Der Soldier kann rektutieren wen er will. Bei mir fliegen derartige Spams dahin wo diese hingehören, in den Müllordner.....


  • Danke für diese ausführliche Info.


  • @pit Samsung hat in den USA gegen Apple gewonnenen....


  • Ich hab seit neuestem ne Prepaid Karte, also weniger ein Problem für mich.


  • @Otto
    Die bekommen kein Geld, aber durch die App Zugriff auf dein Smartphone. Und die Rechenleistung unserer heutigen Smartphones reicht locker aus um Spammails zu verschicken oder sogar DDOS auszuführen.

    Außerdem: In einer Zeit, in der Information das höchste Gut ist freuen sich die "Betreiber" über jedes neue Gerät, das unter ihrer Kontrolle steht und damit ausgelesen werden kann.


  • Leichtsinnig?
    Die erforderliche Intelligenz/Kompetenz muss zwischen den Ohren vorhanden sein, um immer auf die Gefahren dieser unserer mobilen Technik reagierten zu können. Und seien wir ehrlich, jeder Schritt in Richtung Sicherheit wird immer mit zwei Schritten der Gegenseite kompensiert.


  • Finde ich schlimm das die sowas machen =( Warum eigentlich bekommen die Geld für die SMS oder wollen die einfach nur Nutzer schaden?

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Alles klar!