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Android Auto im Alltag: Ein Besuch bei Volkswagen

Das Smartphone haben wir überall dabei und wir wollen es auch überall nutzen. Bis dato war es aber nicht ohne Weiteres Möglich das geliebte Smartphone auch im Auto zu nutzen. Dank modernen In-Car-Systemen, Android Auto und CarPlay soll aber alles besser werden. Wir haben für Euch Android Auto bei VW in Fallersleben ausprobiert und das ganz ohne #Dieselgate.

Ich würde bestimmt auch super ins AndroidPIT-Team passen!
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Ich als passionierter Autofahrer interessiere mich natürlich für In-Car-Systeme und auch wie man diese am besten mit seinem Smartphone verbindet. Aber das ist in der Vergangenheit gar nicht so leicht gewesen. Mit Android Auto und Apples Car Play soll aber alles besser werden.

Um mir ein Bild von aktuellen In-Car-Systemen mit Smartphone Anbindung via Android Auto und CarPlay machen zu können, habe ich schon vor einigen Monaten zahlreiche Automobil-Hersteller angeschrieben. Zum Teil kam keine Antwort, einige wiederum haben geantwortet und versprochen mit uns von AndroidPIT in Kontakt zutreten, sobald die Systeme da sind.

Nur einer hat schon während der IFA 2015 in Berlin einen Termin für eine Testfahrt ausgemacht: Volkswagen. Das war also schon lange vor Bekanntwerden des #Dieselgate.

Vor dem Test des Infotainment-Systems von Volkswagen hatte ich aber noch die Gelegenheit gehabt, mit Alf Pollex, Leiter Infotainment und Connected Cars bei Volkswagen, über das MIB 2 von Volkswagen zu sprechen. Natürlich haben wir das im Video festgehalten, so dass Ihr es Euch bequem auf dem Smartphone anschauen könnt.

In diesem Interview erklärt uns Alf, was genau Android Auto und Apple CarPlay eigentlich sind. Interessanterweise ist Android Auto und auch CarPlay kein Betriebssystem, wie wir es auf dem Smartphone, PC oder Notebook haben. Es handelt sich bei beiden Systemen eher um eine Schnittstelle oder einen Treiber für die anzuschließenden Smartphones. Alf erklärte uns, dass Android Auto und CarPlay vergleichbar mit einem Drucker wären, den man an den PC anschließt.

Das eigentliche Betriebssystem für das Infotainment-System von Volkswagen ist QNX, das in abgewandelter Form schon mal im BlackBerry Playbook, einem sieben Zoll großem Tablet des gleichnamigen kanadischen Herstellers eingesetzt wurde. Über dieses Betriebssystem werden dann, je nachdem was für ein Smartphone man anschließt, entweder Android Auto, Apple Car Play oder MirrorLink zur Kommunikation zwischen den Systemen genutzt.

Für den Endverbraucher heißt es, dass man einfach nur das Smartphone per USB an das Infotainment System anschließt und dieses Euch dann die passende Umgebung anzeigt. Wir haben alle drei Systeme natürlich auch testen dürfen und haben das ebenfalls im Videoformat für Euch festgehalten.

Bei unserem Selbstversuch haben wir feststellen können, dass die unterschiedlichen Systeme Android Auto, Apple CarPlay und MirrorLink sich gar nicht so sehr voneinander unterscheiden. Keines der Systeme gibt Euch den kompletten Zugriff auf Euer Smartphone; das soll auch nicht sein.

Alle Systeme sollen den Fahrer nicht bei der Fahrt ablenken. Zieleingaben, SMS und auch Spotify-Playlisten werden per Sprachkommando eingegeben, sodass man komfortabel und ohne den Blick von der Straße zuwenden diese Funktionen nutzen kann. Textnachrichten werden ebenfalls vorgelesen.

Aber es gibt auch Nachteile. So ist die Navigation per Android Auto und Google Maps eine reine Offboard-Lösung. Das heißt, dass sämtliches Kartenmaterial nur mit einer Datenverbindung genutzt werden kann. Auch Apples CarPlay braucht diese Verbindung bei der Navigation. Wenn man dann in schlecht versorgte Netzgebiete kommt, kann es dazu führen, dass die Navigation abbricht.

Zum Glück gibt es dann noch die Möglichkeit, die Onboard-Lösung des Fahrzeugherstellers, in unserem Falle von VW, zu nutzen. Hier befindet sich dann das Kartenmaterial im System selbst und im Fahrzeug. Es muss also nichts per Mobilfunknetz nachgeladen werden.

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20 Kommentare

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  • Gut, daß AndroidPIT mal was zu dem Thema bringt!
    ABER: Die Autohersteller sind seit Beginn der MP3-Zeit dem ganzen Thema meilenweit hinterher und lassen sich die altbackenen Systeme trotzdem fürstlich bezahlen. Als die Hersteller sich gebrüstet haben mit MP3-Abspielfähigkeit von CDs wollte der Kunde schon längst von USB oder interner Festplatte abspielen, als das dann endlich kam konnten die Geräte nur bestimmte Dateisysteme auf den USB-Sticks lesen und die internen Speicher kosteten soviel wie früher eine Klimaanlage, hatten aber mickrigen Speicherplatz. Den nächsten Trend der verlustlosen Formate wie WAV, FLAC oder APE hat man dann auch wieder verpennt. Auch diese ganzen Sachen wie die offiziellen Apps der Autohersteller und die monatlich zu bezahlenden Hotspots im Auto (BMW connected drive z. B.) sind dreiste Abzocke, oft reiner Müll (viele der Autohersteller-Apps) und spionieren den Kunden aus (z. B. bei Audi wenn man vom Handy aus eine Kontaktadresse ans Navi senden will läuft das nicht einfach direkt über das WLAN im Auto, sondern geht erstmal schön über die Audi-Server und von da aus ins Navi). Google und Apple mit ihrem propietären Müll hätte man niemals ins Auto lassen dürfen sondern statt dessen hätten die Hersteller sich auf ein offenes System wie MirrorLink einigen und dieses vorschreiben sollen. Wenn ich jetzt noch höre, daß man QNX, ebenfalls ein geschlossenes System, als Betriebssystem einsetzt kann man nur den Kopf schütteln. Und dann geben Audi, BMW und Mercedes-Benz noch Millionen aus um here MAPS zu kaufen, anstatt auf OpenStreetMaps zu setzen. Kein Wunder, daß sie Angst haben in Zukunft von modern denkenden Unternehmen wie Google geschluckt zu werden. Innovativ scheinen die IT-Abteilungen der Hersteller nur zu sein, wenn es darum geht Abgaswerte zu manipulieren.


  • Wenn das Radio von der Rechenleistung und vom Speicher gut bestückt wird, ist es eine gute Idee.
    In den Android - Radios von ICARTECH wird die billigste Hardware und ein veraltetes Android eingebaut,
    so dass die Radiofunktionen gerade mal so funktionieren. Ganz zu schweigen von der desolaten Grafikauslösung.
    Wenn im VW - Car System alles möglich ist (z.B. Fahrtenbuchfühurng) hilft es dem Nutzer wirklich.


  •   24

    Oh man, der Typ heißt echt Alf 😂 Das einzige das bei mir von diesem Artikel hängen bleiben wird ist Alf/VW.


  •   19

    Hinten ist ein Kennzeichen von einem Auto zu sehen... Ist das nicht erlaubt?


  • Ich bin gespannt wie sich das weiter entwickelt. Für mich ist das recht interessant und würde gerne Carplay besitzen momentan hab ich ein Normales radio was ich via Blauzahn mit mein Handy verbinden kann. Aber das reicht mir nicht.


    • Warte lieber noch ein paar Jahre und nutze solange Dein jetziges Radio, das ist wesentlich streßfreier.


  • mein Gott was für ein Schrott Artikel. Ich hab schon viel Mist gelesen hier aber der toppt echt alles.

    Ich selbst habe in verschiedenen Autos connected apps oder wie es auch immer bei den entsprechenden Herstellern auch immer heiß. Un Hey es funktioniert und warum schreibt ihr nicht mal etwas informatives oder sinnvolles und nicht diesen leeren Schrott wo effektiv nix drin steht.


  • Zur Funktionsweise von Android-Auto gab es die Tage auch einen Bericht bei Heise. Der war, freundlich ausgedrückt, nicht ganz so positiv.
    Da ich offensichtlich nach 2,5 Jahren hier noch als Neumitglied zähle, darf ich keine Links posten.
    Googlet einfach "Heise Android Auto vs Apple CarPlay".


  • Schade, dass VW es nicht rechtzeitig hinbekommen hat das eigene System zu aktualisieren und modernisieren. Zwischen Android Auto und dem Standardinfotainment-System liegen Welten.


  • Volkswagen drückt sich bei Anfragen immer darum, eine Nachrüstung von Carplay in den Modellen der letzten zwölf Monate (in meinem Fall: Composition Media im VW Golf von Ende 2014) zu bestätigen. Angeblich arbeitet man aber an einem Update. Falls jemand aus Alf Pollex Team mitliest: Wie sieht es aus? :)


  • Was ist mit Navigation wie HERE, das keine Datenverbindung braucht?


  • Ich nutze ein Android Radio aftermarket Radio aus China. Ohne jegliche Einschränkungen. Es lässt sich wie ein Tablet bedienen. Meiner Meinung nach die bessere Lösung als die Android Radio Variante von VW.


  • Ja und was ist jetzt mit dem System möglich? Wie funktioniert es? Was sind Systemvorraussetzungen? Weche Hersteller setzten auf Android, wer auf Apple? Fragen ueber Fragen. Die man in diesem Artikel zu 0% beantwortet bekommt.


  • Nutze App-Connect seit Anfang Oktober im Golf und muss sagen das meine Erwartungen voll erfüllt werden...die Navigation über das Display vom Radio ist doch etwas angenehmer als auf dem Handy...und man muss das Handy auch nicht mehr im Blickfeld haben.
    Ich möchte das System nicht mehr missen.
    #wirsindVW

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