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Android 10 statt Q: Android wird endlich erwachsen

Android 10 statt Q: Android wird endlich erwachsen

Google ändert das Branding für Android. Ein neues Logo und ein Name, der von der bisherigen Nomenklatur abweicht. Das ist eine gute Entscheidung!

Android hat eine recht lange Tradition, den einzelnen Versionen neben einer Nummer den Namen einer Süßigkeit zu verpassen. Android 1.5 kam unter dem Codenamen Cupcake heraus und startete diese Tradition. Auch wenn Gerüchten zufolge sogar schon Android 1.1 den Namen Petit Four trug.

Gut zehn Jahre später steht Google kurz davor, Android Q in der finalen Version herauszubringen. Und so gab es lange natürlich Diskussionen darüber, welchen Namen Android Q wohl erhalten könnte. Welches Desert fängt mit Q an? Unsere italienischen Kollegen haben sich vor einem halben Jahr ziemlich viele Gedanken gemacht und eine lange Liste möglicher Namen zusammengestellt.

Ich hätte ja Quesadilla am besten gefunden, auch wenn das natürlich nicht als Desert durchgeht. Quince, also Quitte, vielleicht? Finde ich auch lecker, äh, gut. Es steht fest: Android Q wird einfach Android 10 heißen. Und darüber hinaus ein neu gestaltetes Logo erhalten. 

Ich denke, das ist der richtige Schritt. All diese Namen waren natürlich lustig, vielleicht auch niedlich. Sicherlich haben sie geholfen, allerlei verschieden gestaltete Bilder aufzunehmen. Aber Android ist längst aus dem Stadium heraus, wo es süß ist. Es ist ein ausgewachsenes Betriebssystem, eine erwachsene Plattform. Ein System, das sicherlich keine zuckrigen Namen mehr braucht, die dann doch nur von der eigentlichen Version und den wichtigen Neuerungen ablenken. Anderen Betriebssystemen, egal ob mobil oder nicht, reicht schließlich auch eine Versionsnummer.

Android wird inklusiv ...

Okay, abseits von Sticheleien gibt es tatsächlich einen ernsten Grund, den Google per Blog erklärt. Und den finde ich wirklich gut und sinnvoll. Laut Google wurden die Namen nämlich international nicht immer korrekt verstanden. Etwa, weil das L und R in verschiedenen Sprachen gleich klingen. "Lollipop" war da dann eher nicht so einfach zu verstehen.

Und dann gibt es schlichtweg Anwender, die nicht so tief in der Materie stecken, dass sie die Nomenklatur überhaupt kennen. Folglich wissen die nicht immer, welche Version sie überhaupt haben, oder ob Pie denn nun die aktuelle Version ist. Oder war es Oreo? Hinzukommt, dass es laut Google schwer war, universell verstandene Namen zu finden. Das leuchtet ein. Süßspeisen tragen nun einmal nicht überall die gleichen Namen - da ist man sich beim Thema Berliner und Pfannkuchen ja schon innerhalb eines Landes nicht einig.

Ein global verwendetes Betriebssystem sollte aber Namen haben, die weltweit einfach zu verstehen sind. Das schreibt Google, und diese Meinung teile ich. Vielleicht wird manch Nutzer mit einem weinenden Auge den Süßigkeiten nachtrauern. Das ist aber zu verschmerzen, wenn die Namensgebung künftig für alle Smartphone-Nutzer weltweit klarer und besser zu verstehen ist.

... und zugänglicher

Auch das Logo passt Google an, Ihr könnt es im Video oben sehen. Natürlich gibt es den kleinen Roboter immer noch. Viel wichtiger ist aber, dass auch hier nachgedacht wurde. Der Wechsel von Grün zu Schwarz sowie weitere Farben für einen höheren Kontrast sollen laut Google sehbehinderten Menschen dabei helfen, das Logo besser erkennen zu können. Auch das ist zu begrüßen. Schließlich wird immer von der Android-Community gesprochen. Und die sollte dann doch so inklusiv wie möglich sein.

Was haltet Ihr von Googles Entscheidung? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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40 Kommentare

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  • Ich find es schade, dass da jetzt mit alten Traditionen gebrochen wird. Man hätte ja Qottab nehmen können, oder Nestle dafür bezahlt, eine Süßigkeit mit coolem Q-Namen zu basteln ^^


  • "Android 10 statt Q: Android wird endlich erwachsen" - was hat denn der Name eines Betriebssystems denn mit erwachsen-werden zu tun? Diese Antwort bleibt der Artikel schuldig.
    Apple verwendete ja auch Tiernamen als Beinamen wie bspw. "Leopard", "Panther" bzw. "Tiger" für das Mac OS X. Wurde Apple nun auch erwachsener, weil es Tiernamen wegließ?
    Eher könnte man behaupten, dass Android nun kohlehydratbefreit wird, denn Süßigkeiten enthalten i. d. R. Kohlehydrate.


    • Tim vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Wobei Apple ja immer noch Namen verwendet - nur aktuell eben z.B. den einer Küste bzw. Insel (glaube ich)... ^^


      • Julius Stiebert
        • Admin
        • Staff
        vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        Orte in Kalifornien...


      • Mein Punkt war: Tiernamen, hier Raubkatzen, werden wertfrei übernommen, während Süßigkeiten als unerwachsen beschrieben werden. Ich verstehe den Sinn dahinter nicht. Als Apple überging, die Tiernamen wegzulassen, war ja auch nicht die Rede davon, dass nun die Carnivoren nicht mehr auf ihre Kosten kämen.


      • Julius Stiebert
        • Admin
        • Staff
        vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        Die Namen von MacOS sind genauso verwirrend. Worum es hier ging, ist dass Google die Namen abgeschafft hat, damit mehr Menschen verstehen, was die aktuelle Version ist.


      • Wer das Alphabet kennt, sollte das auch hinkriegen ;-)


  • Android wird erwachsen? Wer erwachsen ist, kümmert sich um seine kleinen Kinder. Also: Fragmentierung mindern, vereinfachte Sicherheitspatches etc. Dann braucht auch niemand ein neues Logo.


  • Android "Quark" wäre doch gut als Name gewesen 😉

    Wichtig wäre wenn Google endlich die Updateverteilung verbessert, seit Android Oreo soll es ja angeblich schmeller gehen...

    Aber davon merke ich nicht wirklich was 😒📱


    • Also die Updateverteilung liegt eher an den Hersteller deines Handys. Google stellt Android zur Verfügung. Aber wie Huawei, Samsung, OnePlus usw. die Updatepolitik pflegen, liegt nicht bei Google. Google kümmert sich um seine Pixel Geräte. Und ich kann sagen, dass ich ohne Ausnahmen jeden Monat sofort ein Update bekomme. (Pixel 2XL) Generell Smartphones mit "Android One", haben den Genuss, schneller Updates zu bekommen.


    • Google müsste die Hersteller verpflichten, beim verwenden des Betriebssystems entsprechend die Updates auch mit anzubieten.


    • Googles Updateverteilung ist optimal. Regelmäßig monatlich.


  • Finde es nicht toll, hätte Google so lassen sollen mit den Süßigkeiten Namen, hat mir gut gefallen.


  • Ich mochte die Namen.
    Android scheint generell einen erwachseneren Eindruck machen zu wollen.
    Ob das von Vorteil ist liegt im Auge des Betrachters. Ich mochte das bunte Android, kann mich aber sicher auch mit einem schlichteren anfreunden.

    Bin mal gespannt was noch kommt. Zu den vielen Negativkommentaren kann ich nur sagen: Google hat in den letzten Jahren meist gute Arbeit geleistet. Wartet es doch erstmal ab. =)


    • Ich finde nicht, dass Google gute Arbeit geleistet hat. Das geht los bei Diensten und Apps, die eingestellt werden, neue werden etabliert, gleich wieder eingestellt usw. Stichwort Messenger. Hier verhält sich Google wie ein kleines Kind, das gar nicht weiß, was es eigentlich möchte.
      Google hat es in einem Jahrzehnt nicht geschafft, etwas gegen die Fragmentierung zu unternehmen. Es blieb bei hilflosen Versuchen, ernsthafte Anstrengungen gab es aber nicht.
      Android selbst entwickelt sich kaum noch. Tablets erfahren keine wirkliche Unterstützung und sind unter Android praktisch nicht nutzbar.
      Der Play Store. Hier hat man nur auf Masse gesetzt und zu keiner Zeit auf Qualität. Das rächt sich, der Store ist zugemüllt mit mit miserablen und abgelaufenen Apps von Hobbybastlern, die nach ein paar Monaten festgestellt haben, dass man mit an einem Wochenende zusammengeklickten Apps doch nicht reich wird.
      Sicher, Google macht auch positive Dinge, aber für mich bleibt in Summe ein sehr bescheidener Eindruck von Googles Status quo zurück. Da ist nichts mehr da von dem Kampfgeist und den guten Vorsätzen, mit denen man Mitte der Neunziger antrat die Welt zu verbessern.
      Google ist dabei, sich zu überleben.

      Tim


      • Tim vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        "Tablets erfahren keine wirkliche Unterstützung"
        Und ähnlich wirkt es für mich mittlerweile auch bei WearOS. Darum ist es seitens Google such sehr ruhig geworden und es passiert kaum etwas bis nichts mehr. Zumindest ist es mein Eindruck, dass Google Wearables jetzt anfängt genauso zu behandeln, wie Tablets.

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