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Amazon Dash Buttons in Deutschland verboten

Amazon Dash Buttons in Deutschland verboten

Der von Jeff Bezos geführte Handelsriese Amazon ist mit der deutschen Justiz in Konflikt geraten. Das Landgericht München hat Amazon angewiesen, keine Bestellungen mehr über die bequemen Einkaufstasten Dash Buttons anzunehmen. Die Gründe dafür sind, dass es unmöglich ist, die Kosten des Kaufs vorher zu überprüfen.

Die Amazon Dash-Buttons wurden 2015 eingeführt. Die praktischen IoT-Geräte erlauben es, ein Produkt direkt per Knopfdruck über das verbundene Amazon-Prime-Konto zu bestellen. Mehr als 600 Marken nutzen den Amazon Dash Service, sagt Amazon. Pro Minute würden die Kunden im Schnitt viermal einen Dash Button drücken. Gedacht sind die Einkaufshelfer, um Verbrauchsgüter wie Waschmittel oder Toilettenpapier nachzubestellen.

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Ein Klick und das ausgewählte Produkt wird direkt an Eure Adresse geliefert! / © Jeramey Lende/Shutterstock

In Deutschland will man Service nun ein Ende setzen, obwohl Amazon natürlich der Meinung ist, hier ein attraktives Produkt zu vermarkten. Die Verbraucherschutzzentrale Nordrhein-Westfalen hatte dagegen geklagt und bereits in erster Instanz Recht bekommen, nun bestätigte das Oberlandesgericht München die Entscheidung. Nach dem Urteil würden diese Geräte die Rechte der Verbraucher nicht respektieren, da Amazon sich vorbehält, die Preise der Produkte und die damit verbundenen Lieferkosten zu ändern, ohne dass der Kunde das beim Kauf per Knopfdruck sehen kann.

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Die Dash Buttons bietet keine Sonderangebote, es ist nur ein zusätzlicher Komfort. / © AndroidPIT, Shutterstock

Wolfgang Schuldzinski, Leiter der Verbraucherschutzzentrale , sagt: "Wir sind immer offen für Innovationen. Aber wenn Innovation bedeutet, dass der Verbraucher benachteiligt wird und Preisvergleiche erschwert werden, dann sind wir dagegen."

"Die heutige Entscheidung ist nicht nur innovationsfeindlich", sagt ein Sprecher von Amazon gegenüber Reuters. Sie verhindere auch, dass der Kunde selbst entscheiden könne, ob ein Service wie der Dash-Button ihnen ein bequemes Einkaufserlebnis biete.

Was haltet Ihr von der Entscheidung?

Via: Engadget Quelle: Reuters

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Top-Kommentare der Community

  • C. F.
    • Blogger
    vor 8 Monaten

    Super Entscheidung. Denn jeder kleine Onlineshop wird sofort wegen der kleinsten Verfehlung bei der Produktauszeichnung etc. kostenpflichtig abgemahnt. Oft existenzbedrohend. Warum also sollten die großen Konzerne dafür einen Persil-Schein erhalten? Die sollte man m.E. noch viel mehr an die noch viel zu lange Leine nehmen.

  • Neocortex vor 8 Monaten

    Langsam nervt es. Wieder werden Menschen bevormundet. Als wenn wir alle kleine Kinder wären, die keine eigenen Entscheidungen treffen können.

  • Holger B. vor 8 Monaten

    Muss denn wirklich alles reglementiert werden? Mich interessieren die Dash Buttons nicht, aber wer es möchte, warum nicht?

  • Pia Rachbauer vor 8 Monaten

    So ein blödsinn, nach dtücken des buttons kann ich die Bestellung kontrollieren, sehe die Preise und lieferbedingungen und kann mittels Stirn eingreifen. Habe einige und nur gute Erfahrungen damit

  • Nightlife vor 8 Monaten

    Es sollte doch jedem selber überlassen werden, ob er das Risiko eingeht und überteuert einkauft. Es wird schon irgendwo stehen, dass die Preise sich ändern können. Abgesehen davon kann man Artikel zurückschicken. Aber wie gesagt, es sollte jeder selber darüber entscheiden können. Bürokratie Deutschland.

74 Kommentare

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  • Es mag sein damit amazon hier noch nachbessern muss. Aber im grunde genommen müssen dann auch tankstellen einen mindestens für einen tag geltenden preis angeben. Denn wenn ich zum tanken ranfahre für einen guten preis, dann ändert der sich auch schon mal ganz flott, vom rauffahren bis zum aussteigen. Dann sind 8cent mehr nicht unüblich und nein man schaut nicht immer auf die anzeige, wenn sie denn funktioniert. Oder eine große supermarktkette mit seinen digitalen preisschildern. Wo sich auch der preis schon ändern kann wenn der artikel bereits im Korb liegt. Wer hat denn jetzt wen informiert? Das ist auch ein verstoss gegen geltendes recht.

    Also amazon bitte nachbessern, den buttons nen neuen namen geben und ab in die nächste runde.


  • Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass jeder Verbraucher selbst entscheiden sollte, ob er solche Geräte einsetzt oder nicht. Falls er sich dafür entscheidet sollte er sich auch über die Konsequenzen informieren.Die Verbraucherzentralen sind nicht dazu da , um eigenen Fehlentscheidungen rückgängig zu machen. Der Verbraucher muss im Geschäftsleben eigenverantwortlich agieren und die Quellementalität ablegen und damit für seine Entscheidungen einstehen.Zweitens bin ich auch der Ansicht, dass sich die dt. Gerichte aus derartigen Fragen heraushalten sollten. Ein anderes ganz negatives Beispiel ist das Verbot eines OLG’s anfallende Kosten des Zahlungsverkehrs im Zuge der Bestellung auszuweisen (ab 13.1.2018). Die bis dahin bestehende Regelung war für alle Seiten transparent und klar.


  • Jeder kann entscheiden, ob er einen solchen Button nutzt oder nicht. Das ist wieder einmal ein typisches Beispiel der Bevormundung der Konsumenten.


  • Wer braucht solchen Quark? Dadurch entsteht noch mehr Transportaufkommen, noch mehr Verpackungsmüll... Ist das so schwer, sich eine Einkaufsliste zu machen und im Supermarkt Klopapier mit in den Korb zu werfen? Wohin soll die Faulheit noch führen?


  • Diejenigen, welch hier wegen des Urteils rummotzen, sollten sich erst einmal informieren weshalb es zu diesem Urteil gekommen ist.

    1. Beim Auslösen einer Bestellung durch drücken das Buttons ist nicht klar zu welchem Preis man bestellt.

    Laut Gesetz muss der Händler aber im vorhinein den Preis klar herausstellen.
    Schließlich ist kein Verkäufer und keine Kassenkraft in der Nähe welche man fragen könnte.

    2. Amazon behält sich vor einen anderen / gleichwertigen Artikel zu versenden wenn der gewünschte Artikel nicht lieferbar ist.
    (Statt Ariel kommt Spee, statt Coca-Cola Pepsi).

    Fazit: Wenn man nur auf den Button drückt und abwartet, weiß der Kunde nicht was und zu welchem Preis er seine Lieferung bekommt.
    Diese Vorgehensweise verstößt gegen die Auszeichnungs- und Informationspflicht, sprich
    gegen geltendes Recht und eben auch Verbraucherschutz.

    Aber wem egal was er wann und wie bekommt kann natürlich weiterhin maulen.

    Verstanden und kapiert?


    • So wie man in einer Gaststätte in der Speisekarte nach den Preisen von Speisen und Getränken sehen kann, so kann man auch auf der Amazon-Webseite oder in der App nach den Preisen und der Verfügbarkeit der Amazonwaren sehen.
      Die Forderung des Gesetzgebers ist also erfüllt.

      Ich kann aber auch in die Beiz gehen, und ein 🍺 (Bier) und Schnitzel mit Pommes bestellen, ohne vorher die Karte zu studieren, entweder weil ich die Preise schon kenne, oder weil sie mir schlicht egal sind. Der Gesetzgeber zwingt mich nicht, mich nach den Preisen zu erkundigen, bevor ich bestelle, ich muss nur die Möglichkeit dazu haben.

      Warum darf ich aber nicht den Button benutzen, um "blind" zu bestellen? Niemand zwingt mich so zu bestellen, aber muss man es mir deshalb verbieten?

      Es ist doch offensichtlich, dass sich Preise ändern können, und ich bei der Nutzung des Buttons eventuell zu einem höheren Preis kaufe, so wie der Kneipenwirt seit meinem letzten Besuch den Bierpreis ebenfalls angehoben haben kann.
      Und wenn der Wirt meine Gewohnheiten kennt, dann bringt er mir ein Export, wenn Weizen grade in dem Moment zur Neige gegangen ist. Ich muss das nicht nehmen, aber er weiss, dass mir Export lieber ist, als auf dem Trockenen zu sitzen.
      Warum darf mir die Amazon-Ki nicht Spree statt Ariel liefern, wenn sie aus vergangenen Bestellungen weiss, dass mir das sowieso völlig egal ist, und ich ggf. die Bestellung gleich wieder stornieren kann?

      Traut man denn den Leuten wirklich so wenig zu, dass man sie auch noch vor dem Offensichtlichen schützen muss?


      • Wenn auf dem Butten der Preis, Grundpreis, Artikel beschrieben und die Versandkosten stehen würden, dann wäre die Gesetzeslage erfüllt.
        Und ob du dir ne Pommes bestellst ohne vorher auf den Preis zu schauen ist dabei irrelevant.


      • Wenn man auf den Webseiten Preise und Verfügbarkeit einsehen kann, kann man ja auch gleich dort bestellen. Den Button gibt's, um Leute zu verleiten, diese nicht zu kontrollieren. Ich denke, das Urteil zielt nicht gewollt gegen die Kunden, sondern gegen die Anmaßung der Händler.


      • So ist es.
        Und eben auch dem Verbraucherschutz.
        Es gibt eben viele Kunden die ohne nachzudenken eine Kamelhaardecke aus Polyamid kaufen.
        Und plötzlich kostet die Kaffeefahrt 1000€.


  • Endlich weiß ich, dass es das gibt und in Deutschland gab, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann (für mich) sowas auch nur ansatzweise zu benutzen...zumal die Dinger auch aus meiner Sicht superdoof aussehen. Aber verbieten hätte man das jetzt nicht müssen......


  • Roman vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Die Idee mit den Dash Buttons finde ich an sich gut. Wenn man das ganze jetzt noch mit einem "Abo" für das gewünschte Produkt kombiniert (wo eine fixe Laufzeit mit einem fixen Preis und einer Mindestabnahmemenge hinterlegt sind) sehe ich da kein Problem...
    Die Frage ist natürlich wo setzt man die Buttons ein? Güter die immer die selben sind und immer gebraucht werden, dh. Klopapier, Waschmittel, Duschgel, diverse Putzmittel könnten damit leichter besorgt werden.
    Konsumgüter wie Lebensmittel, Kleidung etc. etc. ist viel zu Stimmungsabhängig als das man hier einen Button hinhängen könnte... irgendwann hängt's einem beim Hals raus...


  • Langsam nervt es. Wieder werden Menschen bevormundet. Als wenn wir alle kleine Kinder wären, die keine eigenen Entscheidungen treffen können.


  • So ein blödsinn, nach dtücken des buttons kann ich die Bestellung kontrollieren, sehe die Preise und lieferbedingungen und kann mittels Stirn eingreifen. Habe einige und nur gute Erfahrungen damit


    • Auch vor Abschluss der Bestellung? Leider sind die aktuellen Gesetzte so, dass die Kosten vor Abschluss der Bestellung dem Kunden eindeutig klar gemacht werden müssen. Das muß jeder Onlineshop befolgen. Und nichts anderes ist Amazon.


      • Es wird darauf hin gewiesen, dass sich Preise ändern können und diese sind auch ersichtlich.


      • Dann sollte man eventuell mal die Gesetzeslage überdenken, wenn diese neue Geschäftsmodelle, die Anbieter und Kunde gerne hätten, verhindert. Außerhalb der Onlinewelt bestelle ich ja auch häufig Leistungen, von denen mir vorab niemand den genauen Preis nennen kann, zum Beispiel bei einer Taxifahrt oder bei Handwerkern. Und hier ist die Spanne zwischen Erwartung und tatsächlichem Preis oft wesentlich höher als bei den paar Cents beim Dash Button.


      • Die Preise müssen vor aufgabe der Bestellung ersichtlich sein und nicht hinterher.
        Die Gesetzeslage ist da eindeutig.


      • Das sind sie, in der App und auf der Webseite. Wer den Button betreibt, musste vorher ein Konto einrichten. Er hat also die Möglichkeit, sich nach aktuellen Preise und Warenbestand zu erkundigen.


      • "Die Preise müssen vor aufgabe der Bestellung ersichtlich sein und nicht hinterher.
        Die Gesetzeslage ist da eindeutig."
        Da hat Sandtiger Recht, und zwar muss das während des Bestellvorgangs vor Abschluss der Bestellung ersichtlich sein. Und das ist bei den Dashbuttons nicht der Fall. Diese Regelung soll Verbraucher vor Täuschungen schützen, da es früher häufig der Fall war, dass Leute Bestellungen Aufgaben ohne das zu merken. Einige Internetseiten haben das sogar absichtlich so gemacht. Und dieser Umstand sollte nicht mehr möglich sein. Ein Koleteralschaden davon sind eben die Dashbuttons. Mich stört das nicht, hab den Dingern genau weil ich beim Bestellen die Preise nicht sehe nie was abgewinnen können.

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