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3 Min Lesezeit 12 Kommentare

Alcatel reagiert: Kein Verkauf von Standard-Apps

Alcatel ist einer der alten Hasen im Handy-Geschäft, zwischenzeitlich war nicht mehr viel zu hören. Zuletzt hatte sich der chinesische Konzern TCL die Rechte an der Marke gesichert und veröffentlicht seither Alcatel-Smartphones. Jetzt machen Berichte die Runde, wonach die Galerie-App jüngst mit Werbung und allen Rechten bereichert wurde. Update: Alcatel hat sich nun mit einer Antwort gemeldet.

Die Meldung vom 31. Januar 2018

Eigentlich ist es eine gute Sache, dass Hersteller mitgelieferte Apps über den Play Store aktualisieren können. Das macht Google, und viele andere ebenso, sei es Samsung, Sony oder HTC. Auch Alcatel wählte diesen Weg.

Unter anderem bei der Galerie-App. AndroidPolice berichtet, dass mit einem neuen Update mehrere Auffälligkeiten entstanden seien. Die App habe im Play Store plötzlich den Namen Candy Gallery erhalten, zeige Werbung (von AndroidPolice etwas überschwänglich als Spamware bezeichnet) und verlange praktisch sämtliche Rechte. Die Version zuvor benötigte hingegen nur Zugriff auf Speichermedien, jetzt muss auch die Geräte-ID her, SMS-Zugriff und viele andere Leckereien von Android-Smartphones.

Candy Gallery nutzt Alcatel-Signatur

Schließlich ist auffällig, dass der Entwickler jetzt ein anderer ist. AndroidPolice analysiert weiter, dass aber die kryptografische Signatur mit der alten App übereinstimmt, ja, sogar mit anderen Alcatel-Apps. Das ist schon per se nicht ungefährlich, in diesem Fall kommt erschwerend hinzu, dass die Play-Store-App eine System-App aktualisieren kann. Unklar ist derweil, ob Alcatel die App verkauft hat oder ob es eine interne Umstrukturierung darstellt.

Merkwürdig ist insbesondere, dass die neue App des – vermutlich – neuen Entwicklers mit dem digitalen Schlüssel von Alcatel signiert ist. Entweder müsste der neue Entwickler Zugriff auf den privaten Schlüssel von Alcatel haben oder Alcatel müsste neue App-Versionen signieren.

Welche Version nun stimmt, ist unklar. Wir haben Alcatel um ein Statement gebeten und dieses inzwischen erhalten.

Standard-App zu verkaufen

Die einzelnen Puzzleteile ergeben ein Bild: Es scheint wahrscheinlich zu sein, dass Alcatel eine Standard-System-App verkauft hat. Alcatel-User erhalten so eine vermeintliche Hersteller-App als Update und vergeben möglicherweise weitere Rechte, ohne dass sie erkennen können, dass das Update von einem anderen Anbieter stammt. Malware sollte wegen der Google-Play-Protect-Maßnahmen keinen Weg auf Smartphones der Kunden finden, aber auch die haben schon des Öfteren Malware durchgelassen.

Update am 16.2.: Alcatel reagiert und verspricht Besserung

Inzwischen hat Alcatel unsere Anfrage beantwortet. Hier ist das Statement im Wortlaut:

Uns ist es wichtig, dass unsere Kunden beim Gebrauch unserer Geräte stets ein optimales Nutzererlebnis haben. Anwendungen wie unsere Gallery-App, die im Besitz des TCL Communication Software-Teams sind und von diesem auch kreiert und verwaltet werden, sind grundsätzlich so konzipiert, dass sie diesem Ziel gerecht werden. Angesichts der jüngsten Kundenreaktionen ist es allerdings offenkundig, dass wir die Nutzerfreundlichkeit in diesem Bereich verbessern müssen. Aus diesem Grund werden wir in Kürze ein neues, optimiertes App-Update veröffentlichen, um die Benutzererfahrung wieder in Einklang mit den Erwartungen unserer Kunden zu bringen und diese zufrieden zu stellen.

Laut Alcatel wurde die Galerie-App also nicht verkauft. Vielmehr sei eine missratene Update-Idee für die Probleme verantwortlich. Offen bleibt, wann das versprochene Update erscheinen wird. Immerhin hat Alcatel bestätigt, dass die App stets im eigenen Haus blieb, sodass kein externer Entwickler die digitale Signatur verwenden konnte, um möglicherweise Malware an Alcatel-User auszuliefern.

Habt Ihr ein Alcatel-Smartphone im Einsatz? Lasst uns einen Kommentar hier!


Die Meldung vom 31. Januar wurde am 16. Februar um eine Reaktion von Alcatel ergänzt. Der ursprüngliche Nachrichtentext wurde redaktionell angepasst.

Quelle: AndroidPolice

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12 Kommentare

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  • Man keine keine Apps verbergen,
    die ungeeignet für Kinder sind !


  • J. G. vor 7 Monaten Link zum Kommentar

    Alcatel oder Blackberry- beide Namenslizenzen liegen bei TCL. Die Geräte beider "Namen" unterscheiden sich von der Hardware kaum, als Referenzmodell dient das Idol XX. Die Geräte unterscheiden sich Hardware-seitig von ein paar unterschiedlichen Designeingriffen und inneren "Werten" (die sich BlackBerry allerdings überteuer bezahlen lässt) und von der Software, die beim BlackBerry ein paar "Härtungen" des Stock-Androids enthält... Naja, und noch ein paar Kleinigkeiten... Mal losgelöst von den UNFASSBAR GEILEN JBL-Lautsprechern des Idol 4S (bzw. dem baugleichen Modell von BlackBerry "DTEK60") zeichnet sich TCL durch eine "sell and forget" Politik aus. Die mechanischen Teile (USB-Stecker) sind schlecht und der Akku verreckt nach ziemlich genau einem Jahr (ca. 500 Ladezyklen) Die Update-Politik entspricht etwa den englischen Sprachkenntnissen des CEO von TCL (Li Dongsheng) oder einer Kutschfahrt über eine Panzerstrasse: sehr holperig und stockend!


  • Alcantel ist der größte mist sowie wiko smartphone da ist immer die micro usb buchse zum aufladen vom smartphone ausgewandert vom gerät sowie wie das netzteil abgebroch oder hat sich selber zerlegt 2mal von jeder sorte nie wieder kann nur drei empfehlen samsung, Huawei, LG damit hab ich gute erfahrungen von billig bis teuer


    •   20
      Gelöschter Account vor 7 Monaten Link zum Kommentar

      Ich habe hier zwar nichts Negatives über wiko Handys aber dem Punkt gebe ich dir Recht die Micro USB Buchse ist wirklich nicht gerade langlebig und nudelt sich schnell aus


      • probleme bei micro usb buchse sind sehr sehr benutzer-abhängig. wenn man mit eingesteckten kabel immer daran rumreisst hälts net lang. wenn man immer vorsichtig damit umgeht halten die auch.


    • Gute Erfahrungen mit billigen Samsungs und Huawei? Kann ich nicht bestätigen und glaube ich dir auch nicht.

      Ach ja, übe bitte mal Satzzeichen, dein Geschwurbel da oben kann man kaum lesen. Sowas ist extrem unhöflich anderen gegenüber und man selbst kommt rüber, als könne man nicht bis drei zählen. Danke.

      J. G.


  • marc vor 7 Monaten Link zum Kommentar

    Alcatel das waren doch die die damals mal nen handy hatten wo man auch normale Batterien rein packen konnte oder nicht 🤔


    • Ja, das mit den normalen Batterien habe ich auch so in Erinnerung..... ach das waren noch Zeiten.....

      TCL ist zu Weit gegangen, damit fördern sie jedenfalls keinen Abverkauf ihrer Produkte .....


  • Zum Glück informieren sich viele Käufer über das Thema Smartphone und so habe ich noch keine Testempfehlung zu Alcatel Devices von der Presse gelesen 📱


  • Bei derartigen Geschäftsgebaren sollte man Alcatel Geräte komplett boykottieren!
    Wäre schön wenn Ihr uns über den Ausgang auf dem laufenden haltet.


    • dem stimme ich vollkommen zu, so etwas darf einfach nicht passieren.
      was kommt als nächstes? Mikrotransaktionen in den Kontakten?
      die ersten 50 sind umsonst für alle 10 weiteren muss man dann 1.99€ bezahlen?

      das ist zwar etwas übertrieben, sollte aber meinen Standpunkt der Sache gegenüber klar darstellen.


  • J. G. vor 7 Monaten Link zum Kommentar

    TCL ist wegen der schlechten Update-Politik von Alcatel-Geräten ohnehin in Verruf geraten. Leider bestätigt sich das Geschäftsgebaren von TCL auch bei anderen Lizenzen- "Blackberry"!

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