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AK MiniLabor 11 - Spielerisch Chemie entdecken!

Chemie ist in der Mittel - und der Oberstufe ein rotes Tuch. Zu viele verschiedene Formeln und der Dreisatz, sowie die zu verwendenden Kreuzformeln, sind der reine Horror. Wäre es da nicht schön, wenn man das Smartphone benutzen könnte, um spielend zu lernen? Den Zugang zur Chemie einfacher zu finden?

Unser heutiger Testkandidat macht sich auf, um genau diesem Problem nachzugehen und es zu lösen. Die Chemie-Unlust soll spielerisch bei Seite geschafft werden und ob dies AK MiniLabor 11 leisten kann, erfahrt ihr in unserem heutigen Testbericht!

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Getestete Version Aktuelle Version
1.4.24 2.4

Funktionen & Nutzen

AK MiniLabor 11 ist ein echter Kraftprotz, wenn man die Applikation im Voraus loben darf. Ich persönlich bin zwar schon einige Zeit in meiner universitären Laufbahn und damit nicht mehr im Schulalltag „zu Hause“, aber rückblickend hätte ich gerne eine solche Applikation mein Eigen genannt. Doch erst einmal Schritt für Schritt.

Beim ersten Start der Applikation begrüßt den Nutzer eine Gliederung in zwei Spalten. Auf der linken Bildschirmhälfte sind die Auswahlmöglichkeiten beherbergt, welche unter dem Titel „Lernen mit Spaß und Übungen“ beheimatet sind. Auf der gegenüberliegenden Seite die Funktionen des „Spickens und Nachschlagens“.

Die linke Seite teilt sich auf in diverse Spiele und Aufgaben, mit denen man spielerisch die „schwierigen“ Aufgaben der Chemie zu meistern lernt. So kann man einzelne Begriffe in einem Hangman-Spiel erlernen und auch auf Highscore-Jagd gehen. Hier muss man leider anfügen, dass das Spielen mit zwei Spielern nicht möglich ist und auch die Anbindung ans Internet nicht gegeben vorgesehen ist. Bedeutet im Klartext, dass man im Endeffekt eigentlich nur „mit sich selbst“ spielt und auch die Bestenliste - sofern man sein Smartphone nicht anderen zum Spielen zur Verfügung stellt - nur vom Nutzer selbst in Beschlag genommen wird.
Diese Kritikpunkte ändern jedoch, genauso wie in den anderen Kategorien, nichts am positiven Aspekt der jeweiligen Abschnitte. Begriffe werden mittels des Galgenmännchens gut gelernt und man prägt sich die Begriffe schlicht und ergreifend schneller ein, wenn man knobelt und am Ende das richtige Wort auf dem Bildschirm sieht.

Dieses Lernphänomen kann man generell bei allen „Spielen“ der Kategorie „Lernen mit Spaß und Übungen“ erkennen. Sei es das Quiz des Periodensystems oder nur die Möglichkeit die Formeln verschiedener Stoffe anzugeben. Am Ende eines Spiels fühlt man einen Zuwachs an Wissen und hat dafür nicht einmal „effektiv gelernt“.
Eine Funktion sollte an dieser Stelle jedoch herausgehoben werden und dies ist der Titrations Trainer der Applikation. Hier lernt der Nutzer das virtuelle Titrieren und wird somit auf den Ernstfall innerhalb des Unterrichts vorbereitet, was nach eigener Erfahrung jedes Mal zu einem mittelgroßen Chaos führt. In drei Schritt wird dem Nutzer erst das Titrieren, das Ablesen und das Ausrechnen näher gebracht und am Ende auch mit einem Spitzenplatz (hoffentlich) in der Bestenliste belohnt. Um ganz ehrlich zu sein ein wirklich guter Ansatz und auch mit der Bedienung über die Bewegungssensoren des Smartphones eine kleine Herausforderung.

Die gegenüberliegende Seite, also die Kategorie „Spicken und Nachschlagen“ hat weniger einen Lerneffekt, sondern ist mehr zum Nachschlagen und zum Festigen des Wissens gedacht. Auf dem Weg und nicht mehr sicher an welcher Stelle Element X steht? Dann schnell das Periodensystem aufrufen!
Eine Formel vor dem Auge und unschlüssig wie der Name dieses Stoffes lautet? Vielleicht wäre der Stoffnamen-Spicker das Richtige? Die Bezeichnung Spicker ist an dieser Stelle auch etwas irreführend, da die Applikation eher eine Art „Konverter“ darstellt. Man wählt mittels eines Schiebereglers die zwei Bestandteile des Stoffes aus und der Konverter gibt dann statt des Namens die Summenformel aus. Eine schöne Angelegenheit und einfacher als jedes Mal bei Wikipedia nachzuschauen.
Leider besteht hier nicht die Möglichkeit mehrere Stoffe oder seltene Stoffe in diesem Verfahren auszuwählen. In Anbetracht der Zielgruppe ist dies jedoch auch nicht erforderlich und Chemiestudenten werden wohl auch nicht auf diese Applikation zurückgreifen.

Und so setzt sich das gute Bild der Applikation mit jeder Funktion weiter. Sei es der Taschenrechner, der extra auf die chemischen „Bedürfnisse“ angepasst ist oder der Mol/PH-Rechner, der das Rechnen im Dreisatz bzw. mit Logarithmen vereinfacht.
Besonders möchte ich hier die Funktion ChemSolve hervorheben, die einem ganz interessanten Schema folgt. Man kann mittels eines Baukastenprinzips nämlich kleinere Fragen rechnen lassen. Beispiel: Wie viel Gramm Eisen erhalte ich aus 25 Gramm Eisen(II)oxid. Kurz eingegeben und schon steht die Antwort auf dem Display. Diese Funktion ist insbesondere für die Überprüfung der Hausaufgaben oder Rechenaufgaben nicht schlecht.

Fazit:

AK MiniLabor 11 ist nicht perfekt, auch wenn der Testbericht bis zu dieser Stelle sehr gut ausgefallen ist. Es gibt kleine Mängel und Ecken sowie Kanten. Trotzdem macht das Grundgerüst einen sehr guten Eindruck und auch die Intention der Applikation den Schülern Chemie näher zu bringen und spielerisch zu lehren ist einen großen Pluspunkt wert.
All dies wird mit guten und durchdachten Funktionen erreicht und zumindest für eine kurze Zeit ist jeder im Testzeitraum konfrontierte „Co-Tester“ interessiert gewesen und hat (unterschwellig) was über die Chemie gelernt. Ein großes Lob hierfür an die Entwickler, denn viele Lernprogramme in den Weiten des Internets zeigen wie langweilig eine Annäherung an die Chemie sein kann und insbesondere Aspekte wie Titrieren oder Umrechnungen sind nicht unbedigt die Lieblingsdisziplin der Schüler.

 

Bildschirm & Bedienung

Die grafische Präsentation der Applikation ist gut gelungen, wobei man an dieser Stelle nicht außergewöhnliche Grafiken oder Anpassungen erwarten darf.
AK MiniLabor 11 ist nicht an die Android Designrichtlinien angepasst und auch das Scrollverhalten ist nicht zu 100% flüssig und überzeugend.

Alles in allem bleibt ein guter Eindruck und die Feststellung, dass die Bedienung sowie die Präsentation von AK MiniLabor 11 zwar im Mittelfeld mitspielen können, aber es für mehr leider nicht reicht.

 

Speed & Stabilität

AK MiniLabor 11 lässt sich auf dem One X und auf dem Sensation manchmal ein paar Bedenksekunden Zeit - insbesondere wenn man schnell eine Funktion wechseln möchte. Sonst sind innerhalb des Testzeitraums keinerlei Abstürze oder Macken aufgetreten.

 

Preis / Leistung

AK MiniLabor 11 ist kostenlos und werbefrei im Google Play Store und im AndroidPit App Center erhältlich. In Anbetracht der Tatsache, dass die Applikation einiges an Funktionen anbietet und zeitgleich auch die Weiterbildung fördert, ist hier die volle Punktzahl in der Kategorie Preis/Leistung gerechtfertigt.

 

Screenshots

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2 Kommentare

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  • Hab die App seit etwa einem halben Jahr und finde sie prima. Als Gedächtnisstütze oder zum spielerischen Heranführen meiner Kinder an das Schulfach Chemie - wer irgendwie damit zu tun hat sollte sie sich echt mal anschauen.
    Die Maxiversion, ebenfalls kostenlos u. werbefrei, gibt es für den PC und ist noch besser!

  • Yeah! Das teste ich gleich mal :)

    Chemiker an die Macht!

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