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Testgerät: LG Optimus Speed
Android-Version: 4.1.2

Egal wie gut ein Smartphone-Spiel auch sein mag, irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem sowohl der anfängliche Erkundungsspaß als auch die Langzeitmotivation nachlässt. Entweder sucht man nun nach anderen Zeitvertreibern, oder aber man installiert einfach einen der bei erfolgreichen Spielkonzepten zahlreichen Klone, wie unter anderem auch Agent Dash.

Entertainment am Smartphone beim Joggen ist für mich...?

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Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
1.4 4.9_733

Funktionen & Nutzen

Die Kamera zoomt auf den vor einem liegenden Weg, kurz darauf erscheint ein joggender Agent im Bild, um dessen korrekte Wegfindung man sich nach einem 3-sekündigen Countdown selbst kümmern muss. Déja Vue? Gut möglich, weist das Spiel „Agent Dash“ doch massenhaft Parallelen zum Erfolgskonzept „Temple Run“ auf. Wobei „Parallelen“ eigentlich untertrieben ist: bis auf kleine Feinheiten und einer anderen Grafik kann man hier getrost von einem „Temple Run“ Klon reden.
Beim ersten Start der App wird man zunächst darauf hingewiesen, dass der Agent, namentlich Dash und unterwegs im Auftrag ihrer Majestät der Queen, sich neben den voreingestellten Wischgesten auch, wie bei Temple Run, durch kippen des Smartphones steuern lässt. 

Es ist empfehlenswert diese Tilt-Steuerung zu aktivieren, da sich Dash damit deutlich einfacher davon überzeugen lässt, doch bitte nicht vor das nächste Schild zu rennen oder ein kleines Bad zu nehmen. Bis zum Spiel an sich folgen zwei weitere Schritte. Zunächst wäre da die Auswahl des bevorzugten Agenten, gratis bietet jedoch nur Dash seine Dienste an. Weitere Agenten kann man im Laufe des Spieles freischalten. 

Nach kurzer Ladezeit, während der nützliche Tipps aber auch Kaufempfehlungen angezeigt werden, wird man darauf hingewiesen, dass das Agentenleben durch die sogenannten „Boosts“ deutlich entspannter ist. Für im Spiel aufgelesene Diamanten („gems“), werden hier z.B. extra-leben oder Zeitlupenfunktionen angeboten, die man während des Spiels einmalig einsetzen kann.

Dann geht’s endlich los: Der Agent läuft sich warm, nach 3 Sekunden steuert man ihn selbst. Zunächst befindet man sich in einem hübsch gestalteten Dschungel; Wasserfälle, Bäume und Flüsse säumen den Weg, zwischen den Baumkronen fallen einzelne Sonnenstrahlen hindurch. Eigentlich ganz idyllisch, doch der Schein trügt - wie immer. Denn in dem vermeintlich friedlichen Dschungel lauern allerhand Gefahren, die es Dash schwer machen, seine unbekannte Misson zu erfüllen. Zuerst muss er sich alle paar Meter an Weggabelungen entscheiden, ob er lieber den linken oder den rechten Weg einschlägt, tote Enden gibt es jedoch nicht: die einzige falsche Entscheidung wäre es in der Mitte zu bleiben - da ist nur das Hinweisschild.

Auch auf Brücken muss Dash die Spur halten, denn offensichtlich ist er sehr wasserscheu, und Lava oder grüne Brühe tun ihm auch nicht gut. Zusätzlich hat leider irgendein Umweltsünder seinen gesammelten Atommüll in Fässern überall auf dem Weg abgeladen, und so muss Dash auch hin und wieder springen; unter sich langsam senkenden Toren rutscht er, ohne Rücksicht auf seinen teuren Anzug, gekonnt hindurch. Und als ob ihm dabei langweilig würde, muss er sich auch noch um die überall zu findenden Diamanten kümmern. Diese sammelt er im Vorbeigehen auf, um sie später für Boosts, Gadgets oder einen Kollegen einzutauschen - oder um sich eine zweite Chance zu erkaufen, sollte er doch einmal nicht aufgepasst haben. Und das kann ziemlich oft passieren, denn „Agent Dash“ erfordert eine Menge Konzentration und Reaktionsgeschwindigkeit, der Dschungel ist nämlich nur der Anfang. Er führt irgendwann ins feindliche Hauptquartier, in dem die Bedrohungen anderer Art sind und vor allem viel Häufiger vorkommen: gegen Ende dieses Abschnittes muss man den Vandalen spielen und erstmals von seiner Schusswaffe Gebrauch machen, und schließlich seinen Weg durch eine von herabfallenden Steinbrocken zerstörte Brücke finden.

Ist dies überstanden, so folgt der dritte und letzte Abschnitt, die Stadt. Die grundsätzliche Spielweise bleibt gleich, jedoch stehen hier Straßenbarrieren statt Atommüll-fässern, der Weg ist von Ausschachtungen unterbrochen, und hin und wieder versperren Kleintransporter den weg, unter denen man wiederum nur hindurchrutschen kann. Hat man den Lauf durch die Stadt überlebt, ist das Spiel natürlich nicht zu Ende. Ab hier wechseln sich die einzelnen Orte immer wieder ab, bis man schlussendlich doch ins Gras beißt. Nun kann man sich 10 Sekunden lang entscheiden, ob man für einen gewissen Wert an Gems weiterspielen möchte, falls nicht, kann man den Countdown durch mehrfaches Tippen auch verkürzen.

Anschließend wird die Rundenstatistik präsentiert. Diese listet die zurückgelegte Strecke, die Anzahl der gesammelten Gems, den derzeitigen Multiplikator und schlussendlich die sich daraus ergebende Gesamtpunktzahl auf. Allerdings muss man sich beim Lesen ziemlich beeilen, da die Statistik nach ca. 4 Sekunden automatisch wieder verschwindet, unter dem folgenden Bildschirm mit dem Titel „Results“ wird bloß die Gesamtpunktzahl angezeigt. Wer die App mit seinem Facebook-Konto verbunden hat, kann seine Rundenstatistiken veröffentlichen und sie mit den derzeit „Besten Agenten“ vergleichen. Die Gesamtstatistik des Spiels findet sich im Spielmenü unter „Stats“.

Objectives
Natürlich gibt es auch bei „Agent Dash“ Objectives, also diverse Errungenschaften, die man im Laufe seiner Agentenkarriere erreicht. Beim Erfüllen eines Ziels erhöht sich der Punkte-Multiplikator, man erhält dann für jeden gelaufenen Meter mehr Punkte. Gewertet wird so ziemlich alles, beispielsweise bestimmte Mengen eingesammelter Diamanten, Benutzung von Boosts, Entkommen aus gegnerischen Lagern und vieles mehr. Wer zu faul ist oder keine Zeit findet, alle Objectives zu erreichen, der kann diese, im Gegensatz zu Temple Run, auch gegen Diamanten freischalten.

Gems
„Agent Dash“ arbeitet nicht mit einer Unterscheidung von Ingame- und gekaufter Währung, sondern bietet für Sammelfaule verschiedene Diamantenpakete direkt zum Kauf an. Alternativ kann man gegen 500 Gems seine Zuneigung auf Facebook und Twitter kund tun. Wer das nicht möchte, kann es interessanterweise einfach bleiben lassen: es reicht völlig aus, die Buttons einmalig anzuwählen und den sich öffnenden Dialog einfach zu ignorieren; die Gems werden einem trotzdem gutgeschrieben.

Bildschirm & Bedienung

Die Agenten bei Agent Dash werden per Voreinstellung durch Wischgesten in die gewünschte Richtung gesteuert, alternativ auch per Tilt-Steuerung, also durch Kippen des Gerätes. Letztere ist sehr unpraktisch, wenn man sich in direktem Kunst- oder Sonnenlicht befindet, da ein Kippen des Smartphones sehr oft zu Spiegelungen führt und die Spielumgebung dadurch schwer erkennbar wird. Ansonsten erleichtert sie das wichtigste Element von „Agent Dash“: das schnelle Ausweichen.
Die Benutzeroberfläche ist aus bunten, abgerundeten Schalt- und Darstellungselementen zusammengewürfelt, Pfeile um zwischen Menüs zu wechseln und das Symbol, welches zum Diamantenkauf führt, blinken dauerhaft - eine platzsparendere und weniger verspielte Oberfläche wäre auf Dauer angenehmer zu bedienen.

Speed & Stabilität

Das Gameplay an sich läuft bei Agent Dash mit angenehmer Bildrate und ohne Ruckler. Eingaben im sonstigen Spielmenü werden zügig ausgeführt, wenn man allerdings z.B. zur Agentenauswahl wechselt, genehmigt sich die App wieder einen Ladebildschirm. Anschließend ist es schwierig den Agenten auszuwählen, da ein Tippen fast immer als kleines Wischen interpretiert wird und man so oft mehrere Male herumprobieren muss, bevor der Agent endlich zum Dienst erscheint. Störend ist ebenfalls, dass die App jedes Mal, wenn man aus einer anderen Anwendung wieder zurückwechselt oder das Telefon entsperrt, neu startet, oder zumindest einige Ladezeit benötigt. Ansonsten läuft die App stabil.

Preis / Leistung

„Agent Dash“ steht derzeit gratis im Google Play Store zur Verfügung. Anscheinend funktioniert die Finanzierung durch den Verkauf der Ingame-Währung recht gut, da weder im Spiel noch in den Menüs Werbeeinblendungen zu finden sind. Teilweise werden aber beim Start der App andere Spiele empfohlen.

Fazit
Trotz der offensichtlichen Nachahmung des Erfolgskandidaten „Temple Run“ macht „Agent Dash“ auch einige Dinge besser. Die Grafik ist frischer und detaillierter, die drei Bereiche Dschungel, Basis und Stadt unterscheiden sich deutlich in Aussehen und vorhandenen Gefahren. Diese Abwechslung geht jedoch spätestens verloren, nachdem man fast den selben Stadtabschnitt mehrmals in einer Runde zurückgelegt hat. Die geringe Anzahl an verschiedenen Gebieten wird auch in den Rezensionen im Google Play Store oft bemängelt, es ist also mit einigen Erweiterungen innerhalb der nächsten Updates zu rechnen. Unsportlich finde ich die Möglichkeit, Objectives gegen Diamanten freizuschalten, die man wiederum kaufen kann. Objectives wirken sich durch die Erhöhung des Multiplikators deutlich auf die Endpunktzahl aus, und so können durch Investition von etwas Geld deutlich schneller höhere Gesamtpunktzahlen erreicht werden als ohne. Gerade bei einer engen Vernetzung zu Facebook und der damit verbundenen Veröffentlichung der High-Scores ist der Druck, ebenfalls etwas zu investieren, für Freunde und Bekannte vermutlich relativ hoch. Trotz des vergleichsweise direkteren Einflusses von Zahlungen auf den Spielerfolg würde ich „Agent Dash“ allerdings nicht in die Kategorie der „Pay2Win-Spiele“ einordnen.

Screenshots

Agent Dash Agent Dash Agent Dash Agent Dash

3 Kommentare

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  • hii

  • Ich kam mit dem Spiel nicht zurecht. Steuerung klappte irgendwie nicht und es war für mich auch zu schnell. Mit Temple ran 2 geht es viel besser. Hatte bei 1 aber auch Steuerung Probleme. Keine Ahnung warum.

  • Läuft super auf dem HTC OneS aber die Steuerung ist blöd, auch ohne Neigungssensor.
    Die Diamanten sind auch erst zu erkennen wenn es schon fast zu spät ist.
    Hab's wieder deinstalliert.
    2 Sterne für die Grafik, zur Idee muss man ja nicht viel sagen.

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