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aCoDriver 3 - Ein virtueller Beifahrer!

Wenn eine Anwendung verspricht, dass der geleistete Gegenwert bei mehreren tausend Euro liegt, dann weckt dies natürlich Interesse und Neugier. aCoDriver 3 verwandelt dabei das Smartphone in einen virtuellen Fahrassistenten, der dem Fahrer (wenn nötig) unter die Arme greifen kann.

Ob unser Testkandidat der Erwartungshaltung gerecht werden kann, erfahrt Ihr in unserem heutigen Testbericht!

Ich würde bestimmt auch super ins AndroidPIT-Team passen!
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10257 Teilnehmer

Bewertung

Pro

  • Funktionalität kann überzeugen
  • Viele Komfortfunktionen

Contra

  • Belegt Rechenleistung
  • Bei Nacht weniger akkurat
Getestet mit Android-Version Root Mods Getestete Version Aktuelle Version
Google Nexus 4 4.3 Nein 3.0.13 5.0.0

Funktionen & Nutzen

Bevor es zu der Funktionsvielfalt unseres Testkandidaten geht, müssen noch diverse Anforderungen an die Hardware erläutert werden. Der Test wurde auf einem Nexus 4 durchgeführt und selbst in der Beschreibung der Anwendung, wird auf bestimmte Mindestanforderungen hingewiesen.
Dies erklärt sich bereits aus der Funktionalität. Denn aCoDriver 3 beobachtet durch die Rückkamera des Smartphones den Verkehr und bestimmt gleichzeitig den aktuellen Standort per GPS. Die Berechnung der verschiedenen Funktionen, die weiter unten erklärt werden, in Kombination mit der Bestimmung des Standorts, benötigen Rechenleistung und eine gehörige Portion Batterie. Ein Ladekabel für das Auto ist empfehlenswert.

aCoDriver Screenshot 1
Selbst bei Dämmerung sind die Ergebnisse noch gut! / © AndroidPIT

Doch aCoDriver 3 bietet mehr als nur die Bestimmung der derzeitigen Lokalisation. Ganz im Sinne eines Fahrassistenten, beziehungsweise eines Beifahrers, analysiert die Anwendung das Geschehen auf und neben der Straße und kann somit dem Fahrer nützliche Informationen geben.
Die Funktionsvielfalt ist dabei so beeindruckend wie akkurat. So wird sehr zuverlässig die aktuelle Geschwindigkeitsbegrenzung angezeigt. Dies basiert dabei nicht auf voreingestellten Daten, wie bei vielen Navigationssystemen der Fall, sondern durch die Kamera werden die Geschwindigkeitsschilder gescannt und dann dem Nutzer auf dem Bildschirm angezeigt. Im Testzeitraum war diese Funktion besonders bei Baustellen von enormen Mehrwert.

Screenshot aCoDriver 2
Das Hintergrundbild wurde zur besseren Verdeutlichung der Widgets abgedeckt. Das Bild wurde bei einer Fahrtpause aufgenommen. / © AndroidPIT

Auch die restlichen Funktionen sind in den ersten Stunden der Nutzung beeindruckend. Den Abstandwarner kenne ich in dieser Form nur aus neuen Automodellen mit zusätzlicher Ausstattung und der Spurwarner dürfte für viele Nutzer eine Bereicherung sein. Dieser alamiert den Nutzer, sobald ein Spur, die nicht überfahren werden darf, überquert wird.
Hinter der Anzeige von Gefahrenstellen befindet sich ein ausgeklügeltes System, dass bisher eine große Anzahl von kniffligen Passagen beinhaltet und den Fahrer frühzeitig warnt. Dies macht auf bekannten Strecken vielleicht wenig Sinn, doch auf unbekannten Abschnitten kann so vorausschauend gefahren werden.

Der limitierende Faktor befindet sich jedoch (bei fast allen) Funktionen in der Kamera des Smartphones. Allein deshalb ist eine gute Smartphonekamera Gold wert.
Das Problem ist hierbei, dass die Kamera bei Nacht (verständlicherweise) das Scannen von Schildern nicht so gut erledigt als bei Tag. So werden Schilder aus dem „Gedächtnis“ richtig angezeigt, doch bei neuen Baustellen oder unbekannten Straßen, ist der Fahrer wieder auf sich allein gestellt. Selbiges galt in den Testfahrten auch für die Abstandserkennung, die bei Nacht weniger akkurat funktionierte und für den Spurwarner. Wobei letzterer eigentlich durchweg eine gute Figur machte.

Screenshot aCoDriver 4
Es kann aus einer Vielzahl von Widgets ausgewählt werden. / © AndroidPIT

Doch die Entwickler hinter aCoDriver ruhen sich nicht auf ihren Lorbeeren aus. Im Laufe der Zeit wurden zusätzliche Funktionen integriert und der Status Quo macht Lust auf mehr. So wurde in den letzten Versionen die Funktion eingeführt Kamerabilder zu speichern. Dies stellt eine Dokumentation des Fahrthergangs dar und kann eine schöne Zeitreise sein oder (im Fall der Fälle) eine Analogie eines Unfalls. Die Frage ist hierbei jedoch, ob der verbrauchte Speicherplatz und Akku, die Verwendung der Funktion rechtfertigen. Dies ist jedem Nutzer selbst überlassen.
Ich persönlich habe eher auf die zahlreichen Widgets zugegriffen, die innerhalb der Anwendung verschiedene Daten anzeigen. Eine nette Komfortfunktion, die jedoch das Display teilweise überlädt.

Im Endeffekt bleiben am Ende des Testzeitraums noch einige Verbesserungsmöglichkeiten offen. Die Detektion von Brückenschildern wäre hier zu nennen oder das automatische Heruntersetzen der Geschwindigkeitsbegrenzung bei Passage von Ortsschildern.
Der größte „Kritikpunkt“ jedoch ist, dass die Anwendung im Vordergrund läuft und damit eine gleichzeitige Navigation unpraktikabel macht. Der Fahrassistent erfüllt die erwarteten Aufgaben, doch im Testzeitraum musste mein realer Beifahrer immer wieder die Navigation bemühen und manuell auf aCoDriver umschalten. Man fährt zwar sicher, doch eine integrierte Navigation wäre eine echte Bereicherung. Alternativ könnte aCoDriver auch als „Hintergrundanwendung“ laufen und nur die benötigten Informationen einblenden.

aCoDriver Screenshot 6
So sieht die Anzeige von Schildern aus. / © EvoTegra GmbH

Bildschirm & Bedienung

Die Bedienung und grafische Präsentation der Anwendung sind durchgehend auf hohem Niveau. Die Elemente sind subtil gehalten und vermitteln, durch die verschiedenen Farbkodierungen, intuitiv den Funktionsstatus.

Speed & Stabilität

aCoDriver 3 lief auf dem Nexus 4 stets flüssig. Ebenso auf dem One X. Abstürze waren Fehlanzeige.

Preis / Leistung

aCoDriver 3 ist kostenlos verfügbar. Die Anwendung ist werbefrei. Die gleichzeitige Verfügbarkeit von aCoDriver Free, Basic und Pro ist etwas verwirrend. In der Version 3 wurden die drei Editionen zusammengeführt - zur Vereinfachung.

Abschließendes Urteil

aCoDriver 3 ist eine absolute Empfehlung. Die Anwendung hat mich im Testzeitraum wirklich begeistert und war, besonders auf Strecken ohne Navigationspflicht, eine echte Bereicherung.

Die Limitationen der Kamera sind zwar vorhanden, doch werden durch den Gesamteindruck ausgeglichen. Leider ist eine gleichzeitige Navigation nicht wirklich praktikabel und somit muss der Nutzer immer eine „Entweder-Oder“-Entscheidung treffen.

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48 Kommentare

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  • wäre cool wenn es per Bluetooth aufs navi Übertragen könnte.


  • Hallo,
    ich nutze dazu diese Halterung und es funktioniert super! Macht echt Spaß!
    http://www.dash-fit.com/produktkategorie/kfz-halterungen/


  • ich hab die app jetzt gute 8 tage in drei verschiedenen fahrzeuge im "einsatz"
    ich fahre zwei premium-hersteller und einen smart, im smart funktioniert das "teil" eigendlich garnicht !!!! in meinen anderes zwei in anbetracht der hardware, ich meine ist nur ein telefon, erstaunlich gut


  •   4

    Leider startet mein Nexus4 nach 5 min. immer wieder neu, im PlayStore haben das auch schon mehrere User berichtet.
    Die App scheint mit dem N4 nicht klar zukommen oder umgekehrt.


  • So gerade ist die Version 3.1.0 erschienen. Die Version bringt "Einstellungen für alle" :-) Die Einstellungen sind jetzt für jedermann über den Button oben links erreichbar.


  • Die Kamera muss links sein, die Bedienungsknöpfe des Smartphones rechts. Auf die Idee das zu ändern, bin ich ehrlich gesagt nie gekommen.


    • Ich hatte ja eigentlich gedacht das sich die App mit dem Display dreht. meine Halterung hat halt nur rechts die Aussparung für die Kamera und den Power Button. Aber ich habe noch nie eine App entwickelt, somit auch keine Ahnung, wie aufwändig sich die für mich einfach klingende Anforderung umsetzen lässt :-)


  • Kann es sein, dass sich die app nicht an der Display Ausrichtung orientiert. In meiner Haltung ist die Kamera des Handys auf der rechten Seite aber die app zeigt Alles auf dem Kopf an?


    • Keiner wird zurückgelassen! Es ist nicht ganz so einfach, wie es sich anhört, aber ich habe das gerade mal eingebaut. Kommt mit 3.1.1 vermutlich morgen.


    • Ok. 3.1.1 ist raus und mit dieser Version kann das Gerät auch umgedreht (Bedienungselemente links, Kamera rechts) benutzen.
      ABER!
      Wenn man die App so verwendet verbraucht sie etwas mehr Ressourcen. Warum? Ich verarbeite das Bild, das mehr oder weniger direkt vom Bildsensor kommt. Wenn Du das Gerät drehst, dreht sich der Sensor mit, d.h. mein Bild steht auf dem Kopf und ist seitenverkehrt. Bevor ich das verarbeiten kann muss ich es erst drehen. Das kostet etwas Zeit.


      • Danke Tobias: Die Geschwindigkeit in der du die App verbesserst und die Wünsche der Community realisiert ist schon ganz großes Kino. Danke dafür. Ich glaube mit der Grundtechnik dieser App im Rücken kann man noch eine Menge verwirklichen :-)


  • Einstellungsmenü unter Nexus 4 Kitkat 4.4 nicht zu erreichen. Vermutlich falsche Auflösung!


  • Wenn man den Akkuverbrauch optimieren könnte, wäre es perfekt!
    Bzw. das mit GPS ganz ausschalten.


    • Wenn man das GPS ausschaltet verliert man eine Menge Funktionalität. Zum einen die Warnung, wenn man zu schnell fährt. Zum anderen die Anzeige von Schildern anhand der bekannten Position. Das würde dazu führen, dass man z.B. Nachts gar nichts angezeigt bekommt. Den Akkuverbrauch kann man am besten mit der Einstellung "Bildschirm - Auto Helligkeit" verringern. Dabei wird das Display getimt, solange es nichts zu berichten gibt.


    • da es fürs Auto die App ist hat dieses ja auch eine Steckdose das man es an das Ladegerät schließt ;)


  • Eine Frage bleibt für mich bei der app offen. Wozu brauche ich sowas? Wenn ich fahre gucke ich nach vorne, und sehe die Straße, oder ich guck aufs handy um ingress zu zocken ;) in beiden fällen bringt mir die app nicht wirklich was, ausserdem würden mich die Warnungen wegen zu schnellem fahren nerven... und auf strecken die ich ohne navi fahre, also kenne, kenne ich auch die Geschwindigkeitsbegrenzungen.


    • Anonymous
      • Mod
      19.11.2013 Link zum Kommentar

      Sie ist halt ein Fahrassistent und in Anbetracht der Auffahrunfälle in Deutschland, kann sowas theoretisch helfen.

      Viele Menschen sehen auch keinen Sinn in Apps für öffentliche Vekehrsmittel oder für die Wettervorhersage. Ist sehr individuell unterschiedlich.


    • Die App ist besonders interessant für Vielfahrer (Versand, Vertrieb, Transport). Die Fahrzeuge verfügen meist über eine fest eingebaute Navigation. Wer 100.000 km oder mehr pro Jahr fährt, übersieht mindestens einmal pro Jahr ein Schild hinter dem ein Blitzer steht. Da wird es schnell eng für den Führerschein und insbesondere dieser Kreis verdient mit der Mobilität seinen Lebensunterhalt.

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