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Wie bitte? Nur 1,2 Millionen Android-Tablets verkauft?

Akkupower von morgens bis abends ist für Heavy User leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.
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Während wir vor kurzem erst darüber berichtet haben, dass Android 30% des Tablet-Marktanteils haben soll, was etwa 14 Millionen Android-Tablets entspricht, taucht nun eine komplett andere Einschätzung von John Gruber vom Technologie-Blog Daring Fireball auf, der aufgrund eigener Berechnungen auf gerade mal etwas mehr als eine Million verkaufter Android-Tablets kommt. Was ist da los? 

Ich möchte mich vorweg gleich distanzieren: Die folgenden Zahlen stammen nicht von mir. Doch die ganze Sache ist doch so interessant, dass ich darüber berichten möchte. In der Geschäftswelt, in der Marktwirtschaft und natürlich auch im Marketing spielen Zahlen, vor allem solche, die Geld repräsentieren, eine sehr große Rolle. Deshalb ist es natürlich oft im eigenen Interesse, diese Zahlen, je nachdem was man damit bezwecken will, möglichst gut oder möglichst schlecht aussehen zu lassen.

John Gruber setzt sich gerne kritisch mit Zahlen auseinander und untersucht, wie Unternehmen ihre eigenen Zahlen hin und wieder gerne etwas „verschönigen“, um sich so in besseres Licht zu rücken. Wie kommt Gruber nun also auf seine Zahl? Zunächst einmal muss ein Tablet definiert werden. Google selbst kann nachvollziehen, von was für Display-Größen aus auf Android zugegriffen wird. Ein Tablet wird hierbei ab 7 Zoll aufwerts definiert (Xlarge).

Laut Google sollen nur 0,9% aller aktivierten und benutzten Geräte Tablets sein. Stellt man diese Prozentzahl nun in Verhältnis der 130 Millionen Android-Geräte (Smartphones,Tablets etc.), die Larry Page letzte Woche angekündigt hat, ergibt sich eine Zahl von 1,17 Millionen Tablets, die sich im Gebrauch befinden (interessant ist hier, das John Gruber auf seinem Blog aus den 130 Millionen einfach mal 135 Millionen gemacht hat und seine Rechnung alleine dadurch schon nicht ganz den Tatsachen entsrpechen kann).

Diese Zahl bezieht sich allerdings auch nur auf Android-Tablets, die tatsächlich den Android Market innerhalb einer 7-Tages-Zeitspanne besucht haben. Verkaufte und noch nicht genutzte oder vorbestellte und noch nicht versandte Tablets finden hier keinen Platz. Da ist also noch recht viel Spielraum für mehr Geräte. Nichts desto trotz ist der Unterschied zwischen dieser Zahl und den oben erwähnten 14 Millionen möglichen verkauften Android-Tablets doch immens.

Nun weiß man nicht, welche Zahl denn richtig oder zumindest annähernd der Wahrheit entspricht. Klar ist jedenfalls, das Zahlen oft gerne so manipuliert werden, dass sie einem bestimmten Zweck entsprechen (den man als Nutzer oft nur erraten kann) und das man deshalb alle Statistiken mit Bedacht betrachten sollte.

Quelle: Daring Fireball

43 Kommentare

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  • Mir reicht mein SGS1 + Netbook NC10 + PC völlig aus.

    Möchte nicht auch noch auf meinem 10"er meine Finger sehen.....;)

    Bei Preisen von 399€ -899€ ( für sehr gute Geräte+ einem Display, dass nicht gleich meinem Augenarzt nen neuen Porsche beschert...:) überlege ich mir sehr genau ob ich ein Tablet wirklich haben muss.

    ....und ein Notebook mit gutem 15,6" , 3er Sandy, 4GB, USB3.0, BT, gute Grafik, Win. 7, usw bekomme ich für 499€ ! (ist von Dell).

    Sicher nicht mit Tablets zu vergleichen, zeigt doch aber die Preispolitik.


  •   6

    @Michi

    Volle Zustimmung. Wenn eine Webagentur einem Kunden heute eine Flash-Lösung verkauft, dann bescheißt sie den Kunden. Entweder kann eine dramatisch wachsende Anzahl von Kunden die Inhalte nicht oder nur in mieser Qualität wahrnehmen (ob man das nun an sich gut oder schlecht findet, spielt da ja keine Rolle) oder die Agentur baut die Lösung doppelt (und kassiert zu viel).

    Danke, Apple, dass ihr Flash getötet habt! Das war eine gute Tat.

    Schaut bitte mal die Diskussionen in Foren von vor fünf Jahren an: Da war Flash der Buhmann. Propriätäre Lösung, teure Autorenwerkzeuge, nur auf einigen Systemen (der Linuxplayer ist ja immer noch ziemlich mies), hohe Systemanforderungen (Akkulaufzeit ade)... dass die propriätäre Lösung Flash AUSGERECHNET von Leuten angeführt wird, die sonst auf "Offenheit", "Open Source" und "alles ohne Jailbreak" hinweisen, ist schon mehr als grotesk.


  • @kers ers

    Ähm, du weißt schon was HTML ist? Ohne HTML kein Flash, denn Flash Inhalte werden in HTML Seiten eingebettet.

    Und falls du HTML5 meintest, das unterstützen mittlerweile genau so viele Browser/Geräte der User wie Flash. Beides etwa 80%. Wobei die Zahl derer die Flashinhalte nicht sehen können täglich größer wird und die die HTML5 Funktionen nutzen können täglich größer wird. Also vertue dich mal nicht.

    Und die Funktionen die mit HTML5 (plus Javascript und CSS3) nicht möglich sind, aber mit Flash schon, beschränken sich im Frontend Bereich (also normale Webseiten) auf nahezu Null.

    Das ist zufällig meine Branche und ich kann dir sagen das mittlerweile so gut wie jeder schon auf HTML5 setzt, während Flash für neue Projekte im Grunde schon ein No-Go ist, wenn man nicht gerade irgendetwas superspezielles macht. Eben schon allein aufgrund der Tendenz, das man in einem halben Jahr schon deutlich mehr Menschen mit HTML5 Funktionen erreicht als mit Flash und der mobile Markt absolute Priorität hat und dort Flash selbst auf Geräten die es unterstützen miserable läuft, was die Experience der Seite verschlechtert und deshalb eben nur eine Notlösung sein KANN (sofern sie nicht schon Jahre existiert und kein Geld/Ressourcen für eine Überarbeitung da sind).


  • @kers ers
    Mein Kommentar mag Dir lächerlich erscheinen, viel lächerlicher erscheinen mir aber Leute die am Tablet, und um die geht es hier, Flash in Verbindung mit 7.1 SSound benötigen.
    Vielmehr geht es doch um das normale Surfverhalten der User, und da ist mir schon lange nichts mehr untergekommen das auf dem iPad nicht lief.
    Liegt aber eventuell an meinem lächerlichen Surfverhalten.
    Bestimmt kannst Du auch ein paar Beispiele nennen die ich und andere unbedingt kennen müssen damit man ernst genommen wird. Ach, eine einzige Flashseite reicht schon aus...und nicht vergessen, eine die ich auf meinem Tablet unbedingt aufrufen muss und ohne die ich dann nicht mehr kann...danke.


  • So lange ich mit einem iOS Gerät auch automatisch immer iTunes auf meinen Rechner installieren muß, wenn ich jemals ein Update erhalten will oder einfach nur Daten aus Outlook synchronisieren will, kommt mit kein iPad ins Haus! Und ich muß klar sagen, dass ich es sogar bedauere, dass dieser Zwang vorliegt, denn ich hätte mir ohne diesen statt des A500 sonst sicher das iPad2 gekauft!

    Aber mit iOS5 soll iOS ja quasi IAdroid werden (mit OTA Updates und Benachrichtigungsleiste wie wir sie alle aus Android Versionen vor Honeycomb kannten). Mal sehen ob da bald Google den Steve verklagt, weil er Updates ohne Kabel verteilt... ;-)


  •   10

    Andreas, flash ist weit verbreitet und noch viel wichtiger, viel weiter entwickelt als irgendwelche Konkurrenz produkte wie HTML.

    Bei HTML funktionieren einfache Dinge mittlerweile, von 7.1 Surround Sound support und ähnlichen Dingen aber noch Jahre entfernt.

    Sprich, Flash ist keineswegs lächerlich, höchstenz dein Kommentar


  • @Andreas V.
    Welche Inhalte wären das? Bisher lief hier noch alles, und das ohne JB.
    Gibt genug Programme die mehr als das von Apple vorgegebene Programm abspielen und eben soviele mit denen man den Kram aus seinem Netzwerk aufs Tablet schiebt.


  • Also wenn die 32GB Version vom Galaxy Tab 10.1 mal endlich erhältlich wäre dann würde ich mir es auch kaufen...


  • Ein Gerät, auf das ich nicht die Inhalte bringen kann (ohne Jailbreak), die ich möchte, kommt mir nicht in die Tüte. Punkt, basta, aus. Da kann das noch so toll sein.


  • naja die Leute sind auch unsicher was sie kaufen sollen oder weil es immer heißt es kommt dannnnn und dannnn und dannnnnnnnnnn doch nicht.


  • Hehe, die Seite würde ich zu gerne sehen.
    Wer erstellt denn heute noch Webseiten die ausschließlich auf Flash basieren?
    Kinder vielleicht die sich im Unterricht etwas zusammen klicken...ein Filmchen an den anderen gereit.
    Immho ist das Argument Flash mittlerweile das Lächerlichste von allen.


  • Dann solltet ihr euch mal überlegen ob ihr nicht von Flash abseht. Wenn du nicht der einzige bist der die Seite sehen soll, gibt es ja noch ein paar mehr Leute die Flash Inhalte nicht sehen können, als die 225 Mio iOS User ;)


  • Als leiter eines seniorenheimes habe ich mich für ein android tab entschieden, da ich mit dem apple zeug nicht mal meine eigene homepage sehen kann
    Weil die mit viel flash programiert ist, welches über a1 gekauft wurde.


  • Im Artikel ist schon ein grober Fehler. Denn in der Statistik das die Android Tabletts 30% Marktanteil haben, geht es um das QUARTAL! Nicht um die gesamte Anzahl.

    Somit handelt es sich dabei nicht um 14 Millionen von denen die Rede ist, sondern "nur" um 4,5 Millionen Android Tablets die im zweiten Quartal verkauft wurden sollen.

    Und in der Statistik merkt man auch direkt wonach die Ersteller gegangen sind. Das Blackberry Playbook hält 3,3% Anteil in der Statistik. Das sind exakt die 500.000 Gerät die RIM als ausgeliefert deklariert hat. Und zwischen ausgeliefert und verkauft gibt es einen riesengroßen Unterschied. Da muss man Apple zu Gute halten, das sie die tatsächlich verkauften Geräte nennen, wovon man dann die anderen Zahlen ableiten kann.

    Laut Googles "Plattform Versions" hält Honeycomb tatsächlich 0,9% Anteil am Gesamtmarkt:
    http://developer.android.com/resources/dashboard/platform-versions.html

    Das entspricht 1,17 Millionen tatsächlichen Nutzern. Die übrigen 3,33 Millionen der anderen Statistik sind dann entweder Geräte die im Laden oder Lager liegen oder 2.x oder sogar 1.x No-Name Tablets auf dem Chinesischen Markt.


  •   6

    @Christian Wozu brauchen App-Entwickler den Honeyocmbsource? Dass der Quellcode zurückgehalten wurde, sagt einiges über die Qualität und den Reifegrad aus, und nichts gutes; außerdem ist es ein Offenbarungseid für das ganze "Offen"-Marketing-Gerede (zumal ja die ganzen Google-Apps eh nicht verfügbar sind).

    Aber als Appentwickler interessiert mich die Api, nicht der Quellcode des Betriebssystem. Und die Api bzw. das SDK gibt es natürlich schon länger.

    Ansonsten: Techcrunch schrieb grade was über die Retourraten von Android-Geräten - 30 - 40%, gegenüber 1,7% für das iPhone 4 auf dem Höhepunkt des Antennagates. Da spielt sicherlich der US-Markt mit CDMA und Providerbindung eine gewisse Rolle, allerdings waren die ersten echten Androidtablets (Xoom) ja wirklich gehypte Pleiten. Kein guter Start. Wer einmal lügt...


  •   16

    Habe seit gestern ein Transformer und kann so einige Kommentare hier nicht nachvollziehen. Das Teil ist ein wenig Spielzeug ganz klar aber es schliesst auch Lücken. Mein PC im Wohnzimmer wird wegrationalisiert, ich kan genau das machen was ich als Privatanwender benötige, mails abrufen und im Internet alles komfortabel durchforsten. Die ersten Spiele aus der Nvidia Tegra zone sorgen für etwas eycandy und Spass. Privat muss ich auch nicht Docs von Hunderten von Seiten bearbeiten so reicht mir die cloud mit gdocs und ein HP I print druckt das ganze dann auch noch aus. In der Küche beim Kaffee präsentiert es mir Musik, youtube etc.. und das feinste ich bin nicht an Apple und den merkwürdigen Geschäftsgebaren (flash, Apps die nicht zugelassen werden) gebunden.
    Einziger Wehrmutstropfen die Anzahl der echten TAB Apps ist noch gering aber ich denk das wird schon.


  • Also ich finde die momentanen Android-Tablets (ich meine damit die neueren Tablets > 3.0) haben einen großen Nachteil: Die Tablet-optimierten Apps kann man wahrscheinlich an einer Hand abzählen (nein ich meine nicht die mio. hochskalierten Smartphone Apps). Daran ist nicht zuletzt Google und deren Pseudo-Opensource Startegie schuld. Den Honeycomb Sourcecode zurück zu halten war meiner Meinung nach keine gute Idee. Das hat die Entwicklung von optimierten Apps schon stark gebremst.

    Ich selbst besitze ein Android Smartphone und ein iPad. Hatte mir auch überlegt ob ich mir ein Android Tablet hole aber die sind einfach noch nicht soweit. Das ist doch auch klar, denn das Apple-Gerät hat zeitlich gesehen einfach einen Vorteil, was sich vor allem im Umfang und der Qualität der Tablet-optimierten Apps wiederspiegelt. Bis dahin würde ich nicht den selben Preis für ein Gerät ausgeben, dass noch einige Kinderkrankheiten besitzt (die dank Updatepolitik auch nur mäßig behoben werden) und nur eine handvoll brauchbarer Tablet-Apps anbietet.
    Und wenn es dann evtl. in einem halben Jahr soweit ist, dann kann man sein iPad ja immernoch einfach verkaufen, denn die Apple Dinger haben ja auch gebraucht einen recht stabilen Preis.

    Den Hardcore-Bastlern empfehle ich natürlich trotzdem ein Android Tablet, denn manche müssen ja unbedingt Drucker, Scanner, 3 DigiCams und 2 HDMI Monitore anschließen, während sie Windows XP emulieren ... aber solche Leute sollten vielleicht eher ein WeTab kaufen, die gibts bestimmt sehr günstig ;-)


  • @ Marcus: Wenn ich mein Phone auseinander klappen könnte um auch mal eine größere Site gut anschauen zu können und mein Phone (Desire) auch mind. 32 GB internen (!) Speicher für Apps und Daten sowie einen Akku für Hin- und (!) Rückfahrt mit der Bahn hätte, bräuchte ich wohl kein extra Tablet... ;)


  • Brauchen brauch man garnichts. :P
    Allerdings ist es schon ein Riesenunterschied ob ich mit einem Smartphone oder Tablet surfe, etc.


  • Also ohne Mist, brauch man denn ein Android-Tablet, wenn man schon ein Android-Phone besitzt??
    Ist irgendwie doppelt-gemoppelt ;)

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