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Vier Gründe warum Siri von Apple kein Google-Killer wird

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Der ehemalige Google-Chef, Eric Schmidt, hat in dieser Woche bei einer Anhörung behauptet, der neue Apple-Dienst "Siri" könnte sich als "Google-Killer" erweisen. Erst kurz zuvor hatte ich von einem großen US-Magazin ganz ähnliche Behauptungen gelesen. Ich kann Dr. Schmidt's Thesen durchaus nachvollziehen. Allerdings glaube ich persönlich nicht, dass Apple kurz-, mittel- und selbst langfristig Google die Vormachtstellung im Suchmaschinen-Business streitig machen kann.

Siri - Rettungsanker für Tim Cook und iPhone 4S

Die Enttäuschung war groß als Tim Cook Anfang Oktober das neue iPhone 4S der breiten Öffentlichkeit vorstellte. Zu hoch waren die Erwartungen der Journalisten, aber vor allem der Apple-Fangemeinde gewesen. Ein, zwei Tage später drehte sich die Stimmung etwas. Und zwar dann, als Siri mit ins Spiel kam. Für alle, die bisher noch nichts von Siri gehört haben: Siri ist die neue Software im iPhone 4S, die nicht nur Sprache sehr gut erkennt, sondern vor allem Fragen in Aktionen bzw. Antworten umwandeln kann.

So funktioniert Siri

"Vergiss Deinen Regenmantel nicht", antwortet Siri auf die Frage, wie das Wetter werden wird. Siri kann sowohl Fragen zum Wetter, Suchanfragen, wie Adressen, aber auch Befehle, wie "Wecke mich in einer Stunde" verstehen. Die Software erkennt nicht nur die Sprache, sondern versucht auch logische Zusammenhänge aus dem Gesprochenen zu erschließen. Siri tut das, indem das Gesprochene via Internet zu großen Computer-Clustern geschickt wird. Dort, in der sogenannten Cloud, wird über die parallel arbeitende Rechenkraft der Satz analysiert und versucht, ihn in einzelne Abschnitte bzw. Wörter zu unterteilen. Mit einer Mischung aus Wahrscheinlichkeitsrechnung und Datenbankabfragen - es sind eine Menge verschiedener Datendienste wie Wetterkarten, Börseninformationen, usw. angehängt - versuchen die Server von Siri aus bereits gespeicherten Muster passende Antworten herauszufinden.

Natürlich erkennt Siri, respektive die Server, die Sprache nicht wirklich. Vielmehr müssen eben verschiedene Muster wie Fragen gestellt werden, aufgesetzt und mit passenden Antworten verknüpft werden. Ich könnte ja beispielsweise fragen: "Wie wird das Wetter morgen?" oder aber auch "Wird das Wetter morgen schlecht?". Es ginge aber selbstverständlich auch: "Wieviel Grad werden es morgen?". Je nachdem was der Fragende gerade mit "Wetter" verknüpft, wird wahrscheinlich auch die Frage anders gestellt. Genau das aber kann ein Computer nicht verstehen, solange es ihm nicht beigebracht wurde.

Angeblich bringen über 900 Menschen Siri das Denken bei

Nur nochmal um sicher zu gehen, dass jeder das Prinzip verstanden hat:

  1. Du stellst Siri eine Frage auf Deinem Telefon
  2. Das Telefon wandelt das Gesprochene in eine Datei um und schickt sie an den Rechner-Cluster
  3. Der Cluster analysiert Deinen Satz, vergleicht ihn mit bestehenden Mustern und wählt eines davon aus
  4. Die (hoffentlich) passenden Daten werden an Dein Telefon zurückgeschickt

Ich habe Siri einige Male getestet und muss gestehen: Das ist schon sehr beeindruckend, wie gut das virtuelle Wesen von Apple funktioniert. Dennoch gibt es genügend Fragen, die nicht richtig verstanden werden. Entsprechend kommt dann von Siri die Aussage, sie habe nicht richtig verstanden oder einfach nur Müll bzw. eine falsche Antwort zurück. Richtig problematisch wird es, wenn man des Hochdeutschen nicht mächtig ist. Dialekte stellen aktuell noch eine echte Hürde dar und verhindern nur zu oft sinnvolle Antworten oder Aktionen.

Apple will die Ergebnisse von Siri stetig verbessern. Deshalb gibt es ein Team an Menschen, die Siri sozusagen das Denken beibringen. Wird eine Frage nicht verstanden, versuchen die Siri-Helfer, das Nichtverstandene in einen richtigen Kontext zu setzen und mit bestehenden Lösungsmustern zu verknüpfen.

Dieses "Team" soll laut einiger Journalisten-Kollegen allerdings ziemlich groß sein. Mehr als 900 Menschen arbeiten daran. Entsprechend kann man davon ausgehen, dass die künstliche Intelligenz dort schnell dazu lernt und die zurückgeschickte Antworten stetig besser werden.

Siri - Sirene für Google? Fünf Vier Gründe, warum dem nicht so ist

Die guten, alten Sirenen. Damals, zu Zeiten von Homer, Persephone und Co. - also ebenda, als wir alle noch nicht auf der Welt waren - soll es Sirenen gegeben haben. Zumindest in Griechenland. Die Sirenen waren Mischwesen aus Frau und Vogel und konnten so betörend singen, dass Seefahrer völlig angelullt angelockt wurden. Dann, erstmal bei den Sirenen, wurden die armen Matrosen martialisch getötet.

So sind sie, die Sirenen. Oder vielmehr, sie waren - angeblich... Ist aber am Ende Siri auch eine Sirene und will uns Suchenden vom Google-Festland hinaus auf die hohe See anlocken, um dann das freigewordene Territorium selber zu okkupieren? Ich bin mir sicher, es war sicherlich ein Hintergedanke von Apple Siri so zu positionieren, dass man beim Thema "Internet-Suche" den einen oder anderen Marktanteil abbekommen könnte. Ich bezweifle aber, dass die junge, virtuelle Dame, die sich in den ganzen neuen iPhones versteckt, wirklich dazu in der Lage wäre Google ernsthaft zu verletzen - geschweige denn zu killen. Hier meine Gründe, warum Siri zwar eine tolle Innovation ist, aber Google nicht gefährlich werden wird:

  1. Google ist Masse - Siri nicht

    Google hat eine unvorstellbare Reichweite geschaffen. In den USA kommt man im Web auf einen Marktanteil von 65%. In Europa hat man unvorstellbare 94%. Und bei allen Suchanfragen im Smartphone-Bereich sind es sogar 97%! Siri ist zwar derzeit im iOS 5 eingebaut, ist aber nur im iPhone 4S verfügbar. Selbst wenn Apple sich entscheiden sollte Siri auf alle Apple-Geräte auszurollen - was sicherlich bald passieren wird - hat man eben nur die Apple-User. Das ist zwar ein ganz schön großer Haufen, kommt aber lange nicht an die Reichweite von Google heran.

    Die Karten würden sicherlich neu gemischt, sollte Apple Siri auch an andere Hersteller lizensieren. Das ist allerdings nicht zu erwarten. Es passt einfach nicht zur bisherigen Apfel-Strategie. Siri wird Google sicherlich ordentlich auf den - pardon - Sack gehen. Mehr aber auch nicht.
     


  2. Google hat eine eigene Spracheingabe - und kann diese auch auf Siri-Niveau heben

    Fangen wir mal mit der eigentlichen Innovation von Siri an: Apple hat Siri im vergangenen Jahr für rund 200 Millionen Dollar gekauft. Vielmehr: Apple hat das gesamte Unternehmen gekauft, das übrigens genauso wie die digitale Assistentin heißt. Die Technologie ist wirklich echte "Rocket Science", was so viel heißen soll, wie "hier steckt echte Innovation drin, die sehr schwer nachzumachen ist".

    Eine Spracheingabe bzw. Voice Search gab es bei Google bereits vorher schon. Diese Option war schon in vielen Android-Funktionen eingebaut. Für Entwickler steht eine API - eine Programmier-Schnittstelle - offen. Damit wird diese Funktion von vielen Apps bereits genutzt.

    Google hat noch keine vergleichbare künstliche Intelligenz wie beim Konkurrenten. Allerdings liegt die Vermutung sehr nahe, dass der Suchmaschinenriese hier bereits seit langer Zeit arbeitet und forscht. Es dürfte also nur eine Frage der Zeit sein, bis man mit etwas Vergleichbarem um die Ecke kommt. Bleibt dann die Frage, ob es Patentstreitigkeiten geben wird?! Bestimmt! Aber, hey, das ist man in Mountain View ja bereits gewöhnt und damit bestens gerüstet.
     




  3. Google hat sehr viel Such-Know-how - und noch mehr Daten

    Siri lernt jeden Tag. Dazu sind Daten nötig. Wie zum Beispiel nach was Leute besonders häufig suchen, wie sie suchen, warum sie es suchen, was sie finden wollen, wie sie es finden wollen, wie sie es aufbereitet bekommen wollen. Sie möchten das Wetter, die Nachrichten, das Fernseh- und Kinoprogramm. Und zwar in den USA, Frankreich, Deutschland. Aber auch noch in Indien, den Seychellen und Russland. Wenn es einen Anbieter gibt, der diese Daten hat und kennt, dann ist es Google. Denn, hey, die Jungs wissen sogar wie mein Haus von außen aussieht!! Endlich zahlt es sich mal für die Öffentlichkeit aus, dass Google eine Datenkrake ist. Durch die Spracheingabe in Android liegen wahrscheinlich auch schon jede Menge Sprachfiles vor, wie Menschen gewisse Fragen stellen.

    Google hat also einen großen Pool an Daten und kann im Hintergrund an eigenen Algorithmen arbeiten, die Siri mit hoher Wahrscheinlichkeit in nichts nachstehen werden.

    Nicht zu vergessen ist der Dienst "Vlingo", den viele Samsung-User wahrscheinlich bereits vom Samsung Galaxy S2 oder dem Galaxy Note kennen. Mit Vlingo lässt sich das Telefon bereits perfekt steuern. Zur Not könnte man also auch hier Know-how oder Technologie einkaufen. Nur für den Fall, dass es brenzlig werden würde...
     




  4. Time-to-Market - Die Zeit ist auf Googles Seite

    Die Leute lieben Siri. Also, all die Leute, die Siri verwenden können, weil sie ein iPhone haben. Und da auch nur die, die es verwenden wollen - oder können. Wie gesagt: Dialekte sind pures Gift für die zarte, virtuelle Schönheit. Da steigt das Frustrationslevel eines Nutzers gerne mal schnell an. Und wo Frustration ist, da kann die fehlende Nutzung nicht weit sein. Sicherlich ist der Apple-Dienst einer der besten Services in diesem Bereich überhaupt. Und keine Frage sticht er eben zur Zeit das Android-Angebot locker aus. Aber aktuell erreicht man mit Siri wahrscheinlich nur die "Early Adopter" - also die Mädels und Jungs, die alles, was neu und cool ist, ausprobieren wollen. Ob man damit aber auch meine Mutter erreicht? Derzeit wahrscheinlich noch nicht.

    Zeit, die man für einen guten, vergleichbaren Ausbau in Mountain View nutzen kann. Und, da bin ich mir relativ sicher, auch nutzen wird!

 

Eine Frage, die es dann aber noch zu klären gilt: Wie wird Siri dann bei Google bzw. Android heißen? Mir würden da adhoc mehrere Möglichkeiten einfallen. Aber das wäre dann eine ganz andere Geschichte...
 

78 Kommentare

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  • Fabien Roehlinger
    • Admin
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    10.11.2011 Link zum Kommentar

    @Sebastian: Das ist aber doch keine Frage, sondern eine Aussage. Da könnte ich Dir ja nicht mal als Mensch vernünftig darauf antworten...

  • Was macht Siri bei Sätzen ala "Wenn heute das Wetter gut ist, würde ich gerne um 12 Uhr im Stadtpark liegen." ... da sind jetzt 2 potentielle Aufgaben für Siri drin. Entweder wird sie das Wetter für heute vorbeten oder einen Termin für 12 Uhr in den Kalender setzen. So wie bei jeder Spracherkennungssoftware sind bestimmte Sätze komplett in der Datenbank oder nur bestimmte Schalgwörter.

  • die sollen ihr siri / und google ihre sprachsuche erstmal an schweizerdeutsch anpassen, DAS wäre eine herausforderung! xD

  • Also ich finde das die Google Sprachsuche durchaus mithalten kann. Auf die Frage "Wann ist Ostermontag 2012" bekammt ich sofort die Antwort, natürlich anhand von Text, am 9.4.2012. Genau so wenn ich Matheaufgaben ins Handy brülle. Bekomme sofort das Ergebnis. Klar kann ich mit der Sprachsuche noch keinen Wecker stellen oder Termine in den Kalender schreiben aber mit den richtigen Suchbefehlen bekomme ich fast alles sofort raus. Ich denke Google hat das sehr großes Potential und wird Siri noch übertreffen.

  • hmmmm
    ich wüsste nicht, dass siri als google killer jemals vorgestellt wurde

    vlingo als beispiel zu nennen ist nicht passend. das teil kann nur befehle entgegen nehmen. nicht mehr, nicht weniger. das ist die einfachste disziplin der spracheingabe. siri erfasst aber den "sinn" und liefert darauf antworten. da besteht schon ein unterschied.

    es mag gut sein, dass google viel weiter verbreitet ist als das iphone 4s, na klar, aber apple sammelt jetzt laufend daten. je mehr daten, desto besser wirds. google müsste den vorsprung erstmals aufholen. das mag zwar möglich sein, aber auch für google nicht leicht.

    google hat eine spracheingabe, klar schon länger, aber siri ist mehr als eine spracheingabe. da stecken rießige datenbanken dahinter mit künstlicher intelligenz", die ständig dazu lernen.

    dialekte mag siri zwar nicht, aber auch google wird damit große probleme haben, die sie erstmal überwinden müssen.

  • Google sollte sich nicht allzu große Sorgen machen, dass Siri ein Killerfeature sein könnte. Die Zielgruppe, auf die es Apple hauptsächlich abzielt, ist imagefxiert. Diese Leute würden auch beim Kauf eines neuen Fernsehers auf 3D verzichten, weil man muss ja eine Brille dabei tragen und das sieht scheiße aus. Siri hat auch so einen leichten negativen Touch, man könnte ja gesehen werden, wenn man mit seinem Telefon spricht. Siri ist ein nettes Spielzeug, es wird aber noch ein paar Jährchen dauern bis Sprachsteuerung salonfähig ist.

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
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    09.11.2011 Link zum Kommentar

    @Andreas V.: Und nochmal: Ich glaube nicht, dass Google hier die Spracheingabe vernachlässigt hat. Apple hat nur einen Anbieter gekauft. Ich vermute, dass Google im Hintergrund bereits seit Jahren daran arbeitet und eine eigene Lösung aufsetzt. Und ich bin mir ebenfalls sicher, dass ein solches Feature nicht mehr ewig auf sich warten lassen wird.

  • Der Vorteil eines Google-Sprach-Assistenten wäre, dass Google nicht auf ein Smartphone beschränkt ist und Android per se im ganzen Haus anwendung finden kann.

    Angefangen bei Licht/Temperatur Steuerung, über Lautstärke, Rezeptsuche während des Kochens... gibt lustige und durchaus auch sinnvolle Anwendungsgebiete mMn.

  • Ich fand es schon sehr seltsam, dass die Sprachsteuerung von Google so vernachlässigt wurde. Man hat wohl alle Ressourcen in ICS gesteckt.
    Die Einsatzfelder sind riesig. Ich denke in ein paar Jahren ist es normal,dass in der S-Bahn einer mal kurz ins Fon spricht "Zu Hause anrufen".

    Wenn Apple mit Siri es schafft, Suchanfragen wo anders hin zu lenken, ist das auch nichts schlechtes. Dadurch wird das Quasi-Monopol von Google aufgelockert und Monopole sind immer böse, böser sogar als Apple.
    Aber Schmidt hat das aber wohl exakt so gesagt, um Druck von Google zu nehmen.

  • also spracheingabe ist alt wie sonst was das hatte ich schon an meine win. xp rechner und das war vor 10 jahren also neuerung? vor allem warum immer die daten ins netz schiken und das von nem riesen computer machen lassen also sitz ich im funkloch oder habe keine internet verbindung sagt der apple murgs was? handys haben immer schnellere prozesoren also im sensation von htc ist mehr leistung als vor 10 jahren in einem pc soll doch wer ne app machen die ohne internet verbindung auskommt das ewige apple wölkchen le daten überall man weis doch heutzutage was man braucht und was nicht und wenn man mal was vergessen hat kann man ohne probleme auch mal fragen ob man es mailen kann mich haut die sprachsteuerung nichtmal vom gartenzaun apple mag von der gestaltung her top sein aber ich las mir deren bedingungen im punkto apps net aufzwingen keine programme die sachen ausführen können marke flash dann kann alles gekaufte beim nächsten synk wech sein wenn die meinen es ausen verkauf nehmen zu müssen

  • ich glaube der steve wurde von einem google-cyborg aus der zukunft vergiftet, da dieser verhindern wollte, das siri irgendwan die weltherrschaft an sich reißen wird. leider kam er zu spät :(

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
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    09.11.2011 Link zum Kommentar

    @Evelyn Chocal: Haha, ja, so könnte es natürlich laufen. Allerdings wäre die Werbung wohl eher für Regenschirme, als für die Klassenlotterie.

    Wolfram Alpha gibt es schon seit einigen Jahren. Ein wirklich tolles Ding, das aber leider nicht so richtig aus der Hefe kommt.

  • @JowBlob
    "war eigentlich hier schonmal jemand auf www.wolframalpha.com ?

    ist schon beeindruckend was bei suchen rauskommen kann, und das ohne lästige werbung und ohne 10 seitiges durchlesen irgendwelcher foren seiten um dann doch nicht das rauszubekommen, was man gesucht hat !"

    falls das bei dir wirklich der fall ist, solltest du lernen dein browser einzustellen und wie man richtig sucht ;)

  • Ich traue Google ja alles zu:

    "Hi Google-Siri, wie wird morgen das Wetter in XYZ?"

    "Hallo Evelyn, das kann ich dir sagen.

    WERDEN SIE MILLIONÄR MIT DEM KAUF EINES LOSES DER SÜDDEUTSCHEN KLASSENLOTTERIE. DRÜCKEN SIE JETZT DIE 1 WENN SIE EIN LOS KAUFEN WOLLEN. DRÜCKEN SIE DIE 2 WENN SIE ZWEI LOSE KAUFEN WOLLEN UND DRÜCKEN SIE DIE 3 WENN SIE DREI LOSE KAUFEN WOLLEN. VIELEN DANK.
    UND NUN ZURÜCK ZU IHRER ANFRAGE.

    Du solltest morgen einen Regenschirm mitnehmen!"

    *g*

    Aber ich bin schon gespannt, was Google sich da einfallen lassen wird...

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
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    09.11.2011 Link zum Kommentar

    @Markus Oberender: Das ist richtig. Sollte die Informationen einfach nur vorgelesen werden, dann ja. Allerdings ist schon heute das Geschäftsmodell von Google eben MEHR herauszufinden, als das was der User eigentlich sucht. Wenn ich mir diese auch noch anhöre, könnte ebenfalls eine Art "Klick" erzeugt werden - so wie beim heutigen Google-Geschäftsmodell. Sie unterscheiden sich eigentlich nur in der Art wie wir Informationen aufbereitet bekommen.

  • Google hat ja nichts davon, wenn bloß "ihre Daten" für irgendwelche neuen digitalen Assistenten genutzt werden. Ihr Geschäftsmodell ist ja, in die Suchergebnisse unaufdringlich Werbung zu integrieren. Sie verdienen ihr Geld mit Werbung und das bisher sehr erfolgreich. Die Werbung wird bei Google als unaufdringlich empfunden, weil sie im Kontext der Suche relevant ist. So klickt man auch schon mal auf Links im Suchergebnis, die eigentlich von Google geschaltete Werbung sind.

    Wenn die Leute in Zukunft häufiger Voice Assistants für die Suche nutzen, dann wird Googles Hauptgeschäftsmodell immer irrelevanter. Beim Voice Assistant kann man nicht unaufdringlich Werbung schalten. Die Innovation beim Voice Assistant ist, dass dieser komplexe Anweisungen versteht und korrekt bearbeiten kann, sodass die direkte Bedienung eines Programms oder die persönliche Suche per Suchmaschine wegfällt. Der Assistent versteht, was man will, besorgt die Informationen selbst aus dem Netz und präsentiert einem nur noch das Ergebnis.

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    09.11.2011 Link zum Kommentar

    True! Ich bin fest davon überzeugt, dass wir in zwei, drei Jahren viele Geräte mit Sprache steuern werden. In fünf Jahren wird es Normalität sein. Dass dies allerdings für Google so "disruptive" wie für Nokia wird, wage ich zu bezweifeln. Google ist klar besser gemanaged.

  • Man denke sich ein paar Jahre zurück.
    Der Handy-Markt wurde klar von einer Firma dominiert: NOKIA
    Dann kam Apple und hat ein Handy mit einem neuen Bedienkonzept auf den Markt gebracht: Mit dem Finger über das Display streichen.
    OK, das Bedienkonzept ist vielleicht nicht neu, aber Apple hat das ganze "in einem Guss" präsentiert.
    Bis dahin war die Eingabe über eine Tastatur ganz Cool. Ich kann mich sogar an eine Wette in "Wetten Dass.." erinnern, bei dem jemand blind in einer irrwitzigen Geschwindigkeit einen Text mit dem Handy geschrieben hat. Oft tönte es "Die Eingabe über Tastatur (Hardware) ist doch viel schneller als dieses herumgewische". Heute ist die Eingabe über Tastatur nicht mehr cool. Eher altbacken.
    Jetzt kommt Apple mit SIRI.
    Ich bin überzeugt, dass die Sprachsteuerung kommen wird. Und wieder war es Apple, die eine bekannte Technik "in einem Guss" auf den Markt gebracht hat und wieder werden alle hinterherrennen um den Rückstand möglichst bald aufzuholen.
    Ich kann mir heute noch nicht vorstellen, mit meinem Handy Konversation zu führen, aber ich konnte mir vor nicht all zu langer Zeit auch nicht vorstellen überall auf Mails und Termine zuzugreifen, meine ganzen MP3's in einer Cloud zu haben usw.

    Time will tell

  • ...und bald rennen iPhones durch die Gegend und jagen uns...siri aka skynet!

  • @ Michi K
    Wenn aber Google einen ähnlichen Dienst mit Sprachsteuerung integriert bzw. einführt der seine Daten über die Google-Suche bezieht so steigt die Zahl der Nutzer ja wieder.
    Googlen könnte man theoretisch ja nicht nur per Tastatur...

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