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Heute hat mir via Twitter @chrbas dankenswerterweise einen Artikel über die aufkeimende Popularität der Apps geschickt. In diesem Spiegel-Artikel beschreibt der Autor die aus seiner Sicht großen Gefahren der App-Stores.

Aus seiner Sicht sind die App-Stores wie eine Zwangsjacke, da sich Entwickler den Regeln der Konzerne unterwerfen müssen, und es - überspitzt gesagt - nicht mehr so herrlich chaotisch zugeht wie in den guten alten Zeiten des Internets. Immerhin können Konzerne unliebsame Apps einfach entfernen, man ist gezwungen den Konzernen seine Daten bzw. Seele offen zu legen, usw.

 

Im Kern gebe ich dem Autor sicherlich Recht, dass es sicherlich Innovationen verhindern würde, gäbe es nur noch Apps! Allerdings vergisst der Autor zu erwähnen, dass wir immer noch Webbrowser haben über die man einfach Webdienste entwickeln kann, und es noch immer die Möglichkeit gibt Software zu entwickeln, die eben keine App ist. Der App Store ist schlicht und ergreifend - aus meiner Sicht - ein Vertriebsweg! Und zwar ein sehr guter für all die kleinen Entwickler ohne Risiko selber ein Business aufzubauen von dem man leben kann. Und da sind aus meiner Sicht 30% Provision bei einem Verkauf absolut fair! Diese fallen auch, wohlgemerkt, nur dann, wenn ein Verkauf vollzogen wird.

Nein, ich glaube App Stores verhindern Innovationen nicht. Im Gegenteil! Ich glaube, dass uns durch die kleinen neuen Programme ganz neue Möglichkeiten entstehen.

Ich selber sehe eine ganz andere Gefahr. Und zwar die der völligen Fragmentierung! Wie schon gesagt: für mich ist der Store schlicht und ergreifend ein Vertriebsweg den man nehmen kann, aber nicht muss! Die Gefahr lauert für mich vielmehr darin, dass derzeit jedes Unternehmen versucht sein eigenes Süppchen zu kochen und ganz groß im App-Store-Markt mitzumischen.

Plötzlich poppen überall irgendwelche Stores auf: Vodafone will seinen eigenen bauen, T-Mobile wird wohl auch überlegen, Samsung bringt etwas. Und jetzt kommt auch Lenovo ins Spiel, die im März mit einem eigenen Store an den Start gehen wollen. Hier meine Vorhersage: jeder Store wird versuchen "exklusiven" Content zu erlangen. Sprich: coole Apps werden identifiziert und ganz und gar an sich gebunden, so dass diese Apps dann nur noch von bestimmten Shops zu haben sind.

Was aber bedeutet das in Zukunf für den User? Nichts Gutes! Es bedeutet, dass man keine vollständigen Angebote mehr bekommen wird. Es bedeutet, dass man sich vielfach registrieren muss. Und es wird bedeuten, dass man eventuell supercoole Apps nicht kaufen kann, nur weil man das falsche Endgerät, den falschen Provider oder sonst irgendwas Falsches hat.

Heißt das, dass die Konzerne dann gewinnen? Nein, aus meiner Sicht ganz und gar nicht!! Denn erfolgreiche App Stores lassen sich nur mit einem gesunden und gut funktionierendem Ecosystem betreiben und am Leben erhalten. Sprich: der Store ist nur so gut wie der Inhalt oder der Mehrwert, den mir der entsprechende Store bringt. Welchen Vorteil habe ich also mich überall zu registrieren? Keinen! Oder viele verschiedene, fragmentierete Vorteile, die aber nicht wirklich ausreichen um dauerhafte Bindung zu erreichen. Meine Prognose ist, dass all die vielen Shops, die jetzt aus dem Boden keimen, auch bald wieder verschwinden. Außer, ja außer, sie bieten dem Kunden einen echten Mehrwert und können sich etabilieren. Einem Großen traue ich das aber nicht wirklich zu...

Momentan zumindest! Time will tell...

 

9 Kommentare

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  • Ich kann diesen Unmut über die neu zu erwartenden App-Stores nicht teilen. Je mehr Stores mit individuellem Content, um so besser! Klar macht es das für den App-Entwickler vielleicht etwas schwieriger und für den User unübersichtlicher. Aber hey, wer will denn uniformen Gleichschritt? Und darauf würde es doch letztendlich hinauslaufen: Ein oder zwei Monopol-Markets, die die Bedingungen diktieren.
    Da stöber ich doch lieber in verschiedenen Stores, die sich gern auch Themenorientiert spezialisieren.

  •   9

    Alternative Apps-Läden haben meiner Meinung nach nur dann eine Chance, wenn sie selbst in irgend einer Form massentauglich vermarktet werden (zum Beispiel durch ein "Killer-Gerät"). Sehen wir es realistisch, wir sind Freaks, denen viele Möglichkeiten offen stehen, die ein normaler User aber vielleicht gar nicht will. Ich sag es mal so, sehnen wir uns nicht letztlich nach einem "Monopolisten"? Und sei es nur der Bequemlichkeit wegen??

  •   5

    Google hätte mit den Handyherstellern einen Knebelvertrag machen sollen: Wenn diese Android-Handys bauen möchten, dürfen sie Apps nur in dem Android-Market bereitstellen, keinesfalls aber in einem eigenen Store!!

    Apple hats gut gemacht. Auf normalem Wege kann man kein App installieren dass nicht von iTunes runtergeladen wurde.

  • da wäre es doch mal naheliegend einen opensource appstore zu machen oder generell einen der "unabhängig" ist. was auch eine nette idee, aber sicherlich schwer umsetzbar wäre, wäre ein store der die anderen vereint, der automatisch (z.b. via openid) sich bei den anderen stores registriert und einloggt und somit den vollen umfang in einer sammelstelle vereint. klar würde dieser dienst nur ein mittelsmann spielen aber immerhin wäre es eine überlegung...

  • Die Entwickler werden es sich vermutlich anders überlegen, richtig.
    Aber bekommen das dann auch die "normalen" User mit (also nicht die, die ständig androidpit, android-hilfe und Co. besuchen)?
    Zu welchem neuen Shop werden sie wohl wechseln, wenn überhaupt?
    Wievielen kann man zumuten, APKs zu installieren? Wir "Nerds der ersten Stunde" haben damit kein Problem, aber ein Mac-Umsteiger?

    Im Endeffekt hätte man dann den Zustand, den Windows Mobile heute hat. Ein offizieller Shop, den keiner will, jede Menge Fragmentierung, und umständliche Programminstallationen.

  • naja im moment gehen wenige zu den alternativen, aber wenn google sagt, jetzt müssen wir 70% abgeben, dann werden sich es die entwickler wohl anders überlegen. ( btw google bekommt 0 )

    niemand ist gezwungen seine app in den market zu geben. er kann auch einfach seine apk zum download anbieten. kein problem, dann braucht er keinen appstore anbieter.

  • Solange die Konditionen OK sind, sehe ich bei den AppStores auch kaum Probleme. Ob nun Google oder handango an meinen Programmen verdienen würden (hätte ich Bezahl-Apps), wäre mir egal.

    Problematisch wird es, wenn die Läden ihr (Quasi-) Monopol ausnutzen. Apple lässt z.B. nichts zu, das besser ist als seine eigenen Anwendungen (iTunes umgehen! Sakrileg!!!). Gut, kann man von mir aus noch einsehen. Was aber, wenn Google z.B. 70% abhaben wöllte, selbst Freeware-Entwickler $99 pro Update bezahlen müssten (vgl. Microsoft Marketplace) oder in jeder Kategorie erstmal seitenweise zusätzliche bezahlte Anwendungen aufgelistet würden (Google Ads Extreme) bevor kleinere Entwickler auftauchen würden?

    Sicher, als User finde ich's toll, einen zentralen Anlaufpunkt zu haben, wenn ich etwas suche. Mal abgesehen davon, dass die Suchmöglichkeiten in Googles Market relativ bescheiden sind (keine Tags, keine Toleranz, nur zwei Sortierungen, zu grobe Kategorien).
    Als Entwickler finde ich's toll, Updates nur an einer Stelle hochladen zu müssen und nicht in 10 Shops "Eintrittsgeld" zahlen zu müssen.

    Dennoch finde ich die zunehmende Monopolisierung riskant. Selbst wenn es nur ein De-Facto-Monopol ist. Wer verwendet denn Alternativen zum Market, wenn es sich weder für Anbieter (kaum Kunden) noch Kunden (kaum Programme) lohnt? Das ist wie bei eBay, die können ihre Konditionen auch verschlimmern wie sie wollen, zu den Alternativen geht keiner, weil keiner zu den Alternativen geht...

    Am besten wäre wohl ein zentraler, freier Datenpool, auf den unterschiedliche Anbieter ihre Oberfläche setzen können. Aber ohne Druck (z.B. vom Kartellamt) passiert das sicher nicht, und es gäbe ja auch andere Probleme. Wie soll das z.B. bei Bezahl-Apps funktionieren ohne ein Einfalltor für Hacker zu bieten? Und welche Bezahlung für die "Datenpool-Verwaltung" wäre OK?

  • Einen guten Artikel dazu habe ich vorgestern auf dem Basic Thinking Blog gelesen: http://www.basicthinking.de/blog/2010/01/24/basic-flashback-flucht-aus-app-solom/

  • motorola hat sogar mehrere stores - einer davon ist nur für china zb ( hab grad eben meine apps hochgeladen, deshalb weiß ich das ;) )

    ist keine gute entwicklung, das stimmt. aber die entwickler können damit nichts tun. wir müssen schauen, dass unsere apps überall sind wo sie gekauft werden können. das bedeutet aber auch einen enormen aufwand, da jeder, wie erwähnt, sein eigenen süppchen kocht.

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