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Mountain View wird immer mehr zu Google Town

(Bildquelle)

Mountain View/Kalifornien – amerikanische Kleinstadt-Idylle, Berührungspunkt an die historische Strecke El Camino Real, im Herzen von Silicon Valley gelegen und natürlich der Heimatort von Google. Und weil Google wächst, soll bzw. muss auch die Stadt mitwachsen, zumindest wenn es nach Google geht. Mountain Views Stadtrat sieht das aber etwas anders. 400.000 Quadratmeter Büroflächen existieren dort schon. 100.000 Quadratmeter plus zusätzliche Wohnflächen für das Personal sollen hinzukommen. Sieht die Stadt nun rot, nachdem seit mehr als einer Dekade Grün und damit Hoffnung und Zuversicht an der Tagesordnung stand?

Seit bereits 12 Jahren ist Google nun in Mountain View beheimatet. Das bringt für die 75.000 Mitbewohner des Ortes natürlich einige Vorteile. Dazu zählen kostenloses Internet seit 2006, eine Spende in diesem Jahr von einer Million Dollar für die örtlichen Schulen und eine Mietvorauszahlung für die nächsten Jahre von 30 Millionen Dollar für ein an den Google Campus angrenzendes Areal. Naja, dazu kommen natürlich noch die knapp 9,5 Millionen Dollar, die Mountain View jährlich durch Grundbesitzabgaben an dem Unternehmen verdient. Und dann wären da noch die kleineren Sachen wie z.B. Restaurants, denen es besser geht, Grundstückswerte, die steigen und und und. Also ja, Google wertet die Stadt auf, oder sagen wir es so: Die Stadt wäre nicht das, was sie ist, wenn Google nicht dort wäre.

Das scheint der Stadtrat von Mountain View nun aber irgendwie nicht mehr ganz so zu sehen. Oder vielleicht hat er es auch einfach vergessen. Denn mit der ganzen Kohle, die Google in die Stadt scheffelt, sind natürlich auch Interessen und Ziele verbunden. Zum Beispiel neue Brücken bauen, die Verlegung von Gemeindestraßen, ein neuer, effizienterer Baustil, der den Abriss eigener bestehender Gebäude voraussetzt und anderes. Eben Dinge, die dem Unternehmen bei seinem physikalischen Wachstum helfen.

Bisher war die Beziehung zwischen Google und Mountain View zum größten Teil gut, aber in der Luft hängt der Duft von Veränderung, falls nicht irgendwie eine Einigung zwischen dem Unternehmen und der Stadt getroffen werden kann. So teilt auch der kürzlich zurückgetretene Stadtdirektor/Verwaltungschef Kevin Duggan mit, dass Googles Wachstum die Beziehung mit der Stadt komplexer machen würde.

Ganz persönlich denke ich ja, dass eine Lösung auf jeden Fall gefunden werden kann, solange der Betrag stimmt. Ach ja, das liebe Geld.

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