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Ich habe vor nicht allzu langer Zeit einen Beitrag darüber geschrieben, wie sehr sich doch die Zeiten mit der Vernetzung geändert haben. Und auch wenn ich früher kein Smartphone oder Internet gebraucht habe, um glücklich zu sein, wäre ich ohne diese heute doch ziemlich aufgeschmissen. Aus diesem Grund war ich eben nahezu schockiert, als ich die neueste Studie des (N)onliner Atlas gelesen habe, in der doch tatsächlich steht, dass immernoch jeder 5. Deutsche offline ist. In Zahlen sind das 15,5 Millionen Menschen in Deutschland! Kann das wahr sein?

Ich kann es immer noch nicht fassen. Ich würde ja verstehen, wenn man das Internet nur hin und wieder für ein paar wirklich notwendige Sachen nutzt, aber das man dem digitalen Zeitalter komplett entsagt und sich gegen den einfachen Zugriff auf allerlei Informationen per Knopfdruck wehrt, leuchtet mir irgendwie nicht ein.

Es ist natürlich immer etwas schwierig, solchen Studien 100% Glauben zu schenken, da ja immer nur eine repräsentative Gruppe befragt wird (in diesem Falle waren es 30.719 Personen ab einem Alter von 14), doch sind die Zahlen insgesamt dennoch erstaunlich. Andererseits darf auch nicht übersehen werden, wie die Studie auch zeigt,  dass die Gesamtheit der Internetnutzung immer noch ein Wachstum erlebt, und zwar in allen Altersgruppen.

Interessant sind vor allem die Ergebnisse des Grabens zwischen Alters-, Einkommens- und Geschlechtergruppe. Während nur etwas mehr als die Hälfte der Haushalte mit einem Nettoeinkommen von unter 1.000 Euro online sind, sind 92% der Haushalte jenseits der 3.000 Euro-Grenze verkabelt.

Schaut man sich den Durchschnitts-User an, der durch die Studie ermittelt wurde, sieht man einen 41,5 Jahre alten Mann in einem zwei bis drei Personen-Haushalt mit einem monatlichen Haushalts-Nettoeinkommen von 2.380 Euro netto. Ob er eine glückliche Beziehung mit dem typischen Internet-Entsager führen könnte, liegt außerhalb meines Wissensbereich, aber der Fakt, dass diese Personen 66,8 Jahre alt und eher weiblich ist, in einem ein bis zwei Personen Haushalt mit einem gemeinsamen Einkommen von durchschnittlich 1.560 Euro lebt, spricht nicht unbedingt für die besten Vorraussetzungen. Da Frauen aber im Gegensatz zum Vorjahr das Internet immer häufiger nutzen, hat sich die Kluft zwischen männlichen und weiblichen Usern von 14,7 Prozentpunkten auf 11,8 Prozentpunkte verringert.

Fazit: Es ist also doch tatsächlich noch möglich, ganz ohne Internet auszukommen, auch wenn mir das persönlich fast unmöglich erscheint. Aber der Mensch ist ja bekanntermaßen ein Gewohnheitstier. 

Wer die gesamten Studie gerne lesen möchte, kann dies hier tun.

 

 

Quelle: t3n

10 Kommentare

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  • Wr denken in 50 Jahren auch nich anders wie die Rentner heutzutage, wenn die Enkel einen für doof halten wenn man kein Smartphone in der Netzhaut hat :D

  • Schon mal gehört, dass die Rentner immer mehr werden und da gibt es genug für die eine schnurloses Telefon die Erfindung des Jahrtausends ist. Viele brauchen es einfach nicht und wiederum andere verweigern sich weil sie es nicht mehr schnallen. Habe ich gerade an meine Eltern gedacht!?

  • Warum sollte man heute ohne Internet nicht mehr leben können? Vieles geht ohne und gerade die ältere Gruppe kennt es nicht anders.

    Viel unverschämter finde ich dagegen Unis Schulen etc pp, die einem das Internet und Computer aufzwängen, viele Lehrveranstaltungen und unterlagen gibt es nur noch online, ohne Rücksicht darauf, ob man sich das leisten kann oder nicht

  • Das sind i.d.R. keine Verweigerer, sondern sind schlicht abgehängt.
    Der digitale Graben schneidet eben auch hier die Unterschicht vom gesellschaftlichen Leben ab.
    Nicht umsonst hat die UN Deutschland wegen seiner asozialen Politik scharf kritisiert.
    13% der Deutschen leben schon unter der Armutsgrenze.

    Willkommen im neoliberalen Wunderland...

  • Mich überrascht es auch, dass ein Fünftel aller Deutschen offline ist - aber eher weil ich mit mehr gerechnet hätte! Immerhin darf man nicht vergessen, dass darunter ja auch sehr viele alte Menschen sind, die einfach lange vor dem digitalen Zeitalter geboren wurden und mit all der modernen Technik nicht viel am Hut haben.

    Wenn ich in meinem Umfeld schaue, wüsste ich z.B. keinen über 60-Jährigen, der überhaupt nen Computer besitzt. Selbst meine Eltern (beide Mitte 50) interessieren sich nicht für Computer und haben sogar ihr immerhin vorhandenes Handy meistens aus.

    Wenn man dann noch an die Geringverdiener und Arbeitslosen, denen das Internet oder teils Computer generell einfach zu teuer ist, sind ein Fünftel schon ziemlich wenig, finde ich!

    Ich denke, da wird es auch viel ausmachen, ob man in der Stadt oder eher auf dem Land wohnt. Meine Verwandschaft ist größtenteils auf dem Land zu finden und da kommt man mit sowas einfach nicht so viel in Berührung wie in der Stadt, wo der Anteil älterer Menschen mit Technik-Interesse sicherlich größer ist.

  • Skyman
    • Mod
    08.07.2011 Link zum Kommentar

    ach also ich muss sagen meine Mutter ist letzten Monat 70 geworden und die ist in Sachen INet topfit. Muss mich immer verstecken im Skype damit sie nicht nervt!
    Nicht das ich was gegen meine Mutter hätte aber Telefon, Handy, EMail etc.pp da muss ich sie nicht auch noch im Skype an der Backe haben oder sonst wo beim chatten. :D

  • wenn man bedenkt, wie viele "ältere" menschen es mittlerweile in unserer Gesellschaft gibt, finde ich das jetzt nicht soooo verwunderlich...

  • mein vater ist fast 50 und der ist auch nie online der kommt gut zurecht (fragt mich immer ob ich in internet kuken kann) aber meine Mutter kann fast alles am computer. ich finde er.sollte es lernen aber er ist lernresistent (kann nicht mal mit googel umgehen) aber eine beziung ist sehr wohl möglich

  • Leo 08.07.2011 Link zum Kommentar

    Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht ;D

  • Meine Mutter zB trifft nicht die Non-Online Gruppe der 66,8 jährigen Frauen, war aber bis zum letzten Jahr nur auf ihrer Arbeit online und da auch nur mehr als selten, einen PC gab es in ihrem Haushalt nicht. Stelle ich mir nun vor sie wäre mehr als 10 Jahre älter und würde in die Nonlinegruppe fallen, kann ich mir schon vorstellen, warum viele nicht online sind.
    War übrigens schwer genug den geeigneten Umgang mit dem Internet zu erklären, auf ihrer Arbeit waren fast alle Seiten gesperrt, die ersten Ketten und Spammails...der Horror für einen komplett Nonline-Menschen. Meiner Großmutter würde ich das Internet wirklich nicht zutrauen...so verwunderlich finde ich es in unserer alternden Gesellschaft also nicht.

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