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Ist der Super-Computer "Watson" die Lösung gegen die Patent-Trolle?

 

Hast Du es auch so satt wie wir von irgendwelchen Patent-Trollen zu lesen, die gerade quasi täglich mit ihren Klagen die Tech-Gazetten füllen? Alleine, dass es für Patent-Trolle einen feststehenden Begriff gibt, ist für mich - neudeutsch gesagt - ein epic fail. Ach so, wer bisher noch nicht wusste, was ein Patent-Troll ist - es gibt sogar auf Wikipedia eine Begriffserklärung darüber. 

Die Hoffnung auf Besserung kommt von IBM und ihrem Supercomputer bzw. -programm mit dem Namen Watson. Das Programm ist aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz. Ziel von Watson ist es eine semantische Suchmaschine zu werden. Wikipedia schreibt: "Diese soll den Sinn einer in natürlicher Sprache gestellten Frage erfassen und in einer großen Datenbank, die ebenfalls Texte in natürlicher Sprache umfasst, innerhalb kurzer Zeit die relevanten Passagen und Fakten auffinden." IBM möchte Watson ab 2012 an Unternehmen vermarkten.

Ein Haupteinsatzfeld wird die Medizin sein. Watson soll große Medikament-Datenbanken und -Kataloge durchforsten, um so nach abgelaufenen Patenten Ausschau zu halten. IBM stellt dieses Wissen dann dem NIH (dem amerikanischem Gesundheitsinstitut) zur Verfügung. Ein wahrer Segen für Wissenschaftler auf der ganzen Welt, damit in verschiedene Richtungen geforscht werden kann. Eine Patentrechtsverletzung könnte sehr teuer werden.

Natürlich könnte Watson nicht nur im Medizinsektor tätig werden. Wie wäre es beispielsweise im Mobilfunksektor? Das könnte nicht nur dabei helfen schneller und einfacher nach bestehenden Patenten zu suchen. Man könnte so auch die Patent-Trolle schlagen. Nimmt ein Patent-Troll ein Unternehmen ins Visier, könnte Watson eben diesem dabei helfen nach besseren Lösungen zu suchen, oder aber mit einem anderen Lizenzgeber - der ja auch gefunden werden müsste - eine Lösung zu finden.

Ein durchaus realistisches Szenario, das das Online-Magazin ExtremeTech da aufzeigt. Nur: Was passiert wenn plötzlich die Patent-Trolle ebenfalls das System verwendet? Dann könnte die Kanonenkugel umgedreht werden. Und Trolle hätte es dann noch einfacher ihr Unwesen zu treiben. Gut also, dass die Technologie einem der innovativsten Unternehmen der Welt, nämlich IBM, gehört. Nur schwer vorstellbar, dass das Unternehmen ein solches Gebaren, wie wir es aktuell in einigen Fällen beobachten können, unterstützen würde.

 

 

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Quelle: ExtremeTech

5 Kommentare

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  • Ich hoffe ja noch, dass die Politik hier eine globlae Lösung schafft. Das derzeitige Patentsystem ist einfach nur schlecht für die Menschheit in allen Bereichen. Es betrifft ja nicht nur Medizin oder Monilfunk; auch die gesamte Agrarindustrie ist z.B. davon betroffen. Freie und innovative Marktwirtschaft ist so nicht mehr machbar, und da wird Watson nicht viel dran ändern können.

  • IBM Watson geht über mehrere Räume/einen riesigen Raum. So müssen dann die Unternehmen, die Watson kaufen, viel Platz schaffen.

  • Ist das da ganz oben ein gewisser Steve Jobs - haha...

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    09.12.2011 Link zum Kommentar

    Es wäre ein Wunder, wenn nicht Google auch an einer semantischen Suche wäre. Watson gibt es halt schon. Vergleichbar dazu wäre noch Wolfram Alpha. Ganz bestimmt hat Google hier etwas, das ebenfalls in die Richtung geht.

  • Was ich mich Frage ist, ob Google schon an einer semantischen Suche arbeitet...mich würde es wundern wenn nicht, da Google schon länger wissen müsste, dass dies die Zukunft der Online-Suche sein wird.

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