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[Infografik] Jedes zehnte Telefon auf der Welt läuft mit Android

 

Auch wenn die sogenannten Feature-Phones, wie man sie in der Pre-Smartphone-Ära hatte, die Welt der Mobiltelefone noch dominieren - Smartphones holen kräftig auf. Laut der Marktforschungsgesellschaft VisionMobile sind 27 Prozent aller Handys weltweit bereits Smartphones. Wer nun glaubt, dass ein Großteil der Menschen auf der Erde sich kein Mobiltelefon leisten können, irrt. Laut der Studie hatten rund 77 Prozent der Weltbevölkerung 2010 einen Mobilfunkvertrag. Das sind 5,3 Milliarden Menschen rund um den Globus, die mobil telekommunizieren. Android betreibt laut Studie elf Prozent aller weltweiten Mobiltelefone. Entsprechend müsste es also über 580 Millionen Androiden geben. Wenn das mal keine stolze Zahl ist...

In Europa und den USA gibt es natürlich bereits sehr viel mehr Menschen, die Smartphones, anstatt Feature Phones besitzen. In Europa gibt es mit 51% mehr Smartphones als alte Handys. Ein anderer, interessanter Trend ist allerdings, dass Festnetzanschlüsse immer mehr als obsolet betrachtet werden, und damit offensichtlich mehr und mehr von der Bildfläche verschwinden. Was allerdings in der Studie gefehlt hat - und ich bin mir sicher, dass dieser Fakt die Zahlen verzerrt - ist die Zahl der DSL-Anschlüsse. Denn immerhin wird auch relativ viel Telefonie über IP abgewickelt.

Übrigens: China hat zum ersten Mal die USA im Smartphone-Markt überholt. Apple sieht China sogar als seinen zweitwichtigsten Markt überhaupt an. Vor Europa! Hier wird sich in Zukunft sicherlich noch einiges tun.

Überhaupt sind die "Emerging Markets", wie Afrika, Indien, China und Südamerika wahrscheinlich die ganz großen Wachstumstreiber für Smartphones in den nächsten Jahren. Und Android dürfte gerade dort eine gewichtige Rolle spielen. Aufgrund der Offenheit werden viele Hersteller von billigen Smartphones liebendgerne auf das an sich kostenlose Smartphone-Betriebssystem zurückgreifen. Für die Menschen dort ist es eine große Chance ebenfalls von den Vorteilen des Internet zu profitieren.

Selbst wenn Afrika und der nahe Osten derzeit nur rund 18 Prozent Smartphone-Abdeckung haben, darf man erwarten, dass sich dies in den nächsten Jahren dramatisch ändert. Ich will nicht zu utopisch wirken. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass mit einer vernetzten Welt - gerade in den armen Teilen unseres Planeten - auch Verbesserungen der Lebensbedingungen einhergehen werden. Bildung, freie(re) Informationen und Kommunikation können dabei helfen die Welt zu verändern.

Hoffentlich.

 

Quelle: Wired

23 Kommentare

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  • Klar weltweit schon. Aber in Europa sind es auch gerade mal die hälfte. Aber da kommen die vielen Nothandys und halt die Leute die nicht zwingend ein Smartphone brauchen.

  • Fabien Roehlinger
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    29.11.2011 Link zum Kommentar

    Ich finde, dass 27% schon richtig viel ist. Bedenke, dass wir hier über das gesamte Aufkommen weltweit sprechen.

  • Hm ich hätte eigendlich einen viel höheren Smartphoneanteil vermutet. Aber auf der anderen Seite ist für 90% der Anwendungsfälle ein normales Mobilteil ausreichend. Ganz spannend sind die SmartHomePhones. Die Dect-Telefone mit Touchscreen, wobei ich kaum einen anwendungsfall sehe.

  • Fabien Roehlinger
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    29.11.2011 Link zum Kommentar

    Tatsächlich? Wieso sollte es nicht nützlich sein? Kapier ich nicht...

    Was soll vor allem der Spruch mit der Weltherrschaft? Ich befürchte, Du hast den Artikel nicht ganz gelesen ^^

  • Oh Gott jedes zehnte Smartphone ist ein Android, die Weltherrschaft ist in Gefahr!
    Das hier sind so News die sind so nützlich wie ein Pickel am Hintern.

  • Ich glaube kaum das sich die Bedingungen dort deutlich bessern werden. Die Produktion wird dort halt gerade wegen der niedrigen Löhne und Lebenshaltungskosten gemacht. Früher hat Telefunken die Fernseher UND Komponenten noch in Deutschland gefertigt...

    Von dieser Lohndifferenz lebt eben der Overhead, der keine Wertschöpfung bringt, bei solchen Produkten und das meist deutlich besser als alle anderen. Aber diesen Overhead hat man bei allen großen Frimen, alle wollen was vom Kuchen abhaben, am besten ohne einen Finger zu rühren. Kleine Firmen werden jedoch von der Gesetztes lage bewusst benachteiligt oder sogar bewusst beseitigt.

    Die meisten großen Firmen besitzen spezielle Abteilungen, die eigendlich kaum Gewinn abwerfen, jedoch dafür sorgen das kleine Firmen klein bleiben, bzw. diese, mit hilfe der Politik, vom Markt verdrängt werden.

    aber das ist wieder OT

  • Fabien Roehlinger
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    29.11.2011 Link zum Kommentar

    Das liegt aber natürlich auch sehr stark an uns. In dem Moment, in dem wir anfangen hier nicht mehr zu kaufen, wird der Umdenkprozess in China auch schneller gehen. Spätestens aber dann, wenn das Internet für mehr Transparenz sorgen wird (selbst die größten Firewalls können das nicht ewig aufhalten), wird auch der Druck aus der Bevölkerung heraus steigen. In China erstarkt ja bereits eine Mittelschicht. Die einfache Bevölkerung hat momentan noch das Pech schlecht ausgebildet zu sein und eben nicht überall arbeiten zu können. Aber das ist eine Frage der Zeit bis sich das wandelt.

  • Ja stimmt. Ich hab vllt zu heftig reagiert. Deine Hoffnung ist natürlich absolut gerechtfertigt. Aber wenn man von besseren Lebensbedingungen redet sollte man dieses Thema nicht ausschließen, denn Bildung allein macht keinen satt und ob man dann besseren Zugang hat ist in China auch so eine Sache. Ich finde die Lohnkosten und Arbeitsbedingungen sollten drastisch verbessert werden und das so schnell wie möglich. Die arbeiten da nämlich im warsten Sinne des Wortes bis zum umfallen...

  • Eule hat schon recht, meistens sind es ja nicht nur die Herstellungskosten die an der Preisschraube drehen. Aber wenn man bedenkt dass in Deutschland ein Facharbeiter zwischen 15 und 30 Euro pro Stunde kostet und ein Ing. zwischen 20 und 70 Euro dann wird einem schon ganz anders... die Produktion eines solch komplexen Geräts wird schon mindestens 4 Mannstunden kosten.

    Das sind 60 bis 120€ extra, die keiner bezahlen möchte, weder der Manager, der Vertrieb, der Händler oder der Käufer.

    Besonders bei Mobiltelefonen sieht man wie stark sich Marktpreis und Herstellungskosten unterscheiden. Man bedenke den Preiseinbruch und kein Hersteller verkauft ein Gerät unter Herstellungspreis (außer vllt. besondere Ausnahmen).

    Was halt kostet sind Hard- und Softwareentwicklung, Service, Gewährleistung und Werbung. Wenn nun Entwicklung auch in einem Billiglohnland gemacht wird, gehen die Fixkosten einer Serie runter. Gut für den Preis, den Aktionär und vllt. noch den Ingenieur der sonst diese Möglichkeit nicht gehabt hätte. Denn der Ingenieur kostet z.b. in Indien bei der gleichen Qualifikation deutlich weniger, da eben dort auch die Lebenshaltungskosten und der Lebensstandart anders ist.

    Schlecht ist es nur für uns wenn immermehr aus dem Land ausgegliedert wird.

    Ich muss sagen das ich diese Lohndumpinglogik der Firmen nicht verstehe. Aber die meisten Manager sehen nur den kurzfirstigen Gewinn. Diese Leute verdienen umengen an Geld mit minimalen persöhnlichem Risiko. Auch diese Preistreiberrei an den Börsen trägt dazu bei indem eine Geldblase geschaffen wird und es viele Menschen gibt die an jedem durch echte Leistung porduzierten Cent weitere fünf Cent mitverdienen wollen.

    Wenn du hingegen einen kleinen Betrieb hast, bist du froh wenn du 10% mehr als deine Mitarbeiter verdienst. Meist dann aber mit vollem Risiko.

  • Fabien Roehlinger
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    29.11.2011 Link zum Kommentar

    @Eule: Was ist daran grenzwertig? Ich persönlich finde es absolut legitim das zu hoffen. Im übrigen steigen die Löhne in China schon. Und zwar verhältnismäßig stark. Natürlich sind die Löhne im Vergleich zu den unseren ein Witz. Aber es muss ja auch Zeit da sein, damit es eben zu gesunden Steigerungen kommt.

  • Eigentlich sollte China schon von dem Wachstum profitieren. Denn da werden die ganzen Smartphones ja produziert. Um die Lebensbedingungen in diesen Ländern oder speziell China zu verbessern sollten lieber mal die Lohnkosten gesteigert werden anstatt den Markt mit Smartphones zu überfluten. Ich hab jetzt leider nur das iphone als Beispiel, aber da sind die Lohnkosten pro Gerät bei ca. 7$. Wenn man mal bedenkt das man 700€ für die 32GB-VERSION bezahlt und die Gesamtkosten ungefähr 150$. Bei den anderen Herstellern ist es bestimmt genau so. Wenn man die Kosten "nur" um 10% anhebt ist der Gewinn immer noch mehr als akzeptabel. Ich find den Abschluss von dem Artikel ein wenig grenzwertig.

  • Fabien Roehlinger
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    29.11.2011 Link zum Kommentar

    @Mark: Muss ich das jetzt verstehen?

  • Hehe he said 'penetration' hehe
    ;-)

  • @Fabien: Klar auch da wo ich Arbeite wird die entwicklung, vorallem von Software, nach stand der technik in Indien durchgeführt.

    Die Bildung in deutschland ist ein Probjem... zum einen schreit die Industrie nach billigen Fachleuten, zum anderen kostet allein das Studium einen haufen geld. Zudem ist es einfach wichtig entsprechend fundiert ausgebildet zu werden. Denn nur so ist Innovation und zugleich Funktionssicherheit zu gewährleisten

    @all: sorry für offtopic

  • Fabien Roehlinger
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    29.11.2011 Link zum Kommentar

    @NeoXolver: Das ist in der Tat ein Problem. Das bekommen wir nur durch bessere Innovationen in den Griff. Alles was "commoditized" ist, kann auch woanders produziert werden. Wir brauchen also weiterhin eine hervorragende Bildung. Das macht mir aber aktuell wirklich Sorgen, wenn man überlegt, wie hier einige Debatten geführt werden.

    Das wäre allerdings hier off topic.

  • Fabien Roehlinger
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    29.11.2011 Link zum Kommentar

    @Markus Gu: Das ist eine sehr gute Frage. Wobei mir die 200 Mio Geräte auch nicht so hoch vorgekommen sind, wenn man überlegt, dass täglich rund 600.000 Geräte aktiviert werden sollen. Vielleicht sind es 200 Millionen aktive Accounts.

  • Aber ob eine solche Selektion so schlecht ist, sei dahingestellt. Die einen gehen unter die anderen blühen auf.

    Was vielmehr Grund zur sorge ist, das neben der Produktion auch immer mehr Entwicklung Europa verlässt. So haben Siemens und Nokia vor einigen Jaheren noch viel in Deutschland oder in der EU entwickelt. So entwickeln diese und auch die "neuen" (wie HTC und Huawei) immer mehr in günstigeren Ländern

  • warum sagte google vor kurzem es wurden bislang 200 mill. androids aktiviert. wo ist dann der rest?

  • "wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen"

    @fabian: schöner artikel, aber wenn unternehmen die zeichen der zeit nicht erkennen, sind sie es selber schuld. sorry aber ein unternehmen muss sich dem bewusst sein, sonst hat es auch keinen platz an der spitze verdient.

  • Fabien Roehlinger
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    29.11.2011 Link zum Kommentar

    Das wird der Punkt sein. Ich könnte mir vorstellen, dass gerade gut laufende Unternehmen unter die Räder geraten könnten, wenn sie nicht schnell ein Gespür auf die Veränderungen aufbauen. Es können sich viele nicht wirklich vorstellen, aber neue Technologien können auch ganz etablierte Unternehmen aus dem Verkehr werfen. Denkt mal an TomTom...

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