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2 Min Lesezeit 35 Kommentare

Google schmeißt Visual VoiceMail App aus dem Market

Google macht den "Apple" und hat kürzlich eine App aus dem Google Market geschmissen. Zumindest die deutschen User dürfte das Fehlen der Visual VoiceMail App nicht sonderlich stören, das Vorgehen von Google kann jedoch trotzdem gespalten gesehen werden.

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PhoneFusion ist nicht mehr im Google Market zu finden | Bild: Engadget
 

 

Google verbannt die Visual VoiceMail App von PhoneFusion aus dem Market, und warum? Darum:

3.3 You may also choose to distribute Products for free. If the Product is free, you will not be charged a Transaction Fee. You may not collect future charges from users for copies of the Products that those users were initially allowed to download for free. This is not intended to prevent distribution of free trial versions of the Product with an "upsell" option to obtain the full version of the Product: Such free trials for Products are encouraged. However, if you want to collect fees after the free trial expires, you must collect all fees for the full version of the Product through the Payment Processor on the Market. In this Agreement, "free" means there are no charges or fees of any kind for use of the Product. All fees received by Developers for Products distributed via the Market must be processed by the Market's Payment Processor.

Die Visual VoiceMail App wurde kostenfrei im Google Market angeboten - Zusatzfeatures bzw. Abonnements konnten auf der PhoneFusion eigenen Seite erworben werden. Und genau in diesem Punkt liegt laut Google der Fehler, den der App-Hersteller gemacht. Laut Punkt 3.3 der Developer Distribution Agreement (s.o.) ist es nicht erlaubt eigene Apps kostenlos im Market anzubieten und anschließend den Bezahlprozess im Market zu umgehen. Hier stellt sich die Frage, wie die Sichtweise auf diesen Punkt ist und wie weit er auszulegen ist, denn die VoiceMail App ist und war sicher nicht die einzige, die ein solches Verfahren nutzt. Falls Google dieser eingeschlagenen Richtung treu bleibt, könnte diese Aktion eine große Auswirkung auf den gesamten Market haben. Im spezielen Fall der Visual VoiceMail App muss PhoneFusion die App unter neuem Namen erneut einstellen und bis dahin auch die Verletzung des Agreements korrigieren. Eine Möglichkeit hierzu wäre die Abos als Zusatz-Apps im Android Market anzubieten. So kann man natürilch auch die Anzahl der Apps im Market erhöhen - nice Google!

Quelle: engadget

35 Kommentare

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  • Google macht den "Apple" geile aussage

  • Grundsätzlich finde ich das nachvollziehbar. Ein Zeitschriftenhändler legt sich auch keine kostenlosen Probehefte ins Regal, die Kunden dann nur direkt beim Verlag abonnieren können.

    Allerdings sollte es weiterhin möglich sein, die Produkte zusätzlich auch anderswo zu erwerben; vor allem, solange die Bezahlmöglichkeiten so eingeschränkt sind.

  • @raik lippmann: Es reicht übrigens wenn man ein Bankkonto in einem unterstützten Land hat.

    @Matthias H.: Ist tatsächlich so. Als Mac PC user lese ich auch Mac Foren. Dort war die erste Reaktion auch: Verkauf einfach 30% teurer in iTunes. Aber dann kam schnell heraus das dies nicht erlaubt ist.

    Fragt sich jetzt nur ob Amazon oder Apple diese grandiose Idee zuerst hatte.

    Und ja: Es wird bei Apple schlimmer und nicht besser.

  • @ Martin Krischik:
    Wenn das was du bezüglich der Bücher mit Sony und Apple geschrieben hast stimmt, dann sehe ich das in Europa ziemlich problematisch, denn das käme einer Preisabsprache gleich oder zumindest sehr nahe.

  • Eine Neuigkeit ist das nun wahrlich nicht. Den Market gibt es seit zweieinhalb Jahren. Praktisch genauso lange ist es her dass Google die erste App vom Market genommen hat.

    Auszug aus dem Android Developer Agreement: "Google reserves the right to suspend and/or bar any Developer from the Market at its sole discretion."

    In klarem Deutsch: Google ist Hausherr im Market und nimmt sich das Recht heraus ohne Angabe jeglicher Gründe einzelne Apps oder komplette Entwickler Accounts zu sperren.

    Wie kommen Leute eigentlich auf die Idee dass wenn es um die ureigenen Interessen geht Google weniger zimperlich agiert als Apple?

  • Leo 27.02.2011 Link zum Kommentar

    finde ich richtig!

  • Wenn ich mich nicht an die Google Market Bestimmungen halten will, dann habe ich auch nicht dort was drauf zu laden. Punkt. Wo ist das Problem? Es gibt mehr als genügend alternative Marktplätze die alternative Bezahlmöglichkeiten bieten. Klar ist Google nunmal der größte Anbieter, aber das liegt in der Natur der Sache.

  • nur mal ne kurze frage, wäre es für den dev denn möglich gewesen die bezahl version im market hochzuladen? bei manchen ist das ja eigentlich nur so das in den entsprechenden ländern einfach kein googlecheckout verfügbar ist und es deswegen die bezahl version nur ausserhalb des markets gibt... das finde ich auch io aber wenn es aus einer region kommt in der es möglich ist sollte man die bezahlversion auch im googlemarket anbieten... finde ich jedenfalls

  • Finde ich nicht so Wild, zumindest nicht solange man Apps auch
    aus "fremden Quellen" installieren kann. Der Market ist nun mal Googles
    Spielplatz und da gelten deren Regeln. Und da ist nichts gegen zu sagen.
    Schade zwar dass z.B. die Youtube Downloader da rausgeflogen sind,
    aber verständlich ist das schon...
    Solange Android nicht so abgeschottet wird wie iOS finde ich es OK.

  • @Enn: Stimmt schon - das mit dem Magazin ist nicht richtig.

  • @Martin Krischik: Natürlich gibt es Grauzonen, wie dein aufgeführtes Beispiel. Bei den Emulatoren geht es aber mit Sicherheit auch um Probleme mit dem Copyright.
    Eine Applikation zu sperren, weil der Inhalt sich mit der Konkurrenz befasst, ist meiner Meinung nach etwas anderes. Gut, es ist nachvollziehbar, dass dies Apple nicht passt, aber ein Unternehmen sollte sich dann aber auch an seine eigenen Regeln halten und wenn eine Applikation gegen nichts verstößt, dann grenzt das an Willkür und Zensur.

  • Ich fühle mich dabei stark an outsourcing erinnert. Produkte die hier angeboten werden werden nicht hier produziert. Bietet also ein Dev sein Produkt im Market an, gibt Benutzern aber keine Möglichkeit sie da zu kaufen damit Google keine Gewinnbeteiligung bekommt, ist das natürlich nicht im Sinne des Markets. Google mag zwar nicht "evil" sein, aber das sie am Gewinn beteiligt sein möchten finde ich verständlich.
    Zudem hat Google bisher niemandem verboten eine App neben dem Market zu vertreiben, solange diese auch im Market erhältlich ist (siehe Gameloft, Tasker, PhoneMyPC...etc.).

    Habe mir vor etlichen Monaten die "tasker" app außerhalb des Markets gekauft...leider...ich finde meinen Kaufcode nicht wieder und wünschte ich hätte den Market benutzt, da hab ich wenigstens einen Anlaufpunkt und die App wüßte ich habe sie bereits bezahlt.

    btw. ich denke die devs stimmen den Developer Distribution Agreements zu sobald sie eine App in den Market stellen. Google hat also das Recht diese durch zu setzen. Es ist ja nicht so dass sie ein virtuelles Iphone Magazin auf Grund von schlechter Publicity ohne wirklichen Grund aus dem Market kloppen!

  • @Enn: Es gibt immer eine Grau Zone. Z.B. der C64 Emulator: Verbotener Virtuelle Mashiene oder nicht?

    Was auch für programmierbare Taschenrechner (oder deren Emulatoren) gilt.

    Und dann wird mal durchgewunken und mal nicht. Da kommt dann schon das Gefühl der Willkür auf.

    Aber Willkür zum Vorteil der Anwender und Programmierer. Den streng genommen währen alle Emulatoren und Simulatoren von klassischen Computern, Game Konsolen und Programmierbaren Taschenrechnern unter iOS verboten da sie gegen die Regeln "Keine Virtuellen Maschinen" und "keine nachladbaren Programme" verstoßen.

    Und wir alle wissen das es genug davon im Apple Shop gibt.

  • Da gibt es glaube ich ein paar Programme mehr.

    Als ich das gelesen habe, dachte ich an den besten Launcher im Market :-)

    Naja, ganz so falsch ist das natürlich nicht.

    MfG

  • @Markus M: Naja, da bin ich mir nicht so ganz sicher, ob man das Verhalten beider Unternehmen vergleichen kann.

    @Martin Krischik: ...und ob Apple wirklich nur Applikationen ausschließt, die gegen ihrere Regeln verstoßen bezweifle ich stark.

    Siehe:
    http://www.computerbase.de/news/wirtschaft/unternehmen/2010/november/apple-laesst-android-magazin-app-nicht-zu/

  • @Markus M.: viel interessanter ist die Preis Frage. Amazon und Apple erlaube es nicht in einem alternativen Vertriebsweg günstiger anzubieten.

    d.h. Im Sony Beispiel: Sony darf sehr wohl auch außerhalb von iTunes Bücher anbieten - aber nicht billiger.

    Das selbe beim Amazon Android Markt.

    Und dann tut es natürlich weh weil weder Apple noch Amazon der günstigste Vertriebsweg sind.

  •   34

    Regeln sind nunmal Regeln und daran hat man sich zu halten sei es im Market oder im täglichen Leben. Wer sich nicht an Regeln hält muß sofern er denn erwischt wird mit den Konsequenzen rechnen. Daran gibt es nichts zu rütteln. Im Market macht Google die Regeln und nicht wir.

  • Ich finde schon dass Google jetzt genau das selbe macht als Apple. Apple hat die Sony Reader app nicht zugelassen weil der Kauf der darauf zu lesenden Bücher nicht über in-app kauf möglich war. Das stand genau so in den Apple Dev. Richtlinien. Und Google verhält sich jetzt genau gleich.
    Vorteil bei Android: Der Dev kann die app ja auch komplett außerhalb des Markets vertrieben.

    Sie steht denn der Androidpit Market zu ausser-Market käufen? Erlaubt? gedulded? verboten?

  • Apple schneist auch nur raus was gegen die Richtlinien verstößt. Die Regeln sind nur einfach strenger.

    Was “nicht angemessen” ist steht nämlich durchaus in den Regeln drin.

  •   20

    Und warum macht Google jetzt den Apple? Weil irgendwelche Richtlinien nicht eingehalten werden? Bei Apple werden Apps rausgeschmissen, die sie für "nicht angemessen" halten.
    Google hält sich nur an Richtlinien, die es wohl seit Beginn des Markets schon gibt...

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