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Google macht ernst: Android Market Neuerungen im Überblick und Android Market auf dem Weg nach vorne

 

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Im vergangenen Jahr haben wir hier bei AndroidPIT oft darüber diskutiert was dem Android Market alles fehlt. Lange Zeit hatte man das Gefühl, dass Google sogar ganz bewusst die Augen vor dem Problem - oder vielmehr, den Problemen verschließt. Im Januar gab Google dann aber unumwunden zu: "Wir sind mit dem Umsatz aus dem Android Market unzufrieden!". Kurz darauf gab es im Februar bereits einige, signifikante Änderungen am Google Market. Neben dem Android Market Webstore kündigte Google auch das sogenannte In-App Billing an. Auf diese Weise können Kunden direkt aus einer App heraus Erweiterungen oder virtuelle Güter für eine App kaufen, ohne dabei die App selber verlassen zu müssen.

Im Zuge der Google I/O - die Entwicklermesse von Google - hat das kalifornische Unternehmen gestern weitere Neuerungen beim Android Market bekannt gegeben, über die wir gestern im Live-Blog bereits berichtet haben. Neben den bereits genannten Punkten, hat Google aber auch noch weitere Verbesserungen im Gepäck, die allesamt darauf hindeuten, dass sich Google das Geschäft mit dem Content nicht mehr nehmen lassen möchte.

Android Market - App und Webseite - werden komplett überarbeitet
Selbst wenn die Zahl von 4,5 Milliarden Apps, die bisher über den Google Market geladen wurden, sicherlich sehr beeindruckend ist, so tut sich Google noch immer vergleichsweise schwer auch zahlungspflichtige Apps an den Mann zu bringen. Ein zentrales Problem außerhalb der USA dürfte sicherlich der Grund sein, dass Verkäufe derzeit nur über Kreditkarten abgerechnet werden können. Google wird hier - außer Provider-Billing (Abrechnung direkt über die Telefonrechnung) - aber wohl erstmal keine Neuerungen vornehmen.

Ein anderes Hindernis ist die schiere Größe des Android Markets an sich. Mittlerweile tummeln sich weit über 300.000 Android Apps im Market. Aus diesem Grund verpasst Google sowohl der Android Market App, als auch dem Webinterface neue Funktionen bzw. sogar ein neues Gesicht.

Android Market App erhält neues Gesicht
Der auf Android Devices installierte Market wird neu gestaltet. Google zeigte auf seinem Entwicklertag ein neues User Interface, bei diesem wesentlich mehr Apps als bisher beworben werden können.

  

 

Besser Jugendschutz durch Inhaltsbewertungen?
Neben der Umgestaltung der App, wird es auch die schon lange angekündigten Inhaltsbewertungen geben. Entwickler müssen ihre Apps selbständig in ein Raster einstufen. Über eine Filterfunktion kann sich dann der Nutzer Apps anzeigen lassen, die in dieses Raster passen. Ob, und wie das dann Verbesserungen in Sachen "Jugendschutz" mit sich bringt, wird die Zukunft zeigen.


"Nur noch Apps, die ich mag" - Empfehlungen der Redaktion, sowie ein Hauch von amazon

Gute Apps im Android App Dschungel zu finden und zu lokalisieren ist eine wahre Herausforderung. Eigentlich müsste ich hier natürlich schreiben: "Dafür habt Ihr ja AndroidPIT". Den Geschmack von jedermann in der Gesamtheit zu treffen ist aber nicht nur eine wahrlich schwer lösbare Aufgabe. Es ist auch nahezu unmöglich geworden. 

Deswegen freuen wir uns natürlich auch über das neue Feature "Editor's Choice" - also den Empfehlungen direkt aus der Redaktion. Diese wirken aktuell aber ein wenig wie im App Store von Apple auch - ein wenig lieblos! 

Google wird in diesem Zuge auch weitere Filter, wie zum Beispiel "Top-Entwickler", meistverkaufte Apps, gerade ganz aktuell, usw. einbauen.

Einen guten Schritt in die richtige Richtung stellt für mich außerdem die (erste Stufe der) personalisierte App-Auswahl dar. Google will zukünftig Apps anzeigen, die besonders gut zu den bisherigen Downloads passen. Dieses Modell setzt amazon ja bereits seit vielen Jahren erfolgreich auf seiner Webseite ein, wenn der Buchhändler Artikel einblendet und dabei feststellt: "Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch..."


Google geht in weitere Länder
Google weitet das Angebot des Android Markets (bzw. die Möglichkeit Android Apps zu kaufen) in viele weitere Länder aus. Insgesamt sind hier 99 (!!!) weitere Länder geplant. Damit dürften Android Apps nun bald rund um den Globus auch käuflich zu erwerben sein. 

 

 Google macht also ernst - der Android Market wird immer besser! Mal sehen wo er in einem Jahr stehen wird... 

 

UPDATE
Für alle, die es interessiert, hier das Video zum Event:

 

UPDATE 2
Nur zur Sicherheit, damit es nicht untergeht: der neue Web-Market ist natürlich schon unter http://market.android.com zu sehen.

Quelle: Techcrunch

37 Kommentare

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  • Schön wäre auch, wenn man Apps auch über SIM-Karte bezahlen könnte. Denn nicht jeder hat eine Kreditkarte oder ein PayPal-Konto! Jedenfalls PREPAID-SIM-Karten sollten auch als Zahlungsmittel gelten! Das wäre echt gut!

    Bitte mal überdenken!

    Grüsse aus Thüringen!

    Roland

  • Natürlich gibt es Möglichkeiten, aber es geht doch darum, dass man die Kunden motivieren will etwas zu kaufen, da muss man die Hürden möglichst niedrig halten und extra eine Kreditkarte anschaffen nur um eine App für ein paar Cent zu kaufen ist nun mal eine zu große Hürde, da laden sich viele halt dann einfach was kostenloses oder lassen es halt gleich bleiben, ist ja nicht Lebensnotwendig so eine App zu haben.

    Das ist doch das um was es geht, nicht die Frage wie man es machen könnte wenn man unbedingt will, sondern die Frage ob es einen so wichtig ist an eine App zu kommen, dass man Aufwand und Zeit investiert und leider trifft das halt auf viele nicht zu.

  • Es gibt auch kostenlose Kreditkarten wo man einfach das Limit bei 100 festlegt und gut ist. Ich kann dieses rumgeheule nicht mehr ertragen. Sicher wäre paysafecard oder prepaidkarten schick aber gibt es halt noch nicht. P. S. An den da oben der mit ec Karte zahlen möchte schon mal im Internet die Möglichkeit gesehen? Kopfschütteln.

  • aber es gibt doch die Möglichkeit über "my wire card " das ist eine prepaid Kreditkarte... kann ich nur empfehlen....

  • Dass bei Google was weiter geht, habe ich heute bemerkt, als ich mein Tablet eingeschaltet habe. Mein Xoom Wifi aktualisierte auf Honeycomb 3.1. Die "scalable widgets" habe ich schon probiert, von weiteren Verbesserungen habe ich noch nichts prüfen können. Ach ja, die Umlaute auf der deutschen Tastatur gehen nicht mehr. Werde weiter suchen....

    Warum die Umlaute trotzdem da sind? Gingerbread Tastatur...

  • @Fabien Natürlich gibt es Nischen, die gibt es immer. Aber es wird deutlich schwerer sie profitabel zu besetzen.

    Allerdings muss man auch erstmal abwarten. Ich bin zum Beispiel kein Fan des nach links wischens um an eine neue Option zu kommen... Und das Problem das es tausende von Apps gibt und immer die gleichen Apps entdeckt werden bleibt auch

  • Provider Billing fänd ich schon gut, aber so wie sich das bisher anhört kommt das nur in den USA.
    Die beste Lösung wären aber sicher Prepaidkarten, denn damit könnte jeder aufladen und müsste keine angst haben eine zu hohe Telefonrechnung zu bekommen, außerdem könnte man die verschenken, das Ideale Geschenk für Teenies.

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    12.05.2011 Link zum Kommentar

    Ich weiss auch gar nicht, wieviele Chrome OS wirklich benutzen.

  • ich muß zu meiner Schande bekennen, ich wußte bis gestern gar nichts von diesem Chrome App Webstore oder wie immer sich das nennt. Erst als gestern jemand gepostet hat, Angry Birds wäre dort jetzt auch für den PC verfügbar, bin ich darauf aufmerksam geworden...
    Na ja, ich benutze Chrome auch fast gar nicht.

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    12.05.2011 Link zum Kommentar

    Ja, ich habe eben nachgesehen. Es ist tatsächlich für Chrome OS...

  • da könntest du natürlich recht haben, dann habe ich das scheinbar überlesen. Schade, wäre doch zu schön gewesen.
    Sorry.

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    12.05.2011 Link zum Kommentar

    Ganz offensichtlich! Wir sind alles durchgegangen und haben eben nochmal auf allen einschlägigen US-Seiten nachgesehen. Das wird nicht bestätigt.

    Meinen die vielleicht Chrome OS Apps?

  • Dann hat sich ZDNet vertan?

    ### Ab sofort verlangt Google nur noch fünf Prozent des App-Verkaufspreises als Provision. Damit liegt es weit unter dem Konkurrenten Apple, der 30 Prozent einbehält. ###

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    12.05.2011 Link zum Kommentar

    Wir haben jetzt alles nochmal durchgesehen, aber hierzu nichts gefunden. Scheint wohl nicht zu stimmen...

  • Na, ich sach ma: Wenn DAS kein Ansporn für weitere Entwickler wäre, sich Android zuzuwenden, was dann? ;-)

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    12.05.2011 Link zum Kommentar

    Wir sind gerade am Verifizieren...

  • Google verlangt jetzt nur noch 5 anstelle von 30% Provision von den Entwicklern? Ist das korrekt?

  • Also bei meinem Account fürs iPad konnte ich bei "Bezahlmöglichkeiten" "Keine" anklicken und dann die Apps mit den PrePaid-Karten vom Elektronikmarkt, Supermarkt, Kiosk, Tanke, usw bezahlen.


    Zu PayPal:

    Bei einem 79cent App gehen alleine 38cent, also 48% der Einnahmen, an PayPal. Bei 2€ sind es immer noch 43cent, also immerhin 22% der Einnahmen die an PayPal gehen. Das lohnt sich doch kaum bei so kleinen Preisen !?

  • Das ist richtig, aber ich entsinne mich, dass ich ohne Angabe der Kreditkarte keine Apps kaufen konnte. Bin mir aber nicht sicher, da ich schon lange keine IPhone habe.

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    12.05.2011 Link zum Kommentar

    @Julian: Naja, ich glaube, es wird absolute Nischen geben. Und das ist auch gut so :) Sonst macht es natürlich keinen Sinn!

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