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3 Min Lesezeit 27 Kommentare

Fennec Browser: macht er Google Market, App Store & Co. obsolet?

Vom "Wüstenfuchs" gibt es in den letzten Tagen allerhand zu lesen! Erst gestern haben wir hier auch bei AndroidPIT darüber geschrieben. Bisher ging es aber vor allem um die Frage, wann die mobile Version von Firefox denn nun endlich auch bei Android auf den Mobiltelefonen erscheint. Wir alle können es kaum mehr erwarten!

 

Was ich allerdings heute gelesen habe, ist eine wirklich neue Geschichte, bzw. Theorie, die ich außerordentlich interessant finde. Denn bei Wallstreet Online war heute zu lesen, dass Fennec eventuell den App Store beim iPhone, aber auch den Google Market bei Android obsolet machen könnte. Die These wird darauf gestützt, dass es vielen Entwicklern bald zum Halse heraus hängen könnte, dass sie für mehrere Plattformen Apps entwickeln - und pflegen (!) - müssen. Fennec aber unterstützt, wie sein großer Bruder Firefox auch, sogenannte Plugins. Plugins sind Programme, die herunter geladen, installiert und vom Browser heraus gestartet werden können. 

Die Idee könnte also sein, dass Entwickler versuchen ihre Apps für Fennec zu entwickeln und diese darüber gestartet werden könnten. Die Idee klingt zunächst ganz plausibel. Ist sie aber auch realistisch? Hier nur einige Punkte, ohne die gesamte Idee bewerten zu wollen - ich habe darüber noch nicht genügend nachgedacht:

  • Ganz grundsätzlich kann man tatsächlich sagen, dass Entwickler kein leichtes Los haben. Stores für Applikationen entwickeln sich gerade inflationär. Irgendwie hat man den Eindruck, dass jeder mitmischen möchte. Jeder Hardwarehersteller versuchts, die Carrier fangen damit an (Vodafone wird einen eigenen Store bringen) und nun kommen auch noch weitere Betriebssysteme dazu, die ebenfalls noch eigene Ecosysteme aufbauen wollen (siehe "Bada" von Samsung). 

    Der Aufwand für die Entwickler ist wahnsinnig hoch. Zum Einen muss natürlich für jeden Store das Programm portiert, zum Anderen aber VOR ALLEM gepflegt werden. Updates, neue Versionen, etc. - jeder Store braucht ja die neueste Version! 
     


  • Der große Aufwand wird sich dann auch irgendwann in höheren Preisen für die Apps niederschlagen. Denn es ist ja nicht so, dass die Entwickler mehr verkaufen! Der Bedarf verteilt sich einfach nur auf die verschiedenen Plattformen.

    Ergo: um die Kosten zu decken, müssen die Preise erhöht werden!
     


  • Wie genau soll das bei Fennec funktionieren? Bisher sind Plugins beim Firefox kostenlos! Damit Fennec aber wirklich eine Gefahr für die Stores werden kann, müsste auch hier ein Monetarisierungsmodell implementiert werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Entwickler ganz grundsätzlich bereit sein werden Ihre Programme zu verschenken.
     
  • Das wiederum heißt aber: die Mozilla Corp., Betreiberin von Firefox und auch von Fennec, hätte plötzlich ein Geschäftsmodell. Wäre das nicht auch eine Gefahr? Immerhin gibt es bisher alles kostenlos. Viele könnten sich auch abwenden... 

 

Wie gesagt: alles noch nicht in die Tiefe durchdacht und einfach mal für Euch niedergeschrieben. Ich wollte diese News aber dann doch so schnell als möglich posten. 

Denn ein Fennckchen, äh Fünkchen Wahrheit ist hier sicherlich dran! 

27 Kommentare

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  • hey, die haben meinen namen geklaut!

    egal. das einzige was mich an der idee stört, wehre es immer den browser starten zu müssen um eine app zum laufen zu kriegen. das kostet sicher (wenn auch nur wenig) akkulaufzeit.
    sorry, ich hab nur die hälfte der posts vor mir gelesen


  • @ Daniel B.

    Zitat
    19.12.2009 21:14:13

    so ein Unsinn.
    Ein Browser kann,egal auf welchem BS keine Hardware ansteuern.Das bedingt das Sandbox Prinzip über das wir alle nur froh sein können.
    Um das technisch zu realisieren müsste der BS Hersteller Steuerelemente bereitstellen (wie ActiveX auf Win) und das wird sicher niemals der Fall sein da kein BS Hersteller da einen Nutzen hätte.
    Sowas können echt nur Leute von sich geben die ChromeOS für ein Betriebssystem halten.
    Man sollte halt schon wissen wie Software funktioniert und wie eben nicht.
    Zitatende

    Daniel, hier kann ich nicht ruhig bleiben !

    Ich war begeistert von diesem Forum, weil hier sachlich und höflich miteinander umgegangen wurde. Das sollte auch so bleiben.

    Wir sollten nicht, wie gesehen in einem Spiegel Online Forum, spätpubertär aufeinander losgehen. Da haben sich die Leute über das Thema ´Iphone vs. Android OS´ brutal beschimpft i.S. ´ich würde mich schämen, mit einem IPhone rumzulaufen´ oder ´IPhonebesitzer sind doch dieselben Leute, die Porsche fahren´ und schlimmer.

    Nein, es weiß nicht jeder, der hier etwas schreibt und/oder fragt, wie Software funktioniert, denke ich mal. Und wenn er denn etwas schreibt, was widerlegbar ist, dann klär uns auf. Ich denke, wir sind alle dankbar, wenn wir - auch von Dir - etwas lernen können. Wir sind in diesem Forum, um mehr über unsere gemeinsamen Spielzeuge ´Androidsmartphone´ zu erfahren - und das weiter mit Spaß.

    Ich schreibe dies als - ziemlich sicher - der Älteste in diesem Forum mit 67 ( also fast 100 ) - und es ist auch nicht böse gemeint. Es ist nur eine Bitte.

    Bodo


  • Ich glaube vom Konzept war es so gedacht das man halt irgendeine App in seinem Menü hat wenn man diese Öffnet wird im Hintergrund Fennec geladen, der Anwender selber sieht aber nicht das er im Browser ist und sieht einfach nur die "eigentliche app". Die Idee ist ja nicht neu.

    "Ich denke in Zunkunft wird sich ein OS als fast Standard durchsetzen"
    Das denke ich auch. Meiner Meinung das, das als erstes das Problem mit den Akkus und die anderen Kinderkrankheiten in den Griff bekommt.


  • http://www.netzwelt.de/download/8899-mozilla-fennec.html
    Hab mal den Link zum Downloaden des Frennec Browsers.
    Hab ihn getestet auf Windows Vista. Denke mal wenn das auf dem Android Phone so läuft is ja genial. Macht laune.


  • Es wäre schön, wenn es Mozilla als auch vor allem Opera überhaupt mal schaffen einen vernünftigen Browser für Android auf den Markt zu bringen.
    Bisher lese ich seit Monaten (oder Jahren) nur was von irgendwelchen Konzepten, von Alphavrsionen, nicht öffentlichen Betaversionen.
    Besonders für Oper, ale führendes Unternehmen für mobile broweser, finde ich das langsam nur noch peinlich.
    Version 4.2 kann man als Broweser für Tochscreen-Handys schwerlich ernst nehmen.
    Wenn man bedenkt, wie lange es das Android-SDK mittlerweile gibt.

    Wenn sie einen stabilen Browser auf den Markt gekriegt haben, dann mache ich mir Gedanken über Plugins oder Weiteres.
    Bis dahin nutze ich Steel. Dolphin, der anscheinend irgendwas immer nach Hause funkt und auf meinen G1 viel zu viel Speicher frißt, ist keine Alternative.

    Gruß


  • allein darüfer könnte man schon wieder einen eigenen Fred auf machen...

    ich denke in Zunkunft wird sich ein OS als fast Standard durchsetzen, ich hoffe und denke Android. Aber es wird immer noch andere geben (iPhone, BB...)
    das ist eigentlich auch ganz gut, sonst wäre nämlich auch keine Konkurrenz da. Aber vereinheitlichen könnten sie sich schon ein bisschen...


  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    20.12.2009 Link zum Kommentar

    Die Handyhersteller werden sich niemals auf ein OS einigen. Das sieht man doch an Nokia, die stur an Symbian festhalten und jetzt auch Maemo ins Rennen werfen. Man sieht es an Samsung mit Bada. Ich glaube, es werden noch weitere kommen. Oder noch besser: das Rennen um Palm ist bald eröffnet! Palm wird unter Druck geraten und gekauft werden. Palm OS mit viel Geld hätte sicherlich Chancen...


  • Halte die ganze Idee persönlich für kompletten Schwachsinn. Erinnert mich ein wenig an Nero. Das war mal eine super Brennsoftware, jetzt ist es ein völlig überladener Mist.
    Ein paar Plugins, welche Browser nah sind, sind ja ganz sinnvoll. Aber wer will schon den Browser starten um mp3s zu hören.

    Vielmehr sollten sich die Handyhersteller mal auf ein Betriebsystem einigen anstatt immer wieder das Rad neu zu erfinden. Ich denke Android ist da der richtige Kandidat, da es OS ist.


  • Und wie sollte das z.b. mit einem Desktop Replacement funktionieren:

    beim iPhone: geht gar nicht, weil das nicht erlaubt ist
    Android: funktioniert
    WinMob: funktioniert ganz anders

    Also ich denke für die einfachsten Anwendungen funktioniert das vielleicht einwandfrei, wenns dann aber ins System rein geht, geht da nix mehr...


  • Was meinst du mit eine Sprache für alle, wie soll das denn gehen^^
    Meinst du Geräte bzw OS übergreifend? Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen..

    Daniel hat schon alles gesagt und das vollkommen richtig. Desweiteren werden sich Entwickler in Zukunft eh nur noch auf WM,Android &iPhone OS einstellen müssen, da ich der festen überzeugung bin dass ein Symbian oder ein WebOS auf dauer einfach nicht bestehen werden. Nochmal expliziet zum Artikel: Meiner Meinung nach utopisch. Darauf würde sich ein Apple oder ein Google niemals einlassen. Meint ihr ernsthaft Google lässt sich die Einnahmequelle Android Market wegnehmen, auch wenn es theoretisch möglich wäre? Niemals... Find ich auch völlig legitim.

    Das ist meine Meinung zu dem Thema..

    EDIT: Ich rede hier natürlich nur vom Smartphone-Bereich


  • Also nur nochmal als Bemerkung, es gibt schon professionelle Frameworks die mir Java Code in alle möglichen Sprachen übersetzen können.
    Das bedeutet, ich entwickel eine App in Java und das Framework erstellt mir daraus Code für Android, J2ME, IPhoneOS usw.
    Das ist nix neues und funktioniert wunderbar. Das Framework übernimmt sämtliche übersetzungen, also auch für die Hardwaresteuerung.

    Niemand muss eine App um sie auf mehreren Systemen deployen zu können diese in X Sprachen programmieren.

    @mirko
    Wieso sollte das Java nicht gelungen sein?
    Eine JVM bekomme ich absolut überall zum laufen. Also ich bin gelernter Softwareentwickler und Java Specialist und ich kann dir zur Not mit ner JVM deine Waschmaschine programmieren. Ich kann nicht nachvollziehen wie du zu der Aussage kommst.
    Wieso sollte Google bzw. die Android Community eine neue VM zulassen die einen gigantischen Arbeitsaufwand, Sicherheitsprobleme und Verwaltungsaufwand bedeutet wenn die JVM genau die selbe Aufgabe bereits erwachsen und mächtig erfüllt?
    Und wer ist die Mozilla Found. dass sie sich mit Sun messen könnte bzw. nur den Gedanken daran hätte einer Community wie der von Java was entgegen zu setzen?


  • Also wenn da was passiert, dann kommt eine Sprache für alle... So dass man nicht mehr irgendwas umschreiben muss... Verschiedene Markets und eigene ins System eingetiefte Api's bleiben immer da...


  • Hmm klingt interessant, allerdings denke ich, wenn viele PlugIns über den Browser laufen muss der Ständig aktiv sein... das bedeutet doch, dass der Stromverbrauch hochgezogen wird... hmmm gefällt mir nicht so ganz ^^


  • Hab ich noch nicht näher angeschaut, aber das hier: http://xmlvm.org/overview/ hört sich zumindest mal interessant an; außerdem gibts noch "Appcelerator", ein kurzer Test vor einiger Zeit ergab jedoch, das da noch einiges getan werden muß, bevor deren große Sprüche annähernd glaubhaft werden ;-)
    ...aber das ist hier wohl offtopic :-}


  • ich denke auch das ist wunschdenken, klar wäre es genial, aber ich denke, nicht umsetzbar. falls technisch ja, wird es an vielen punkten scheitern, die auch schon angesprochen worden sind.

    aber träumen darf man ja ;)


  • Was hier noch nicht angesprochen wurde: im Artikel ist davon die Rede, das man dann Apps für Android und iPhone gleichzeitig herstellen könnte; das würde aber voraussetzen, das Fennec für iPhone kommt; das wiederum wird nicht passieren, zumindest nicht via AppStore, weil das Apples Gesetzen widerspricht und zwar gleich in mehreren Punkten (keine Funktionalität des Systems ersetzen [hier: Browser], keinen Code selber ausführen [hier: Plugins]).


  • Also Fabien sprach von ein bisschen mehr Phantasie und so stelle ich mir jetzt mal Folgendes vor:

    Natürlich wäre es eine geniale Sache für den Entwickler, mit nur einer Programmversion (Fennce-Plugin) auf allen Smartphones lauffähig zu sein. Damit man aber auch interessante Programme schreiben kann, muss es natürlich Zugriff auf die besonderen Eigenschaften moderner Smartphones haben. Also GPS, Bewegungssensor usw. Das hat ein Browser erstmal nicht. Nun stelle ich mir vor Fence wird dahingehend erweiter, dass er eine API für den Hardwarezugriff bereitstellt. Ein entsprechendes Sicherheitskonzept sorgt dafür, dass der User sehen kann, was das „Plugin“ benutzt und er entscheidet, ob er das will. Genau so etwas haben wir ja bei der Android-API auch. Diese Fennceerweiterung wäre und müsste so etwas wie eine virtuelle Maschine sein, denn sie muss ihre Hardwareumgebung genaustens kennen und für den Entwickler eine abstrakte Ebene zur Verfügung stellen auf der programmiert wird. Letztendlich müsste man das Java Konzept „write once, run everywhere“ nochmals erfinden. Dass es mit Java bis heute noch nicht wirklich gelungen ist, heißt ja nicht, dass es nicht möglich wäre.

    Nun stelle ich mir vor die Mozilla Mitarbeiter knacken die Nuss. Wie genial wäre das denn? Das würde in der Tat einiges obsolet machen.


  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    19.12.2009 Link zum Kommentar

    Hi Daniel, okay, sorry, ich wollte nicht empfindlich wirken... :)

    Ich selber glaube nur, dass irgendwas bei den Apps passieren muss. Es entstehen lauter neue App Stores und ich weiss nicht wie das funktionieren soll. Es gibt zu viele "Markets" für zu wenig "Markt"...

    Wie es technisch aussehen kann? Ich weiss es nicht ! Das habe ich auch gar nicht wirklich durchdacht. Aber ich kann mir vorstellen, dass es Möglichkeiten geben wird (und muss), um die Market-Situation zu konsolidieren...


  • @fabien
    ich hab damit doch nicht dich gemeint.sorry wenn das so rüber kam.
    Es geht darum,dass die Kernaussage dem gleich kommt das Pioneer behauptet meinen BMW über das Autoradio steuern zu können.

    und zum Wunschdenken des Mozilla Mitarbeiters.Google nennt ChromOS auch "Betriebssystem" obwohl es nur ein Browser ist der auf Linux läuft.
    Das ist nicht mehr als Marketing.

    Schlicht und ergreifend ist es technisch vollkommen unmöglich per Browser auf Hardwaresteuerung zuzugreifen.Und das ist sehr sehr gut so.
    Stell dir mal die Konsequenzen einer solchen Möglichkeit vor.Erinnert das jemanden an alte Zeiten wo eine Website ActiveX ungefragt ausführen konnte?

    Es gibt Frameworks die Javacode in proprietären Code für so gut wie jedes Mobile OS übersetzen können.Kein Entwickler muss eine App doppelt programmieren um sie zB für Android und das iPhone zu deployen.
    Also wäre auch diese Argument ausgeräumt.

    Wieso sollte Google Steuerelemente entwickeln mit denen man riesige Sicherheitslücken in Android reißt,nur um Mozilla,einem Konkurenten,die Möglichkeit zu geben vollwertige Apps steuern zu können.
    Von Apple ganz zu schweigen.
    Gut,Mozilla könnte einen eigenen Fork von Android entwickeln und selber diese Steuerelemente implementieren. Aber erstens würde niemand ein Android von Mozilla dem von Google vorziehen aufgrund der kranken Sicherheitslücken und zweitens wäre dann Android das einzige System mit dem das funktionieren würde,da alle anderen ClosedSource sind.

    Ich hoff das war sachlicher.


  • "Und was machen dann Google, Apple und Co.? "
    Wieso? Apple schmeißt sowas einfach aus dem Store, wie sie es schon immer machen. :)

    Aber mal ehrlich ich verstehe nicht, wie man darauf kommt, dass eine Pluginschnittstelle sowas ersetzen soll. Da fehlen soviele Möglichkeiten. Ich finde es jetzt als Anwender auch nicht wünschenswert.

    Außerdem würde Mozilla wohl Google nicht hintergehen. Mozilla wäre ohne das Geld von Google nichts. Man beißt nicht die Hand, die einen füttert.

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