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Facebook: Don't "like" it?

Als "Facebook-Abstinenzler" konnte ich mir bei dieser Meldung ein Grinsen nun wirklich nicht verkneifen: Der "Like"-Button gerichtlich verboten? Bei einer mit 50.000 Euro Bussgeld belegten Strafandrohung? Holla. Ich meine, man muss es ja nicht mögen. Und wer es nicht mag, muss es ja nicht nutzen. Doch das ULD Schleswig-Holstein ist felsenfest der Meinung: Dieser Button verletzt die Privatsphäre...

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Don't like Facebook

Ein Scherz? Scheinbar nicht. Die Meldung taucht in diversen englischen Blogs auf, aber auch als offizielle Pressemeldung beim Urheber, dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz (ULD) Schleswig-Holstein. Zur Begründung heißt es:

Nach eingehender technischer und rechtlicher Analyse kommt das ULD zu dem Ergebnis, dass derartige Angebote gegen das Telemediengesetz (TMG) und gegen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) bzw. das Landesdatenschutzgesetz Schleswig-Holstein (LDSG SH) verstoßen. Bei Nutzung der Facebook-Dienste erfolgt eine Datenweitergabe von Verkehrs- und Inhaltsdaten in die USA und eine qualifizierte Rückmeldung an den Betreiber hinsichtlich der Nutzung des Angebots, die sog. Reichweitenanalyse. Wer einmal bei Facebook war oder ein Plugin genutzt hat, der muss davon ausgehen, dass er von dem Unternehmen zwei Jahre lang getrackt wird. Bei Facebook wird eine umfassende persönliche, bei Mitgliedern sogar eine personifizierte Profilbildung vorgenommen. Diese Abläufe verstoßen gegen deutsches und europäisches Datenschutzrecht. Es erfolgt keine hinreichende Information der betroffenen Nutzerinnen und Nutzer; diesen wird kein Wahlrecht zugestanden; die Formulierungen in den Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien von Facebook genügen nicht annähernd den rechtlichen Anforderungen an gesetzeskonforme Hinweise, an wirksame Datenschutzeinwilligungen und an allgemeine Geschäftsbedingungen.

Alle Webseiten-Betreiber in Schleswig-Holstein sind nun aufgefordert, die Facebook "Like" Buttons bis Ende September von allen ihren Seiten zu entfernen. Wer dies unterlässt, dem droht ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro.

35 Kommentare

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  • My1 30.06.2013 Link zum Kommentar

    eine Methode um das zu umgehen wird zb auch bei Heise angewendet, da muss man noch nen klick vorher machen, dass der Button aktiviert wird...

  • Izzy
    • Blogger
    23.08.2011 Link zum Kommentar

    *Schock* Bei Amazon gibt es einen "Mag-Ich-Button", der doch sehr an FB erinnert. Zum Glück aber wohl doch nur ein Amazon-eigener Button...

  • Bei Googles +1 werden die Daten nur übertragen wenn der benutzer auf +1 klickt. Nicht schon, wie bei Facebook, wenn er nur eingeloggt ist und eine Seite aufruft die einen Button als iframe eingebunden hat.

  • +1

  • +1....genau...man sollte auch endlich mal den Mut haben das dann durch zuziehen...und nicht immer kuschen. Facebook in seine gesetzlichen Schranken fassen ist super. Wenn einer bei Ebay einen falschen Satz schreibt wird er sofort verklagt und muss zahlen. Facebook darf alles. Wo kommen wir denn da hin...

  • Das mit uci-kinowelt.de löst das Problem nicht. Denn wenn ein User den Button sieht, ist es bereits zu spät. Ist der User nicht bei Facebook angemeldet, so werden trotzdem Daten im lokalen Cookie gesammelt. Meldet sich der User zu einem späteren Zeitpunkt bei Facebook an oder erstellt sich einen Account, werden die Daten (und zwar alle, die im Laufe der Zeit gesammelt wurden) zu Facebook übertragen.
    Kinowelt muss also vorher die User fragen, ob sie die Seite mit oder ohne LIKE-Buttons sehen möchten.

  • www.uci-kinowelt.de: "Achtung: Diese Website verwendet facebook Plugins - sind Sie bei facebook eingeloggt, werden Daten an facebook übertragen. Mehr Infos dazu gibt es hier!"
    Steht dort ganz oben auch schon seit einigen Monaten..

  • I LIKE *grins*

  • Eine kleine Klarstellung. Wenn der Button auf der seite installiert wird, dann wird lediglich das iFtame geladen.
    Ja. Das Laden des Buttons überträgt daten an Facebook. Und zwar: IP, Browser/Betriebssystem,...
    Jedoch unterscheidet das BDSG zwischen Personenbezogenen Daten" znd "Nicht Personenbezogenen Daten". Und solange man bei FB nicht registriert ist, werden keine "Personenbezogene Daten" verknüpft. Und wenn man registriert ist, dann hat man eingewilligt.
    Ich bin der Auffassung, dass wenn jemand im Internet unterwegs ist, dann sollte er sich schon erkundigen was, wie, wo. Wenn man sich bei einem SN registriert, dann trifft man die Entscheidung selbst. Aber sobald was passiert, dann sollen die anderen die Verantwortung tragen.

    Und überhaupt. Langsam kriege ich das Gefühl, dass die ganzen Datenschützer komplett verrückt werden. Oder sie müssen irgendwie ihre Gehälter rechtfertigen. Und das geht am besten mit einer Hetzjagt.

  • Ich nutze soziale Netzwerke nicht und deren Existenz wäre mir völlig egal. Nur sorgt die Existenz dieses Buttons dafür das auch diejenigen, die soziale Netze überhaupt nicht nutzen "überwacht" werden können. Das ist mir dann nicht mehr egal.
    (Nur nochmal zur Klarstellung: Man muß den Button nicht nutzen damit dies möglich ist. Gibt es viele Artikel in Heise zu, z.B. )
    Nur wird sich daran nichts ändern. Bei Dingen des Datenschutzes gelten bisher nur zwei Regeln. Betrifft es nicht die nationale "Sicherheit" passiert letzendlich nichts. Betrifft es diese, bzw. glauben die Regierungen das es diese betrifft, kommen die Irwitzigsten Restriktionen die sogar durchgesetzt werden.

  • @Thorben: Das Problem ist, das der Like button, nicht einfach nur ein "Link" ist. Es ist ein iFrame und der Inhalt eines Iframe kommt von Servern vom Fratzenbuch. Und durch die anfragen vom browser an den fratzenbuch server und den mitgesendeten cookies etc, kann facebook suuuuper personalisierte bewegungsprofile erstellen.

    Aus rein technischer sicht, könnte also morgen ohne dein zutun auf deinem Facebook profil stehn Thorben M. guckt sich grade die news XZY auf AndroidPit.de an, vorher war er auf www.youpo...tube.com und war dann ca 15minuten inaktiv bevor er weitergesurft ist." Und das alles nur, weil jeder unbedingt einen Like button auf seiner seite haben will :)

  • mann was für arschlöcher. die attackieren damit ganze marketing kampagnen die geld gekostet haben, aber das interessiert diese nix-checker natürlich nicht. sollen sie doch zurück in ihre höhle gehen und mit kohle bilder an die wand malen.

  • Naja, wieder mal ein Sommerloch. Dumm nur das das Landesdatenschutzministerium mal wieder außerhalb seiner Zuständigkeit handelt ;-), Zuständig ist das Bundesdatenschutzministerium und da sieht man das etwas anders.

    Persönlich würde ich den "Like" Button auch als "Link" zu einer fremden Webseite sehen und damit grundsätzlich erlaubt. Die Bekanntheit des Buttons ist gleichseitig auch seine Legitimation, jeder weiß wo hin der Link führt und willigt mit dem Klicken ein, die Inhalte zu konsumieren. ;-)

  • deutsche gerichte, behörden und was sonst noch urteilen immer sonderbarer...

  • "I don't like" Facebook insgesamt!

  • bei +1 kann ich meinen Namen verbergen lassen. Das geht glaub ich bei Fazebook nicht.

  • Izzy
    • Blogger
    21.08.2011 Link zum Kommentar

    @Rene K.: Ich habe das "Gericht" oben korrigiert, Danke für die Erinnerung!

  •   14

    Die App hier braucht mal einen +1 Button. Nein, ehrlich.

  • Was viele hier nicht verstehen, ist, dass Facebook auch dann Informationen über die Benutzer sammelt, wenn der Knopf nicht beachtet wird. Ausloggen ist übrigens auch kein Schutz.

  • Facebook ist halt am populärsten und deshalb wohl im Fokus.

    Aber z. B. Google Analytics war ja auch schon mal vom Hamburger Datenschutzbeauftragten angegangen worden.

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