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Evil or Good? Google wirft die Android App "Grooveshark" aus dem Android Market

 

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Derzeit häufen sich die Vorkommen, die man vielleicht von Apple, aber bestimmt nicht von Google bei Android erwartet hätte. Erst wird der Emulator "PSX4Droid" mehr oder weniger leise aus dem Android Market entfernt. Nun erwischt es die überaus beliebte und erfolgreiche Android App "Grooveshark".

Wir wurden eben über Twitter von einem User hingewiesen, dass Grooveshark ebenfalls aus dem Android Market entfernt wurde. Unsere Recherchen bestätigten dies. Google begründet das Vorgehen damit, dass Grooveshark die Nutzungsbedingungen des Android Markets verletzt hätte. Gegen Grooveshark laufen derzeit noch Verfahren wegen Urheberrechtsverletzungen, u. a. von Warner Music Group. Grooveshark wurde übrigens auch schon im August vergangenen Jahres aus dem Apple App Store verbannt. Es ist natürlich immer bedenklich, wenn Unternehmen wie Grooveshark sich nicht an Gesetze halten und Urheberrechte verletzen.

Man muss sich aber dennoch fragen, warum der Rauswurf gerade zum jetzigen Zeitpunkt kommt. Ist es der Druck der Musikindustrie, dem Google nun nicht mehr standhalten kann? Oder steckt am Ende nun vielleicht doch die Abkehr des "wir-bei-Android-sind-irgendwie-offen-für-alles"-Images, das Google nun eingeleitet hat?

Was meint Ihr?

 

Quelle: CNET / Twitter

19 Kommentare

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  • Naja, ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Google nun anfangen wird den Market effektiv auszumisten und ein Team dafür bildet bzw. einsetzt. Zuerst fliegen die Urheberrechtlichen Dinge raus und danach überflüssiger schrott und im gleichen Atemzug sicher auch Apps die nicht mehr kompatibel mit den aktuelleren Versionen von Android sind.

  • Ich denke das Thema muss man nicht künstlich aufbauschen. Es ist Googles . gutes Recht und auch Pflicht gegen solche Anwendungen vorzugehen. Und ob der Zeitpunkt jetzt ist oder schon vor paar Monaten ist eigentlich komplett irrelevant.

  • Ich glaube nicht dass das Google ist die hier irgendetwas machen. Google stellt sich ja in der Regel als Partei dar die eine Plattform bereitstellt (wie z.B. Youtube, oder den Android Market), und diese komplett unmoderiert lässt. Diese komplette Abwesenheit jeglicher Prüfung des Market-Inhaltes seitens Googles ist sowie ich das verstehe eine Grundvoraussetzung dafür dass Google nicht für den Vertrieb illegaler Inhalte auf diesen Plattformen haftet. Siehe hierzu Viacom vs. Google: http://www.cyberlawcurrents.com/?p=1123

    So wie ich das Urteil verstehe funktioniert das wie folgt: Solange Google die Inhalte nicht anschaut (also nicht moderiert), haben sie keine aktive Kenntnis von Copyright Verletzungen. Ohne aktive Kenntnis solcher Verletzungen sind sie für diese auch nicht haftbar. Sollte Google umgekehrt mit irgendeiner Art von proaktiver Moderation anfangen, erlangt Google durch diese Moderation zwangsweise Kenntnis der Inhalte. Wenn dann trotzdem illegale Inhalte veröffentlich werden kann Google nicht mehr auf unwissend plädieren und ist mit haftbar.

    Für Google ist es damit wesentlich Apps nicht proaktiv zu entfernen (weil das ja Moderation wäre), sondern ausschliesslich auf entsprechende Anforderungen von Urheberrechts-Inhabern zu reagieren. Mit anderen Worten, ich denke das war eher Sony denn Google die hier aktiv geworden sind.

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    08.04.2011 Link zum Kommentar

    Ich bin ganz und gar FÜR die Einhaltung der Gesetze und gegen Urheberrechtsverletzungen. Was man sich aber natürlich fragen muss, ist, warum Google gerade jetzt so stark gegen diese Apps vorgeht, obwohl es diese schon seit vielen Monaten gibt. Bisher hat sich keiner darum gekümmert.

  • Seh nicht so ganz was das mit gut oder böse zu tun hat. Wenn jemand eine App veröffentlicht die auf Diebstahl meines geistigen Eigentums aufbaut, wäre ich ganz schön sauer wenn Google diese nicht vom Market entfernt. Das wäre ja noch schöner. Woher kommt die Idee dass der Market ein rechtsfreier Raum ist?

    Kritischer finde ich die Fälle in denen Google Apps entfernt weil diese den eigenen wirtschaftlichen Interessen widersprechen, z.B. Clients für Alternative Marktplätze. Oder z.B. Tethering Apps vom US Market entfernt weil die AT&T nicht gefallen. Da werden rigeros eigene wirtschaftliche Interessen durchgepaukt. Wie letztlich von einem regulären Wirtschaftsunternehmen zu erwarten. Man sollte nicht den Fehler machen Sergey Brin mit Linus Torvalds zu verwechseln.

  • Es handelt sich bei Emulatoren ja doch um reengeneering auch wenn kein Originalcode verwendet wird. Wirklich legal ist doch anders. Insofern OK vom Google Market. Und offen bleibt Android doch, denn die Installation bleibt weiter möglich. (Aus andern Quellen) Ebenso die Nutzung. Finde das nicht wirklich schlimm von Google.

  • Was passiert in so einem Fall mit dem Preis der App? Ist man da als Käufer einfach geprellt worden?
    Gerade PSX4droid schien mir rechtlich korrekt, weil darauf geachtet wurde, kein Bios der Playstation beizulegen.

  • Android wird erwachsen - endlich! :-) Das bedeutet das seriöse Entwickler endlich auch ihre Apps portieren werden - Super!

  •   10

    Ich finds gut! gibt im market noch so manche app wo man sich frägt was der urheber dazu sagen würde.. ich sag nur mario oder pokemon. ganze spiele als komplett packet mit emulator.. immer raus damit!

  • Also, da Google ja bald auch music-streaming a la Amazon anbieten will kann ich mir schon vorstellen das jetzt die Bedingungen der Musikindustrie durchgesetzt werden "müssen".

  • Guter Einwand, wenn auch ein "offizieller" Market trotz möglicher Alternativen imho ein etwas anderes Gewicht hat.
    Wie hält's denn der AndroidPit-Markt mit Apps, die gegen irgendwelche Rechte verstoßen? Gerade hierzulande ist das mit dem misratenen Abmahnrecht ja schon recht riskant...

  • Yey :-) Macht euren einfach besser als die anderen... dann braucht ihr die anderen nicht schlecht zu machen...

  • Vielleicht ist es auch einfach nur Pech für Google gewesen, dass jetzt alles auf ein mal aufschlägt. So ähnlich ist es doch auch im Haushalt: geht irgendetwas kaputt, lassen weitere Defekte nicht lange auf sich warten ^^
    Ich finds gut, dass Google die App rausgenommen hat. Mit Urheberrechtsverletzungen ist nun mal nicht zu spaßen.

  • Google handelt richtig. Sie würden sonst den Vertrieb von illegal erworbenem Content unterstützen.

  • Youtube hat aber mit einzelnen Labels Verträge, so das deren Musik nicht gelöscht werden. Fern davon haben aber doch die Musikindustrie das Recht dagegen vorzugehen.Mit welchen Recht sollte Google mit fremden Inhalten profitieren? Hier nimmt sich Google eh schon sehr viel raus.

    Meiner Meinung ist das der richtige Schritt, wenn Google in der Sparte ernst genommen werden will. Hoffe aber, dass es nicht nur die großen Anbieter trifft, sondern der Markt insgesamt aufgeräumt wird.

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    07.04.2011 Link zum Kommentar

    Das bei YouTube ist aber vor allem die GEMA. Sonst wäre ja der Hinweis "Dieser Inhalt ist in _DEINEM_ Land nicht verfügbar" obsolet. Da müssten die es gleich weltweit rausnehmen.

  •   34

    Ja das passt sehr gut, denn ich kann nicht auf der einen Seite verhandeln und hintenrum das ganze System aushebeln und weiter Gesetzesbrüche zulassen. Das hat ein Österreicher vor gut 60 Jahren auch schonmal gemacht, gut gegangen ist das nicht wirklich.

    Ich kann als großer Konzern in der heutigen Zeit der Abmahnwut nicht offen zu Urheberrechtsverstößen stehen.
    Schonmal bei YouTube vorbeigeschaut was da alles gelöscht wird? Glaubst du die machen das freiwillig?

  • Wenn man sich diese Nachricht mal im Kontext der Vorhaben von Google ansieht, kommt das doch genau richtig.
    Google verhandelt doch - Gerüchten entsprechend - im Augenblick mit der Musikindustrie. Also passt das doch wie Faust aufs Auge oder nicht?

  • ich glaube es ist einfach am sinnvollsten sich aus Urheberrechtsstreitigkeiten raus zu halten. Allein der Fakt, dass man sich es nicht nur mit einem einzigen Künstler sondern gleich dem Label und zuletzt der Branche verscherzt...
    Ob Google selbst dafür so viel kann sei dahingestellt, bestimmt kamen Anfragen die zum Ausschluss der Apps geführt haben (beides Sony nehme ich stark an :P) Wer PSP oder PS besitzt weiß wie sehr Sony gegen Grauzonen und Freiräume kämpf.

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