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Warum Smartphones nicht die klassische Kamera ablösen

Die top Farbe unter Autos ist schwarz. Das muss bei Top-Smartphones nicht auch noch sein:

Wähle Mocha Brown oder Midnight Blue.

VS
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    Mocha Brown
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    Midnight Blue

(Bild: Sony)

Während Megapixel, Sensoren und Bildbearbeitungs-Software stetig verbessert werden, haben viele den Niedergang der „klassischen“ Kamera vorhergesehen. Diese Prophezeiungen haben sich aber bisher als falsch erwiesen. Ganz im Gegenteil scheint es der Industrie sogar sehr gut zu gehen. So wurden beispielsweise aus Japan, dem größten Kamerahersteller der Welt, im Januar drei Mal mehr Kameras exportiert als im gleichen Monat des Jahres 2003. Warum aber hat die „klassische“ Kamera es verweigert abzutreten, während Smartphone-Kameras immer fortgeschrittener werden? 

Ein Grund liegt mit Sicherheit darin, dass das Fotografieren mit Smartphones eigentlich nur einen Hauch dessen bietet, was „echte“ Kameras zu vollbringen vermögen. Dies finden viele aber vielleicht erst dann heraus, wenn sie anfangen, ab und zu Fotos mit Ihrem Smartphone zu schießen, diese aber aufgrund Ihrer Bauweise und Technik doch begrenzt sind. So sieht es also auch ganz danach aus, dass Smartphones eher dafür gesorgt haben, dass mehr Konsumenten sich für den Bereich von digitalen Spiegelreflexkameras und Systemkameras interessiert.

Eine Studie der NPD Group aus vergangenem November zeigte, dass während ein Viertel aller amerikanischen Fotos mit einem Smartphone aufgenommen werden, immer mehr Menschen Kameras mit einem optischen Zoom von 10x und mehr kaufen. „Die Kamera-Fotografie ist definitiv nicht tot“, so die Bildverarbeitungsanalystin Liz Cutting. „Wir sehen aber eine veränderte Haltung gegenüber dem, was Smartphones liefern können. Die Menschen verstehen dies und suchen nach einer besseren Kamera“. In anderen Worten heißt das so viel wie, dass wir mit unseren Smartphones Amateur-Fotos machen um dann Kameras mit optischem Zoom etc. mehr Vertrauen zu schenken, da wir mit diesen anscheinend Bilder machen können, die mit unserem Smartphone nicht möglich sind.

Aber was ist es eigentlich, was klassische Kameras bieten, was Smartphones nicht besitzen? Zum einen wären da natürlich die Art von Sensoren, die in DSLR-Kameras & Co. eingesetzt werden. Diese können durch Ihr Größe wesentlich mehr Licht hereinlassen und dieses besser in elektrische Signale umwandeln. Resultat: bessere Bilder, mehr Details, schönere Farben etc. Vor allem, wenn es um Aufnahmen im Dunkeln geht, macht sich das äußerst schnell bemerkbar. 

Dann wäre da außerdem das Fehlen von optischem Zoom in Smartphones. Durch den digitalen Zoom wird nämlich keinesfalls tatsächlich das Bild näher herangeholt, sondern lediglich der Ausschnitt vergrößert, was bei starker Vergrößerung schnell in äußerst unschöner Unschärfe und Bildrauschen resultiert. Auch fehlt den meisten Smartphone-Kameras eine wirkliche Tiefenschärfe, Bilder wirken dadurch schnell flach und ohne Raum. Dazu kommt weiter, dass die meisten Smartphones (bisher) keinen guten (wenn überhaupt) Bildstabilisator liefern., Und dann wäre auch noch die Sache mit dem Blitz, der in Smartphones bei wenig Licht schnell für überbeleuchtete Bilder und stark verfälschte Farben sorgt. Ach ja, und Megapixel sind natürlich auch nicht alles. Ein Beispiel:

 

(Bild: familysearch.org)

Natürlich haben Smartphone-Kameras auch Ihr Alleinstellungsmerkmal, vor allem der ständige mögliche Einsatz von Apps sorgt für meist ansehnliche Bilder. Nachdem man aber das hundertste Bild mit dem Vintage-Retro-Oldschool-Filter gemacht hat, wird auch das etwas langweilig, vor allem dann, wenn die Fotos alle äußerst generisch und irgendwie „unecht“ wirken (weil jeder, der auch ein Smartphone hat, auch die gleichen Effekte nutzt und bei dieser Art von Bildern mehr der Effekt als das eigentlich Motiv von Interesse zu sein scheint). Wer sich aber einmal etwas mehr mit „echten“ Kameras auseinander setzt merkt schnell, dass zahlreiche Bildbearbeitungs-Programme genau das selbe und noch viel mehr Funktionen bieten, mit denen die Fotos manipuliert werden sollen. Wirklich vorteilhaft ist allerdings dioe Möglichkeit, schnell Fotos in sozialen Netzwerken zu verteilen.

Wie ist das bei Euch? Nutzt Ihr nur Euer Smartphone oder habt Ihr außerdem noch eine „echte“ Kamera, mit der Ihr Bilder macht?

Quelle: Huffington Post

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53 Kommentare

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  • Die Handy-Kamera nutzte ich lediglich zum “schnellen dokumentieren“. Eine DSLR ist (außer in Gewicht) in allen Punkten überlegen. Das Vergleichsfoto dürfte mit einer aktuellen Kamera und vor allem einem vernünftigen Objektiv noch extremer ausgefallen.
    In der Kombination sind mein Handy und meine DSLR ein sehr praktisches Paar: Tack-Aufzeichnung per Handy zur späteren Geo Lokalisierung.


  • jml 27.04.2012 Link zum Kommentar

    @chris
    Ja meine ich :-)

    @DaMaurice
    Ja ich bin Profi und die HD 200 war zwar eine Riesen Investition aber aus Berufliche Sicht motwendigt!

    Sean Stendal ist ein Kolleg und ich arbeite immer wieder mal mit ihm, daher kann ich bezeugen das die Fotos auf seinen Blog Handy-Fotos sind :-)


  • Ich habe zwar eine Digitalkamera, mache Fotos aber meistens mit dem Smartphone.
    Wieso? Weil das Smartphone immer dabei ist.


  • Jede gute Kleinbild Kamera, meinst du damit Kleinbild DSLR?


  • Hab's mir schon gedacht - jetzt ist die Frage um die HD 200 geklärt. ;)
    Bleibt nur noch die Frage um die Fotos von Sean Stendal offen.

    Bei deinem letzten Satz gebe ich dir 100% Recht - wenn jemand nicht das Auge dazu hat, bringt einem die teuerste Ausrüstung nix !!


  • jml 27.04.2012 Link zum Kommentar

    Achso um xie Frage über die HD 200 zu beantworten, ich benütze sie Hauptsächlich im Berufsleben und in Studio und finde idiotisch für alltägliche Schnappschüsse eine solche Kamera mit sich zu schleppen nach den Motto "schaue alle, ich kann es mir leisten und daher bin ich ein super Fotograf!)
    Gute Fotografie hat echt wenig mit Geld zu tun ;-)


  • @jml
    ich würde mal behaupten, dass KEIN Ottonormalverbraucher sich eine Hasselblad HD 200 leisten kann, außer er ist Millionär oder er hat geerbt !
    Daher nehme ich mal an, dass du Forograf bist der dieses Gerät "freigestellt" bekam.

    Bei den Bildern von Sean Stendal steht nirgends, dass er ausschließlich mit Handy fotografiert ... (dennoch sehr schöne Fotos!)


  • jml 27.04.2012 Link zum Kommentar

    Tja, erwischt ;-) Ich gebe zu das ich jeden Tag mit mein Galaxy Note gerne fotografieren, im Zoo wurde ich meine Nikon D3 nehmen aber mit jeder gute Kleinbildkamera wäre ich auch zufrieden für diesen Zweck ;-)

    Ich finde in der Tat das viel moderne Top Handys das Zeug dazu haben in einige Situationen eine normale Kamera zu ersetzen.


  •   45

    meine (D)SLR(S) kann mir nichts ersetzen


  • @jml
    Der Fotograf macht das Foto, die Bilder hätten mit der besten Kompakten jetzt auch nicht besser ausgesehen. Danke für den Link.

    Empfindest du also auch den Unterschied zwischen Top-Smartphone Kamera wie s2/iPhone4s und Kompaktkameras als zu gering um extra Geld auszugeben und vor allem zusätzlich die Kompakte mitzuschleppen?

    btw. "HD 200" O___O ... bin schon bisschen neidisch ;)

    Welche Kamera nimmst du mit wenn du zB. in einen Zoo gehst? Die HD200, Smartphone oder irgendwas dazwischen?


  • jml 27.04.2012 Link zum Kommentar

    MP hat definitiv mit Qualität zu tun!
    Ich arbeite mit eine Hasselblad HD 200 (200 MP) und ja, die Bilder sind natürlich extrem schärfer und Qualitativ besser als jeder Nikon oder co mit 16 oder 18 MP.

    Was die Behauptung angeht das Handys nicht die kreativ Möglichkeiten sowie Schärfentiefe und soweiter bieten, würde vielleicht einen Blick auf die Arbeiten von Sean Stendal (www.seanstendal.blogspot.com) werfen.

    Diesen Fotograf ist dafür bekannt das er ausschließlich mit Handy fotografiert.


  • Für Schnappschüsse und überall da wo ich meine geliebte D7000 nicht dabei habe, macht die Kamera vom DHD auch "recht ordentliche" Bilder.
    Nachbearbeitet werden sie dann per Photoshop, wo man auch noch was rausholen kann, aber an sonsten ist für mich eine gute DSLR Pflicht!


  • Eine handy mit das so dünn ist wie mein sgs 2 wird nie im leben so gute fotos machen können da kann es noch so viele mp habren!! die brennweite einer so flachen linsenkonstruktion ist einfach viel zu gering! da gibt es nichts zu diskutieren selbst mit 41 mp tut sich da nichts das ist fakt! wer etwas anders behauptet hat einfach keine ahnung!


  • Für meine Schnappschüsse reicht die Smartphone Kamera völlig aus. Aber für besondere Bilder (Konzerte etc. ) nehme ich auch lieber die alt geliebte Kamera.


  • Ich persönlich habe schon viele Handys/Smartphones mit mehr oder wenig guten Kameras gehabt. Ich habe auch viele, in meinen Augen sehr ansehnliche Fotos mit ihnen gemacht. Klar kann man so eine Mini-Kamera nicht mit einer richtigen vergleichen. Dazu fehlen einfach die individuellen Einstellmöglichkeiten am Gerät. Es bleibt halt immer ein Zusatzfeature am Handy/Smartphone (und zoomen sollte man nie nie nie und unter keinen Umständen damit!).
    Für mich war bisher das Sony Ericsson C905 das beste Kamerahandy. Was mein aktuelles Gerät bringt, wird sich noch zeigen.

    Und die Bilder während des Aufnehmens von irgendwelchen Apps bearbeiten lassen ist absolut das Letzte (selbes mit Photoshop oder dergleichen am Rechner nachbearbeiten). Dieses ganze Filterzeugs a la Instagram retro gelumpe und wie sie alle heißen, ist POTTENHÄSSLICH!


  • Sergio S., Du hast ins gleiche Horn geblasen das ich jetzt spielen wollte.
    Ein gutes Foto entsteht nicht in der Kamera oder im Smartphone, es entsteht im Kopf des Fotografierenden.
    Ich habe sie schon so oft gesehen, die nichts aussagenden Fotos von selbstverliebten "Fotografen". Der Einheitsbrei der im Internet verbeitet wird. Leider hält sich ja mittlerweile jeder 2. der sich eine digitale Spiegelreflexkamera im Supersonderangebot bei den diversen Elektronikanbietern leisten kann für das Supertalent. Das Ergebnis ist oftmals eine Ansammlung gequirlter Sch...

    Hinzufügen muss ich jedoch auch, dass ich in spontanen Situationen gerne mein Galaxy Nexus zücke und Schnappschüsse mache. Da kommt es mir dann aber eben auch nicht auf Qualität an, es soll einfach eine kleine Erinnerung festgehalten werden. Ich denke, dass es der riesengroße Vorteil und vielleicht sogar auch gleichzeitig der Fluch ist immer und überall alles festhalten zu können.

    Ich persönlich bin zwar noch sehr jung, fahre aber seit Jahren auf der analogen Schiene. Ich habe vor einigen Jahren von meinem Vater die Kamera seines Vaters bekommen. Es handelt sich dabei um eine Spiegelreflex die damals als modern gehandelt wurde weil sie eine Belichtungsmessung mit an Bord hatte. Wohlgemerkt "nur" eine -messung. Keine Automatik, kein Autofocus, kein elektronischer Zoom. An dieser Kamera habe ich "richtig" fotografieren gelernt weil ich die Umstände unter denen das Bild entstehen soll mit einbeziehen musste. Das hat meiner Meinung nach unheimlich trainiert und so kann ich auch heute noch sehr gut ohne Elektronik auskommen die mir sagt und in manchen Fällen sogar vorgibt wie etwas einzustellen ist. Mittlerweile zähle ich viele analoge Kameras zu meinem Fuhrpark. Diverse Kleinbildformate, zwei Mittelformatkameras, zwei Polaroids, ein paar "echte" Lomo´s (die altbekannte LC-A ist auch dabei), ...
    Bei der Fotografie mit Film kommt sogar noch ein spannender Bereich dazu: Das Filmmaterial.
    Und mit ihm muss man auch die äußeren Umstände berücksichtigen und einplanen (oder sich ganz bewusst überaschen lassen). Das finde ich so spannend und herausfordernd an der analogen Fotografie. Manchmal kommen so ganz andere Ergebnisse zu Tage als man es sich ausgemalt hat. Und das sehe ich durchaus als Vorteil zu allen Instagram und was-weiss-ich-wie-sie-alle-heißen-Apps: Man bekommt wirklich individuelle Ergebnisse!


    PS Und trotzdem habe ich tatsächlich auch ein paar digitale Kameras hier... ;-)


  •   18

    wenn mir mal einer ne systemcam spendieren würde,ich würde mich freuen. ne schöne nikon one, etc etc , aber auch die kosten nicht gerade wenig geld, leider, die cams in den handys reichen mal für postkartengröße etc etc , was ja auch nicht so verkehrt ist. und eines mu ß man sich immer sagen, je mehr funktionen so ein gerät hat desto öfters ist es das andere sachen in sachen qualität auf der strecke bleiben!!


  •   18

    frage mich was passieren könnte wenn man die bildsensoren von leica verbaut und auch die objektive, hm


  • Wem nützt die beste (Handy) -Kamera, wenn dahinter das Talent fehlt. ;-)


  • NPDgroup ist das so richtig? könnte man schnell verwechseln.oder?Ihr hättet den Namen besser ausgeschrieben,besonders hier in Deutschland.LG

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