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Als ich vor einigen Tagen mit ein paar Bekannten gegrillt hatte kam das Gespräch relativ schnell auf das allseits beliebte Thema: " Die Marktstrategie von Google gegen die Marktstrategie von Apple".

Musik am Smartphone: Streamen oder immer vorher über W-LAN laden?

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VS
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    Ooops! Etwas ist schiefgelaufen. Aktualisieren sollte helfen.
    Streamen
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    Ooops! Etwas ist schiefgelaufen. Aktualisieren sollte helfen.
    W-LAN

Also der bekannte Kampf zwischen einem offenen System, welches für alle interessierten Nutzer (unabhängig vom Geldbeutel) nutzbar ist und einem fast komplett geschlossenen System in dem Apple die absolute Macht über jeglichen Content besitzt.

Doch keine Angst. Dieser Blogeintrag wird kein Bashing von Apple oder Google. Dieser Blogeintrag wird viel mehr eine Zusammenfassung und Erweiterung der Ideen die in dieser illustren Runde entstanden sind und diskutiert wurden.

Denn nach einigen weiteren Leckereien vom Grill kam das Gespräch vom ewigen Apple vs. Google Kampf mit all seinen Facetten ab und richtete sich in Richtung des Sammelns von persönlichen Daten. Und wer kennt die letzten Geschichten nicht? Google hat W-LAN Netze angezapft. Google fotografiert ganz ohne Skrupel die Häuser von Menschen die niemals ihr Einverständnis dazu gegeben haben und zu guter Letzt hat selbst Chip.de dem Thema Android OS einen ganzen Artikel gewidmet mit dem reißerischen Titel: "Big Google is watching you".

Doch Google ist nur ein Synonym für eine ganze Reihe von Firmen die mehr oder weniger offen zugeben, dass sie die persönlichen Daten ihrer Nutzer speichern und für Werbezwecke (auch wieder mehr oder weniger zugegeben) nutzen. Hier sei als weiteres Beispiel Facebook genannt, dessen Gründer Mark Zuckerberg Anfang 2010 in einem Interview verkündete, dass er das Konstrukt der Privatsphäre nicht mehr als zeitgemäß empfindet.

Die Frage die sich nun in dieser Runde stellte war, ob dieser Einschnitt in unsere Privatsphäre wirklich so dramatisch ist wie uns Medien und Politiker weiß machen wollen. Und dort haben sich die Meinungen weit auseinander bewegt.

So argumentierte die eine Seite, dass das Konstrukt der Privatsphäre wirklich ein Auslaufmodell ist. Wie kann man es sonst erklären, dass der Mensch immer weiter und weiter sein Leben in die weiten des unkontrollierbaren Internets preisgibt. Zum Beispiel Blogeinträge auf Androidpit.de veröffentlicht, sein Profil in sozialen Netzwerken ständig aktuell hält, Bilder auf flickr hochlädt, permanent andere über sein Leben informiert über Twitter und sich gerne orten lässt durch die Verwendung von GPS. 

Denn ist es nicht schon längst so, dass wir die Währung des 21. Jahrhunderts im virtuellen Leben gefunden haben? Ist es nicht so, dass der Wert von persönlichen Daten im Internet enorm gewachsen ist? 

Natürlich hat die Einzelperson X keinen Wert für eine Firma, aber hier kommt wieder die Masse an Nutzern des Internets ins Spiel. So gewinnt eine Firma durch eine App oder durch eine kostenlose Dienstleistung viele tausende von Datensätzen die sie dann durch personalisierte Werbung zu Geld umsetzen kann. So erlangt zum Beispiel auch die Debatte ob Apps für den Android Market was kosten müssen eine ganz neue Facette.

Weiterhin ist es bei weitem nicht so, dass Google und Facebook die bösen Buben des Internets sind und nur an unsere Daten wollen. Im Gegenteil sogar. Google sowie Facebook haben den Handel mit persönlichen Daten so gut verstanden wie sonst keine andere Firma der Welt. Sie sammeln die Daten der Nutzer im Austausch für innovative Dienstleistungen und Programme für welche mal in althergebrachten Geschäftsmodellen Geld bezahlen müsste. So kann man in Facebook ständig mit seinen Freunden in Kontakt bleiben und bei Google Mailservices und Textprogramme nutzen im Austausch für Informationen die dann mittels Werbung in Geld umgesetzt werden. Diese Leistungen werden eben nicht mehr mit Geld bezahlt, sondern durch das Einverständnis der Nutzung meiner Daten und diese Einverständniserklärung ist jedem Nutzer des Internets freigestellt.

 

Doch damit kommen wir unweigerlich zur Argumentationsweise der Gegenseite:

So ist zum Beispiel die Marktstruktur von Google nicht mehr haltbar, wenn es sich mittels unserer Daten und Informationen zu etwas entwickelt, was wir als Einzelpersonen bzw. sogar ganze Gemeinschaften nicht mehr kontrollieren und beeinflussen können. Es mag zwar hanebüchen klingen, aber es fiel mehrfach der Name "Skynet" in dieser Runde.

Genauso wie Google ein Synonym für die Datenlust vieler Firmen geworden ist, ist auch Skynet ein Synonym für etwas was wir Menschen nicht mehr kontrollieren können. Es ist etwas was uns Angst macht und eben diese Urängste des Ausgeliefert seins sind es, die viele Menschen vor Google oder Facebook zurückschrecken lassen. Sie haben einfach die Befürchtung, dass Google ein Wolf im Schafspelz ist.

Doch auch hier gab es einen Konsenz in der Runde. So waren sich alle einig, dass es wie in allen Bereichen immer Gegenbewegungen gibt, die sich durchsetzen. So ist es wahrscheinlich der Fall, dass gegenteilig zur Meinung vieler Open-Source Fanatiker nicht das absolut kostenlose Leben möglich ist, sondern in naher Zukunft Menschen nicht mehr für die Dienstleistung an sich bezahlen werden, sondern für die Versicherung ihrer Privatsphäre. Für die Versicherung, dass ihre persönlichen Daten nur ihnen allein gehören und sonst keiner (sei es auch nur maschinell) darüber liest.

 

Ich persönlich (falls es jemanden interessiert) habe für die erste Argumentation gestimmt, da ich als kleiner Google Freak, der jeglichen Google Dienst benutzt, ein wenig durch die Rosa-Rote-Brille sehe. Jedoch soll dieser Blogeintrag weniger der Information dienen, als als Anstoß zum eigenständigen Denken über unsere jetzige Lage. Denn genau unsere Generationen werden es sein, die die "Bestie" Internet kontrollieren bzw. freilassen werden und wir werden es sein, die später in einer Welt leben in der das Internet eine noch schwerwiegendere Rolle übernehmen wird als jetzt schon. Denn man stelle sich vor, dass unsere nächsten Bundeskanzler Menschen sind, die mit dem Internet aufgewachsen sind und somit die Materie (z.b dieses Blogeintrages) verstehen.

Es soll aber auch dazu dienen nicht immer in Schwarz-Weiß Argumentationen zu denken, denn oft sieht man auch hier auf Androidpit, dass Apple zwar als böse dargestellt wird durch ihren Wahn der Kontrolle. Auf der anderen Seite jedoch dieses Datensammeln von Google oft auch unterschätzt wird. Man muss die Augen aufhalten und sich von der Zukunft zwar beeindrucken, aber nicht übertölpeln lassen :P

 

Vielen Dank für das Verfolgen der Zeilen :)

 

 

18 Kommentare

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  • Erstmal, klasse Blog. Nennt mich naiv aber ich bin wie die meisten Leute ein einfacher Bürger. Ich werde nie mehr sein als das. Klar achte ich darauf das ich nicht zu glässern werde aber das schlimmste was mir passieren kann ist das ich mit Werbung bombardiert werde. Das was ich von mir preis gebe kann ruhig jeder wissen. Ich glaube nicht das es wen wirklich interessiert und ob ich auf die Werbung reagiere bleibt mir überlassen. Ich bin ein riesen Fan von SF Büchern und das Netz kommt in sehr vielen dieser Bücher vor. Wie es mit dieser Geschichte weiter geht wird sich zeigen aber ich als Einzelpersonen denke halt mich für nicht interessant genug als das ich dadurch Nachteile zu erwarten hätte. Insofern zieh ich meinen Nutzen aus der Sache und hoffe das ich nicht zu Blauäugig bin. ;-)

  • Der Blog ist super und die Kommentare ebenfalls, und veranlasst mich zu meinem Ersten Kommentar hier auf androidpit.

    Wenn ich Daten von mir Preis gebe, erwarte ich dafür eine Gegenleistung die mir nützlich ist. Ich persönlich bin sogar froh auf mich zugeschnittenene Angebote zu erhalten, wenn sich für mich der Mehrwert des Angebot auch erschließt.

  • Anonymous
    • Mod
    26.05.2010 Link zum Kommentar

    Es gibt in meinen Augen die Gefahr, dass meine persönlichen Daten, die sozusagen als Währung im Internet dienen zwar verwendet werden, aber ich persönlich keinerlei Vorteile daraus ziehe.

    Wenn ich Google meine Daten überlasse, so bekomme ich dafür eine exzellente Suchmaschine, einen Texteditor und ein klasse Mailprogramm. Beim Missbrauch vergebe ich meine Daten, d.h ich gebe wichtige und relevante Informationen preis, und mir entsteht Schaden daraus.

    Die Frage die wir uns nun stellen sollten ist, ob die Kontrolle im Internet sich nicht nur auf diese Frage beziehen sollte. Ein Unternehmen darf mit meinen Daten, für die es eine Leitung erbracht hat, tun was es will, solange es dem User nützlich ist.
    Sollten Daten dann (wie z.b bei Facebook) plötzlich anderen zugänglich sein, müssten mir nachträglich irgendwelche Vorteile (sagen wir Geld, Leistungen etc...) für diesen Transfer erbracht werden.

  • Soweit vertraue ich schon Google, dass sie es nicht machen. Mir würde jetzt auch nicht einfallen warum sie das machen sollten. Sie haben ja schon von jedem Benützer anonymisierte Daten, die für die Werbung schon voll ausreichen. Ich denke nicht dass Google bald vor hat, Werbung nach Hause zu schicken ;)

    Aber zu deine Frage. Man könnte dich zurück fragen: Warum hast Du nicht deinen echten Namen angegeben?

    Die Gefahren sehe ich darin, dass die Daten anders verwendet werden als gedacht (zB von Dritte).

  • @Andy:
    Da muss ich dir zustimmen, wobei ich bis jetzt sowieso noch kein Problem mit dem Thema habe. Aber Theoretisch hätte Google jetzt die Möglichkeit diese Daten dann miteinander zu verknüpfen, um so ein noch genaueres Profil von einzelnen Personen zu erstellen.

    "Nur sollte ich doch entscheiden können, ob mit meinem Profil auf einer anderen Seite geworben wird..." Das wäre sicherlich wünschenswert.

    Eine andere Frage: Wo seht ihr denn die Gefahren des gläsernen Users?
    Die einzige Veränderung, die ich bis jetzt gemerkt hab, ist das ich weniger oft mit Werbung für Tampons oder Bademoden für Frauen belästigt werde ;)

  • @Herr Rabe:
    Aber so lange ich die Verknüpfungen auf meinem Handy habe und diese zB Facebook nicht weiter gebe ist es doch kein Problem. Auf mein Handy oder Google Contacts hat kein anderer Zugriff.
    Nur sollte ich doch entscheiden können, ob mit meinem Profil auf einer anderen Seite geworben wird (zB. Das ist ein Freund von XYZ) oder wer die Verknüpfung auf seinem Handy/Plattform erstellen kann.

  • klasse blog
    ich denke so ähnlich wie Du.
    intressant sind eure meinungen so diesen thema...

  • Anonymous
    • Mod
    26.05.2010 Link zum Kommentar

    Ich glaube es geht viel weniger um Sachen wie Geburtstage, wie um Profile die von dir erstellt werden.

    Meinen Namen und mein Geburtsdatum kann jeder beim zuständigen Amt nachfragen und auch wie ich aussehe ist wohl kein Geheimnis.

    Wichtiger für den Datenschutz des Einzelnen ist die Verhinderung von Nutzungsprofilen. Also, dass Google bzw. Amazon wissen was ich wann und wo gekauft bzw. gesucht habe. Denn diese Informationen geben den Firmen preis was für ein Mensch du wirklich bist.

    Genau hier kommt aber die Versicherung der Anonymität ins Spiel. Jemand versichert dir (und das sollte durch Tests bewiesen werden), dass deine Daten nie gespeichert werden und du bezahlst dafür z.b 0,5 Cent pro Suchfrage. Ich glaube man wäre relativ schnell Milliadär mit dieser Art der Suchmaschine :)

    Das Geld muss nicht mal überwiesen werden, sondern könnte in "Tickets" gekauft werden. So eine Art ITunes Verfahren. Prepaid Karte gekauft und losgesucht :)

  • Noch ein Wort zum Thema "ich entscheide selbst welche daten ich von mir ins netz stelle"
    Ich glaube nicht dass das wirklich funktioniert, deine freunde nehmen dir da sehr gerne die arbeit ab: Angenommen dein kumpel versteht was von datenschutz und legt sich ein neutrales fb-profil mit falschem namen und daten zu.
    als völlig begeisterter htc/sense fanatiker hast du jedoch nichts besseres zu tun als ihn in deinem telefonbuch mit seinen richtigen daten und seiner echten mail-adresse zu verknüpfen, in deinem google kalender steht sein echter geburtstag und zu guter letzt hast du deine fotosammlung in picasa mit dem gesichtserkennungsprogramm bearbeitet, sodass nun all seine bilder mit seinem facebook profil in verbindun gebracht werden können...
    was ich damit sagen will: ob wirs wollen oder nicht: unsere daten landen im netz! viel wichtiger als das, was die firmen damit anstellen ist mir, dass die gesellschaft lernt damit umzugehen!
    so naiv das auch klingt, aber ich glaub durch das internet werden in zukunft viele tabus verschwinden: du denkst du bist der einzige der im stehen pinkelt, und dabei die brille unten lässt? dabei hat die herstellerfirma deines hausroboters neulich mal alle daten ausgewertet, und festgestellt das dies in über 37 % der haushalte der fall ist, wobei sogar sage und schreibe 2.600 haushalte davon nur von single-frauen bewohnt werden, eine davon ist sogar deine vorgesetzte... das soll jetzt nur ein hirnloses beispiel sein, aber ich hoffe es ist klar worauf ich hinaus will.

    p.s. kennt ihr die buchreihe "otherland"? ist ein jugendbuch, aber da drin wird eine meiner meinung nach ziemlich wahrscheinlich skizze unserer zukunft abgegeben...

  • Anonymous
    • Mod
    26.05.2010 Link zum Kommentar

    Es freut mich, dass der Blog so einen Anklang findet.

    Mal schauen welches Thema ich für den nächsten Eintrag verwende :)

  • Ja zu Skynet fehlt uns noch die KI. Aber Angst davor zu haben ist wie die Angst vor dem unbekannten. Es währe doch Interesant sich zum ersten mal in der Geschichte der Menschheit sich mit einer anderen Intelligenz zu Unterhalten.

    Die Geschichte die Google in China abgezogen hat ist einfach nicht akzebtabel und verrstößt gegen alles was irgendwie vertretbar währe. Das geht gar nicht. Wie bereits erwähnt verdienen die ihre Kohle mit Werbung und nicht mit dem Denunzieren von einzelnen Personen. Währe das der Fall währe es eine Katastrophe.

    Datenschutz ist wichtig aber auch Sinnlos zumindest hier in Bayern. Wie ich selbst erlebt habe wenn dich Big Brother ( salop ausgedrückt "Die Bullen" ) auf dem Kicker haben, dann kommen sie. Deren Angriffsziel ist als aller erstes dein Handy und dann gehts weiter mit dem Netz. Und irgendwo sitzt dann ein Richter der alles unterschreibt was ihm die Verbrecherfabrik (Staatsanwaltschaft) vorlegt und das wars dann mit dem Datenschutz. Da werden dann deine Kontakte aus dem Telefonbuch geladen, verhaftet, bedroht, verhört und müssen sich Bilder aus dem sozialen Netzwerken anschauen weil irgend ein Polizist wissen will wer da drauf ist. Was wenn Du den Google Kalender nutzt und die an Deinen Terminkalender kommen? Stellt euch mal vor, das bei jedem Kontakt mit dem Ihr Telefoniert das SEK einläuft und wissen will wo Du bist. 5 Wochnungen aufgebrochen und durchsucht nach Waffen und der Zielperson. Gefahr im Verzug. http://de.wikipedia.org/wiki/Gefahr_im_Verzug

    Das ist alles tatsächlich passiert und nur weil eine ehemalige 78 Jährige Vermiterin einer Wohnung Waffen besitzt und eine davon verschlampt hat und behauptet das ihr ehemaliger Mieter sie hat. Aber am Ende ist da niemand der sich bei Dir entschuldigt also überleg Dir gut was Du im Internet machst.

    Ein Wort noch zu Apple. Apple ist tot die wissen es nur noch nicht. Wart mal ab in ein paar Jahren. Ich war total aus dem Häuschen als ich gehört habe das Google Android ins Leben ruft. Ein Jahr später kommt das erste Handy auf dem Markt. Ein Jahr dannach gibt es viele Geräte und Android auf Platz 2, iphone auf Platz 3 der Handy Betriebssysteme und es geht weiter.

    Ich hatte mal ein Nokia Handy (so nen fetten Klotz) danach das Nokia 6110 und dann das T610 von Sony-Ericson. Aber jetzt habe ich einen tragbaren Computer mit einer Lizenz die da sagt: Freie Software für freie Menschen. Ich mein das ist immerhin Linux.

    Früher gabs mal andere Netzwerke aber heute läuft kein Netz mehr ohne Linux. Schau Dir doch mal deinen Browser an. Eine auf TCP/IP basierende Technologie also Linux.

    So das wars erst mal nicht das ich noch mehr abdrifte, LG Klaus

  • sehr guter blog... du sprichst aus was ich mich wehre drüber nachzudenken xD ich bin auch ein estremer google fan und als solcher auch etwas absichtlich naiv wenns um google geht ^^°

  • Sehr schöner Blog und auch ein guter Gedankengang. Aber zu Datenschutzfanatikern sag ich immer "Datenschutz fängt im eigenen Kopf an, denn man selbst entscheidet was man preis gibt und was nicht!".
    Auch muss zugeben im Bezug auf Google auch recht Blauäugig zu sein, aber was solls... denn Microsoft sammelt seit meinem ersten Internetanschluss (1995) fleißig Daten über mich, Amazon kann dir sogar was für Bücher ich gerne lese und welche Musik mir gefällt, StudiVZ kennt alle meine Freunde, GMX alle meine EMailkontakt und Google alle meine Handynummern.
    Und wer weiß wo noch Daten von mir lagern von denen ich nix weiß.

    Aber Fakt ist, ich habe mich dazu bereit erklärt diese Daten preis zu geben und muss dann mit den Konsequenzen leben.

  • Danke für diesen Block, er Spiegelt inetwa das wieder worüber ich mir schon oft gedanken gemacht habe...
    PS: Die Objektivität des beitrages hat mir sehr gut gefallen! !!

  • Ich finde es nicht schlimm, dass die Firmen durch gezielte Werbung Geld verdienen und die Daten möglichst weit verknüpfen wollen, aber ich finde trotzdem, dass hier hier von den Firmen noch einiges nachgeholt werden muss.
    Es muss viel offener gestaltet werden, dass der Benützer erkennt, wie seine Daten genutzt werden und viel wichtiger, wo und wie die Daten für andere auftauchen.
    Vor allem muss die Benutzung vereinfacht werden, damit der Benützer auch etwas mitbestimmen kann, wo und wie seine Daten angezeigt werden (und das nicht irgendwo versteckt).

    Buzz macht hier meiner Meinung einiges falsch. Der Benützer kann nicht entscheiden, wie er nach außen hin auftritt, ob Nickname oder echter Namen. Ich möchte es aber selber in der Hand haben, ich möchte entscheiden können, bei wem ich mit einem Nick und bei wem ich mit vollem Namen auftauche und nicht dafür extra 2 Accounts erstellen. Google argumentiert hier, dass es natürlich für den Benützer besser ist, da er so von möglichen Bekannten entdeckt werden kann, aber das sollte man dem Benützer überlassen, ob er das will.
    Google hat hier natürlich ein großes Interesse die Namen in Verbindung zu setzten, trotzdem sollten sie so fair sein, dem Benützer ein Mitspracherecht zu geben.

    Ganz schlimm finde ich aber Facebook. Facebook schleudert wahrlich ihre Daten in der Gegend herum. Hat der Benützer keine Veränderungen in den Einstellungen vorgenommen, sind viele Daten offen, auch für Anbieter, die die Daten lieber nicht in die Hände bekommen sollten. Dubiose Seiten können zB die Namen sammeln und mit diesen Namen dubiose Angebote bewerben (jemand gibt Euren Namen in Google ein und erhält zB eine Pornoseite als Treffer). Hier muss sich noch einiges ändern. Google hat dagegen die Einstellungen oft zu Gunsten des Benützers voreingestellt, wenn auch oft undurchsichtig.

    Also bin ich der Meinung, dass es ein faires Geschäftsmodell ist, welches auch gerne angenommen wird, aber der "Preis" darf nicht zu hoch sein. Der "Preis" muss auch für den Kunden klar ersichtlich sein und es muss verantwortungsvoller damit umgegangen werden.
    Letztendlich müssen auch andere Benützer die Leute auf das Geschäftsmodell hinweisen und auf mögliche Gefahren hinweisen.

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    Interessant. Ich denke ähnlich. Entweder bezahlen und anonym bleiben, oder eben preisgeben und benutzen dürfen.
    Der Blog gefällt mir sehr.

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    =) guter Blog, interessante Gedanken, die es in Zukunft zu verfolgen gilt, ich sehe einiges ähnlich wie du!

    Die sache mit der Versicherung finde ich einen sehr interessanten Gedanken, allerdings fraglich in wiefern machbar ... aber geile idee=)

  • Thanx für diesen Blog.
    sehr interessante Gedanken zu dem Thema und super geschrieben... :-)

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Alles klar!