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Der erfolgreiche SMS-Dienst Pinger kommt jetzt auch nach Deutschland

 

Entertainment am Smartphone beim Joggen ist für mich...?

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Hast Du schon mal etwas von Pinger gehört? Nein? Dann warst Du wahrscheinlich schon seit Längerem nicht in den USA. Denn dort geht Pinger ab wie Schmidt's Katze. Geht man nach dem Volumen, ist Pinger der siebtgrößte Carrier der USA. Über 1,6 Milliarden hat das Unternehmen nach eigenen Angaben im vergangenen Monat versendet. Zudem wurden rund 75 Millionen Gesprächsminuten - in den USA wird auch ein Sprachendienst à la Google Talk - terminiert. Mittlerweile nutzen Pinger monatlich rund 10 Millionen Nutzer. Nach Angaben des CEO Greg Woock ist man dort sogar größer als Google Voice.

Pinger bietet SMS-Dienst kostenlos an

Man kann also ruhig behaupten, dass das kalifornische Unternehmen in den USA eine echte Nummer ist. Was macht das Unternehmen, das es so erfolgreich agieren kann? Nun, zunächst dürfte es wohl auch am Angebot liegen. Das in San Jose ansässige Unternehmen hat es sich zum Ziel gemacht die Kommunikationskosten seiner Nutzer drastisch zu senken - und im besten Fall in Richtung "Null Euro" zu manövrieren. Das Geschäftsmodell ist so einfach, wie auch genial: Natürlich kostet jede SMS, die von den Usern verschickt wird, dem Unternehmen erstmal Geld. Umgekehrt ist es aber so, dass Pinger Geld von den Telefongesellschaften erhält, sobald eine SMS empfangen wird. Und zwar so viel, dass man den Pinger-Usern die SMS, welche sie verschicken, kostenlos anbieten kann - sofern diese nur genügend SMS erhalten.

yuilop - ähnlicher Dienst, nur nicht so aufgeräumt

Wenn man sich jetzt sagt: "Moment mal, ist das nicht wie bei yuilop?" "Stimmt", wäre hier die Antwort. Sowohl bei Pinger, als auch bei yuilop erhält man eine eigene, neue Telefonnummer, über die man SMS empfangen und versenden kann. Ein Nachteil übrigens, der wohl gerade für Personen abschreckend sein dürfte, die sehr an ihrer Nummer hängen. Für all diejenigen aber, die zum Beispiel ein Android Tablet oder einen transportablen Android-Player haben (jaja, wahlweise natürlich auch ein iPod Touch), dürfte ein solcher Service mit eigener Nummer genau das Richtige sein.

yuilop und Pinger arbeiten sehr ähnlich. Allerdings hat yuilop einige Schwächen in Sachen Usability. Es kommt schon durchaus mal vor, dass man nicht genau weiß wie man vom einen Menüpunkt zum anderen kommt. Außerdem wird einem beim spanischen Service yuilop durch "Energie" angezeigt, ob man noch SMS versenden kann, oder nicht. Diese Energie erhält man ebenfalls durch empfangene SMS. Das Pinger-Konzept wirkt da deutlich transparenter und durchschaubarer. Für jede verschickte SMS werden Deinem Konto 10 Punkte abgezogen. Für jede empfangene SMS erhältst Du wiederum 10 Punkte gutgeschrieben. Eine Art "Wasserwaage" zeigt Dir an, ob Deine SMS-Kommunikation im Gleichgewicht ist.

Im Interview am vergangenen Freitag, das wir führen konnten, zeigte sich der CEO Greg Woock von Pinger zuversichtlich, dass der Erfolg hierzulande wiederholt werden könnte. Immerhin habe man den Service vor knapp zwei Wochen gestartet und man sei bereits unter den Top 10 der beliebtesten Social Apps. Auf die Frage, ob man das Geschäftsmodell profitabel bekommen könne, sagte Woock: "Wir sind in den USA profitabel. Und hier in Deutschland sieht es auch gut aus. Deutsche Pinger-User empfangen rund 7% mehr SMS als sie selbst verschicken". Was uns Greg Woock im Gespräch noch verraten hat: Bald, sehr bald, kommt auch die Voice-Plattform mit der man Peer-2-Peer telefonieren kann. Dass der Service in Deutschland angeboten werden kann, ist nicht ganz selbstverständlich. Laut Woock sind die Kosten für eingekaufte SMS bei uns rund 800 Mal (!) höher als in den USA. Die Symmetrie, so wie Woock das ausgeglichene Verhältnis zwischen empfangenen und versendeten SMS nennt, ist in der Bundesrepublik offenbar besonders wichtig für das Unternehmen.

Wer Pinger selber ausprobieren möchte, kann sich die Android Pinger App kostenlos herunterladen. Es gibt - neben der neuen Mobilfunknummer - noch ein Startguthaben von 10 SMS dazu.

Ich bin auf jeden Fall schon gespannt wie sich der Service entwickeln wird. Aber mal ehrlich: Wenn es etwas kostenlos gibt, hat man es doch immer ein wenig einfacher, oder? :)

 

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  •   9

    ...ich bin leider (noch) kein Andro-Indianer, habe mich aber schon einschlägig belesen. iPhone kommt nicht infrage, da es nicht mit der Premium-FSE eines bekannten dt. Automobilherstellers zusammenarbeitet (kann kein SIM Access Protocol = rsap). Aus diesem Grunde bin ich schon auf folgende Hersteller beschränkt: Samsung und Nokia.
    Aber zurück zu dem Thread, der alle wesentlichen Argumente enthält. Ich versuche gerade meine Frau von den Vorteilen einer WhatsApp zu überzeugen, denn sie ist der Meinung, ohne SMS ginge es nicht (obwohl ich immer sage, einfach kurz anrufen und gut ;-)
    Natürlich ist auch E-Mail super einfach und praktisch und GMail ist genial.
    WhatsApp hat auf mobilen Endgeräten sicher Vorteile, schon allein aufgrund der Bildschirmgröße und damit verbundener Navigation.
    Warum Pinger mit SMS ein Erfolg werden soll, erschließt sich mir (noch) nicht.
    Gruß

  • So schön wie diese App ja ist, aber sie hat ein gewaltiges Sicherheitsproblem: die Passwörter werden scheinbar auf den Servern von Pinger im Klartext gespeichert. Ich hatte meines vergessen und bekam es im Klartext an meine hinterlegte E-Mail zugeschickt. Wenn dort jemand in die Server einbricht, kann er fette Beute machen.

  • natürlich seh ich ein dass, wenn man n smartphone und ne internetflat, hat sms überflüssig sind, da ich aber lieber 4€ für smsflat als 8€ für internetflat ausgebe und ich zuhause in der schule und bei freunden eh ins wlan eingreifen darf, kann ich doch wohl weiterhin auch die guten alten sms nutzen;)

  • @ Thomas: Danke! Einer hat es außer mir also wenigstens schon mal verinnerlicht! Es werden mehr! :-)

  • Tja, genau das habe ich mich auch schon mehrfach gefragt, aber irgendwie und aus mir unbekannten Gründen setzt sich die Email da einfach nicht durch!
    Das ist in den Köpfen der Leute wohl nicht drin.
    Wenn ich der gleichen Person zunächst ne Email und dann ein wenig später eine sms/Whatsapp Nachricht schicke, wird natürlich die sms zuerst beantwortet.

    Dieses umdenken dauert wohl noch.
    Hab auch schon einige Bekannte auf die Sinnlosigkeit einer Inet-Flat mit gleichzeitiger sms-Flat angesprochen.
    Den Leuten ist dieser Zusammenhang zwischen Internetflat und Nachrichten versenden meist gar nicht bewusst.

  • SMS ist ja sooo 90er! Und die Daseinsberechtigung für WhatsApp suche ich nach wie vor!

    Ist es für diejenigen, die zwar ein Smartphone samt Mailfunktion haben, dann aber doch lieber die guten alten 160 Zeichen über ne SMS verschicken? Wo ist bitte dabei der Sinn; sich ohne Notwendigkeit einschränken zu lassen?

    Und die paar ewig gestrigen ohne Smartphone und Mailempfang auf dem Handy sind so oder so außen vor, die haben ja auch kein WhatsApp und sind folglich nur über ne herkömmliche SMS zu erreichen (oder eben ping).

    Alle anderen können sich doch statt WhatsApp gleich über Mail schreiben. Das geht genau so schnell, man kann auch ales dran hängen und mehrere Leute gleichzeitig anschreiben. Und Messenger gibt/ gab es auch schon lange! Noch mal: Ich kapiere nicht wozu man WhatsApp brauchen soll...

    Und wer nun mit ner SMS Flatrate kommt, die er zusätzlich (!) zu seiner Internetflat gebucht hat, der sollte sich fragen, wieso er sich zu Hause neben der Internetflat nicht auch noch ne "Faxflat" einreichen sollte! Macht in etwa genau so viel Sinn...

    Und nun bin ich auf das Geschrei der SMS Junkies gespannt!... ;-)

  • Man könnte meinen, es gibt keinen GTalk.

  • leider stehen nur 130 Zeichen zur Verfügung...

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    27.09.2011 Link zum Kommentar

    Dass Provider für empfangene SMS bezahlen war schon immer so. Das sind die sog. Interconnect-Gebühren. Diese fallen auch bei terminierten Gesprächen an. Das Modell funktioniert also schon. Nur hat @McBeary weiter oben Recht: Wenn das jeder anbietet, fällt es in sich zusammen.

    @Matthias Berlin: Warum alles kostenlos sein soll? Keine Ahnung. Das verstehe ich auch nicht. Aber leider funktioniert es.

  • Selbst für kostenlos .... warum muss immer alles kostenlos sein?
    Und wieso zahlt ein Provider für empfangene SMS?

  • naja whatsapp ist doch schon ne spur besser, da man da bilder, videos und lieder verschicken kann. aber wenn man keine sms flat hat dann noch pinger holen um mit den personen zu schreiben die kein whatsapp haben. das ist doch die perfekte mischung :-)

  • Ich hab nen KOntingent von 100 Frei-SMS pro Monat, aber seitdem ich nen Androiden habe und auch die meisten Leute im Bekannten- und Familienkreis nen Smartphone nutzen, ist meine Nutzung im Bezug auf SMS am gen Null tendieren. Ich brauche die nur noch für die paar Hansel, die ich nicht mit einem der gängigen Messenger -bevorzugt Google Talk- erreichen kann.

    Was will ich also mit Pinger?

    @Fabien Schau nochmal den ersten Absatz durch. 1,6 Milliarden von was? Und fehlt im Satz danach ev. hinter Talk ein "angeboten"?

  •   12

    whatsapp.

  • Kein schlechtes geschäfftsmodel, aber für Leute mit sms flat doch eher uninteressant, genau wie mit whats app

  • Das Geschäftsmodell geht so lange gut, bis alle ihre Dienste auf diese Weise anbieten :)

  • verstehe deren Geschaeftsmodell nicht.
    die Erklaerung im Artikel kommt mir vor wie die Beschreibung eines Perpetuum Mobile.

  • bei whats app dauert es leider manchmal stunden, biss ne nachricht verschickt wird.

  • 10 kostenlose SMS am Tag durch das Developercenter sind auch nicht schlecht. Einmalig 5€, wenn auch die eigene Nummer dabei sein soll.

  • GEIL!!!!!!!!! Ich nutze es gerade, seit dem ich es gelesen habe... top! Schreib grad mir der person, mit der ich wenn, dann richtig viel schreibe... einfach super!!!!

  • Whatsapp mit Gruppen, Bilder Audio usw verschicken ist mir doch 1000mal lieber. Alle denen ich schreiben haben eh schon whatsapp... naja 1er fehlt...

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