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Wie fast jeden Samstag gibt es auch heute wieder einen Kommentar zu einem bestimmten Thema. Doch dieses Thema ist wieder eines, welches fast omnipräsent ist in den derzeitigen Nachrichten über Android und der „Post-PC-Ära“: Der Tabletmarkt.


Doch dies wird nicht eine Lobhuddelei auf den Tabletmarkt werden, wie sie doch so oft auf allen Portalen geschieht, sondern ich werde versuchen den derzeitigen Markt zu analysieren und meine persönliche Meinung wird zweifelsohne einfließen.

 

Am Anfang meines Blogs stehen diverse Nachrichten der vergangenen Tage und Wochen:

 

  • 1) Acer musste seine Absatzprognose von Tablets um die Hälfte reduzieren.
  • 2) Das Blackberry Playbook verkauft sich nicht wie erhofft.
  • 3) Das Asus Transformer wurde bisher 400000x verkauft.
  • 4) Amazon wird ein Tablet veröffentlichen und plant 800000 Verkäufe pro Monat.
  • 5) Der Webtraffic ausgehend von Tablets ist dominiert durch das iPad.
  • 6) Apple kurbelt die iPad 2 Produktion an.

Man erkennt, allein durch die Betrachtung dieser sechs Nachrichten, das Problem des derzeitigen Tabletsmarkts. Ich weiß, dass das auf einer Android Plattform nicht gut ankommt, aber das Problem der Android Tablets ist, dass es anscheinend keinen Markt für Tablets an sich gibt, sondern nur einen Markt für iPads. Anders kann man den ersten Blick auf diese sechs News nicht erklären.


Doch bevor wir zu einer genaueren Analayse der derzeitigen Situation kommen, ist es vielleicht angebracht den derzeitigen Stand der Produktivität zu überprüfen. Denn was kann man denn überhaupt mit Tablets anstellen? Wie viel Nutzen steckt denn in solch einem Tablet und ist das Tablet wirklich der Untergang des Laptops? – In meinen Augen (noch nicht)!


Tablets sind sehr praktische und portable Geräte und ich muss in diesem Punkt vehement unserem AndroidPit-Guru Fabien widersprechen, der den 7 Zoll Formfaktor transportabler und mobiler findet, als den 10 Zoll. Denn ich sehe in diesen beiden Formaten keinen Unterschied. Es mag ja sein, dass ich es in der Jackentasche verstauen kann oder in der hinteren Hosentasche (was unter uns gesagt mehr als lächerlich aussieht), aber im Sommer trage ich nun mal keine Jacke und ein 10 Zoll Tablets ist mittels einer kleinen Umhängetasche (die man auf dem Weg zur Uni oder zur Arbeit immer dabei hat)keine große Belastung. Dafür bietet das Tablet einen Ersatz viel eigentlich alle kleineren Arbeiten: Notizen, kleine Präsentationen, Mitschriften und Bearbeiten von PDF Dateien gehen mehr als leicht von der Hand und in diesem Fall schlägt das Tablet das Notebook um Welten. Die Bedienung von einem Tablet ist nämlich einfach intuitiver als der eines Notebooks.


Das Problem bei den derzeitigen Tablets ist jedoch die fehlende Rechenpower und das Problem der Peripheriegeräte. Denn wenn man einen Blogeintrag wie diesen verfassen will ist eine Tastatur obligatorisch. Auch andere Punkte wie Textbearbeitung und aufwändige Präsentationen und Tabellenkalkulationen, Schneiden von Filmen oder die Bearbeitung von Bildern funktionieren noch „effektiver“ mit einem Notebook. Auch die „Post-PC-Ära“ ist noch nicht angebrochen, da man einfach einen (stationären) PC zu Hause braucht, um Daten abzugleichen oder auf einem größeren Bildschirm zu arbeiten.


Nachdem wir nun die ungefähre Arbeitssituation umrissen haben, kommen wir zum eigentlichen Thema meines Blogs: Dem Tabletmarkt.
Wie kann es nun sein, dass Android Markets wie Blei in den Regalen liegen und iPads zu jedem erdenklichen Preis verkauft werden?


Zum Einen spricht der Preis eine gewisse Sprache. In der weitläufigen Meinung ist verbreitet, dass das iPad ein Hochpreisprodukt ist, wie es alle Apple Produkte sind. Nun ist der Preis eines vergleichbaren Android Tablets genauso hoch wie der eines iPads. Was schließen wir daraus? Der 0815 Käufer, der sich vorab nicht durch hunderte Webseiten und Blogs gekämpft hat wird das iPad bevorzugen, da dieses aus einer Kombination von Werbung, Medienrummel und Markennamen eine hohe Bekanntheit besitzt. Weiterhin versteht es der normale Käufer nicht, warum ein Android Tablet von einem Hersteller wie Acer, Asus oder Samsung genausoviel kostet wie das Tablet von Apple. Denn bei Notebooks und PCs ist dies doch auch nicht der Fall. Geschweige von den Smartphones wo die genannten Hersteller mindestens 200-300 Euro billiger sind.


Das Problem , welches ich hier anspreche, ist die Verteilung des Hochpreismarktes. Denn Android konnte im Smartphonesegment so erfolgreich sein, da die Geräte allesamt die Funktionen des iPhones boten – es teilweise auch übertrafen – dabei aber mindestens um ein Drittel günstiger waren. Natürlich spielen Open Source und Individualisierung auch eine große Rolle, aber die Zugkraft des Preises darf hier nicht vergessen werden.
Bei den Tablets jedoch ist dies nicht der Fall und deshalb müssen sich die derzeitigen Android Tablets den Markt mit dem iPad 1 und 2 teilen, welches auch in meinen Augen, das derzeit vollkommenste Tablet auf dem Markt ist.


Der zweite Punkt meiner Analyse bezieht sich, wie gerade auch angeklungen, auf die Vollkommenheit des gewünschten Tablets, also genauer der Kombination von Hardware und Software. Denn in meinen Augen vergessen – auch bei AndroidPit – viele, dass die Quintessenz eines Tablets nicht der Prozessor oder der Grafiktreiber ist, sondern die Apps die auf dem Tablet laufen.


Jetzt werden einige von euch entgegnen, dass man doch sowieso nur den Browser, Mail, Youtube und den Kalender benutzt. Meine Antwort auf diese Behauptung ist: Weil es bei den derzeitigen Android Tablets einfach keine breite Masse an hochqualitativen Apps gibt.
Wer iPad und ein Android Tablet vergleicht wird bemerken, dass das Android Tablet derzeit in den oben genannten Kategorien besser abschneiden, aber das Appangebot doch sehr zu wünschen übrig lässt. Es gibt einfach nicht die breite Masse an sehr guten – an das Tablet angepasste – Apps, die einen von den vier oben genannten Anwendungen wegzieht.
Dies erkennt man allein schon nach einer kurzen Suche bei Google, denn bedingt durch die „Verspätung“ von Google Honeycomb gibt es derzeit maximal 100 gute Apps, die auf dem Tablet laufen. Zum Vergleich: Beim iPad sind es über 90000 Apps.
Und genau dies macht den Erfolg des iPads aus, denn Tablets leben von der Qualität der Apps. Apps sollte Spaß machen und zwar so sehr, dass man Aufgaben die man normalerweise mit dem Notebook oder dem PC macht, lieber mit dem Tablet macht. Die Bedienung, die Aufmachen und das Gesamtbild müssen den Nutzer fesseln und ihm einen echten Mehrwert gegenüber den normalen "Anwendungen" bzw. Webseiten bieten. Als allgemeiner Vertreter sei hier die offizielle Twitter App genannt.




Natürlich wird hier in Zukunft der gleiche Vorgang passieren, den wir schon beim Smartphone erlebt haben. Es wird relativ schnell eine große Anzahl von Apps für HoneyComb geben und somit das Betriebssystem attraktiver machen, da Honeycomb einfach mehr Potenzial hat als iOS, besonders in den Kategorien Individualität und Freiheit, aber ich blicke da nicht so rosig in die Zukunft wie so manch anderer, denn es gibt noch einen Punkt der mich etwas zweifeln lässt: Die Mentalität des Appkaufs.


Was meine ich nun damit? Ganz einfach: Wenn man sich mal im App Store von Apple umsieht merkt man, dass dort viele iPad Apps eine relativ „große Summe“ an Geld kosten. Das geht bei 0,79 Cent los, aber der Großteil der Apps schwankt zwischen 2-3 Euro. Nun ist die Situation bei Android eine ganz andere. Es herrscht – ja man kann sich über diesen Punkt streiten – eine Mentalität, dass alles gratis ist. Auch wenn einzelne Beispiele widersprechen und sich durch Werbung große Summen erzielen lassen (man siehe das Beispiel Angry Birds), so ist doch für den normalen Programmierer eine gewisse Aussicht vorteilhaft, dass seine Tablet App, die auch ein Eye Candy ist, gekauft wird. Doch diese Entwicklung vermisse ich persönlich bei Android. Und somit werden auch wirkliche Hammer-Apps nicht so bald erscheinen. Dies ist natürlich auch Google geschuldet, aber auch der Android Plattform im Allgemeinen. Es gibt halt so viele Alternativen und ich persönlich nehme im Zweifel immer die werbefinanzierte kostenfreie Version, auch wenn die nur 1,59 Euro teuere App wesentlich besser ist.
Damit fehlen am Beginn die Anreize für das neue System zu programmieren, da Einnahmen ungewiss sind und somit verschleppt sich die Aufholjagd unnötig nach hinten.


Wenn man nun alle drei Faktoren: Hochpreismarkt, App-Angebot und Kostenmentalität zusammen nimmt ergeben die oben genannten Nachrichten einen Sinn. Denn sogar wenn man sich informiert hat wird man tendenziell zum iPad 2 greifen und abwarten wie Android aufholt. Die Frage die man sich nun stellen muss ist, ob Android es schafft iPad 2 Nutzer vom Kauf eines neuen iPads abzuhalten und zu Android zu führen.


Ein weiterer positiver Aspekt sind die Ankündigungen von Archos. Denn Tablets in einem Bereich von über 100-200 Euro unter dem iPad sprechen kostenbewusste Käufer an. Dadurch wird die Nutzerzahl von Honeycomb bzw. später Ice Cream Sandwich erhöht und dadurch widerrum die Attraktivität für App Entwickler gesteiger. Dies steigert dann wieder die Attraktivität der Hochpreisgeräte und so weiter…
Der letzte große Pluspunkt für den Tabletmarkt könnte Amazon sein. Denn sollten sich die Nachrichten um ein Amazon Tablet bewahrheiten, wird dies der Android Plattform einen enormen Schub verleihen. Denn Amazon wird seine Tablets subventionieren und mit seinem Ökosystem aus eigenen Dienstleistungen Apple harte Konkurrenz machen. Durch den wahrscheinlichen Erfolg werden widerrum mehr Menschen auf Android aufmerksam, was den anderen Hochpreisherstellern widerrum zu Gute kommt und schlussendlich auch den derzeitigen Early Adoptern bei den Apps Freude bereiten wird.

43 Kommentare

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  • "...dass der Preis im Regal bei CE ca. 3xBOM ist..."

    Und was denkst du, wieviele Leute hier verstanden haben was du damit sagen möchtest?
    Das ist als würde ich schreiben dass es die AAE erst ab PI 7.3 gibt.


    Kurz: (fast) Kein Mensch versteht was du uns damit sagen möchtest....

  • Dass Android Tabs im Prinzip teurer sein müssen als Apple Tabs kann ja genau diesen einfachen Grund haben, dass Apple durch die direkte Verbindung zum eigenen App Store die Geräte über den App Store quer finanzieren kann. Die Konkurrenz kann das nicht (bzw. muss sich da über den segmentierten Android Markt ganz schön abmühen ihren eigenen Market zu etablieren).
    Irgendwann hab ich mal gelernt, dass der Preis im Regal bei CE ca. 3xBOM ist, das ist weder bei Apple noch bei der Konkurrenz wohl der Fall. Apple kann sich das leisten, die Konkurrenz nicht wirklich...
    Ok, dafür sparen sich die Android Tab Hersteller den grössten Teil der Arbeit am OS... aber ich denke das alles ist wirklich komplex.

  • Ich war vor ca. 1 Jahr richtig "scharf" auf die TABs... habe mir das Samsung Galaxy TAB auch sofort am Release Tag gekauft... bloß kein Apple...
    ja nach paar Wochen habe ich es dann vor dem Preissturz noch gut verkaufen können... habe dann vor 1 Monat ein iPAD für meinen Vater gekauft...
    ich hatte das Gerät auch paar mal in der Hand... ist schon ein schönes Gerät...
    zum surfen... und vllt für Filme im Zug...
    Android TABS? viel zu teuer.... viel zu unausgereift...
    die brauchen noch paar Monate... und müssen im Preis massiv fallen... ich erwarte das ich für den Preis eines einfachen iPAD ein 10.1 Gerät mit doppelten Speicher, Wifi etc bekomme...
    Danke für den treffenden Artikel

  • Solche Programme zur Video und Bildbearbeitung nutze ich nicht. Das ist nicht mein Gebiet. Mit einem Photoshop oder GIMP komme ich schon kaum klar, wenn ich einmal im Jahr etwas bearbeiten muss.
    Zur Videobearbeitung gibt es auf dem Transformer ebenfalls eine App vorinstalliert. Die Qualität kann ich nicht beurteilen. Auch da bin ich nicht vom Fach. Um ein Video zu schneiden um es auf Youtube zu laden, würde mir das vermutlich reichen.

    Auf dem Transformer ist Polaris Office installiert. Das macht einen guten Eindruck. Die Präsentation habe ich noch nie benutzt, hab ja das Transformer erst seit letzter Woche. Wie kompatibel die Dateien von MS Office und Openoffice sind, muss ich noch ausprobieren. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ich damit eine Präsentation halte. Mit dem Laptop läuft ja auch nicht alles immer problemlos.

  • Hi,

    ich verstehe die Panik bzgl. zu weniger "Tabletoptimierter" Apps für android nicht ganz. Und ich betrachte das ganze aus Sicht eines Entwicklers (der ich nunmal bin).
    Ich versuche hier mal ein paar Dinge zu erläutern...

    Mit der Compat-Lib hat Google allen Entwicklern die Möglichkeit gegeben das Kern-Element für echte Tablettauglichkeit auf allen Geräten mit Android >= 1.6 zu implementieren. Das Gute daran ist, dass man immer noch nur eine Version seiner App für alle Gerätegrößen führen muss (welche dann i.d.R. bei Screen-Size xlarge erheblich anders aussieht).

    Persönlich bin ich allerdings mit der Art und Weise wie Fragments implementiert werden müssen nicht ganz zufrieden.
    Und hier sind wir mit Sicherheit auch direkt bei der Ursache für die bisher an vielen Stellen noch fehlende Tabletoptimierung angekommen.
    Je nach Struktur und Aufbau einer App (meine hat z.B. ~20 Activities) ist ein massiver Umbau der App notwendig.
    In meinem Fall wurde quasi mein gesamtes Konzept durch Fragments ausgehebelt.
    Obwohl ich mittlerweile weit fortgeschritten bin bleibt ein riesiges Problem:
    Meine App war mittlerweile sehr stabil, es gab so gut wie keine Fehlermeldungen mehr über die Entwicklerkonsole (außer irgendwelchem komischen Fehlern welche nicht auf meine App zurückzuführen sind..).

    Wie jeder Interessierte dem Quellcode/Commitlogs entnehmen kann ( https://github.com/sreichholf/dreamDroid/commits/fragment -> Änderungen ab 2011-06-17 ) haben in meinem Fall mittlerweile fast 50% des Codes irgendeine Änderung erfahren. Auch wenn vieles davon "nur Copy & Paste mit kleineren Anpassungen war", so muss man MASSIVE Testphasen einplanen.
    Bei einer kostenlosen und weniger verbreiteten App wie meiner (ca. 20k Installationen) mag das insgesamt noch nicht so wild sein. Bei Millionenfach installierten Apps, die eventuell sogar noch Kostenpflichtig sind (oder durch Werbeeinnahmen Geld in die Kassen spülen) kann man sich jedoch nicht erlauben einen Rückschritt in Sachen Stabilität zu machen.

    Und nun sollte auch klar warum es in vielen Fällen so lange dauert: Es ist ganz massiv viel zu tun und muss auch entsprechend ausführlich Qualitäts-Gesichert werden.

    Kurz zusammengefasst:

    1. Man kann Apps bauen die auf Geräten mit Android in den Versionen 1.6 - 3.1 quasi immer optimal aussehen (abhängig von der Größe des Bildschirms und ggf auch der zugrundeliegenden Android-Version)
    2. Ein Umbau von Activities auf Fragements (welcher für eine "wirklich coole Tablet-App" imo zwingend benötigt werden) kann massive Änderungen über die gesamte App hinweg bedeuten
    3. Wenn man massiv umbaut muss man mindestens genau so massiv Testen.
    4. Das alles benötigt Zeit
    5. Alles wird gut ;)

  • Mann, Mann, sicher ist ios top. Trotzdem habe ich mit meinen Androids alles was ich brauche. Ich finde die App Qualität auch nicht so schlecht wie hier alle schreiben. Sicher ist teilweise die Unzufriedenheit auch auf zugemüllte Phones zurück zu führen. Wer spielen will muss sich derzeit noch zum ios greifen.

  •   11

    Zeitungen und Magazine aller Art z.B die F.A.Z, die man dann auch offline lesen kann, wenn man unterwegs mal keinen Internetzugang hat. Die Verlage haben offenbar kein Interesse an Android, weil man sich nämlich oftmals dafür Entschuldigen muss, dass man für eine Dienstleistung Geld verlangt. Wenn man die Kommentare im Market anschaut, wird schon bei 99 Cent Abzocke geschrien.

  • @Simon:

    S. Oben.
    - videoschnitt, einfach
    - Audioschnitt, einfach
    - Fotoschnitt, einfach
    - Textverarbeitung

    Würdest Du Dir trauen, eine Präsentation für die Firma mit dem Transformer leicht zu überarbeiten und dann unbesehen über den Transformer (mit angeschlossenem Beamer) abzuspielen?

    Frage: Welche App für Textverarbeitung ist installiert?

  • @Simon:

    S. Oben.
    - videoschnitt, einfach
    - Audioschnitt, einfach
    - Fotoschnitt, einfach
    - Textverarbeitung

    Würdest Du Dir trauen, eine Präsentation für die Firma mit dem Transformer leicht zu überarbeiten und dann unbesehen über den Transformer (mit angeschlossenem Beamer) abzuspielen?

    Frage: Welche App für Textverarbeitung ist installiert?

  • Mich würde interessieren welche Apps denn fehlen.
    Für mich braucht es für 90% der Dinge, welche ich am Tab erledige keine zusätzlichen Apps. Mit dem vollwertigen Browser, dem Kalender und der Gmail-App kann ich alles tun, was ich vorher am Netbook gemacht habe. Die vorinstallierte Office Anwendung auf dem Transformer rundet das Nötige ab. Ein Tablet ist für mich hauptsächlich zum Surfen da. Genau das kann Android viel besser. Ich kann praktisch jede Homepage wie am PC benutzen. Sogar die Videoportale der Fernsehsender funktonieren einwandfrei. Java Applets sind leider noch nicht möglich, jedoch auch nicht auf iOS.
    Ich mag nicht darauf angewiesen sein, dass sich die Anbieter dazu begnaden eine spezifische App für Android zu schreiben. Wenn ich mir Verknüpfungen auf den Homscreen lege, ist die Bedienung genau so einfach wie mit der App.
    Wenns um Arbeiten mit dem Tablet geht, sind für mich Möglichkeiten zur Dateiübertragung sehr wichtig. Auch hier kann Android mit USB-Sticks und einer sehr einfachen Anbindung an FTP-Server oder Netzwerkfreigaben punkten.
    Sollte mir dennnoch einmal eine Funktion fehlen, kann ich einfach eine Remoteverbindung auf meinen PC herstellen. Dazu gibt es sogar für Android eine grosse Auswahl an Apps.

  •   11

    Der Erfolg des iPads liegt in der Einfachheit, der Integration von Inhalten und dem guten und vollständigen App Store. Viele Menschen wollen nicht groß suchen sondern wollen einfach loslegen. Ein Buch, Hörbuch, ein Fil oder eine App laden und es einfach benutzen. Der Android Market glänzt durch Sexy Wallpapers un ähnlichen Schrott. Von Angebot des Apps Stores ist es Galaxien entfernt. Ich war anfangs sehr positiv gegenüber Android eingestellt. Angefangen mit einem HTC Hero mit 1.6. Die Performance war unterirdisch und die Apps, wenn es denn mal welche gab, waren meistens Mist. Dann habe ich mir ein HTC Desire gekauft. Mal Abgesehen von dieser Unart des Brandings (das habe ich mal ganz schnell entfernt) kommt dann noch die katastrophale Verfügbarkeit von Updates. Wann kam Gingerbread erstmals raus? Im Februar? Jetzt haben wir ende Juni und HTC hat es immer noch nicht geschafft Gingerbread offiziell auszurollen. Ohne Root und Custom ROM würde ich jetzt noch mit Froyo herumkrebsen. Bei den Tabletts fängt es doch schon ähnlich an. Motorola ist zu doof Honeycomb 3.1 in Europa auszurollen. Was soll dieser Murks. Wollen die ihre Plattform mit Gewalt unpopulär machen. Über die Qualität der Android Apps wurde im Beitrag genug gesagt. Als iPad2 Nutzer weiß ich das Angebot und die Qualität der Apps zu schätzen. Ich habe die Faxen dick von Android. Ich will keinen zusammengestückelten Murks mehr. Eine Plattform lebt nicht nur von der Idee und vom Potential, sondern muss den Anwendern auch etwas bieten. Das macht Apple einfach um Welten besser.

  • @Simon F.
    @Wurst Hansel
    @Arthur Schell

    Bezüglich des "kommt alles bald" sehe ich das ein wenig anders. Natürlich gibt es bald alle Grundfunktionen (Taschenrechner, Umrechner, Übersetzer und Co.) auch für speziell für Honeycomb. So wie es auch die Grundfunktionen ziemlich schnell im Android Smartphone Market gab.

    _ABER_ die Anforderungen auf dem Tabletmarkt sind ja ganz andere. Während ein Smartphone ja sozusagen nur ein Handy mit weiteren Funktionen ist, sind diese Funktionen auf dem Tablet gar nicht so entscheidend. Man muss hier ganz Klar sehen, das niemand zum Tabletkauf gezwungen wird und auch niemand ein Tablet einfach kauft weil es gerade IN ist. Ein Tablet braucht seine eigenen Argumente und da ist es eben _NICHT_ getan das ein Tablet im Grunde auch alles kann was man so mit seinem Smartphone macht. Da reicht dann doch auch mein Smartphone!? Es muss über diese Grundfunktionen herausgehen und in Sachen Funktionsreichtum an PC Software heranreichen. Aber selbst damit ist es ja nicht getan, denn warum sollte ich mir ein Tablet statt ein Notebook kaufen? Also müssen die Apps auf dem Tablet nicht einfach nur das gleiche können wie die Desktop Software sondern in irgendeinem Bereich auch besser sein. Und das ist das "Wie". Diese beiden Punkte (Mehr Funktionen, und qualitativ hochwertiges Interface) machen aus einem App ein qualitativ hochwertiges App. Und genau an diesen Apps mangelt es selbst im Android Smartphone Market immer noch, obwohl es ja definitiv nicht an der Verbreitung liegen kann.

    Der große Unterschied zum Tablet Mart ist, das es für Smartphones eher ein "nice to have" ist. Hauptsache man hat die Funktionen die man Unterwegs benötigt. In dem Sinne hat ein Smartphone ja keine Konkurrenz, ein Notebook kann man nicht in die Hosentasche stecken und ein Handy kann nichts. Für Tablets aber ist es elementar und meiner Meinung nach auch DER Grund warum das iPad so einen Erfolg hat und die Konkurrenzgeräte im Laden liegen bleiben. Und welches Indiz gibt es, das sich diese Situation der nicht-vorhanden qualitativen Apps mal ändert?

    Wer das nicht nachvollziehen kann sollte sich mal beim nächsten MediaMarkt Besuch ein iPad schnappen und sich durch den AppStore wühlen. Ganz ehrlich, das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wer den AppStore nur von weiten kennt kommt dann eben, wie im Artikel erwähnt, auf die Idee das Apps im Grunde unnütz sind und man nur Browser und Co braucht. Bis ich mir ein iPad gekauft habe hielt ich den App-Hype auch für völlig unangemessen. Heute allerdings nicht mehr. Und um das noch mal zu betonen: 25 Millionen Geräte in etwas über einem Jahr verkaufen sich nicht durch Hype, Marketing, Werbung und Image. Da steckt schon etwas mehr dahinter, die Antwort findet man im AppStore.

  • @Matthias S.

    Da gibt es zig Gründe für. Um mal 3 zu nennen:

    a) Die kaum vorhandene Fragmentierung. Das größte und im Grunde nicht mehr zu behebende Problem der Android Plattform. Wenn du beispielsweise nur fürs iPhone 4 entwickelst, dann hast du eine einzige Auflösung, eine CPU/GPU, 1 OS Version, usw und erreichst ungefähr 60 Millionen Leute. Jetzt überleg mal wie viele verschiedene CPU/GPU, Auflösungen, OS Versionen, usw du hast wenn du 60 Mio. Androiden erreichen willst. Das ist ziemlich gut vergleichbar mit Konsolen. Entwickle ein Spiel für die PS3 und du kannst diese vollends ausreizen und das Spiel läuft auf allen 50 Mio. PS3 gleich. Und wenn du nur eine Auflösung hast, dann kannst du feste Grafiken verwenden, ab zwei hast du entweder doppelt (dreimal, viermal, usw) so viel Arbeit oder aber du verwendest eine Mindestauflösung und lässt Ränder oder du musst mit Tricks (z.b. Kacheln) Kompromisse eingehen was zu optisch deutlich schlechteren Ergebnissen trotz mehr Aufwand führt.

    2) Fehlende Stylguides. Bei Android macht jeder was er will. Es gibt ja nichtmal ein vorbestimmtes Aussehen, da dank der Aufsätze Sense und Co. eh nichts konsistent aussieht. Diese Stylguides sind nicht nur eine Forderung sondern irgendwo auch eine große Hilfe. Denn die allerwenigsten Entwickler sind auch Grafiker UND haben Ahnung von guten Interfaces und Usability. In den Styleguides von iOS stehen sogar so Sachen wie das es keine Speicherabfrage geben darf, sondern alles automatisch im Hintergrund gesichert wird. Sowas erreichst du nur wenn du alle Entwickler dazu zwingst, da sie sonst nicht in den Store kommen. Ironischerweise ist die größte gemeinsame Linie unter Android Apps der Look, wenn die Entwickler sich an die Stylguides von iOS halten.

    3) Die Umsätze. Wenn dein App aufgrund der Fragmentierung oder weiteren Gründen qualitativ schlechter ist, obwohl du womöglich sogar mehr Arbeit reingesteckt hast damit es nach was aussieht, kannst du logischerweise nicht so viel verlangen da das Ergebnis den Preis den du unter iOS verlangen könntest nicht Wert ist. Da du aber mehr Arbeit reingesteckt hast müsstest du ja eigentlich mehr verlangen. Bedenkt man jetzt noch die Zahlungsmoral macht es in den meisten Fällen einfach finanziell gesehen keinen Sinn sich die Mühe zu machen. Vor allem da man ja in der gleichen Zeit auch ein iOS App schreiben könnte und die Entwicklung deutlich lukrativer entlohnt wird.

  • Phone und Pad/Transfomer muss man sich ggf. Als Team vorstellen.

    Deshalbe weitere Ergänzungen:

    KEINE APPs zum Arbeiten
    Es fehlen bei Android produktive Apps für die Mindestanforderungen:
    Bilder, Texte, Videos und Audios rudimentär zu bearbeiten (schneiden). Das sind die Medientypen, die ich mit dem Phone aufnehme/erzeuge.
    Beleg:
    - Audiodateien lassen sich zwar zu Klingeltönen (ringdroid) verarbeiten, aber ich kann nicht mal einen aufgenommenen O-Ton herausschneiden und ggf. etwa in mein Blog hochladen
    - Videos: dasselbe
    - Fotos: Photoshop express lässt mich mit festgelegten Ratios sitzen. Ein 16:9-Foto beispielsweise kann ich nicht erzeugen.


    Damit ist es für Journalisten (Hype-Entzünder) und Blogger den i-Geräten unterlegen. Für die sind Phone und Pad mittlerweile die Schweizer Messer (Not-Arbeitssysteme)

    Nicht man die Google Docs kann man ordentlich bearbeiten!

    ZUVIEL BILLIG-MIST:
    Android hat sich leider zu häufig als Iphone für Arme positioniert. Und die Nutzer akzeptieren das. Bzw: Leider eignet sich deshalb Android nicht als Verkaufsargument/Marke, die für Qualitätsstandards steht.

    HARDWARE nicht on Top.
    Auch was die Kamera angeht, oder das Micro (Aufnahmequalität) ist das Iphone den teuren Androiden überlegen. Schade, dass Nokia zu WM gegangen ist. Die hatten wenigstens gute Kameras. Und damit meine ich nicht die Pixelzahl.

    APP-Entwickler-Sorgen:
    Es sind die unterschiedlichen Bildschirmauflösungen (bei Tab wie Phone), Software-Versionen und Gerätespezifikationen, die den Entwicklern Sorgen machen. Eine App muss auf dem HTC Hero oder demZTE Blade genauso funzen wie auf dem Samsung Galaxy Tab oder dem neuesten Handy. Da programmier ich doch als Entwicklungsabteilung erstma für Apple, dann kann ichs präsentieren, und danach frickle ich noch was für Android hin.

    Folgerung: kein Statussymbol:
    Wenn es stimmt, dass das Phone das Auto als Statussymbol ablöst, dann taugt Android nicht dazu; der Ihpone-Besitzer wird den Androiden belächeln, mit etwas Grund.

    Google ist SCHWACH
    Kein Android-Browser (korrigiert mich) kann ordentlich mit den Google Docs umgehen. So fällt das Transformer sogar als Cloud-Book aus. Und die Docs-App ist, was die Bearbeitung von Texten angeht, ein Witz (Formatierungen etc.). Google müsste hier, bei den eigenen Diensten, mindestens die Qualität von Docs to Go anbieten. Gewissermaßen einen Chrome für Android.


    ANMERKUNG: Nutze den Toschiba AC100 als Smartbook. Habe also kein Honeycomb. Aber m.W. bringt das ja nur die verbesserte Oberfläche.

  • Anonymous
    • Mod
    26.06.2011 Link zum Kommentar

    @Stupid L.:
    Wow hätte ich nicht erwartet :)

    @Code Bauer:
    Aber das ist Ansichtssache. Apps erleichtern den Alltag ungemein und sogar, wenn ich nun 30 Apps auf dem Tablet oder Smartphone habe, dann ist das doch in Ordnung, wenn sie mir einen großen Vorteil gegenüber der Website liefern. Beispiel AndroidPit: Unterwegs entsteht dadurch weniger Traffic und das ist ein riesiger Vorteil.
    Wie gesagt ist das aber auch Ansichtssache, denn ich habe im Gegensatz zu meinen Freunden auch immer nur eine begrenzte Anzahl an Apps auf den Geräten.

    Achja: Es gibt doch einen RSS-Feed. Mit Bild und Teaser... Hab ich bei Google Reader drin und alles funktioniert :)

    @ Gerald W.:
    Das kann gut sein, aber das verfälscht das Ergebnis nicht so sehr, denn der Stock Browser bei Android ist in meinen Augen derzeit der Beste - zumindest auf dem Tablet.

  • Cool, dein Blog steht unter der Kategorie Android bei Google News an dritter Stelle. Klasse!!

  • Wow ! Einer der besten Kommentare seit langem, den ich auf androidpit gelesen habe. Daumen hoch!

  • Für mich ist die Diskussion hier vollkommen unnötig das ganze ist viel zu Jung als das man jetzt bereits jetzt Schlüsse ziehen kann. Der Normale User weiß noch gar nicht dass, das Tablett als Notebook/PC Ersatz dienen kann und das kann er für viele Menschen, denn die meisten Leute machen nicht viel mehr als Spielen, Surfen, Email schreiben und natürlich Facebook. Für diese Leute ist es eigentlich tatsächlich Schwachsinn sich dafür einen PC oder Notebook zu kaufen. Aber für solch eine Entwicklung braucht es Zeit. Wie oben bereits erwähnt: Android Tabletts sind wenn überhaupt erst ein halbes Jahr alt - das ist nichts.

  • @Gerald W.: Die Frage ist ja auch, wie der Traffic gemessen wird. Soweit ich dass von meinem kurzen Ausflug zum IPad kenne, gibt es dort keine alternativen Browser, alles setzt nur auf dem Safari auf. Zudem gehe ich davon aus, dass der gemeine IPad User mit dem Begriff "User Agent" nichts anfangen kann und ihn daher auch niemals ändert (geht das bei Apple überhaupt??).

    Android ist einfach immer noch eher etwas für Technik-Freaks. Und da haben wahrscheinlich 80% einen alternativen Browser oder zumindest einen geänderten User Agent-String. Und der wird sich meistens als Desktop melden.

    Also ist die ganze Traffic-Statistik völlig haltlos und sagt rein gar nichts über die echte Verteilung aus.

  • Falls ich falsch liege, möge mich jemand belehren aber ich bin auch der Ansicht, dass iPad sowie auch andere Apple-Produkte den Vorteil haben, dass alles unter einem Dach organisiert ist.
    - feste Hardware-Specs machen das Programmieren vielleicht leichter als wenn ich darum bemüht sein muss, dass es auf unterschiedlichen Modellen von unterschiedlichen Herstellern läuft (iOS muss nur auf den verschiedenen iPhones bzw. iPad laufen und nicht wie Android erst aufs Galaxy, aufs Desire etc. angepasst werden)
    - das Betriebssystem wird im gleichen Haus wie das Handy entwickelt, daher vielleicht bessere Absprache und insgesamt einfach (vor allem für den User der davor sitzt) "passender"

    Ich habe immer wieder den Eindruck dass man vor der Überlegung steht: Wer will, dass alles out-of-the-box rund läuft, sich um nix kümmern will, der nimmt Apple. Wer selber mehr Eingriffsmöglichkeiten haben will (im PC Bereich auch mal Hardware aufrüsten will), der nimmt Android/Linux/(im PC Bereich Windows).

    Nur mal so als spontane Gedanken...

    P.S.: bezogen auf die Meldung mit dem Web-Traffice, der hauptsächlich von Apples Geräten kommt: Kann das nicht auch heißen, wenn gleich viele Android-Geräte genutzt werden, dass diese besser auf geringeren Datenverbrauch eingestellt sind und bei den Apple-Teilen nicht vielleicht einfach viel unnötiger Traffic entsteht?

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