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Custom-Rom im Praxis-Test - Maxisma V2.1

Custom-Rom im Praxis-Test – Maxisma V2.1

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Diese Woche haben wir hier auf Androidpit.de das erste Mal ein Custom-Rom genauer unter die Lupe genommen. Es handelt sich dabei um Maxisma V2.1, eigentlich ein Cyanogenv2Mod 3.9.5 Rom, inklusive einem Palm Pre Theme und einigen Tweaks und Veränderungen von Maxisma.

Dieses habe ich am letzten Montag morgen (10.08.2009) auf mein G1 geflasht, um das Rom eine Woche lang im Alltag zu benutzen, und alles interessante, aber auch Probleme und Bugs, festzuhalten und zu beschreiben.

Die nötigen Voraussetzungen, für das „flashen“ eines Custom-Builds auf dem G1, sind

Root und die Partitionierung (entsprechend der Voraussetzungen für das Custom-Rom) der SD Karte. Auch sollte man auf weitere Voraussetzungen achten, die für das entsprechende Rom notwendig sind, wie eventuell Haykuros SPL bei aktuellen Hero-Roms.

Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, kann man das Custom-Rom mithilfe von Cyanogens Recovery relativ einfach aufspielen (flashen).

Grundsätzliches zu den „Custom-Rom“ Praxis Tests:

Man könnte die ganze Sache als Pilot Projekt betrachten. In Absprache mit Fabi haben wir uns entschlossen, das erste Mal einen Test über ein Custom-Rom zu bringen. Der Begriff Test ist hier vielleicht nicht ganz passend, da wir diese Roms (wenn das eine regelmäßige Sache wird) nicht nach strengen Kriterien bewerten werden, zwar mit einem abschließenden Fazit, also einer Bewertung, jedoch wird es vielmehr darum gehen, alle Funktionen und Features zu beleuchten, Bugs und Fehler aufzudecken und natürlich über den Einsatz im Alltag zu berichten. Dies alles nach einem strengen Regelwerk zu bewerten, würde unserer Meinung nach, der Sache nicht gerecht werden. Einerseits sind die, mittlerweile zum Teil definitiv ausgereiften und für den täglichen Gebrauch geeigneten, Custom Roms zum Teil doch sehr unterschiedlich, andererseits gibt es auch Roms, die als „Experimentell“ bezeichnet werden, wo man davon ausgehen kann, dass diese für den normalen Einsatz nicht geeignet sind, es aber vielleicht doch interessant ist, auch einmal ein solches Rom unter die Lupe zu nehmen, wie z.B. ein Hero Rom fürs G1.



Davon abgesehen, sind diese „Tests“ nicht nur für „Root“-User gedacht, wir denken, auch für diejenigen, die ein ganz „normales“ Android-Rom benutzen wird es interessant sein, zu sehen, welche Features möglich sind, und eventuell auch über die nächsten Updates ihren Einzug auf die normalen Geräte halten.



Außerdem ist diese Sache eine gute Gelegenheit, unsere Wiki so langsam mit Infos zu füllen. Viele der Begriffe, die hier auftauchen, sind in diesem ersten Praxis-Test schon mit unserer Wiki verlinkt und bieten schon einige Informationen.



Dann werfen wir doch mal einen Blick auf Maxisma V2.1:

Die Features und Funktionen:

Der Homescreen nach dem ersten Start:

Wie man in der Programmleiste sieht, sind HTC Quickoffice und ein PDF Viewer an Bord. Zusätzlich die Superuser App und ein Terminal Emulator. Außerdem ist Wireless Tether for Root Users schon installiert, einer der Gründe dafür, warum ich zum „Root“ geworden bin. Das funktioniert wirklich sehr gut.

Mit am meisten hat mich das Power Control Widget interessiert, ein Donut Feature, von dem ich wusste, dass es im Rom enthalten ist.

Wlan, Bluetooth, GPS und die automatische Synchronisierung mit einem „Klick“ ein und ausschalten. Ohne z.B. bei GPS zuerst in den Einstellungen „wühlen“ zu müssen. Die Display Helligkeit lässt sich in drei Stufen durch schalten. Das funktioniert sehr gut, und darauf dürfen sich wohl auch „Nicht“-“Roots“ freuen, denn dieses Widget sollte eigentlich mit dem Donut-Update erscheinen.

SD Karte und Speicher:



Die ext3 Partition, auf der sich die Apps (Apps2SD) befinden, wird hier auch angezeigt. Sehr „kuhles“ Feature, wie ich finde ;-)

Wer sich über die 86 MB freien Speicher wundert: Auf meinem G1 befindet sich „Haykuros“ SPL, dieser verändert die Partitionen des internen Speichers. Es ist dann mehr „User“ Speicher verfügbar.

Bei meiner weiteren Erkundung des Roms, stieß ich über die Menü-Taste und Mehr auf zwei weitere interessante Features:



Unter Extended kann man unter anderem die Anzahl der Homescreens einstellen.

Submenus bietet auch ein interessantes Feature, man kann Unterordner für die Programmleiste erstellen.

Hier sind mir auch ein paar negative Sachen aufgefallen:

In der Regel sind die erstellten Unterordner in der Programmleiste an erster Stelle, was ja auch Sinn macht. Im Laufe der Zeit, erscheinen diese aber dann alphabetisch geordnet in der Programmleiste. Nach einem Neustart sind sie jedoch wieder an erster Stelle.

Außerdem kann man diese Unterordner auch direkt auf den Homescreen legen, in dem man sie mit dem Finger dorthin zieht. Nach einem Neustart sind jedoch die Ordner Icons verschwunden. Die Ordner lassen sich zwar noch öffnen, sie sehen aber ohne Icon nicht besonders schön aus.

Trotz dieser negativen Punkte ist das eines meiner Lieblingsfeatures bei Maximas V2.1. So kann man in seiner Programmleiste wirklich Ordnung schaffen.

Music Player:

Der Music Player ist aus dem Hero-Rom. Er macht nicht nur optisch „mehr her“, er lässt sich auch sehr gut bedienen, läuft außerdem flüssig und stabil.

Dialer:

Die Telefontastatur ist leider nicht, wie gehofft, der HTC Dialer, sondern „nur“ das Standard Dial Pad, allerdings optisch etwas „aufgemotzt“. Jedoch ist noch SmarterDial Trial installiert, das ist ein Dial Pad mit T9.

Was das Telefon angeht, gibt es in den Anrufeinstellungen noch folgende Einstellmöglichkeiten, die ich bisher auch noch nicht kannte:

Außerdem, vielleicht auch für den ein oder anderen interessant, VPN Einstellungen:

Dies konnte ich zwar nicht testen, aber da das auch ein Feature aus dem Donut Update ist, sollte dies bei Erscheinen dann ja wohl auch funktionieren.

Die Kamera Applikation ist die HTC Camera, mit Zoom und mehr Einstellmöglichkeiten, als die Standard Kamera auf G1 und Magic.

Wahrscheinlich für einige auch interessant: Im Browser funktioniert Multitouch, und das sehr gut. Ich persönlich finde den „Doppelklick Zoom“, den ich auch schon mal innerhalb eines Roms hatte, zwar besser, aber auch das funktioniert hier gut.

Die Probleme und „Bugs“:

Abgesehen von den praktischen und interessanten Features gab es aber auch das ein oder andere Problem zu lösen.

Beim anmelden im Google Account lässt sich als „Locale“ Deutsch auswählen. Zum großen Teil ist dann auch das Rom in deutsch. Allerdings gibt es, was das Tastatur-Layout der Hardware-Tastatur angeht, ein Problem, welches fast immer nach dem „flashen“ eines neuen Roms auftritt, zumindest wenn man Haykuros SPL hat:

Die „Z“ Taste und die „Y“ Taste sind vertauscht, und auch die Sonderzeichen, welche in Verbindung mit der Alt-Taste ausgewählt werden, stimmen nicht mit der Beschriftung auf der Tastatur überein. Hierfür gibt es eine relativ simple Lösung.

Ein etwas größeres Problem war folgendes:

Es sind drei Eingabemethoden vorhanden, das normale Android Keyboard, das HTC Keyboard und eine frühere Beta von TouchPal, welches mittlerweile im Market erhältlich ist. Das ist ja eigentlich Klasse, da man eine große Auswahl hat.

Jedoch haben alle drei Methoden zwar funktioniert, aber beim HTC Keyboard und bei TouchPal gab es nur ein englisches T9. Beim HTC Keyboard war in den Einstellungen Englisch eingestellt, dies konnte man aber auch nicht abwählen. Ich wollte dann das englische Sprachpaket von TouchPal deinstallieren, um das deutsche installieren zu können, das ging jedoch nicht. Auch TouchPal ließ sich weder deinstallieren, noch neu installieren.

Twitter sei Dank konnte mir Maxisma dabei helfen, auch dieses Problem zu lösen ;-)

Letztendlich ist dies mit ein paar Befehlen über den Terminal Emulator zu beheben.

Wirkliche „Bugs“ sind mir während dieser einen Woche Maxisma keine begegnet.

Performance & Stabilität:

Von der Geschwindigkeit des Systems war ich zuerst etwas enttäuscht. Allerdings ist die CPU so modifiziert, dass diese sich der aktuellen Situation „anpasst“, also z.B. zum Teil auch mit 245MHz, oder weniger läuft, wenn nicht viele Prozesse im Hintergrund laufen. Wenn nötig, allerdings auch mit 528MHz. Dadurch fühlt sich das System zwar nicht so schnell an, wie wenn die CPU konstant auf 528MHz (der eigentliche „Normal“-Takt) läuft, aber es wird natürlich Energie gespart.



Ich hatte Maxisma V2.1 die meiste Zeit auf 528MHz laufen (mit SetCPU), einerseits, weil ich die CPU prinzipiell auf „Normal“-Takt laufen lasse, andererseits weil das auch bei den meisten Custom-Roms der Fall ist, also um zukünftig die Geschwindigkeit von Roms auch besser vergleichen zu können.



Auf „Normaltakt“ lief Maxisma, auch bei einigen größeren Anwendungen im Hintergrund, sehr gut, aber vor allem Stabil. Ein „Blackscreen“ (mein Desktop Hintergrund ist schwarz ;-), also der Neuaufbau des Homescreens war sehr selten innerhalb einer Woche Maxisma. Bei den bisherigen Custom-Roms, die ich schon auf meinem G1 hatte, war das eine Sache die sehr oft vor kam, und mich auch ganz schön genervt hat. Dies dürfte auch mit der Swap-Partition zu tun haben, bzw. der Tatsache, dass diese vom Rom genutzt wird, um Teile der laufenden Prozesse, quasi „auszulagern“.



Fazit:



Maxismas V2.1 ist ein wirklich stabiles und Alltags taugliches Rom, mit einigen interessanten Features, die man auch ohne „Root“ vielleicht demnächst per Update erhält.



Eigentlich würde Maxisma V2.1, zumindest die nächste Zeit, „mein“ Rom bleiben, allerdings gibt es mittlerweile ein Update, also Maxisma V2.2. Dieses werde ich dann wohl auch in Kürze unter die Lupe nehmen, um zu sehen ob es (wie es im Changelog auf Maxismas Blog heißt) schneller, und vielleicht auch in anderen Punkten noch besser geworden ist.

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