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Android-Tablets statt bedrucktes Papier: Verlag testet und verkauft Tablets mit angepasstem Inhalt

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Traditionelle Papier-Medien wie Zeitungen verlieren leider immer mehr an Bedeutung. Dies mag zwar für die Umwelt eine schöne Sache sein, da weniger Natur-Rohstoffe benötigt werden, für die Herausgeber bedeutet das allerdings weniger Umsatz. Und das ist aus deren Sicht natürlich eine ganz schlechte Sache. Also versuchen die großen Zeitungen auf neue Technologien wie Tablets zu setzen, um dort ihr Angebot zu vermarkten. Auf Android-Tablets hat dies bisher kaum eine Rolle gespielt. Das soll sich aber ändern, wenn auch langsam.

Einer der Hauptgründe für diese Stellung von Android-Tablets liegt darin, dass auf solchen Geräten mit Leichtigkeit Anwendungen installiert werden können, die nicht über den Market vertrieben werden. Dazu kommen eine Menge gerooteter Geräte, wodurch Android für Rechteinhabern wie etwa große Zeitungsherausgeber an Attraktivität einbüßt.

Bisher war der Markt für Zeitungs-Apps eher Apple-Produkten vorbehalten, da die Rechteinhaber dort dank des sehr geschlossene Modell des App-Stores einen guten Schutz ihrer medialen Inhalte erwarten können.

Umso überraschender ist es also, dass das amerikanische Zeitungsunternehmen Philadelphia Media Network (PMN) ihr Angebot zukünftig mit subventionierten Tablets an den Mann bringen will. Vielleicht geht der Medienkonzern es deshalb auch erst einmal langsam an und wird ab August nur 2000 Tablets vertreiben. Sicher ist sicher. Interessant wird aber zu sehen sein, ob die von Zeitungsherausgebern subventionierten Tablets mit vorinstallierten Apps und Vergünstigungen beim Nutzer gut ankommen und so sowohl für den Leser als auch den Konzern eine Bereicherung sein können.

Quelle: t3n

10 Kommentare

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  •   15

    Ich warte tatsächlich nur darauf, dass der Spiegel oder die FAZ ein Angebot mit einem Android Tablet bringen. Die Augsburger Allgemeine ( glaube ich ) und nun, wie abgebildet die Frankfurter Rundschau haben es mit dem IPad ja bereits versucht. Das Ergebnisse, bzw. der Erfolg des Unternehmens bleibt allerdings abzuwarten.


  • ich finde das überflüssig da gibt es doch bild.de... und da hole ich mir doch nicht eine app
    dafür. (=


  • @claud der Vergleich hingt echt
    Du kaufst dir ja nicht jeden Tag ein neues tablet?


  • Claude, das ist alles andere als Bullshit. Allein für die Herstellung von 1 kg Altpapier werden 4 kWh benötigt. Dazu kommen der Transport des Holzes / Zellstoffs / Papiers von der Plantag über die Papierfabrik bis in die Druckereien, das Bedrucken selbst einschließlich der Herstellung der Druckfarben und der Transport zu den Händlern und Haushalten.

    Und neben dem Energieverbrauch steht da auch noch die Umweltbelastung durch den enormen Wasserverbrauch samt Schadstoffeinleitung und Abgasen aus Industrie und Transportwesen. Außerdem wird immer noch sehr viel Papier aus dem Abholzen von Wäldern gewonnen, die nicht wieder aufgeforstet werden, was die Erderwärmung fördert und noch viele weitere ökologische Probleme mit sich bringt.

    Das mit dem Energieverbrauch für die Herstellung eines Tablets gegenzurechnen passt nur bedingt. Die wenigsten werden sich ein Tablet nur kaufen, um damit Zeitung zu lesen. Es erfüllt ja noch vielerlei weitere Zwecke. Den Energiebedarf für die Herstellung kann man also nur anteilig einrechnen.
    Dazu kommt nur die Energie für die Server des Verlags, und die Energie, die das Tablet während des Zeitungslesens verbaucht.

    Man müsste das sicherlich alles einmal genau zusammenrechnen, keine einfache Sache - aber ich glaube ziemlich sicher nicht, dass die gedruckte Zeitung da als Gewinner draus hervorgehen wird.


  • "Dies mag zwar für die Umwelt eine schöne Sache sein, da weniger Natur-Rohstoffe benötigt werden" - BULLSHIT wieviel Ressourcen werden für 1 Tablet verbraucht + wieviele Ressourcen für Strom vs Recyclingpapier + Druck?
    Die Rechnung möchte ich gern erst mal sehen.

    Siehe Ressourcenverbrauch Neuwagen mit 1,5l weniger /100km vs. 10 Jahre alten Gebrauchten


  • Ich habe mich, da ich dort u.a. bequem meine Zeitungen plus extra Inhalte lesen kann, schlussendlich fürs iPad und nicht für ein großes Android Tablet entschieden.

    Zwar habe ich als bisheriger Besitzer und zum Teil immer noch intensiver Nutzer des kleinen Galaxy Tab mit dem Acer Iconia und dem Asus EEE Pad Transformer geliebäugelt - und tue dies zur Zeit mit dem Galaxy Tab 10.1 - aber was z. B. auch die Apps für kleinere Kinder, wie animierte Bücher und Spiele, anbetrifft, liegt nun mal das iPad vorne.

    Sollten die Android Tablet in dieser Hinsicht irgendwann so weit sein, wie das iPad, so werde ich mit Freuden wieder umsteigen, aber im Moment sieht es wohl nicht danach aus.


  • @ Hartmut - da muß ich dir größtenteils recht geben.

    Aber selbst wenn die Verlage eine für Tablets optimierte Version ihrer Zeitung anbieten würden: werden sich dann wirklich Käufer, bzw. Abonnenten finden, die etliche Euros pro Monat nur dafür zahlen, dass sie z.B. die Frankfurter Allgemeine auf einem Tablet lesen können? Ich glaube nicht. Es gibt einfach viel zu viel Free-Content im Netz, wo ich alle Nachrichten für lau abrufen kann. Solange das noch gegeben ist, tun sich Verlage mit Bezahlinhalten sicher schwer.


  •   18

    Solange die Verlage einfach die Print-Version 1:1 auf die Tablets umsetzen, wird es kein Erfolg. Ich habe jetzt alle verfügbaren Apps getestet und bisher hat mir keine richtig gefallen.
    Wenn ich das gedruckte Layout haben will, gehe ich zum Kiosk und kaufe die gedruckte Version.

    Mal sehen, wann die erste richtige Innovation in dem Bereich kommt.


  • Hatte mich vor einiger Zeit auch schon gefragt, wann die ersten Verlage gegen Abschluß eines digitalen Zeitungsabos ein subventioniertes (Android) Tablet anbieten. Da ist es doch egal, ob ich es dann rote oder nicht. Selbst wenn ich die Artikel gar nicht lade ist es doch egal für den Verlag. Der bucht einfach für die Laufzeit des Vertrages monatlich eine Summe x von meinem Konto ab. Ist doch 1:1 das Modell mit subventionierten Handys eines Mobilfunkbetreibers!


  • Zitat: "Bisher war der Markt für Zeitungs-Apps eher Apple-Produkten vorbehalten, da die Rechteinhaber dort dank des sehr geschlossene Modell des App-Stores einen guten Schutz ihrer medialen Inhalte erwarten können."

    Das verstehe / glaube ich nicht. Schließlich ist das wichtige an einer Zeitungsapp nicht die App selbst, sondern die Inhalte. Und die müssen regelmäßig online heruntergeladen werden. Da ist es doch völlig egal, auf welchem Wege die App auf das Gerät kommt. Die wird doch normalerweise sowieso kostenlos verteilt.

    Noch dazu kommen die restriktiven Kaufmodelle von Apple, bei denen Apple 30 % vom Kuchen abverlangt.

    Ich glaube, dass Android eigentlich viel attraktiver ist für die Verlage; es gibt einfach nur bislang viel zu wenige Android-Tablets, deswegen setzen die Anbieter bisher fast nur auf Apple.

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