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8 Min Lesezeit 10 mal geteilt 32 Kommentare

Android - Eine "Abrechnung" nach zwei Jahren

Wie es scheint, ist es gerade Mode geworden, seine eigene Meinung zum Thema Android zu äußern, Kamal und Fabien haben es bereits getan. Da möchte ich natürlich nicht nachstehen und erzähle Euch von meinen fast zwei Jahren Erfahrung, die ich mit Android als Software und Motorola und Samsung als Hersteller machen durfte.

Fast auf den Tag genau ist es jetzt zwei Jahre her, dass ich im Rahmen eines Neuvertrages meinen ersten Androiden in den Händen halten durfte. Es war ein Motorola Milestone mit Hardwaretastatur – von der ich damals noch der Meinung war, dass ich sie unbedingt bräuchte – und einer gewaltigen Prozessorleistung von 600 MHz. Der erste Eindruck, nachdem ich vorher ein HTC Touch Dual mit Windows Mobile 6.1 mein eigen genannt hatte, war erstaunlich.

Direkt nach dem Einschalten wurde mir ein Update des Betriebssystems angeboten (von 2.0 auf 2.0.1). Wow, dachte ich, so alt ist das Modell doch noch gar nicht. Auch das Update auf 2.1-Update 1 kam relativ schnell.

Gekauft hatte ich das Milestone übrigens, weil es Flash unterstützen sollte, wie ich später allerdings herausfand, nur durch ein Update auf Android 2.2 (Froyo). So begann ich zu warten und zu warten. Während viele andere Modelle ihr Update bekamen, musste ich immer noch warten, sehr lange warten – bis September 2011. Veröffentlicht wurde Froyo übrigens im Mai 2010. Ich hatte also eigentlich einen guten Grund, auf ein baldiges Update zu hoffen. Da aber bekannter Maßen die Android-Versionen erst einmal von den Herstellern angepasst werden, zog sich die Veröffentlichung durch Motorola immer weiter hin. Als dann auch noch die Mobilfunkbetreiber ihre Finger in den Brei steckten, riss mir der Geduldsfaden und ich tat etwas, dass ich vorher noch nie mit einem meiner Telefone gemacht habe: Ich installierte mir ein Custom Rom.

Wie Eingangs bereits erwähnt, habe ich auch Erfahrungen mit Samsung – in diesem Falle dem Galaxy Tab P1000 – machen dürfen. Dieses habe ich mir Ende 2011 zugelegt, um auf den Fahrten zur Arbeit ein wenig komfortabler im Internet und auf AndroidPIT.de zu surfen. Ausgeliefert mit Froyo, sollte zeitnah ein Update auf Android 2.3 Gingerbread erfolgen. Das tat es auch, jedoch nur in Italien und Samsung hüllte sich in Schweigen, wann dieses denn auch in anderen Ländern verfügbar sein sollte. Nachdem ich aus meiner Erfahrung mit Motorola gelernt hatte, flashte ich bereits am dritten Tag ein Custom Rom mit 2.3.3. Doch wie sagt man doch so schön? „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ – und so hoffte ich weiterhin, dass das Update auf Gingerbread nur einem baldigen Update auf Android 3.0 Honeycomb wegen ausfiel… falsch gehofft. Bis heute kann ich die 7 Zoll des Galaxy Tab nicht so nutzen, wie es sich für ein Tablet gehört, da alle Apps ihre Darstellung an der Android-Version festmachen.

Und nun kommen wir zu meiner „Abrechnung“, zusammen mit einigen Wünschen von mir:

Android

Vergleiche mit anderen Betriebssystemen kann und möchte ich hier nicht anstellen, vor allem, weil es mir an Referenzgeräten fehlt. Mein Eindruck, von Android als solchem, ist durchweg positiv. Sicherlich ist es problematisch ein Betriebssystem zu entwickeln, das den Hardwareanforderungen so vieler Hersteller gerecht werden muss. Dies ist wohl mit ein Grund, warum Samsung, HTC und Co. nach der Veröffentlichung durch Google noch daran arbeiten und die Treiber entsprechend anpassen müssen.

Ziemlich unschön ist es auch, dass man einige Routineaufgaben - wie zum Beispiel Backups - nicht machen kann, ohne das System zu rooten, d. h. sich Administrator-Zugang zu verschaffen. Neben einiger Gefahren durch mögliche Schadsoftware, verliert man in der Regel dadurch auch die Garantie. Es lässt sich zwar rückgängig machen, doch finde ich, dass so etwas zu den eingebauten Funktionen gehören sollte.

Mein Wunsch

Kann man Android nicht so aufbauen, dass die Hersteller nicht bis in die Tiefen des Betriebssystems vordringen müssen, um die Anpassungen an ihre Hardware durchzuführen? Schlagt mich nicht, falls es schon so ist, dazu stecke ich selber nicht tief genug in der Materie. Ein Modularer Aufbau, bei dem der Hersteller seine Treiberpakete einfach anfügt, würde vor allem der Gefahr entgegenwirken, dass durch das tiefe Eingreifen ungewollt Sicherheitslücken entstehen. Wie sonst soll man sich erklären, dass solche oftmals nur bei bestimmten Herstellern auftreten?

Die Hardware

Android-Handys gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Für jeden Geldbeutel ist etwas dabei, was auf der einen Seite gut und auf der anderen Seite schlecht ist, nämlich genau dann, wenn die Qualität des gekauften Handys mit der Qualität von Android gleichgesetzt wird. Hier wird der durchschnittliche Nutzer - und damit meine die, die ein Telefon auspacken, die SIM-Karte reinstecken und es dann einfach nutzen - wenig differenzieren können und wollen.
Im Verwandtenkreis habe ich beispielsweise ein Base Lutea, welches von der Performance und Haptik nicht mit dem Milestone mithalten kann und das, obwohl es ein Jahr später auf den Markt gebracht wurde. Nun konnte ich die Besitzerin allerdings überzeugen, dass dies nicht an Android, sondern an dem Hersteller liegt.

Ein weiteres Manko der Vielfalt ist logischerweise die Updatesituation. Oft im Forum diskutiert und oft von Enttäuschungen begleitet, kommen die Hersteller gar nicht mehr hinterher und neigen bei der eigenen Modellvielfalt oftmals dazu, Geräte ab einem "Alter" von einem Jahr oder weniger nicht mehr zu unterstützen. Dem Durchschnittsnutzer wird dies allerdings kaum auffallen, bis Ihnen durch eine nicht geschlossene Sicherheitslücke etwas passiert.

Mein Wunsch

Der ist einfach: Google müsste gewisse Mindestanforderungen an die Geräte stellen. Dies würde auch die Verteilung von Updates erleichtern und manche Hersteller würden sich vielleicht überlegen, ob sie "ältere" Geräte länger supporten.

Die Apps

Da ich kein Entwickler bin, fällt es mir auch schwer, Android aus deren Sicht zu beurteilen und so beschränke ich mich auf die Wahrnehmung als User. Optisch haben die Apps unter Android noch viel aufzuholen. Die Ausrede, Android wäre ein zu neues System zählt für mich nicht mehr. Sicherlich ist es schwierig, die Optik an die vielen unterschiedlichen Hardware-Voraussetzungen anzupassen, wobei Google mit seiner Initiative in meinen Augen einen guten Weg geht. Meiner Ansicht nach, setzen sich viele Hobby-Entwickler einfach mal ran und sagen sich: So, jetzt bastel ich mal eine App. Man muss sich nur mal die Themen im Forum anschauen und erschrickt förmlich davor, wie wenig Gedanken sich manche im Vorfeld machen, indem sie nicht mal die Grundlagen kennen, auf denen die App Programmierung basiert.

Dies führt selbstverständlich dazu, dass im Google Market - der ein Thema für sich ist - Unmassen an Apps gelistet sind, die weder in der Qualität noch in der Usability überzeugen können. Neulinge, die mit der Appsuche überfordert sind, oder einfach die Testberichte von AndroidPIT noch nicht entdeckt haben, werden sich schnell eine negative Meinung zu Android bilden und diese auch entsprechend kommunizieren.

Mein Wunsch

Google sollte die Durchsetzung ihrer neuen Designrichtlinien konsequent überwachen und Apps, welche denen nicht entsprechen, genauso konsequent aus dem Market ausschließen. Das Motto sollte lauten: Klasse statt Masse!

Herstelleranpassungen

Bei diesem Thema scheiden sich die Geister oder auch nicht, zumindest lese ich das aus den Kommentaren zu den Blogs von Kamal und Fabien heraus. Ich habe nichts dagegen, dass die Hersteller das Look and Feel ihrer Geräte an eine Corporate Identity anpassen. Dies ist ein Unterscheidungsmerkmal, dass sie dann von anderen Android-Geräten abhebt. Allerdings: Müssen die Herstellereigenen Apps so tief und vom Normal-Nutzer nicht deinstallierbar im System verankert sein?

Ich führe hier das Beispiel von Samsung an: Der Social Hub mag für manche eine tolle App sein, ich habe aber meine eigenen Vorlieben und den Hub nie eingerichtet. Trotzdem startet sich die App, bzw. der Prozess immer wieder von selbst und verbraucht Akku. Ohne Root ist nichts dagegen zu machen.

Mein Wunsch

Herstellereigene Launcher und Apps ja, aber bitte komplett deaktivierbar! Einen Launcher kann man recht einfach ersetzen, die Zwangsapps bereiten dem weniger informierten Nutzer jedoch Kopfzerbrechen.

Fazit

In den zwei Jahren, die ich jetzt mit Android arbeite, habe ich mich damit angefreundet. Sehr viele Menschen werden es einfach nehmen, wie es ist und sich nicht um Updates, Custom Roms oder CPU Overclocking scheren und das ist auch gut so. Für Nutzer, die sich ein wenig mit der Materie beschäftigen, bietet Android im Gegensatz zu anderen Betriebssystemen ungeahnte Entwicklungs- und Anpassungsmöglichkeiten. Sollte ich einmal die Gelegenheit haben, würde ich gerne mal ein iPhone und ein Windows Phone 7 Gerät testen, damit ich mir ein eigenes - und nicht von der Berichterstattung geprägtes - Bild davon machen kann.

Trotz der kleinen Problemchen, die mir im Laufe der letzten zwei Jahre begegnet sind, kann ich Android uneingeschränkt empfehlen und tue es auch, so oft ich danach gefragt werden. Sollte sich einmal eine Schwierigkeit ergeben, weiß ich ja, wohin ich mich wenden kann: An die Community hier bei AndroidPIT!

32 Kommentare

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  • Mir aus der Seele gesprochen. Speziell die Updatepolitik von Samsung ist unter aller S.. . Und das bei Gerätepreisen am oberen Ende der Skala.

  •   30

    Die Updates - oder besser die fehlenden Updates - sind für mich kein Android-Problem. Es sind doch die Hersteller, die die Entscheidung über die verbaute Hardware und die installierten Oberflächen treffen. Nicht Google!

    Ich vermute, die Hersteller entwickeln nicht selten an APIs vorbei und stellen sich damit noch zusätzlich ein Bein. Leider habe ich zu wenig Einblick, um das untermauern zu können. Jedoch ist es schon verwunderlich, wie schnell durchaus brauchbare Custom ROMs auftauchen, der Hersteller aber nach einem Jahr immer noch nichts bieten kann.

  • das intro is genial,genauso gings mir auch mit meinem milestone!

  • Izzy
    • Blogger
    10.02.2012 Link zum Kommentar

    1) ist mit ICS gelöst. Im read-only Bereich ser System-Partition darf halt nur das System werkeln.

    2) Nein, bitte nicht in die geklaut, äh, Cloud. Es sind auch persönliche Daten betroffen, die man nicht unbedingt dort ablegen möchte. Un manch einer ist halt echt paranoid, und versteht unter "Datenübertragung" die Bewegung von Daten auf einem USB-Stick X-)

    3) Auf die von mir beschriebene Weise kannst Du aber Apps zunächst alle Berechtigungen entziehen (zumindest kritische) und zunächst schauen, wann und wofür sie gebraucht werden -- und musst Dich nicht vorher nach dem Prinzip "akzeptier alles -- oder lass es ganz" entscheiden.

    4) Wenn ich schon gefragt werde, ob ich meine Daten bei Google speichern möchte -- möchte ich meine Antwort auch akzeptiert wissen. So, wie es aktuell ist, ist es irreführend. Dann besser noch eine zweite Frage hinterher: "...Kalender- und Adressdaten synchronisieren?"

    Klar ist es besser gelöst als an manch anderer Stelle. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass es damit ausreichend ist und es nichts zu verbessern gäbe ;)

  • @Izzy: Ja, das hat was.

    1) Hier sollte man aber nicht unbedingt gegen Android als solches schiessen. Ich erwarte von den Herstellern, dass Erweiterungen so sauber implementiert sind, dass diese problemlos deaktivierbar sind, was durchaus möglich wäre.

    2) Ja ein Backup wäre tatsächlich wünschenswert.
    Gibt es da immer noch nichts? Ich dachte dass man ab Gingerbread die Appdaten nun auch im Google Account speichern kann, hab dies aber bewusst deaktiviert.

    3) Die aktuelle Situation stellt wohl ein Kompromis zwischen Sicherheit und Bedienbarkeit dar. Du weisst selber, wie einige User (mich eingeschlossen) die Rechte nicht vollständig verstehen. Immerhin geht Android mit den Rechten viel weiter als jedes andere OS. Auf Vergleiche verzichte ich jetzt auch. Die Internetverbindung für Adds als eigene API zu haben, war tatsächlich auch schon mein Wunsch.

    4) Das mit den Daten verstehe ich nicht ganz. Wenn vor der Einrichtung des Google Accounts schon Daten auf dem Phone eingegeben wurden, werden diese nicht automatisch auf den Google Kalender bzw. Telefonbuch kopiert, sondern sind auf einem eigenen lokalen Konto gespeichert. Ob es nun Sinn macht, dass die Synchronisation standardmässig aktiviert ist, darüber kann man sich streiten.

  • Izzy
    • Blogger
    10.02.2012 Link zum Kommentar

    Da hat er völlig Recht. Android ist ein super System -- aber es gibt nichts, was sich nicht verbessern ließe. Meine Wunschliste ist da auch nicht gerade kurz:

    1) keine deinstallationsresistenten Zwangsbeglückungen, die man a) nicht los wird, und die b) auch noch ständig Ressourcen verbraten. Ab ICS soll man so etwas ja "einfrieren" können -- hoffentlich geht das einfach und wirkungsvoll. Aktuell ist ja nicht erkennbar, was wie zusammen gehört. Auf meinem Stein laufen alle möglichen Wetter- und Nachrichten-Hintergrunddienste von Moto. Ich nutze deren Nachrichten-Apps nicht -- was davon kann weg? Und wie soll das ein "unbedarfter User" entscheiden können?

    2) die Möglichkeit eines *KOMPLETT*Backups für Apps UND DATEN (a la Titanium PLUS Nandroid) gehört von Haus aus ins System! Damit wäre auch geklärt, wie man "erwünschte Vorinstallationen" nach einem Factory-Reset wieder herstellen kann.

    3) Das Berechtigungssystem ist ja ganz toll; aber das "Friss-oder-Stirb" Prinzip ist zum K***en. Hier sollte die Funktionalität von LBE im System verankert sein. Ja, einschließlich der Internet-Berechtigung -- Werbung ließe sich über einen separaten Android-Dienst (via API) zur Verfügung stellen

    4) Privacy by Default: Bei der Ersteinrichtung wird man zwar gefragt: "Wollen Sie Ihre Daten bei Google speichern?" -- doch auch, wer hier "NEIN!" sagt, findet wenig später seine Termine und Adressen bei Google wieder; es sei denn, er wäre in die Einstellungen bei "Konten und Synchronisation" gegangen, und hätte es explizit ABgeschaltet.

    ...

    So könnte ich noch eine Weile weitermachen, aber ich möchte Euch ja nicht langweilen ;)

  • @ Heiko M.
    Du musst es ja nicht lesen. Es gibt viele, die es interessiert!

    Schöner Blog... Bin zwar nicht nicht ganz so lange bei Android, aber immerhin schon ca 10 Monate :)

  • Guter Blog, sehe ich im großen und ganzen auch so. Ich selbst habe ein DHD, das ich aber auch wenige Wochen nach dem Kauf gerootet habe, um aktuell zu bleiben.

  • cool, fast wie bei mir: milestone1, milestone2 wegen froyo, GTP1000. Aus dem Palmlager kommend. es lebe Android!

  • ich unterschreib das mal so wie's ist ...

  • Das schöne am Internet ist das jeder seine Meinung sagen kann, dass blöde ist nur das es auch jeder tut :-)

    Bei allem Respekt aber solche Beiträge bringen meiner Meinung nach nichts, wo kämen wir denn hin wenn jetzt jeder hier seine Android Erfahrungen schreiben würde?

    Vor allem was bringt es, das sind nur Einzel Erfahrungen!

  • Ähnliches.

    So das wars jetzt ;-)

  • Android ein Echtzeitbetriebssytem? Nicht das ich wüsste! Und entschuldige aber ein schlampig programmierter Treiber wird auf jedem System früher oder später zu Problemen führen!

    Für Preise von mehr als 600€ erwarte ich, dass ein Produkt nach einem halben Jahr NICHT für tot erklärt wird! Wenn sich die Hersteller darauf konzentrieren würden ein Handset pro Jahr pro Preissegment zu veröffentlichen und diese Modellreihe dann vernünftig zu supporten, dann können wir über Jammern auf hohem Niveau sprechen! Ich glaube ich raste aus wenn ich das hier so lese! Apple bekommt es auch halbwegs hin seine Geräte über einen Zeitraum von zwei Jahren zu supporten. Das sollte ein Hersteller von Android handsets auch schaffen.

    Die aktuelle Politik der Hersteller ist dreist! Ich möchte kein Smartphone welches 100mhz schneller ist. Wenn ich mein desire um 100mhz übertakte merke ich gar nichts!

    Ich gebe dem Schreiber des Artikels absolut recht: die Implementierungen seitens der Hersteller sollten unbedingt so im system vorgenommen werden, dass der Kunde diese auch wieder entfernen kann! Wenn ich kein facebook benutze brauche ich keine Fb app! Selbes gilt für Twitter o.ä

  • jeey

  • 1. Das hier ist für mich jammern auf einem sehr hohen Niveau. Android hat sich in den letzten zwei Jahren so stark verbessert, dass man eigentlich nicht meckern dürfte. Dies sieht man vor allem im Vergleich zu iOS. Im Jahre 2010 hing Android in Sachen Habtik und Performance um Lichtjahre hinterher. Heute hat es iOS in diesen Bereichen so gut wie eingeholt und dabei muss man berücksichtigen, dass sich auch iOS weiterentwickelt hat, da auch in Cupertino clevere Entwickler sitzen. Das ist in meinen Augen eine riesige Leistung, zumal die Systemarchitektur, durch die offenheit und modularität, deutlich komplexer als diejenige von iOS ist.

    2. Eigentlich müsste jedem Treiberentwickler der hier des öfteren das Gemecker liest das Messer in der Tasche aufgehen. Leute wir sprechen hier von einem Echtzeitbetriebssystem und nicht von Windows. Jeder Treiber muss hier drei mal so gut überlegt sein, damit später sehr harte Echtzeitbedingungen eingehalten werden können und nicht der nächste hier schreibt "Oh mann Android hackt voll"! Die Treiberschnittstellen des Betriebssystems müssen unheimlich abstrahiert werden, damit sämtliche Hardwarekonfigurationen möglich sind. Zudem werden sie mit jeder OS-Version optimiert, das heißt GEÄNDERT, was teielweise eine Neuimplementierung der Treiber nach sich zieht. Und jetzt überlegt mal was in diesen kleinen Wunderdingern an Hardware drinsteckt. Da würde der Gerätemanager von Windows teilweise vor Neid erblassen. Ist all dies implementiert muss natürlich noch alles zusammenspielen ohne sich gegenseitig zu behindern. Die Tests sind unglaublich aufwändig, denn sollte ein Fehler nicht entdeckt werden schreibt hier bald wieder einer "Scheiss Android hackt"! Im vergleich zur Treiberanpassung ist die Einbindung eines eigenen Benutzerinterfaces ein Kinderspiel. Daran liegt es bestimmt nicht, dass man lange auf Upates warten muss.

  • Guter Blog. 1, setzen. =)

  • @Michael Veidt
    es gibt kein BESTES Betriebssystem!!! wer das behauptet ist nicht sachlich sondern verblendet!
    JEDES, ja jedes betriebssystem hat schwächen! der unterschied liegt nur darin wie du, ich und jeder käufer dieses schwächen bewertet! für mich sind die fesseln eines iOS absolut inakzeptabel! trotzdem würde ich nie behaupten das Android DAS betriebssytem ist...

    aber was erwartest du denn bitte bei einer andorid-seite? :-)

    ich habe mir jetzt das galaxy nexus gekauft, weil mich die sache mit den updates so genervt hat! und für mich ist das perfekte handy! natürlich hat es nachteile, aber diese stehen bei mir deutlich hinter den vorteilen!

  • Also ich finde den Blog sehr gut!
    @Daniel H.: Ich finde genau das ist es was den Blog ausmacht! Ich finde es auch mal gut es einfach mal auszusprechen dass Android viele Schwächen hat und nicht das beste Btriebssystem ist was es gibt. Weil leider reden hier viele Leute immer so als würde es nichts besseres geben und jedes andere OS is schlecht .Also ich meine jetzt nicht speziell hier im Blog sondern allgemein hier im Forum.
    Android ist ein tolles Betriebssystem, aber leider vergrault es mich langsam, wegen den oben genannten Fakten.

  • Stimmt der Spiegel online Artikel :S der war echt.. Naja für Leute wie den Redakteur ist wohl ein IPhone die bessere Wahl..

    Also zumindest das mit den Mindestvoraussetzungen wird denke ich nicht passieren, da Android dann nicht mehr Open Source wäre..

  • das ist ein guter artikell, obwohl er sich zu sehr nur auf die schwächen konzentriert. aber ich finde es gut wie die probleme differenziert werden! das es eben nur bedingt googles schuld ist, das updates so lange brauchen...

    den spon-artikell im spiegel fand ich dagegen eine katastrophe!

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