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Amazons Verlustgeschäft: Viel Geld verlieren, um mehr Geld zu machen

Amazon Verlust

Akkupower von morgens bis abends ist für Heavy User leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.
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In Deutschland zwar noch nicht erhältlich, in den USA aber bisher ein Erfolg, ist das Kindle Fire Tablet von Amazon für 199 Dollar (etwa 142 Euro) ein wirklich günstiges Angebot. Doch während sich das Tablet erfolgreich verkauft, verliert Amazon viel Geld durch ein äußerst hohes Netto-Verlustgeschäft, obwohl der Umsatz stark angestiegen ist. Was ist da bloß los?

73% Profit-Verlust ist eine ganze Menge. Auf der anderen Seite ist der Umsatz innerhalb des letzten Jahres um 44% (auf 10,9 Milliarden Dollar) angestiegen. Die Aktien fallen gerade in den Keller. Amazons CFO Tom Szkutak teilt in einem Konferenzgespräch mit, dass jetzt im Q4 2011 ein Rekordgeschäft in Sachen Geräteverkauf zu erwarten ist.

Aber wo ist dann das ganze Geld hin? Um es kurz zu sagen: Amazon investiert wie verrückt in die Zukunft. Zum einen wäre da etwa Amazons Film-Streaming Service, für den hohe Server-Kapazitäten notwendig sind. Das Gleiche gilt auch für Amazons eigenen „SilK“-Browser, der Webseiten schneller lädt, indem er bestimmte Web-Elemente in der Cloud vorspeichert. Um Filme streamen zu können, müssen außerdem auch Lizenzen mit den Filmstudios erworben werden. Und Technik sowie neuer Content kosten Geld, viel davon. Laut eines Quartalsberichts, der TechCrunch vorliegt, hat Amazon im letzten Jahresviertel stolze 769 Millionen Dollar in diesen Bereich investiert, 74% mehr als im gleichen Zeitraum des letzten Jahres. Mit 1,8 Milliarden Dollar ausgegebenem Betriebsvermögen für „Sachanlagen, inklusive intern genutzter Software und Webseiten-Entwicklung“ wurde doppelt so viel ausgegeben wie im letzten Jahr.

Amazon argumentiert die Ausgaben damit, dass sie das größere Bild vor Augen haben. Während das Unternehmen mit der Herstellung des Kindle Fire einen Schlag einsteckt, erwartet das Unternehmen in der Zukunft einen hohen Gewinn durch Einkäufe der Konsumenten für das Fire-Tablet und die Kindle-Reader. Wie der Quartalsbericht weiter mitteilt, fokussiert sich Amazon auf den „Lebenszeitwert [des Kindle] und nicht nur auf die Ökonomie der Geräte und deren Accessoires. Dann bleibt für Amazon ja eigentlich nur zu hoffen, dass das die Kundschaft auch so sieht.

 

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Quelle: TechCrunch

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8 Kommentare

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  • Moment alle glaskugeln sind derzeit außer Betrieb. viel wichtiger was dein Gefühl dir sagt und wie du die Sache siehst.


  • Die Amazon Aktien sind ja jetzt extrem gefallen. Würdet ihr empfehlen jetzt welche zu kaufen?
    Oder werden die voraussichtlich noch weiter fallen?


  • Andres, du hast natürlich absolut recht. Da ist wohl einfach der Bayer in mir durchgegangen.


  • Ich lese die letzten Tage hier immer "Kindl" ... es heißt Kindle ;)


  • Finde ich sehr gut von Amazon. Sehr weitsichtig!


  • Hoffe es gibt beim kindle custom ROMs um die Google Apps wieder zu installieren. Nur dann ist das gerät für mich interessant


  • "Amazon argumentiert die Ausgaben damit, dass sie das größere Bild vor Augen haben." Eben das ist das Problem. Zukunftsorientiertes risikoreiches Handeln interessiert die meisten Anleger nicht.


  • mal eine Firma, die richtig investiert... Respekt meinerseits.

    Ich hoffe nur, dass sich alle Investitionen bezahlt machen, dann wäre Amazon ein Paradebeispiel für weitsichtiges Management :) .. un der gehörigen Portion Glück ;)

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