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Kommentar 3 Min Lesezeit 45 Kommentare

Lieber meckern als begeistern: Das 5G-Trauerspiel in Deutschland

Das soll jetzt hier nicht noch eine Abrechnung mit den Versteigerungs-Richtlinien für 5G in Deutschland werden, das Kind ist sowieso schon in den Brunnen gefallen. Am erste Tag der 5G-Festspiele auf Hawaii ist mir trotzdem eines aufgefallen: In anderen Ländern scheinen die Netzbetreiber viel positiver auf das Thema 5G zu blicken als in Deutschland.

Als erster US-Provider kam bei Qualcomm Verizon zu Wort, und die Chefin der Mobilfunk-Sparte Nicki Palmer sprühte nur so vor 5G-Enthusiasmus. Schon in wenigen Wochen werde das 5G-Zeitalter beginnen, dass so ungefähr alles besser machen soll, das irgendwie mit "Internet" zu tun hat. Ins selbe Horn stößt man bei AT&T, das 5G schon bald in 19 Städten anbieten wird und für das nächste Jahr auch bereits 5G-Smartphones verspricht. Beide Provider sind sich einig: 5G, das ist was für alle, Unternehmen wie Privatpersonen, für die staatlichen Institutionen ebenfalls. Natürlich erfordere das alles ziemlich viel Arbeit und Engagement, aber das scheint es wer zu sein.

Aber man muss nicht nur auf die USA blicken. Ein Beispiel aus Europa: 5G-Experte Fotos Karionis betont, wie stark British Telecom in den Bereich investiert und kann auf Anhieb locker 15 Städte nennen, die schon 5G haben oder demnächst bekommen. Auch hier die gleichen Punkte: 5G geht alle an, und es geht bald los, quasi morgen.

dl 5g industrie hamburger hafen
5G? Na gut, wenns unbedingt sein muss ... / © Deutsche Telekom

Und in Deutschland? Da habe ich, wenn die großen drei Netzbetreiber über 5G reden, immer wieder den Eindruck, das sei alles irgendwie eine Pflichtaufgabe, aber Lust hat man darauf nicht - schon gar nicht für den guten, alten "Otto Normalverbraucher".

Hauptsache Schlagwörter benutzen

Auf den 5G-Seiten der Telekom ist vor allem von Business-Dingen wie der Digitalisierung und der Industrie 4.0 die Rede - Schlagworte, die zwar wichtig sind, aber für sich genommen nichts aussagen. In dem Acht-Punkte-Plan für 5G in Deutschland ist einer der acht Punkte die "Digitalisierung von Behörden und Verwaltung". Wow. Das ist natürlich für den normalen Nutzer total wichtig - nicht. Unter den acht Punkten gibt es kaum etwas Konkretes für die Menschen im Land - und das sieht bei Vodafone und O2/Telefónica nicht anders aus. 5G schnell, flächendeckend und für alle auszubauen steht da nirgendwo besonders weit oben auf der Agenda.

"Breitband für Millionen statt digitaler Spaltung. Denn wir sind erst zufrieden, wenn alle #DABEI sein können." Das sagt die Telekom, und ein bisschen später im Text dann das: Bis 2020 will man überall 50 MBit/s anbieten, bis 2022 dann 100 MBit/s. Da hält mir altem Esel 5G die Gigabit-Karotte vor die Nase, und die Telekom will in vier Jahren gerade mal 100 MBit/s anbieten. Na herzlichen Dank.

Lieber meckern als begeistern

Man muss natürlich bedenken, dass vom großen Sprücheklopfen auch noch kein Netz gebaut ist, logisch. Die reinen Fortschritte in den Ländern lassen sich so einfach auch gar nicht vergleichen, zu anders sind die Bedingungen in den Ländern.

Was aber unverkennbar in der Außendarstellung ist: Anderswo wird den Menschen richtiggehend der Mund wässerig gemacht für 5G, die Vorteile betont, und herausgestellt, dass die Mobilfunk-Zukunft bald da sein wird - für alle, nicht nur für Unternehmen in den Staat. In Deutschland geht es erstmal um die Schwierigkeiten bei der Versteigerung, um den furchtbar teuren und langwierigen Ausbau der Netze und um Dinge wie die bessere Vernetzung irgendwelcher Behörden. Da spüre ich kein bisschen Begeisterung, keine Aufbruchsstimmung für das 5G-Zeitalter, dass doch so entscheidend wichtig sein soll. Für eine Industrienation ist das in meinen Augen ganz schön schwach.

Und Ihr, habt Ihr schon so richtig Bock auf 5G?

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Top-Kommentare der Community

  • Tim vor 4 Tagen

    Ich hab keinen Bock auf 5G, was aber hauptsächlich daran liegt, dass dadurch 4G jetzt noch langsamer weiter ausgebaut wird. Wie damals vom Wechsel von 3G auf 4G.
    Deutschland macht sich in meinem Augen einfach nur lächerlich, was die gesamte Digitalisierung angeht.
    Mit 5G wird das alles nur noch schlimmer, als mit 4G, weil die Frequenzen deutlich kleinere Strecken abdecken können und dementsprechend noch mehr Masten gebaut werden müssten.

  • Sandtiger vor 4 Tagen

    Deutschland verkommt zum digitalen Entwicklungsland.
    Das was hier noch entwickelt wird, geht sofort ins Ausland.
    Grundlagenforschung gibt es defakto nur noch an staatlichen Unis und Fachhochschulen.

    Zuviel BWLer und Karrieristen in den Unternehmen.
    Zu wenig Macher und Visionäre an den entsprechenden Schalthebeln.

    Wieviel Jahre warten wir nun auf einen Bundesweiten Standart für die Gesundheitskarte?

    Ich kenne Dörfer hier in dieser Republik da sorgten die Bürgermeister für einen Mobilfunksendemast und die Einwohner bekamen einen UMTS-Stick damit überhaupt irgend etwas geht.

    Ich sag nur folgendes.
    Im Sommer auf der Autobahn, auf dem Weg von Malaga nach Granada YouTube mit G4 gestreamt.

    Neulich auf der Autobahn nach Magdeburg kurz hinter Potsdam.
    KEIN NETZ.
    Und ich bin kein Fischer.

  • Tenten vor 4 Tagen

    Sehr schöner Artikel, vielen Dank!

    Ich denke, da läuft mal wieder das, was in Deutschland immer wieder zu beobachten ist, wenn unsere Unternehmen mal wieder etwas "unternehmen" sollen: es wird gejammert! Man sei ja willig, und die Zukunft wird toll, aber es sei halt alles so schwierig, teuer, kompliziert und so weiter. Mimimi, nur um vielleicht der Politik Zugeständnisse und womöglich sogar finanzielle Unterstützung aus der Rippe zu leiern. Ob das die Autoindustrie ist oder die Mobilfunkanbieter, da sind alle gleich. Armselig, insbesondere, wenn man sich mal anschaut, was am Ende wirklich hinten rauskommt. Deutschland sollte sich echt mal schämen.

  • Conrad Beckert vor 4 Tagen

    Im Sommerurlaub auf Usedom mußte ich mich mit meinem O2-Handy der polnischen Grenze nähern um meine Emails lesen zu können. Es dauerte im O2 Netz Minuten um eine blöde Webseite zu öffnen. WiFi gibt es an der Promenade in Swinemünde - bei uns kannste das vergessen.

  • Karsten 😄🖖 vor 4 Tagen

    Apple wird auf jeden Fall noch warten mit dem iPhone 5 G. Das werden wir frühestens 2020 sehen. Erst mal schauen wie sich es bei Android behauptet. Man hofft ja mit 5Gauch die letzten Funklöcher zu füllen aber so wie bei 4G wird sich alles mal wieder auf die Großstädte konzentrieren.

45 Kommentare

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  • Ist halt Deutschland. Meckern, rumjammern, negativ sein. Aber moralisch allen überlegen, nur halt technisch nicht. Neid ist auch so was typisch deutsches. Ich bewundere beispielsweise einen Musk. Weil er ein Visionär ist, Leute begeistert und mitreißt. Weil er ein Macher ist. Ähnliche Leute hatten wir früher auch mal. Lange, lange ist es her. Die begründeten den Erfolg unserer Wirtschaft. Heute ziehen wir über einen Elon Musk her.
    Heute erklären wir nur, was alles nicht möglich ist.
    In der Politik, in unserer Wirtschaft.
    Deutschland ist auf den absteigenden Ast, schafft sich ab. Merkt nur noch keiner.
    Ich glaube nicht, das wir 5G vernünftig hinkriegen.


  • Man darf nicht vergessen das 5g extrem strahlt 23x mal stärker als 4g
    Und testberichte wie das auf den Menschen wirkt weis auch kein Mensch auch in welchen Frequenzen gesendet sind halte ich für höchst bedenklich


    • Keine Panik, einfach etwas mehr Alu in den Hut stecken. Hilft.
      Bei ihrer Denke und Ängstlichkeit würden wir immer noch als Jäger und Sammler leben.


  • Also ich muss gestehen ich finde das 5G Thema etwas hochgekocht. (Ich meine das allgemein und das ist keine Kritik an A-Pit) Ich habe meinen Discount Tarif von GMX mit 3 GB Daten mit 300 Freiminuten + 100 Frei-SMS im Vodafone 3G Netz mit 42 GB/s für 10€ pro Monat seit ungefähr 3 Jahren. Im Juni habe ich mir ein OnePlus 6 gekauft, weil es das beste Preis-/Leistungsverhältnis hatte und weil mir deren Philosophie gefällt. (clean Android und kein Bullshit) Jetzt bin ich mit 3G ja fast schon 2 Generationen hinterher und schlage mich immer noch mit Funklöchern herum. (z.B. bei den Eltern meiner Freundin in Hintertupfingen...) Ist das jetzt dramatisch...? Naja ärgerlich schon aber ein Drama? Nein! Warum nicht? Weil ich es weiß und schon vorher Musik/Serienfolgen/Filme auf mein Handy in meinem eigene WLAN runterladen kann um die "Downtime" bei den "Quasi-Schwiegereltern" zu überbrücken. Und ich glaube viele sind genauso dazu in der Lage ein weniger Vorausplanung zu betreiben und ihre Unterhaltung sicherzustellen. (als ob es nur darum geht...)
    Klar, es wäre natürlich sehr cool eine bezahlbare Superflat 5G für ich sag mal 20€/Monat zu haben, mit der ich auch am A-der-Welt wie zu Hause meine Netflix Serien streamen könnte aber das habe ich ja bisher nicht mal mit 3G... LTE bietet Geschwindigkeiten bis 300 MBit/s... Ok aber seien wir mal ehrlich: WAS SOLL ICH DAMIT mit meinem Handy? Schneller in WhatsApp tippen?
    Die ganze Thematik finde ich ein bisschen übertrieben. Ich finde solange jeder Haushalt irgendwie (egal ob über Mobilfunk, Kupfer oder XYZ) eine Geschwindigkeit von 6 - 12 Mbit/s erreichen kann) ist er schon mal in der Lage am digitalen Leben teil zu nehmen.
    Für mich ist die gerade wieder aktuelle "Digitalisierung" ein Thema was irgendwie in der Wahrnehmung aus dem Ruder läuft. Man sollte folgendes sicherstellen:
    1. Auch im letzten Winzkaff sollte es wenigstens 3G geben (erzwungen durch national Roaming - Ein Anbieter muss halt dran glauben...)
    2. Man sollte sich bewusst sein, dass die Smartphone Nutzer das supermoderne 5G Netz eigentlich gar nicht ausnutzen "können" (oder?) und deshalb auch nicht bereit sind Mondpreise zu bezahlten.
    3. Meiner Meinung nach wäre eine "echte, bezahlbare Mobilflatrate" der Start in eine sinnvolle 5G Zukunft. Solange ich an mehr oder weniger mickrige mobile Datenflats gebunden bin sorge ich (bzw "der Kunde") selber dafür, dass ich mein Datenvolumen nicht überschreite. Wer will schon 5€ pro Netflixfolge rein für die Datenübertragung zahlen? Gehts noch??
    4. Klar 5G ist die Zukunft und bietet auch Flexibilität die Geschwindigkeit runter zu schalten um dafür mehr Kunden (Stichwort: Internet of Things) zu bedienen aber nur weil ich das zweimal im Jahr sinnvoll nutzen könnte zahle ich keine +10€ im Monat mehr... Nur um beim Konzert meines leichtbekleideten Lieblingspopsternchens auf Instagram zu posten?? (rly?)
    5. Für mich steht und fällt das Ganze mit dem Preis... Ist es mir zu teuer nehme ich halt den Billigtarif und sorge mit minimalen Aufwand dafür, dass "es funktioniert".
    6. Mir ist klar, dass es einige (und auch "nicht Wenige") anders sehen aber ich lehne mich ein wenig aus dem Fenster und sage, dass es "die Mehrheit" zumindest ähnlich sieht wie ich und nicht bereit ist Mondpreise zu bezahlen. Auch weil in vielen Lebenslagen kostenloses WLAN zur Verfügung steht! (danke für die Entschärfung der Störerhaftung!)
    Ich denke man sollte sich bewusst sein, dass die Bevölkerung wesentlich weniger mobile Bandbreite braucht als es die Technik zulässt. Es kommt nicht nur auf die Länge an... Entschuldigung... Ich meine natürlich die reale Verfügbarkeit von Geschwindigkeit zu einem angemessenen Preis.
    Bei dem ganzen Gekreische um die Digitalisierung in Deutschland wird mir schwummrig. Klar ich möchte auch in jedem x-beliebigen Winkel Deutschlands meine Serien mobil streamen können aber dafür würde mir auch 3G sowas von reichen...

    Seh ich was falsch?


  • Also ich kann das Geheule, dass es in anderen Ländern besser wäre, nicht mehr hören, wer hat den wirklich genügend Erfahrung um dies im realen Leben zu bestätigen? Ich kann für die Orte wo ich schon war sagen, dass dies nur bedingt richtig ist. Es gibt überall Funklöcher und die Preise sind auch nicht immer so günstig wie wir denken, dazu muss man halt leider auch die lokalen Dinge wie Lebenshaltungskosten berücksichtigen. In der Ukraine gibt es viel Datenvolumen für winziges Geld, aber nur wenn man Europäer mit Euro ist, den als Ukrainer hat man verhältnismäßig wenig Geld für die dann schon wieder viel zu teuren Tarife und das Netz ist auch schwach. Klar in der EU-Zone gibt es viele kleine Länder die eine sehr gute Netzabdeckung mit hoher Qualität haben, zumindest wird das behauptet, doch das ist aus meiner Sicht kein Massenphänomen. Auf dem Lande in Frankreich und Spanien gibt es große Lücken, sogar in den Städten, die ich kenne ist nicht alles so toll. 5G ist nunnötig, ein vernünftiger Ausbau von 4G würde für viele Jahre reichen, zumindest für mich. Cuba führt gerade 3G ein ... 1 GB für ca 10 €, das kann sich bei ca. 20 € Monatsverdienst aber kaum einer leisten. Also ich denke, wir haben keinen Grund zum meckern, ehr zum freuen, dass wir alle Highspeedinternet zu fairen Preisen haben können, auch wenn es hier und da woanders besser ist.


  • Satzbau und Kommaregeln sollten in dem Text schon stimmen, will man euch ernst nehmen. Beispiel: " Da hält mir altem Esel 5G die Gigabit-Karotte vor die Nase, und die Telekom will in vier Jahren gerade mal 100 MBit/s anbieten." Richtig wäre: "Da hält einem das '5G', insbesondere mir altem Esel, die Gigabit-Karotte vor die Nase und zugleich will die Telekom(,) in vier Jahren(,) gerade mal 100 MBit/s anbieten."


  • Also wirklich begeistert bin ich nicht. Es wird ja wieder der gleiche Mist veranstaltet wie damals bei UMTS: die Frequenzen werden schön teuer versteigert und wir Endverbraucher dürfen genau deshalb dann wieder kräftig für brauchbare Datentarife in die Tasche greifen.


    • Korrelation und Kausalität sind unterschiedlich.
      Die Telekom hält ihre Preise schön hoch, weil im Ausland (insbesondere USA) massive Verluste im Bereich mobile Kommunikation eingefahren wurden. Vodafone und Telefonica wagten auch oft riskante Geschäfte im Ausland und der deutsche Kunde bezahlt(e) die Rechnung dafür. Die Telekom bestimmte und bestimmt die Preise in Deutschland und es ist nachvollziehbar, warum die anderen Konzerne die Preise nur moderat unterbieten - der deutsche Michel zahlt es halt. Alternativen gibt es bekanntlich ja nicht. Bei Preise für elektrischen Strom, Medikamente und dergleichen ist es ebenso: der Deutsche zahlt, weil er keine wirkliche Alternative hat. Ich würde bspw. gerne französischen Strom kaufen - geht aber nicht. Medikamente hole ich bei hochpreisiger Arznei in Belgien, ist für mich nur eine Fahrzeit von ca. einer 3/4 Stunde.
      Zurück zur Telekommunikationsversorgung: auch im Festnetz sind die Preise in D im Vergleich zu anderen Ländern ein schlechter Witz und da fand bekanntlich keine Frequenzversteigerung statt. Überhaupt war dies schon immer teuer: als damals ein Telefonat im Ortstarif mir 23 Pf/min. zu Buche schlug, gab es in vielen anderen Ländern bereits eine Telefon-Flatrate.
      Die Kosten, die die Telekommunikationsunternehmen bei der Versteigerung der Frequenzen fällig wurden, sind schon längst wieder reingeholt.


      • In Spanien ist z.B. Festnetz mit DSL durchschnittlich teuer als in Deutschland. Ich weiß das, weil ich für eine Freundin einen Tarif gesucht habe, der passt. Es gibt nur wenig für unter 40 € im Monat. Es gibt aber große Unterschiede in Qualität und Angebotsinhalt. Letztendlich hab ich das günstiges Angebot am Markt von o2 Spanien gefunden .... Aber wie gesagt, man kann nicht pauschal sagen, dass Deutschland am teuersten wäre, es ist aber sicher kein preiswertes Land, doch man muss immer die Lebenshaltungskosten im entsprechenden Land mit in Betracht ziehen, sogar innerhalb der Euro-Zone gibt es hier erheblich Unterschiede ...


      • @König Frank: Da haben wir wohl unterschiedliche Infos. Erst vor kurzem habe ich auf verschiedenen Seiten, ich glaube AP war sogar auch mit dabei, dass einer der Mobilfunkchefs, ich weis jetzt nicht mehr ob von Vodafone oder Telefonica gesagt hatte, dass die Tarife deshalb so teuer sind weil die UMTS-Frequenzen damals so teuer versteigert wurden. Und so ganz von der Hand zu weisen ist das nicht. Klar haben die Anbieter auch andere kostspielige Investitionen gemacht, aber dieser Punkt schlägt bei deren Kosten definitiv deutlich heftiger zu Buche als bei den Anbietern in anderen Ländern. Teure Investitionen darüber hinaus haben die Anbieter dort aber auch und dennoch ist Mobiles Datenvolumen dort günstiger. Und die Mehrheit hier in Deutschland nimmt die Preise einfach hin, was hat man auch für eine Wahl?


  • Nö hab ich nicht, vielleicht sollte LTE erstmal komplett ausgebaut werden und nicht schon was, wofür ich noch gar kein kompatibles Gerät besitze.


    • Mit dem Argument dürfte es heute nicht einmal das D-Netz geben, weil das C-Netz nie komplett ausgebaut wurde. Finge man die Diskussion beim D-Netz an, dürfte es kein 3G geben, weil 2G nie komplett ausgebaut wurde. Und 4G dürfte es erst recht nicht geben, weil beide Vorgängerstandards nie flächendeckend ausgebaut wurden.


      • Naja dann sollen sie machen, in den nächsten 2 - 3 Jahren mindestens werde ich bei einem LTE Smartphone bleiben, zumal ich nicht bereit bin den mehrpreis für 5g zu bezahlen für weniger Datenvolumen als ich jetzt habe. (3GB LTE + Allnet Flat + SMS Flat für 9,99€/4 Wochen)


      • Keine Sorge, die "alten" Netze werde ja nicht direkt abgeschaltet. Selbst einige Neuwagen übermitteln heute noch ihre Daten (auch Notruf) im Mobilfunknetz via 2G-Standard.


      • Ich denke das aus abeckunhsgründen und eCall 2G - 3G überleben wird, zumindest wenn es nach der Logik geht. Übrigens ist 2G immerhin 4G kompatibel, im gegensatz zu 3G.
        5G hat dagegen für mich auf dem Land sicher die nächsten 10 Jahre keine relevants (es gibt ja nicht mal überall 4G und das trotz Auflagen für 4G Ausbau und massiven Vorteilen)


  • In Österreich ist man viel positiver. "3" will bis 2020 in ganz Österreich mit 5G Versorgen. 2019 sind Mal die Städte und ländlichen Gegenden dran bevor dann die Tal und Berg Regionen bis Ende 2020 dazu kommen


  • Ja also ich habe viele Beiträge zu dem Thema gelesen. Und ganz ehrlich. Die Funkzelle ist 1km. Also steht hier auf dem Land dann 8x mehr Türme als jetzt. OK. Diese sollen alle mit Glasfaser angebunden werden damit die Bandbreite auch für 5G reicht. Also werden 800000 Türme jeden km aufgestellt und mit Glasfaser angeschlossen. Also wird doch überall Glasfaser verlegt. Das einzige was dann via 5G passiert ist das anbinden der Geräte im Haushalt und das Smartphone. Ich sehe da jetzt nicht wirklich den Vorteil?


  • Ich wage mal einen unfairen Vergleich: früher (TM), als elektrischer Strom und Wasserversorgung für jedes Wohnhaus zum Standard wurden, hat sich bei Politik und Wirtschaft niemand gemeldet, dass dies zu teuer, unnötig und unwirtschaftlich sei. Da wurden diese Dinge für sinnvoll erachtet und umgesetzt.
    Streng genommen würde ja auch die Handpumpe im Garten ausreichen - 15 Liter/Minute aus der Mischbatterie braucht man ja nicht ständig. Trotzdem würde man heute jemanden eine Geisteskrankheit unterstellen, wenn er forderte, die Wasserversorgung für Wohnhäuser abzuschaffen oder nicht weiter auszubauen.
    Beim Internet (mobil und immobil) ist der Bedarf auch klar zu erkennen und Wirtschaft, Politik sowie Bevölkerung wehren sich mit Händen und Füßen. Woanders (d. h. in den meisten anderen Ländern) hat man durchgehenden guten Empfang und hier hat man noch viele Funklöcher, eine unverschämte Preispolitik und keinen Willen, in die Zukunft zu investieren.
    Ich finde es schade. Mit ein wenig Weitsicht kann man sich ausmalen, wo Deutschland in 20 Jahren stehen wird.


  • Nicht 5G gibt in Deutschland ein Schwaches Bild sonder die faulen/geldgeilen Netzbetreiber und die Politik!

    In unseren Nachbarstaaten haben die User mehr 4G Abdeckung, weniger Funklöcher und viel, viel mehr ungedrosseltes Internet-Volumen pro 1x EUR...

    Ich drücke Huawei die Daumen, dass durch den 5G Ausbau auch das übrige 4G Netz gleichzeitig verbessert wird!📱


    • Davon würde ich nicht träumen. Ich denke, der 4G-Ausbau hat sich damit fast vollständig erledigt. Da kommt nicht mehr viel.

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