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5G in Smartphones: Große Aufgaben für Samsung, Huawei und Co.
Huawei Mate X Hardware Samsung 4 Min Lesezeit 9 Kommentare

5G in Smartphones: Große Aufgaben für Samsung, Huawei und Co.

In diesem Jahr startet 5G in vielen Ländern der Welt, und wenn die Netze und Tarife erst einmal da sind, wollen viele Menschen auch mit ihren Smartphones 5G nutzen. Doch welche Probleme gibt es für die Hersteller bei 5G-Smartphones eigentlich? Die kurze Antwort: Eine ganze Menge.

Da wäre zunächst einmal etwas ganz Profanes: Wo bekomme ich die Hardware her? Leistungsfähige 5G-Modems gibt es derzeit nur von Qualcomm mit dem X50 und Huawei mit dem Balong 5000. Auch Intel arbeitet an einem 5G-Modem für Smartphones und Tablets, hängt mit der Entwicklung allerdings hinterher. Bedenkt man, dass Huawei mit dem eigenen Chip-Hersteller HiSilicon nur sich selbst versorgt, steht der Rest vor einer ziemlich engen Wahl: Qualcomm oder nichts.

Diese Monopolstellung ist gefährlich, denn wenn alle Hersteller von einem Zulieferer abhängen, kann der Preise und Bedingungen diktieren. Dass Qualcomm in diesen Dingen ein ziemlich harter Verhandlungspartner sein kann, dass weiß nicht nur Apple. Für ein iPhone mit 5G wird es dank des Streits mit Qualcomm besonders kompliziert, hier muss Apple wohl ein eigenes 5G-Modem entwickeln und bauen lassen. Die knappe Verfügbarkeit von 5G-Modems und den passenden Antennen treibt die Preise in die Höhe.

Ist die passende Hardware gesichert, muss sie eingebaut werden, und das braucht vor allem eines: Platz. Die Modems, die 5G unterstützen, sind zusätzliche Bauteile und nicht Teil des SoCs. Sie müssen also auf dem Board des Smartphones platziert werden. Hinzu kommen die zusätzlichen Antennen, und das sind in aller Regel vier Stück - für jede Seite des Smartphones eine. Auch die müssen irgendwo hin, und wer einmal ein Smartphone von innen gesehen hat, weiß: Da geht es nicht besonders geräumig zu.

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Das Samsung Galaxy S10 5G ist riesig und ziemlich dick. / © AndroidPIT

5G macht außerdem einen größeren Akku nötig, denn der neue Funkstandard verbraucht bei intensiver Nutzung deutlich mehr Strom als UMTS und LTE - ein Grund dafür übrigens, dass 5G am Smartphone zu Beginn nur sehr sparsam eingesetzt werden dürfte. Kreative Lösungen sind für das Platzproblem also gefragt, denn einfach nur "größer und dicker machen" wie beim Samsung Galaxy S10 5G ist nicht unbedingt wünschenswert.

Falt-Smartphones sind auch keine Lösung für alle Probleme

Eine davon sind faltbare Smartphones, denn die haben aufgeklappt eine deutlich größere Grundfläche. Die 5G-Antennen und das Modem darin unterzubringen ist weniger schwierig, und auch der Akku kann ein vergleichsweise einfach vergrößert werden.

Falt-Smartphones sind aber trotzdem keine optimale Lösung, und zwar aus einem einfachen Grund: Sie sind auch ohne 5G schon viel zu teuer für den Normalnutzer. Die Komponenten für den Klapp-Mechanismus, also vor allem das Scharnier und das biegsame Display, treiben den Preis bereits in die Höhe, und die zusätzliche 5G-Ausstattung macht das Problem noch größer. Dazu kommen neue Fertigungsprozesse und ein steigender Aufwand für Forschung und Entwicklung. Die Kosten für 5G-Smartphones nicht explodieren zu lassen wird eine echte Herausforderung für Samsung, Huawei und Co.

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Falt-Smartphones haben klare Platz-Vorteile. / © AndroidPIT

Smartphones werden mit 5G noch wichtiger

Trotzdem ist es die Herausforderung für die Hersteller wert, denn 5G verspricht nicht nur für die Industrie, sondern auch für den Normalverbraucher und dessen Smartphones jede Menge Vorteile. Die Geräte werden nicht weniger relevant, im Gegenteil. Cliff Chiang, Vice President Research & Development bei Huawei, sagt auf die Frage, wie 5G die Rolle des Smartphones verändern wird:

"Das Smartphone wird zum Katalysator, um viele 5G-verbundene Dienste über die Verbindung mit anderen Smart Devices zu ermöglichen. Es wird neue Anwendungen für Smartphones geben, um die Vorteile der hohen Leistung zu nutzen, und Cloud Computing wird es weiterhin ermöglichen, viel komplexere Anwendungen wie AR- oder KI-bezogene Anwendungen zu hosten. Es wird alles elementarer in unserem täglichen Leben sein."

Chiang betont, dass die Smartphone-Nutzer positiv auf den Start von 5G blicken sollten:

"Smartphone-Nutzer können sich über wichtige Verbesserungen freuen. Es geht von der allgemeinen Leistungssteigerung aus, z.B. bessere Kamera-Auflösung und ein schärferes Display mit Sensorik, das eine wesentlich höhere Qualität beim Empfangen und Senden verteilt. Das wird sich bei 3D, Holographie, AR-Effekten und mehr bemerkbar machen. Insgesamt wird 5G mehr und neue Möglichkeiten für Unterhaltung und Performance bieten."

Bei so vielen Vorteilen sollte sich der Aufwand, 5G in Smartphones zu integrieren, doch tatsächlich lohnen.

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9 Kommentare

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  • 5G und KI, die dominierenden Themen hier, ich hoffe mir gelingt es in Zukunft dazu nicht mehr zu lesen und auch nicht mehr viel zu Kommentieren, es ist ja eh hoffnungslos, die Menschheit wird mit der Technik verdummen und dann austerben... hm und das könnte ja schon wieder was positives sein, dann kann sich der Planet von uns erholten, nötig hat er es, wenn ich an den ganzen Müll in den Ozeanen denke, an den ganzen Gedankenmüll in den Köpfen der Menschen (auch bei mir), an den ganzen Datenmüll in den Netzen und den Behördenmüll in den angeblich so entwickelten Staaten in Europa. Überall Müll, aber 5g und KI werdens richten... da bin ich mir ziemlich sicher, und dann gibt es KIs mit 5G Netz aber keine Menschen mehr... nur noch Internet-Zombies.

    5G in Handys, bald nichts besonderes mehr, die ganzen Geldverdienungsfirmen wie Samsung und Co. werden das schon schaffen, für mich kein Grund darüber nachzudenken. Sorry, bin gerade genervt von den ganzen Themen, ich schweige jetzt.


    • Ich habe mir im Februar einen mobilen WLAN-Router gekauft. Der hat nur 3G. Also theoretisch maximal 42MBit, in der Praxis eher nur DSL-Geschwindigkeit. Aber mir reicht das vollkommen, ich bin sehr zufrieden damit.


  • Apple wird erst nächstes Jahr ein IPhone 5G rausbringen. Ob man überhaupt momentan ein 5G braucht? Dieses und nächstes Jahr erstmal nicht unbedingt. Das Thema wird wohl erstmal nur der Oberklasse angehören. Das Netz selbst muss sich ja auch erstmal gegen LTE ausbauen und behaupten und wenn ist 5G eh erstmal nur in Großstädten vorhanden. Viele Dörfer haben ja nicht mal LTE. Freu mich schon auf die unglaubwürdigen Werbeversprechen wie toll und super 5G ist😴💭.


    • Geräte, die jetzt schon mit 5G gebaut werden sind halt auch nicht primär für den deutschen Markt gedacht.
      Während wir immer noch versteigern lassen und nichts tun, sind die Asiaten und im Übrigen auch viele europäische Länder schon viel weiter und wollen 5G noch 2019 ans Netz hängen.

      Und glaub' mir, wenn die Japaner sagen dass es dann fertig und nutzbar ist, ist es das auch.


  • Ist 5G nicht nur für Unternehmen interessant?
    Was soll ich damit?


  • Tim vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Toller Fortschritt. Kaum fangen Hersteller endlich an, größere Akkus zu verbauen, kommt 5G um die Ecke und macht's zunichte ^^

    Und der Punkt mit Qualcomm ist im wesentlichen der Grund, wieso ich grundsätzlich dafür bin, dass Samsung keine QSDs mehr nutzt... je mehr Konkurrenz es für Qualcomm gibt bzw. wenn einige Hersteller von deren Chips weg gehen, desto besser...


    • Genau auch meine Meinung Tim was speziell die Akkus betrifft.
      Ich komme mit meinem Mate 20 Pro locker 2 Tage mit einer Akkuladung aus und nun kommt 5G und macht das alles wieder zunichte.

      Nee Danke nicht in den nächsten Jahren und wenn ich als Berliner so an unseren Flughafen BER denke, ob der vielleicht noch vor 5G eröffnet wird, aber lassen wir das.


  • Noch lohnt es sich nicht, zumindest nicht für Deutschland. Da müssten die Geräte schon unter 900,- Euro kosten, damit Geräte, bei denen man maximal 4G nutzen kann, gekauft werden. Bis 5G mal richtig nutzbar ist haben die Hersteller noch jede Menge Zeit.

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