Im Rahmen unserer Websites setzen wir Cookies ein. Informationen zu den Cookies und wie Ihr der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen bzw. deren Nutzung beenden könnt, findet Ihr in unserer Datenschutzerklärung.

2 Min Lesezeit 42 Kommentare

5G-Ausbau: Huawei darf ran, wird aber scharf beobachtet

Seit Wochen diskutiert die Bundesregierung darüber, ob Huawei bei Aufbau des 5G-Netzes in Deutschland mitwirken darf. Jetzt scheint es so, als wenn der chinesische Hersteller zwar ran darf, aber dabei scharf beobachtet wird. Die Spionageabwehr soll weiter verschärft werden.

Auf Huawei-Beteiligung auf 5G-Ausbau haben sich dem Handelsblatt zufolge Kanzleramtschef Helge Braun und die Ministerien für Äußeres, Inneres, Wirtschaft, Finanzen und Infrastruktur verständigt. Dafür arbeitet die Bundesnetzagentur derzeit an einem Sicherheitskatalog und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) an einem Zertifizierungs- und Lizenzsystem für Produkte, mit denen das 5G-Netz ausgerüstet werden darf.

Dem Handelsblatt zufolge soll das Regelwerk noch vor der nahenden 5G-Auktion fertiggestellt werden und anschließend den dabei bietenden Mobilfunkunternehmen zur Verfügung gestellt werden. Das soll Planungssicherheit schaffen.

dl 5g antennenmast
Theoretisch kann Huawei natürlich immer noch ausgeschlossen werden. / © Deutsche Telekom

In der Theorie könnten die Sicherheitsanforderungen aber auch noch für einen Ausschluss von Huawei sorgen. Immerhin sei hier derzeit in Regierungskreisen wegen der Vorwürfe gegen das chinesische Unternehmen weiterhin von einer "abstrakten Gefährdungslage" die Rede. Allerdings gibt es dafür bislang keine Beweise und Huawei ist bereit viel Geld zu investieren.

"Eine Entscheidung der Bundesregierung gegen ein Verbot von Huawei wäre verständlich“ - Jan-Peter Kleinhans (IT-Sicherheitsexperte bei der Stiftung Neue Verantwortung)

Wichtig sei es auf jeden Fall, vor der Vergabe eine rechtliche Grundlage zu schaffen, um Netzbetreiber notfalls zu einem Austausch bestimmter Komponenten zu zwingen. Sollte es technische Hintertüren geben, "erkennt man diese erst, wenn man davorsteht“, heißt es in Berlin, weswegen dann schnelles und klares Handeln notwendig ist. 

Der Sicherheitskatalog basiert auf dem Telekommunikationsgesetz. Dort sind das Fernmeldegeheimnis, der Datenschutz und Regeln zur öffentlichen Sicherheit festgelegt. Im ersten Entwurf heißt es, dass Unternehmen ihre eingesetzten Telekommunikations-Systeme einer Gefährdungsanalyse unterziehen müssen.

Weiter heißt es, dass man in der Bundesregierung darauf setzt, dass die Telekommunikationsunternehmen von sich aus auf Huawei-Komponenten in ihrem Kernnetz verzichten. Allerdings dürfte ein Ausschluss oder gar Rückbau der Huawei-Technik für die Netzbetreiber die Kosten für den Netzausbau erhöhen.

Was sagt Ihr zum Fall Huawei? 

Quelle: Handesblatt

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern

Top-Kommentare der Community

  • M.E.0815 vor 1 Woche

    Bei allem Respekt vor Dir. Aber heutzutage haben alle Firmen Dreck am Stecken. Schau Dir mal unsere Deutsche Bank oder unsere Autoindustrie an. Man muss garnicht so weit in die Ferne blicken um Skandale zu finden.

    Huawei ist Huawei und nicht China. Niemand macht z.B. Südkorea dafür verantwortlich wenn bei einem Note der Akku explodiert oder? Ich finde daher solche Vergleiche unsachlich.

    Herzlichen Glückwunsch Huawei!!!

  • Thorsten Klein vor 1 Woche

    Das Thema ist echt peinlich für Europa, von einem wie Trump kann man sowas erwawrten, der benimmt sich einfach wie ein kleines Kind, aber Europa!? Huawei hat sich nichts zu schulden kommen lassen und ein Technikcenter in Bonn gebaut, die Technik wurde bei allen Providern getestet und es wurde nichts gefunden.
    Wie kann dann Vodafone hin gehen und jetzt schon planen alles von Huawei auszutauschen was verbaut ist, oder diese ganzen "Experten" sagen, Huawei auf keinen Fall. Das was diese Typen da an sorgen haben, kann man auf jeden anderen Ausrüster auch anwenden.

  • Simone vor 1 Woche

    Ich finde, dass man Huawei ausschliessen muss. So lange Huawei ein quasi Staatskonzern in einem Staat ist, welcher Demokratie und Menschenrechte als Feind anschaut, wo es keinen Datenschutz, keine unanhängigen Gerichte, keine Rechtssicherheit oder Recht auf geistiges Eigentum gibt, so lange soll man nicht kritische Infrastruktur von eben jenen bauen lassen. Die potenzielle Gefahr der wirtschaftlichen, militärischen und politischen Spionage ist viel zu gross.

    Mit Ericsson und Nokia haben wir zum Glück wunderbare europäische Alternativen. Wir können getrost auf Huawei verzichten, stärken so die europäische Wirtschaft und vertrauen vertrauenswürdigen Staaten die kritische Infrastruktur an.

  • Tenten vor 1 Woche

    Öffentliche Aufträge müssen immer ausgeschrieben werden, dafür gibt es ein Vergaberecht. Dies behandelt alle Bieter gleich und kann und darf auch nicht einfach aufgrund von Animositäten und Hörensagen eben mal ausgehebelt werden. Wenn klare und eindeutige Beweise gegen Huawei vorgelegt werden, dann sieht das anders aus, aber bis dahin ist Huawei ein Bieter wie jeder andere auch und per Gesetz auch so zu behandeln.
    Wenn wir anfangen, unsere Gesetze nur aufgrund von persönlichen Vorlieben und Stammtischargumenten zu brechen, dann ist das das Ende unseres Rechtsstaats. Dann sind wir keinen Deut besser als China, über das man sich ja so echauffiert.

  • Björn N. vor 1 Woche

    Huawei baut gute Produkte und ist fähig Netzwerkausrüstung zur Verfügung zu stellen, von der wir alle profitieren. Seit Ewigkeiten sind wir in Mobilfunk-Zellen unterwegs, in denen Technik von Huawei steckt. Hat das bisher irgendeinen gestört?
    Das gerade wirkt auf mich wie eine Hexenjagd.

42 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Ich frage mich immer, warum gibt es keine guten deutschen tech Firmen


  • wer das 5g-netz jetzt nun ausbaut, mir egal! wichtig ist mir das es rasch forciert wird und auch mittelklasse phones davon profitieren können. eine grosse abdeckung, auch auf dem lande ist unverzichtbar! freue mich darauf!


  • Ich bin sicher, wenn wir diesen Bereich wirklich ausführlich politisch diskutieren wollten, würden wir auf ziemlich umfassende und mächtige Interessensgruppen in jedem Bereich unseres Lebens stoßen. Einseitige Sicht ist hier völlig (!!) unangebracht. Ich verstehe wirklich nicht was nun ausgerechnet alles gegen Huawei vorgebracht wird, ehrlich gesagt auch technisch nicht. Es sind (man mag mich korrigieren) umfassende Untersuchungen gemacht worden ob Huawei irgendwelche "Abzweigungen" zur chinesischen Staatsführung eingebaut hat, meines Wissens ohne Ergebnis. Was wir aber wissen ist, daß wir beispielsweise von der NSA abgehört werden, und ich habe das Gefühl daß dies nicht der einzige Geheimdienst ist der sehr viel über uns weiß. Von Amazon, Google usw will ich gar nicht reden, auch nicht von den Russen denen wir mit der neuen Nordstream Leitung wirklich viel Macht in die Hand geben.
    Irgendwie ist es immer super, sich auf eine Sache einzuschießen, das macht die Dinge überschaubarer und simpler. Allerdings werden die blinden Flecken dadurch größer.


  • …, na, wenns beobachtet werden, dann kann ja nix passieren.
    "Unter Freunden geht so was gar nicht", hats mal geheißen. Schon vergessen ? Und was ist passiert ?


  • Das es die Netzbetreiber können wenn sie wollen ist mit Vodafone ja offensichtlich. Die stehen ganz klar gegen huawei und haben sie aus ihrem kernnetz ausgeschlossen


  • Dieser Artikel ist sehr einseitig und beinhaltet nicht alle Fakten. Nicht nur Huawei wird sich den Sicherheitspberprüfungen stellen müssen, sondern alle Anbieter werden in die Pflicht genommen. Das neue Sicherheitskonzept bezieht sich auch nicht nur auf 5G, sondern auch auf die schon verbauten Komponenten im 2G, 3G und 4G Netz.
    Huawei ist mit der Gewährung der Überprüfung seiner Komponenten aber schon weiter als die Konkurrenz von Nokia und Ericsson mit seiner Einrichtung in Bonn, die vom BSI als vorbildlich gelobt wurde.

    Sarah


    • Genau und es wäre mal sehr interessant zu erfahren, wie es bei den anderen Anbietern mit Sicherheit und Hintertürchen aussieht. Es glaubt doch niemand ernsthaft, dass die alle ohne Fehl und Tadel sind.


  • Das Thema ist echt peinlich für Europa, von einem wie Trump kann man sowas erwawrten, der benimmt sich einfach wie ein kleines Kind, aber Europa!? Huawei hat sich nichts zu schulden kommen lassen und ein Technikcenter in Bonn gebaut, die Technik wurde bei allen Providern getestet und es wurde nichts gefunden.
    Wie kann dann Vodafone hin gehen und jetzt schon planen alles von Huawei auszutauschen was verbaut ist, oder diese ganzen "Experten" sagen, Huawei auf keinen Fall. Das was diese Typen da an sorgen haben, kann man auf jeden anderen Ausrüster auch anwenden.


  • Öffentliche Aufträge müssen immer ausgeschrieben werden, dafür gibt es ein Vergaberecht. Dies behandelt alle Bieter gleich und kann und darf auch nicht einfach aufgrund von Animositäten und Hörensagen eben mal ausgehebelt werden. Wenn klare und eindeutige Beweise gegen Huawei vorgelegt werden, dann sieht das anders aus, aber bis dahin ist Huawei ein Bieter wie jeder andere auch und per Gesetz auch so zu behandeln.
    Wenn wir anfangen, unsere Gesetze nur aufgrund von persönlichen Vorlieben und Stammtischargumenten zu brechen, dann ist das das Ende unseres Rechtsstaats. Dann sind wir keinen Deut besser als China, über das man sich ja so echauffiert.


    • Gilt Huawei denn als europäischer Anbieter? Der Zwang zur Ausschreibung öffentlicher Aufträge gilt nur europaweit, insofern kann aber muss man Anbieter von außerhalb der EU nicht zulassen.


      • Kann man machen, wenn man es sich leisten kann und es genügend Bieter gibt. Wie steht es denn um den Wettbewerb? Wieviele Mitbieter sind denn überhaupt interessiert und leistungsfähig?
        Außerdem gehe ich schon davon aus, dass sich Huawei mit einer europäischen Niederlassung bewirbt.

        Sarah


  • Auch ich möchte gerne meinen persönlichen Standpunkt einmal äußern, und kann mir vorstellen das es immer Mensch gibt die diesen so nicht teilen werden.

    Wenn ich eine Infrastruktur aufbauen möchte wie jetzt 5G dann wäre es für mich wichtig, das diese so gebaut ist, das die Teile flexibel austausch bar sind, im Falle ein Lieferant fällt, aus welchem Grund auch immer, aus. Natürlich gibt es auch in Europa Netzwerkausrüster und auch diese sollte man nicht aus Prinzip ausschließen. Es ist unumstritten, das wenn es rein nach den Kosten geht bestimmt Huawei es mit am preiswertesten liefern kann. Und ja auch die kritischen Stimmen sollten gehört werden die meinen das Huawei ein Staats-treues Unternehmen ist. Das in China Menschenrechte nicht so gehandhabt werden wie z.B. in Europa. Aber aus Prinzip eine oder die andere Firma auszuschließen wäre in meinen Augen falsch, auch wenn ich z.B. Huawei als Hersteller von Smartphones nicht mir in meinen Haushalt holen würde nur aus persönlichen Gründen, weil ich halt einmal echt schlechte Erfahrungen gemacht habe genauso Samsung, auch die werde ich so weit es möglich ist meiden. Das sind aber persönliche Präferenzen.


  • Ich finde, dass man Huawei ausschliessen muss. So lange Huawei ein quasi Staatskonzern in einem Staat ist, welcher Demokratie und Menschenrechte als Feind anschaut, wo es keinen Datenschutz, keine unanhängigen Gerichte, keine Rechtssicherheit oder Recht auf geistiges Eigentum gibt, so lange soll man nicht kritische Infrastruktur von eben jenen bauen lassen. Die potenzielle Gefahr der wirtschaftlichen, militärischen und politischen Spionage ist viel zu gross.

    Mit Ericsson und Nokia haben wir zum Glück wunderbare europäische Alternativen. Wir können getrost auf Huawei verzichten, stärken so die europäische Wirtschaft und vertrauen vertrauenswürdigen Staaten die kritische Infrastruktur an.


    • Bei allem Respekt vor Dir. Aber heutzutage haben alle Firmen Dreck am Stecken. Schau Dir mal unsere Deutsche Bank oder unsere Autoindustrie an. Man muss garnicht so weit in die Ferne blicken um Skandale zu finden.

      Huawei ist Huawei und nicht China. Niemand macht z.B. Südkorea dafür verantwortlich wenn bei einem Note der Akku explodiert oder? Ich finde daher solche Vergleiche unsachlich.

      Herzlichen Glückwunsch Huawei!!!


      • .......dann ist es zumindest ein deutscher Drecksack.....


      • Wenn man sich die Verknüpfung chinesischer Konzerne mit der chin. Staatsführung betrachtet, so liegt es nicht so fern da grosse Nãhe zu interpretieren. Letztendlich ist auch der Chef des Huawei-Konzerns ehemaliger Offizier der chin. Volksbefreiungsarmee. Ein Konzern kann ich China ohne staatliche Zustimmung wohl weder gegründet werden, geschweigedenn so gross werden wie Huawei...entsprechende "Gegenleistungen" der Konzernadministration sind da dann gewiss Programm.

        ait


      • In Südkorea oder Deutschland sind die Unternehmen auch Privatunternehmen und von der Regierung unabhängig. Huawei ist aber ein quasi Staatskonzern und von der Kommunistischen Partei Chinas als wichtiger politischer und wirtschaftlicher Faktor im Aufstieg zur Welt-dominierenden Macht deklariert. Ich könnte jetzt ein Essay darüber schreiben, wie Huawei von der KPCh gesteuert und subventioniert bereits versucht, ihre Ideologie und Einflussnahme in der Welt zu verbreitern, aber das wäre zu lang. Ich empfehle daher einfach mal Videos vom Youtube-Kanal "China Uncensored", genauer ihr neustes Video "5 Ways Huawei is China’s All-Seeing Eye | China News | China Uncensored". Viel Glück!

        ait


      • @Simone Ja es kann so sein, aber leider will es keiner sehen oder verstehen, die bauen doch tolle Geräte, die können nicht per se schlecht sein (würde ich nie auch persönlich behaupten wollen, auch ich lasse mich gerne vom gegenteil überzeugen) aber man sollte auch nicht blind hinterher laufen, sondern auch die Meinung anderer versuche zu Verstehen und im Dialog miteinander eine Lösung zu finden.


      • Ja mag ja alles sein. Dennoch wirkt Huawei bei uns als Firma und nicht als Staatsorgan. Mir persönlich ist es schnuppe wer wo was früher irgendwo mitgemacht hat. Jedes Unterfangen findet unter bestimmten Rahmenbedingungen statt. Deutschland setzt diese fest. Huawei ist einverstanden. Huawei beweist sich in Deutschland seit nunmehr Jahren als verlässliches Unternehmen. Die von Dir genannten Gründe sind zu wenig um Huawei nicht mitspielen zu lassen.

        Du solltest Dein Denken mal wirklich überdenken. Bei dieser Denkweise hätten wir kein Öl, kein Zugang zu Märkten wären absolut keine Exportspitze. Rate mal woran das liegt.


      • Nein, eben nicht. Huawei wirkt nicht nur als Firma, sondern eben auch als Staatsorgan. In Deutschland ist das noch nicht so deutlich, aber in anderen Ländern der Welt wie Angola, Venezuela oder Kasachstan ist Huawei längst mehr als nur eine Firma. Sie helfen einen Überwachungsstaat aufzubauen der politisch und ideologisch dem Chinesischen nahe ist. Lesen Sie zum Beispiel den Bericht der Jamestown Foundation "Huawei’s Smart Cities and CCP Influence, At Home and Abroad"

        Mein Denken beisst sich nicht mit der Wirtschaft. Ich bin nicht für ein grundsätzliches Verbot von chinesischen Firmen, nur von jenen, die nachweislich der verlängerte Arm der KPCh sind. Wie früher gesagt, haben wir für solche Firmen wunderbare Alternativen wie Nokia oder Ericsson.

Zeige alle Kommentare
Dank ist diese Seite frei von Werbebannern