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2 Min Lesezeit 19 Kommentare

5G-Auktion in Deutschland: Kein Zwang zu National Roaming

Die Bedingungen für die Auktion der 5G-Frequenzvergabe in Deutschland stehen fest, es kann also losgehen mit dem Milliardenpoker um die Frequenzpakete. In einem wichtigen Punkt bleibt die Bundesnetzagentur aber hinter den Erwartungen vieler Experten zurück: bei der Öffnung der Netze für Drittanbieter.

Das sogenannte National Roaming, das einem Anbieter gegen ein Entgelt den Zugriff auf das Netz eines anderen gewähren soll, wird bei der 5G-Auktion nicht zur Pflicht. Die Bundesnetzagentur verlangt lediglich von den Anbietern, "ihre Möglichkeiten auszuschöpfen, die Marktteilnehmer zu maximaler Kooperation zu bewegen, damit allen Endkunden möglichst durchgängige Netze zugänglich sind".

Das Problem ist: Finden die Anbieter untereinander keine für beide Seiten faire Lösung für National Roaming, wird 5G fast zwangsläufig zum Fleckenteppich werden, denn der Netzausbau in ganz Deutschland ist für einen Anbieter allein kaum zu finanzieren. Viele der Einsatzzwecke von 5G, vor allem bei der Vernetzung von Fahrzeugen, sind aber nur dann sinnvoll nutzbar, wenn das Netz zu jeder Zeit zur Verfügung steht. Deutschland droht damit, bei dieser wichtigen Technologie in Sachen Infrastruktur hinter anderen Ländern zurück zu bleiben.

Regierungsparteien finden kein Gehör

Bereits im Vorfeld der Entscheidung gegen den Zwang zum National Roaming hatte sich United-Internet-Chef Ralph Dommermuth enttäuscht über die Aussichten für 5G in Deutschland gezeigt. Vertreter von CDU und SPD hatten zudem eben diesen Zwang als letzte Option gefordert, damit bei der Bundesnetzagentur und dem CSU-geführten Verkehrsministerium aber wohl kein Gehör gefunden.

Die Bundesnetzagentur sieht sich trotzdem gut aufgestellt: "Durch die Vergabe der Frequenzen schaffen wir Planungs- und Investitionssicherheit und tragen zu einem schnellen und bedarfsgerechten Ausbau der Mobilfunknetze in Deutschland bei", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Der Beirat der Behörde hatte den Regeln im Vorfeld mit 23:7 Stimmen zugestimmt.

Was denkt Ihr, wie viele Milliarden wird die 5G-Auktion in die Kassen spülen?

Quelle: Tagesschau, FAZ

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Top-Kommentare der Community

  • Tim vor 2 Wochen

    Ihre Möglichkeiten ausschöpfen... ein noch besseres "Fressen" hätte man den Anbietern nicht vorsetzen können...
    Dann wird ein Mast gebaut und das waren dann "die Möglichkeiten". Das ist lächerlich.

    Ganz ehrlich, es war von vorn herein zu 100% klar, dass 5G nichts besser machen wird. Es wird exakt genauso wie bei 3G und 4G laufen.
    Und natürlich werden die Preise wieder ins Witzlose ansteigen. Ich sehe es schon vor mir:
    Telekom Netz, 1.5GB "5G Ultra-Highspeed" für 59.99€/Monat. Ohne Smartphone. Und nach 6 Monaten kostets 69.99€.

  • Maximilian HE vor 2 Wochen

    Ich finds gut.
    Endlich wieder mollige 90 Euro für 1GB High Speed Datenvolumen und in der Bahn nie Netz.

    Danke Deutschland

  • Mr. Android vor 2 Wochen

    Mit Flickenteppichen kennt sich ja Deutschland bestens aus und kann den anderen EU Staaten sogar Ratschläge geben! 😅😜

    Es hat bereits Jahre nach Einführung von 3G/4G gedauert, bis wir als User im EU Ausland die Datenverbindung (ohne Angst vor extremen Kosten) aktivieren durften! 😤

    Daher wird flächendeckendes 5G Netz ein Traum bleiben... Die sollen mal zuerst das 4G Netz ausbauen mit, höchster/stabiler Leistung zum fairen Preis!

  • Karsten 😄🖖 vor 2 Wochen

    In Frankreich oder so gibt es 100 GB Datenvolumen für ca. 30€ mit Vertrag. Sowas haben wir hier nicht. Armes Deutschland.

  • Dennis R. vor 2 Wochen

    Wir haben ja jetzt genug neue Mitbürger, die sich mit Teppichen auskennen. Vielleicht können die diese Teppiche ja flicken

19 Kommentare

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  • Auf 5G müssen iPhone-Kunden deutlich länger warten als Android-Kunden. Während sich alle großen Hersteller aus dem Android-Bereich darauf vorbereiten, kommendes Jahr erste 5G-fähige Geräte auf den Markt zu bringen, will Apple abwarten. Frühestens 2020 soll ein erstes iPhone-Modell mit 5G-Unterstützung auf den Markt kommen, berichtet Bloomberg mit Verweis auf Personen, die mit Apples Plänen vertraut sind. Wann genau ein erstes 5G-iPhone erscheinen wird, ist ungewiss. Die Quelle spricht davon, dass Apple "frühestens 2020" 5G-Technik in seinen Smartphones verwenden werde.


  • „In vielen ländlichen Regionen Sachsen-Anhalts gibt es überhaupt keinen Mobilfunk-Empfang oder nur einen schlechten. Seit Jahren beschweren sich Bürger darüber - meist ohne Erfolg. Die CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt hat sich dem Thema nun angenommen.

    Im September 2018 startete sie die Webseite www.funklochfinder.de, um die weißen Flecken ausfindig zu machen. Betroffene konnten die Orte auf der Internetseite oder über App melden. Die Resonanz ist groß: Mehr als 60.000 Meldungen seien bisher registriert worden, teilte Fraktionschef Siegfried Borgwardt am Freitag bei einer Zwischenbilanz mit.Mobilfunkausbau: Konzentration auf Städte
    Keine Angaben gab es dazu, in welchem Umfang Meldungen gehäuft zum selben Funkloch eingegangen sind. „Der jetzige Ausbauzustand ist jedoch weit entfernt von den Anforderungen an eine modere Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft“, erklärte Borgwardt.Er macht das an zwei Zahlen deutlich: Die Mobilfunkbetreiber Deutsche TelekomAnzeige: Entdecke die Vielfalt von otto.de [powered by kontextR], Vodafone und O2 haben nach eigenen Angaben eine Netzabdeckung von 97,6 Prozent erreicht. Nach Worten Bordwardts bedeutet das aber noch immer, dass 28.000 Haushalte oder knapp 50.000 Einwohner in Sachsen-Anhalt keinen oder nur schlechten Mobilfunkempfang haben. Vor allem die Datenübertragung auf Smartphones ist vielerorts extrem langsam oder funktioniert nicht.

    Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Ulrich Thomas, sieht als wesentliche Ursache darin, „dass die Mobilfunkbetreiber zunächst die enormen Kosten für die Lizenzversteigerungen einspielen mussten“. Das habe zu einem Ausbau des Funknetzes allein nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorwiegend in Ballungszentren geführt.Mobilfunkstandard 5G: Funkmasten künftig teilen
    Borgwardt und Thomas warnen davor, die Fehler der UMTS-Versteigerungen nun erneut beim künftigen Mobilfunk-Standard 5G zu wiederholen. Deutschland habe 18 Jahre gebraucht, um ein lückenhaftes Mobilfunknetz mit 30.000 Funkmasten aufzubauen. „Wenn wir diese Maßstäbe beim wesentlich komplexeren 5G-Netz ansetzen, sind wir in 50 Jahren noch nicht fertig“, so Thomas. Im Frühjahr 2019 würden die neuen Frequenzen versteigert.

    Die CDU-Fraktion fordert ein sogenanntes Planungsbeschleunigungsgesetz, um Funkmasten schnelle zu genehmigen. Zudem sollte es ein sogenanntes Roaming für unversorgte Gebiete geben. Das heißt, die Anbieter müssten sich bestehende Funkmasten teilen - es dürfte keine gegenseitige Abschottung mehr geben. (mz)“


  • Ein weiteres Totalversagen der deutschen Netzpolitik. Es liegt auf der Hand, dass für den Netzausbau kein Geld übrig ist, wenn die Anbieter zig Milliarden bieten müssen, um ein konkurrenzfähiges Angebot machen zu können.
    Am Ende kostet es den Verbraucher wieder hohe Gebühren, aber das Netz kann erst dann ausgebaut werden, wenn auch genügend Nutzer zahlen. Die kommen aber nicht, weil dei Netzabdeckung so schlecht ist. Teufelskreis.
    Glücklich diejenigen, die in der Nähe von Bonn leben und im Telekom-Netz sind. Um die Firmenzentrale herum funktioniert der Ausbau am schnellsten.


  • "Was denkt Ihr, wie viele Milliarden wird die 5G-Auktion in die Kassen spülen?" Das ist mir doch egal. Wird doch eh für die grünen Goldstücke verwendet. Da haben wir nichts von.
    Was mich interessiert ist, wird 5G jetzt in der Fläche ausgebaut, oder nur in Ballungszentren und Autobahnen? Ich denke mal auf Fläche brauchen wir gar nicht hoffen.
    Und wieder abgehängt. Neue Technologien sind halt nicht so unser Ding. Mal schauen wie lange wir noch vom Autobau leben können, eine mehr als 100 Jahre alte Technologie.


  • Ich finds gut.
    Endlich wieder mollige 90 Euro für 1GB High Speed Datenvolumen und in der Bahn nie Netz.

    Danke Deutschland


    • Ja, damit ist definitiv sichergestellt, dass wir auch weiterhin auf lange Sicht hinter Ländern wie Albanien und Rumänien bleiben werden.
      Aber so werden wir wenigstens das nächste Schlusslicht in Europa und bekommen dann vielleicht Entwicklungshilfe von den anderen Ländern ;-)
      Unsere technikaffine Regierung hat sich sicher darüber intensive Gedanken gemacht.
      Und warum sollten wir was aus der letzten Frequenzversteigerung lernen. Die gefühlten 50% Funkloch im Land sind doch eh nur außerhalb der 3 größten Städte.


  • Verständlich, dass Telekom & Co. kein National Roaming wollen, aber es wird so für neue Anbieter kaum lukrativ sein mitzubieten. Je mehr Teilnehmer desto höher die Erlöse. Teilweise sind die Vorgaben der BNetzA recht knackig. Glaube nicht, dass viele Mrd. eingesammelt werden


  • Abwarten & Bierchen trinken. Erstmal wird`s eh noch Jahre dauern, bis überhaupt irgendwas passiert. Asiaten & Amis machen`s vor wie es laufen könnte und hier passiert: nüscht. Und wenn, dann eh nur in den Ballungsräumen.
    Von O2 & Vodafone würde ich mir hier für`s norddeutsche Flachland einfach nur etwas mehr als totale Funkstille respektive EDGE wünschen. Damit wäre ich schon froh.
    Die BNA hat für die Enverbraucher eine App entwickeln lassen, womit man die Empfangsstärke vor Ort messen und übermitteln kann. Aber wie soll die App das können, wenn man 0,0 Empfang hat ?! Gut mitgedacht.


    • War Absicht. Bei 0% kann man auch nichts Negatives melden, also alles 100% in Ordnung. Deswegen machen wir es mit 5G ganz genau so ;-)


    • Das Problem mit der app dass eine Messung nicht möglich ist wenn man kein Empfang hat, würde sich einfach mit einem Update beheben lassen. anhand GPS Zugriff könnte man einfach den Standort senden dass man da halt kein Empfang hat. du solltest einfach mal die App Entwickler anschreiben.


  • Tim vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Ihre Möglichkeiten ausschöpfen... ein noch besseres "Fressen" hätte man den Anbietern nicht vorsetzen können...
    Dann wird ein Mast gebaut und das waren dann "die Möglichkeiten". Das ist lächerlich.

    Ganz ehrlich, es war von vorn herein zu 100% klar, dass 5G nichts besser machen wird. Es wird exakt genauso wie bei 3G und 4G laufen.
    Und natürlich werden die Preise wieder ins Witzlose ansteigen. Ich sehe es schon vor mir:
    Telekom Netz, 1.5GB "5G Ultra-Highspeed" für 59.99€/Monat. Ohne Smartphone. Und nach 6 Monaten kostets 69.99€.


    • In Frankreich oder so gibt es 100 GB Datenvolumen für ca. 30€ mit Vertrag. Sowas haben wir hier nicht. Armes Deutschland.


    • Du hast vergessen, du befindest dich in Deutschland. Internet und Neuland und sooo.....


      Nein, im ernst wir machen uns in den Bereich einfach nur lächerlich.

      Leistung und Preis, das passt vorn und hinten nicht.

      Ideal wäre es ja, wenn man als D nen Vertrag im EU Ausland schließen dürfte. Und diesen vollumfänglich in D nutzen könnte. Würde zwar beim Netz keinen Unterschied bringen. Aber zumindest beim Preis.


      So aktuell, 21GB in D für 26 Euro. Wo man derzeit mit Mühe auf 10-15mbits oder weniger kommt.


      • Na, nun aber Hallo, die Freizügigkeit der EU war IMMER nur und AUSSCHLIEßLICH NUR für die Unternehmen gedacht, doch nicht für die blöden Bürger!!! Wo kämen wir denn da hin, wenn der Bürger von den Vorteilen profitieren würde. Also BITTE!!!


  • Mit Flickenteppichen kennt sich ja Deutschland bestens aus und kann den anderen EU Staaten sogar Ratschläge geben! 😅😜

    Es hat bereits Jahre nach Einführung von 3G/4G gedauert, bis wir als User im EU Ausland die Datenverbindung (ohne Angst vor extremen Kosten) aktivieren durften! 😤

    Daher wird flächendeckendes 5G Netz ein Traum bleiben... Die sollen mal zuerst das 4G Netz ausbauen mit, höchster/stabiler Leistung zum fairen Preis!

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