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4K-Videos mit dem Smartphone: Das bringt die neue Technik

Samsung kann es, Sony kann es, Acer kann es auch: Die Top-Smartphones dieser Hersteller beherrschen Videoaufnahmen mit 4K-Auflösung. Doch was steckt eigentlich hinter dieser Abkürzung? Macht das überhaupt Sinn? Ist es nur eine Marketinghülse oder tatsächlicher Fortschritt? Wir klären auf.

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Filmen mit dem Smartphone - alle machen es, und mit 4K sieht alles noch echter und lebensnaher aus. / © Sony

Es klingt wie ein Paradies für Hobbyfilmer. Mit Smartphones wie dem Sony Xperia Z2, dem Acer Liquid S2 oder dem Galaxy S5 kann jeder Videos mit einer derart hohen Auflösung aufnehmen, dass die meisten modernen Fernsehgeräte oder Computerbildschirme diese noch nicht einmal richtig darstellen können. Doch macht das überhaupt Sinn, reicht Full HD nicht völlig aus? Kann man einen wirklichen Unterschied erkennen?

4K: Viermal Full HD

Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Ja, man kann, und zwar einen deutlichen. 4K oder Ultra High Definition (UHD) steht für eine Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln - das ist das vierfache von Full HD, und diesen Unterschied sieht man auch auf einem herkömmlichen Fernseher oder PC-Bildschirm.

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© shutterstock/ scyther5 

Zum Vergleich: Die Auflösung eines 4K-Videos entspricht einem Foto mit 8 Megapixeln, Full HD (1.920 x 1.080 Pixel) sind lediglich 2 Megapixel. Das Ergebnis: Deutlich schärfere Videobilder mit mehr Detailzeichnung und mehr Bearbeitungsmöglichkeiten - das aufgenommene Videobild kann nach der Aufnahme noch zurecht geschnitten werden und ist trotzdem noch ausreichend scharf. 

4K Vergleichsbild
Zur Veranschaulichung: Der Unterschied zwischen 4K und Full HD (1080p) ist gewaltig. / © TRauMa (Wikimedia Commons)

4K frisst Speicher und Akku

Die höhere Auflösung hat aber auch ihre Nachteile. Ein 4K-Video nimmt drei- bis viermal soviel Platz ein wie ein Filmchen in Full HD und frisst schnell einige Gigabyte Speicher. Unser 23 Sekunden langes Testvideo mit dem Xperia Z2 schlug mit satten 160 Megabyte zu Buche, ein gleich langes Video in Full HD nimmt nur rund 50 Megabyte ein (zum Artikel). Ein fünfminütiges Video kann so schnell 1,5 Gigabyte groß werden. Und auch auf die Akkulaufzeit wirkt sich die Aufnahme von Videos im 4K-Modus deutlich aus.

Ein weiterer Nachteil ist, dass die Wiedergabe von 4K-Videos auf anderen Geräten nicht ganz unproblematisch ist. Wer keinen leistungsstarken Rechner hat, wird an Videos wie diesem 4K-Test mit dem Galaxy Note 3 keine große Freude haben. Und wer die Vorzüge der superhohen Auflösung wirklich genießen will, braucht einen entsprechend hochauflösenden Bildschirm oder Fernseher, und die sind (noch) richtig teuer. 


Link zum Video

Die Zukunft ist scharf

Jeder muss also selbst abwägen, ob es wirklich Sinn macht, 4K-Videos aufzunehmen. Noch ist 4K nicht im Mainstream angekommen, es gibt bisher nicht viele Geräte, die die hohe Auflösung adäquat wiedergeben können. Klar ist aber: Sie werden kommen. 4K ist die Zukunft, und auch bei Smartphone-Kameras ist es nur eine Frage der Zeit, bis alle Oberklasse-Modelle Videos mit 4K-Auflösung aufnehmen können. Das schöne ist: 4K mag ein Marketingbegriff sein, aber dahinter steckt auch echter Fortschritt. 

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49 Kommentare

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  • Es ist etwas verwunderlich das MHL 3.0 mit keinem Wort erwähnt wird, wenn man schon 4k braucht dann macht es nur Sinn wenn das Smartphone auch MHL 3.0 unterstützt.

  •   50

    Nach dem Kampf HDDVD oder BluRay ist also nach nunmehr knapp sieben Jahren die BluRay auch schon tot? Skalieren lässt sich das, aber will man das? Die Familienvideos in besserer Auflösung als die Spielfilme?

    Aber nun gut: Was muss neu für 4K?
    Alles, was 4K aufnehmen oder abspielen soll: TV, Player, Kameras. Zusätzlich benötigt 4K HDMI 2.0. Das aktuelle HDMI 1.4 packt die Datenraten nicht. Damit dürfte der Austausch des AVR zwingend sein.

    Speicherplatz in Form von Festplatten und SD-Karten (oder neuen Geräten, sofern kein Slot vorhanden) noch nicht berücksichtigt.

    Dem gegenüber steht unser Überall-Fernsehen DVB-T, das noch immer in PAL ausstrahlt. Hochskalieren auf FullHD sieht ja ganz ordentlich aus, aber bei nochmal der vierfachen Fläche? Sieht das noch aus?

    Es gibt aber Kabel und Satellit. Mal schauen: Die öffentlich-rechtlichen Sender nutzen im Kabel und per Satellit 720p anstatt 1080p. Und das, obwohl sie bei weltweiten Veranstaltungen wie Olympia doch in 1080p aufzeichnen müssen. Wer sagt mir, dass sie nicht weiterhin zum Fernsehzuschauer auf 720p runterrendern?

    Die privaten Sender lassen sich HD bezahlen. Wenn auch der Preis nicht sehr hoch ist, aber war da nicht mal die Aussage "kostenlos"? Und was kostet dann 4K? Ist das der schleichende Weg zum Pay-TV mit Werbung?

    Viele Gegenden haben noch nicht einmal einen Breitband-Internetzugang, um FullHD streamen zu können. Die brauchen an 4K gar nicht denken. Und irgendwie hat die Telekom es geschafft, auf der letzten Meile nicht per Glasfaser anbinden zu müssen - oder so ähnlich. Jedenfalls gibt es VDSL oft nur von der Telekom und nicht vom eigenen Provider.

    3D erscheint mir auch ein Dauer-Rohrkrepierer zu sein. Als Kind saßen wir mit rot-grünen Pappbrillen vor dem TV, heute mit stylischen Brillen. Aber wir müssen auf den richtigen Winkel zum TV achten. Die "Sitzecke" geht aus diesem Grund eigentlich nicht mehr. Manchen wird schlecht bei 3D-Filmen. Und für den Video-Abend mit Freunden hat man nie genug Brillen.

    So interessant die Technik ist und so vollmundig die Versprechungen auch sein mögen. Ich warte ab.

  • Ach so, dann schleppt man also ein 4 Kilo schweres Handy mit sich rum. Jo mei, des hängt sich aber an. Was sich aber dann summiert, wenn man weitere Videos macht. Na, wünsch gute Nacht. Schlimme Vorstellung.

  • nox 16.03.2014 Link zum Kommentar

    Endlich kann man den Speicher komplett mit Videos vollmüllen die kein Fernseher anspielen kann.
    Toll!

  • Da ist mir der speicher zu schade

  • An alle Genies hier: "k" steht für Kilo = 1000 (siehe 1kg = 1000g). 4k bedeutet 4*1000 = 4000. Das steht für die Pixel (3840 aufgerundet).

    • Computer = 8bit = 1024 = 4x1024 = NA?
      Die Auflösung von 4K oder Ultra HD umfasst laut Spezifikation
      3840 × 2160 oder 7680 × 4320 Pixel

      •   50

        Leider stimmen beide Aussagen von Dir nicht oder nicht mehr.

        Da Computertechnik mit dem Binärsystem eng verzahnt ist, bedeutete 1 kB = 1024 B. Das sorgte aber für Verwirrung mit den SI-Einheiten. Auch wenn Byte keine SI-Einheit ist, so lautet die offizielle Empfehlung des BIPM, welche offizielle ISO-Norm ist und von der DIN übernommen wurde:

        1 kB (Kilobyte) = 1000 Byte
        1 KiB (Kibibyte) = 1024 Byte

        Die Aussage zu den Ultra HD Spezifikationen ist leider auch etwas verdreht und damit falsch. Korrekt ist:
        Ultra HD umfasst die Spezifikationen für 3840 x 2160 Pixel (umgangssprachlich 4K) und 7680 x 4320 Pixel (umgangssprachlich 8K)

  •   34

    Klar macht 4K Sinn, auch jetzt schon. Wie @Frank K. schon schrieb, will ich meine tollen Urlaubs- oder Familienvideos auch in x Jahren noch mit dann höheren Ansprüchen an Bildqualität genießen.
    Allerdings ist aktuell bei den Smartphones noch einiges zu tun: Bildstabilisierung, Belichtungsautomatik und vor allem die Einführung eines effizienteren Codecs, der auch in vielen Jahren noch unterstützt wird (--> VP9 vs. H.265). 55 MBit/s bei 4K und 17 MBit/s bei FullHD sind mit H.264 doch ein Witz.

    •   51
      XXL 15.03.2014 Link zum Kommentar

      Genau da ist er wieder der grosse Widerspruch. Du redest hier gross daher von hohen Ansprüchen, aber dass das Ganze eine abartige Ruckelorgie ist mit 4K, interessiert dich anscheinend nicht. Hauptsache die Auflösung stimmt^^ Diese Fixierung auf die Auflösung verstehe ich nicht. Lieber ein flüssiges Familienvideo in flüssigem (Full-)HD statt 4k-Geruckel.

      •   34

        Hast du meinen zweiten Absatz nicht gelesen? Gehörst wohl zu der Spezies, die nur Überschriften oder max. einen Satz verarbeiten können, was?

      • Die 4K Videos haben doch genau so viele Bilder pro Sekunde wie die Full HD Aufnahmen. Wieso sollten die ruckeln? Kann eigentlich nur dann vorkommen wenn die Hardware zu schwach ist um 4k abzuspielen.

  •   50

    Und für die 4k zahlt man dann gleich mal wieder 300€ drauf? Also ich verstehe nicht was die Leute alles haben wollen, verrückte Welt :-O

    • Mein Smartphone hat 307€ gekostet und kann 4K Videos aufzeichnen. Inwiefern zahlt man also 300€ drauf?

    • Den Kommentar haben wir doch alle schon gehört bei HDReady ebenso wie danach bei Full HD und bei 1000 anderen Inovationen

  • Die Schärfe ist gut. Ein Vergleich mit Full HD wäre gut. Auch wenn man auf einem Full HD Bildschirm einen Unterschied erkennen mag, so macht derzeit 4k noch keinen Sinn. Erst mit einem entsprechenden Bildschirm daheim lohnt sich 4k. Aber die Verkaufsstrategie wirkt. Es gibt genügend die ein 4k Smartphone benötigen, aber damit viel Qualität auf einem Full HD vergeuden. Full HD reicht locker und viele würden den Unterschied nie merken.

    • Wer länger als drei Sekunden nach denkt, kommt darauf, dass ein Smartphone von vielen zwei Jahre und mehr benutzt wird. Es ist scheiß egal ob 4K JETZT Sinn ergibt (nicht machen), sondern ob es in zwei Jahren ein Thema ist. Und ja, davon bin ich überzeugt. Und die Videos löscht man auch nicht. Wenn ich mir diese in 20 Jahren anschaue, ist 1080p dann schlechte Qualität. Warum denkt ihr alle das Thema nicht zu Ende?

  • Für Bilder mag es anwendbar sein.Für Filme sehe ich es nicht.Es hat einen Grund warum ARD,ARTE,ZDF nicht in Full-HD ausstrahlen.Und sogar im bei 720p wird noch soviel Weich-zeichner benutzt....zB in live Sendungen, das dass oft gerade noch mit SD Standart optisch vergleichbar ist.Hohe Auflösung haben halt auch ganz menschliche Nachteile die die wenigsten zur schau stellen wollen.

    • Der einzige Grund für die miesen Ausstrahlungen ist Geiz. Bandbreite kostet Geld, und das wollen die Sendernicht ausgeben.
      Schon mal HD in dem Staaten geschaut? Da sieht es schonaanders aus. Deutschland hängt der Welt diesbezüglich hinterher. In Japan z.b. wollen sie bald in 4K ausstrahlen.

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