Im Rahmen unserer Websites setzen wir Cookies ein. Informationen zu den Cookies und wie Ihr der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen bzw. deren Nutzung beenden könnt, findet Ihr in unserer Datenschutzerklärung.

Kommentar 3 Min Lesezeit 24 Kommentare

10 Jahre App Store: Von der Lachnummer zum großen Geschäft

Von 500 Apps zum Start in nur zehn Jahren auf über 2 Millionen Anwendungen, längst ein Geschäft mit zig Milliarden Euro - die Geschichte des App Stores von Apple ist ein riesiger Erfolg, und sie strahlt noch immer auf die gesamte Mobile-Branche ab. 

Am 10. Juli 2008 ist Apple mit dem App Store gestartet, und nicht wenig Experten haben das Unternehmen belächelt. Kleine Anwendungen, einzig für den Mini-Bildschirm an diesem seltsamen und teuren Apple-Handy, das wird doch nie was. Weit gefehlt! Kurz danach musste Google für Android nachziehen, denn ohne Apps war schon damals ein Smartphone nur die Hälfte wert.

Die Freude des Apple-Chefs ist nicht unbegründet, schließlich ist der App Store eine echte Cash Cow für Apple. Schon im ersten Jahr konnte Apple über 200 Millionen US-Dollar damit umsetzen - wir erinnern uns, zum Start gab es gerade mal 500 Apps. Mittlerweile rattern die Milliarden nur so durch das System, und ein Ende ist kaum abzusehen. Alleine von 2016 auf 2017 stiegen die Umsätze um 10 Milliarden Dollar.

Der App Store gilt in Sachen Qualität und Anzahl der Apps noch immer als erste Wahl, auch wenn das Angebot für Android mittlerweile qualitativ auf einer Höhe liegt. Mit rund 3,6 Millionen Anwendungen ist der Play Store sogar deutlich besser gefüllt als der App Store, auch wenn der direkte Vergleich ein wenig hinkt, schließlich sind nicht alle Apps mit allen Geräten kompatibel.

Wenn eine neue App erscheint, kommt sie heute meist zeitgleich für Android und iOS auf den Markt, nur selten konzentriert sich ein Anbieter zum Start noch auf die eine oder andere Plattform.

AndroidPIT Google play Store 8990
Nur der Play Store von Google kann dem App Store das Wasser - oder die Einkaufstüte - reichen.  / © ANDROIDPIT

Die Tatsache, dass das Angebot an Apps und die Unterstützung durch die Entwickler-Community entscheidend für den Erfolg einer Plattform sind, hat unter anderem Microsoft auf die harte Tour gelernt. Windows Phone und später Windows 10 Mobile galten bei Fachleuten und vielen Käufern als wirklich gelungen, krankten aber von Anfang an am schlechten App-Support. Systeme wie Blackberry OS, webOS oder Tizen haben ähnliche Erfahrungen machen müssen.

Umso bemerkenswerter, was Apple mit dem App Store und später Google mit dem Play Store geschaffen haben. Das Geschäft mit den Apps, deren überwältigende Mehrzahl die beiden Plattform-Betreiber weder selbst programmieren noch pflegen müssen, stellt alle Beteiligten ziemlich zufrieden. Die Nutzer haben die Programme, Entwickler und Anbieter die Erträge, und die Anbieter noch dazu vergleichsweise wenig Arbeit damit. Eine echte Goldgrube.

Schummeleien mit Apps werden seltener

Dass es dabei auch noch immer mehr als genug Apps gibt, die nicht einmal den Klick wert sind, den es braucht, um sie zu installieren, ist klar. Auch versuchen dunkle Gestalten immer wieder, mit betrügerischen Apps Schindluder zu treiben und Leute um ihr Geld oder ihre Daten zu bringen. Doch das schmutzige Geschäft mit Schummel-Apps ist schwerer geworden, denn Apple und Google testen die Apps mit verschiedenen Verfahren auf digitale Schädlinge. Wer sich an die Grundregel hält, Apps wenn irgend möglich nur aus den offiziellen Quellen zu beziehen, ist meist auf der sicheren Seite.

Eins ist gewiss: Ohne den App Store - und später den Play Store - wären Smartphones längst nicht diese kleinen Alleskönner geworden, die sie heute sind. Grund genug, auch mit der Android-Brille dem App Store ganz herzlich zum Geburtstag zu gratulieren!

Was sind Eure Lieblings-Apps?

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern

Top-Kommentare der Community

  • Gianluca Di Maggio vor 4 Monaten

    Mehrere hundert Euro im Monat sind schon krass. Da kann man definitiv von einer Sucht sprechen. Kenne selber Leute die sowas mal gemacht haben. Mal ein paar Euro ist ja okay aber regelmäßig Summen im 3-stelligen Bereich ist alles andere als normal.

24 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Diese in-App-spiele sind kostenlos und so gemacht das du nur ,was weiß ich,1 Level spielen kannst z.b., hast du diese Welt geschafft möchtest du natürlich auch weiter spielen ,da kommt zum Beispiel in-App-Käufe dann wo man Level 2 kaufen muss oder aber bei shootergames musst du unbedingt Munition kaufen oder eine bestimmte Waffe um den Gegner zu besiegen und diese Preise sind echt Horror und das nicht selten.wenn ich lese ...in App Preise 0,79€ bis 109,00€ dann bekomme ich Wut bei sowas und mit Werbung wird man meist immer genervt.Dann lieber 5€ in GTA oder so bezahlen und auf SDkarte speichern.


    • Ach was. Ich bin bei Farm Heroes Saga bei weit über 1500 Level ohne einen Cent dafür ausgegeben zu haben. Die In App Käufe sind doch nur was für Ungeduldige, die nicht schnell genug vorwärts kommen können. Und für die ist es doch gerecht, dass das eine Stange Geld kostet. Ich finde das System absolut fair, es trifft genau die Richtigen.


  • Apps gab es schon vor den Apple Store für Symbian und Windows Mobile 6.1/6.5. Aber Apple hat das Potenzial als erstes richtig erkannt und Geld verdient


    • Geld verdient hätten andere auch schon, allerdings war es gerade bei Symbian ja relativ einfach, sich so eine App zu kopieren und über obskure chinesische Seiten zu signieren.


  • Sophia Neun
    • Admin
    • Staff
    vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Den besten App Store hatten die Sidekicks 😅😂


  • Stores und Apps gab es aber auch schon vor Apple, zum Beispiel für Symbian. Und auch da gab es nicht wenige Apps dafür.


  • Wahnsinn welche Geldsummen da ausgegeben werden, mich würde echt interessieren wie viel davon an die angebliche Free-Pay-to-Play Games geht!

    Kenne einige Kandidaten die stecken in so "kostenlose" Games mtl. mehrere Hundert Euros rein, ohne auch nur über den Sinn, Folgen oder das eigene Gehaltskonto nachzudenken 💸

    Eine durchaus folgenreiche Sucht, wie Spielsucht am Automaten und die EU tut bisher nix gegen diese Art von Glücksspiel...


    • Tim vor 4 Monaten Link zum Kommentar

      nur weil man Geld in ein Anfangs kostenloses Spiel steckt, hat das noch lange nichts mit Sucht zu tun...
      Und es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen normalen Ingame-Käufen wie bspw. 500 Juwelen für 4.99€ und Glücksspiel. Das eine hat mit dem anderen NICHTS zu tun


      • Mehrere hundert Euro im Monat sind schon krass. Da kann man definitiv von einer Sucht sprechen. Kenne selber Leute die sowas mal gemacht haben. Mal ein paar Euro ist ja okay aber regelmäßig Summen im 3-stelligen Bereich ist alles andere als normal.


      • Tim vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        Auch das muss noch lange keine Sucht sein. Manche Leute haben halt das Geld und können es für die Dinge ausgeben, die sie wollen.
        Andere Leute kaufen sich für 60€+ irgendwelche AAA-Titel, zocken die dann für 15 Stunden und dann kommt das nächste Spiel. Aber da spricht niemand von Sucht, obwohl es mind. genauso "schlimm" ist ^^

        Es ist das Geld von der Person, die es ausgibt, nicht deins. Ich würde an deiner Stelle niemanden als unnormal bezeichnen, nur weil du es anders machst.


      • Ich kenne Leute die bis zu 300€ monatlich ausgeben.. Für ein Spiel das nichtmal wirklich gut ist. Wenn es ein gutes Spiel ist mit Zukunft wäre es nicht so schlimm aber bei einem ziemlich miesen Spiel was jederzeit offline genommen werden kann ist das nicht gesund. Die haben darüber keine Kontrolle und machen das schon fast aus Gewohnheit.


      • Genau solche Fälle habe ich gemeint!

        Denn hier müsste eine Art Schutz/ Kontrollmaßnahme automatisch bei allen App-Stores greifen ⚠️🤑

        Bei PC/Konsolen Games gebe ich in der Regel 1x Geld aus und dann vielleicht + Season Pass...

        Aber diese "Free" Games können sehr unendlich/gefährlich sein!

        Ich zahle gerne für ein Game im App-Store, aber dann bitte ohne Werbung und ohne aufgezwungenem Gold, Juwelen, Energie-Booster usw...

        Limbo, Oddworld, Nova 3, Riptide GP2, Badland 1 spiele ich ab und zu auf Reisen 😀


      • Tim vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        Warum sollte ein Entwickler seine zwingend benötigte Geldquelle beschneiden? Gerade bei Android geben kaum Leute Geld für ein Spiel aus, sondern kaufen lieber InGame. Mit InGame-Käufen lässt sich halt deutlich mehr Geld verdienen, als mit einer einzigen Zahlung, die zudem oftmals geringer ausfällt.

        Bei PC- und Konsolenspielen findet man auch immer häufiger InGame- oder Zusatzkäufe in Form von DLCs Spiele, die man nur noch ein einziges mal bezahlt, gibt es kaum noch. Zumindest wenn diese Spiele auch eine längere Zeit spielbar sein sollen. Die meisten Spiele haben heute einen Online-Zwang. Und Server kosten auch nach dem Kauf noch Geld. Da wird es schwierig mit einer einmaligen Zahlung. Deshalb gibt es bei Spielen wie Overwatch, zusätzlich zum Spielepreis, noch die Option von Lootboxen, die man kaufen kann.

        "Aber diese 'Free' Games können sehr unendlich/gefährlich sein!"
        Das kann JEDES Spiel sein. Das hat absolut NICHTS mit der Tatsache zu tun, dass ein Spiel kostenlos ist. Auch mit Hinblick auf die Ausgabe von hohen Geldbeträgen. Du wirst dein Geld für Dinge wie Urlaub, ein neues Handy oder sonst was aus. Wo ist da der Unterschied?
        An sich könnte es euch doch egal sein, was andere mit ihrem Geld machen ^^ Wenn du dir zwei mal im Jahr ein neues Smartphone für je 800€ kaufst, weil du es dir leisten kann, bezeichnet sich auch keiner als süchtig. Aber wenn du ein paar hundert Euro für InGame-Spiele ausgibst, die wahrscheinlich länger leben, als dein Handy, ist das plötzlich ein Suchtverhalten und schlecht?


      • Ja ist es. Es sind mehrere hundert Euro. 😉


      • Nee, das hat mit der Summe erstmal nichts zu tun. Wer süchtig ist, leidet unter Zwangsverhalten, d.h. er ist aufgrund seiner Willensentscheidung nicht in der Lage, das Zwangsverhalten zu beenden. Das kann Spielsucht (nicht nur am Handy), Betäubungsmittelsucht, Sexsucht usw. sein.
        Wenn also jemand ein paar hundert Euro für Spiele aufbringt, die er problemlos locker machen kann, ist das noch lange kein Indiz für eine Sucht.
        Sind es dagegen seine letzten Euro, die er eigentlich für Lebensmittel, die Miete usw. braucht, könnte eine Sucht vorliegen.
        Die Vernunft müsste dem Betroffenem eigentlich sagen, dass er dieses Geld nicht für Spiele ausgeben kann, die Sucht lässt ihm aber keine Wahl.
        Am Roulett- oder Pokertisch lassen viele innerhalb von wenigen Stunden auch schon mal tausende von Euro liegen. Wenn diejenigen dann mit dem Rolls Royce oder Bently nach Hause fahren, liegt deshalb noch lange keine Spielsucht vor.

Zeige alle Kommentare

Empfohlene Artikel

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern