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Wunderlist - Aufgaben über Aufgaben

Nima Begli
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To-Do-Listen. Allein das Wort reicht schon um einem Satz oder einer Tätigkeit einen Anstrich von Effizienz zu geben. Und folgerichtig müsste auch die heute getestete App Wunderlist eine ganze Portion Effizienz auf die Androiden rund um den Globus zaubern.

Doch was genau zeichnet diese simple und einfach aufgebaute Applikation aus, dass sie plattformübergreifend innerhalb von 275 Tagen mehr als eine Millionen Nutzer zur Registrierung ermutigen konnte?

Die Antwort auf diese Frage und noch mehr erfahrt ihr im heutigen Test!

3 ★★★☆☆

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
1.1.3 Variiert je nach Gerät

Funktionen & Nutzen

Testgerät: HTC Desire
Root: Ja, CyanogenMod 7,1/cMiUi (2.3.5)

 

Wunderlist von den Entwicklern 6Wunderkinder ist eine überaus einfach gehaltene Aufgabenverwaltung, welche die große Stärke in der Synchronisation zwischen verschiedenen Plattformen besitzt. Das Zauberwort ist hier also, wie so häufig in den letzten Monaten, das Abspeichern von Daten in der “Cloud”.
Dies bedeutet, dass die vom Nutzer angelegten Listen, welche die jeweiligen Aufgaben erhalten (doch dazu später mehr), auf den Servern von Wunderlist abgespeichert und von dort aus auf alle eingeloggten Geräte “übertragen” werden.

Doch was ist der große Vorteil von dieser Art der Aufgabenverwaltung? Würde es nicht reichen, wenn man eine normale To-Do-App installiert und damit arbeitet? Für viele - und ich schließe mich an - nicht!
Der große Pluspunkt an dieser Art der Speicherung und das ist analog zu Dropbox oder der Grundidee von iCloud, die dauerhafte Verfügbarkeit auf (eigentlich unbegrenzt) vielen Endgeräten. In meinem Fall bedeutet dies, dass ich eine Aufgabe auf meinem HTC Desire erstelle, an meinem PC Notizen hinzufügen kann und an meinem iPad erinnert werde. Oder noch ein Beispiel: Ich vergesse mein Smartphone und kann ohne Probleme von meinem Tablet oder meinem Notebook auf meine Aufgabenlisten (z.B. wichtige Aufgaben) zugreifen. Dies funktioniert bei vielen To-Do-Applikationen nicht oder nur umständlicher.

Wunderlist ist im Funktionsumfang vergleichbar mit Google Tasks. Man kann verschiedene Listen erstellen, welche wiederrum die Aufgaben (in der englischen Sprache: Tasks) beinhalten. Diese Aufgaben bzw. Unterpunkte können je nach übergeordneter Liste Zutaten/Gegenstände (Einkaufsliste), Aufgaben (To-Do-Liste) oder Erinnerungen (Tagesablauf) sein. Was der Nutzer mit den Listen und Unterpunkten anstellt ist ihm selbst überlassen.
Die einzelnen Aufgaben kann man nun mit Notizen und, was mich persönlich viel mehr interessiert, mit einem Fälligkeitsdatum versehen. So kann man sich dann spielend per E-Mail oder systemeigener Benachrichtigung an den jeweiligen Task erinnern lassen.
Interessante Anmerkung hierbei: Wenn man beim Androiden “Benachrichtigung”, also die systemeigene Benachrichtigung in der Statusleiste auswählt, dann wird diese auch beim iPad oder iPhone so verwendet.

Erledigte Aufgaben kann man mittels “Ausfüllen” des Kästchens als “Erledigt” kennzeichnen und somit in dem dafür vorgesehenen Reiter ablegen. Es gibt nämlich Reiter für die heutigen Aufgaben, für Aufgaben der nächsten sieben Tage, für überfällige und für priorisierte Tasks. Besonders die priorisierten Aufgaben sind eine Erwähnung wert, da man mittels einer kleinen Schaltfläche Aufgaben mit “Sternen” versehen kann und somit die Bedeutung eben jener steigern kann. Dies hilft dem Nutzer mit vielen Aufgaben bei der Abstufung der Wichtigkeit und erhöht, um auf den Teaser zurückzukommen, die Effizienz.

Weitere nette Spielereien die Wunderlist bietet ist ein “Heute”-Widget, welches die heute zu erledigenden Aufgaben aufführt und erreichbar macht. Leider ist das Widget in der Grundidee überaus gelungen, aber warum nicht verschiedene Zeitspannen auswählbar sind und warum man nicht direkt aus dem Widget heraus Aufgaben auswählen kann ist mir ein Rätsel. Hier muss in meinen Augen die Funktionalität des Widgets aufgebohrt werden, um einen echten Mehrwert zu liefern.

Allgemein fehlt der Android Applikation einige Funktionen, welche die Desktop oder iPad Variante bietet oder die das Arbeiten mit Wunderlist noch einfacher gestaltet hätte.
So fehlt bei der Android App eine der Schlüsselfunktionen von Wunderlist: Das Teilen von Listen.
Bei Wunderlist ist es nämlich möglich mittels weniger Klicks die erstellten Listen und Unterpunkte zu teilen und somit anderen Menschen zugänglich zu machen. Dies kann entweder über E-Mail, einer eigenen Website oder dem Drucker (ausdrucken und mitnehmen) geschehen.
Und eben diese Funktion, die es dem Nutzer ermöglicht Einkaufslisten mit Freunden zu teilen oder organisiert Aufgaben zu übergeben, fehlt und in meinen Augen fehlt mir dafür ein wenig das Verständnis. Denn wenn man schon so viel wert auf cloudbasierte Dienste legt, dann sollte man bei eben solchen Aspekten anfangen.

Weiterhin fehlen Kleinigkeiten wie festlegbare Synchronisationsintervalle und frei auswählbare Hintergründe. So kann man bei allen Oberflächen, sei es Android, Windows oder iOS, nur zwischen voreingestellten Hintergrundbildern auswählen.
Allgemein zieht sich in den Einstellungen der simple Stil von Wunderlist fort und man kann eigentlich nur Kleinigkeiten ändern, da der große Rest sowieso vorgegeben ist.

Fazit:

Wunderlist ist eine sehr gute Applikation für all jene die auf eine einfache Art und Weise ihre Aufgaben über mehrere Plattformen organisieren wollen. Ich persönlich weiß, dass zum Beispiel Remember the Milk mehr kann als Wunderlist und einen mit der funktionellen Keule erschlagen kann, aber das ist auch gar nicht die Intention von Wunderlist.
Der Aspekt der einfachen Synchronisation ist Wunderlist gelungen und dafür vergebe ich gerne drei Sterne. Obwohl die Applikation und die Idee sehr gut umgesetzt sind fehlt einfach die Möglichkeit Listen zu teilen zu sehr.


Der Vergleich zu Evernote:

Nun drängt sich, nach der Erläuterung der Funktionen, natürlich dem Kenner der Vergleich zu Evernote geradezu auf. Worin unterscheidet sich nun Wunderlist von Evernote?
Evernote bietet ohne Frage wesentlich mehr als Wunderlist. Man kann Tabellen, Bilder, Audionachrichten und sogar Zeichnungen abspeichern und darauf zugreifen. Doch Wunderlist geht grundsätzlich einen anderen Weg und man kann in meinen Augen Wunderlist genausowenig mit Evernote vergleichen, wie man dieses mit Dropbox vergleichen könnte.

Wunderlist bietet im Vergleich zu Evernote (um nun doch den Vergleich zu bemühen) einfach wesentlich einfacher und schneller eine Aufgabenliste ohne viel Schnick-Schnack. Es funktioniert einfach und reduziert diese Aufgabe auf das Minimum. Evernote hingegen bietet dem Nutzer auch die Möglichkeit To-Do-Listen über die Cloud auf alle Endgeräte zu “teilen”, aber es ist wuchtiger und gleicht eher einem Schweizer Taschenmesser, wohingegen Wunderlist ein spezielles Werkzeug ist.

Bildschirm & Bedienung

In dieser Kategorie muss Wunderlist noch einiges nachholen, da die einfache Idee der Applikation leider nicht durch eine einfache und intuitive Bedienung unterstützt wird. So sieht Wunderlist zwar gut aus und allgemein ist die Performance der App über jeden Zweifel erhaben, aber es sind die Kleinigkeiten die eine sehr gute App von einer “nur” guten unterscheidet.

Das beginnt bei der fehlenden Möglichkeit über das “+”-Symbol des Widgets direkt eine neue Aufgabe zu erstellen. Es setzt sich fort über die mangelnde Individualisierung des Widgets und der fehlenden Integration von eigenen Hintergründen. Schlussendlich mündet es in dem - mir unverständlichen - Versäumnis nicht zwischen den einzelnen Reitern hin- und herwischen zu können. Wobei eben diese Kleinigkeiten die Bedienung der App zu einem kleinen Hochgenuss gemacht hätten.

Speed & Stabilität

Wunderlist läuft ohne Probleme und hat beim Test keinerlei Schwierigkeiten verursacht. Einzig eine kleine Verzögerung beim Synchronisieren ist mir bei meinem Desire aufgefallen.

Preis / Leistung

Wunderlist ist kostenlos im Android AppCenter und im Android Market erhältlich und beinhaltet nicht einmal Werbung. Sehr gut!

Screenshots

Wunderlist - Aufgaben über Aufgaben Wunderlist - Aufgaben über Aufgaben Wunderlist - Aufgaben über Aufgaben Wunderlist - Aufgaben über Aufgaben

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Entwickler

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Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • PeterShow 09.09.2011 Link

    ich bin mit dgt gtd sehe zufrieden!
    synct. mit toodledo und kann alles was ich brauche.

    http://www.androidpit.de/de/android/market/apps/app/com.dg.gtd.android.lite/DGT-GTD-ToDo-Alpha

    Für Toodledo noch das Plugin installieren.

    Keine Ahnung ob man über Toodledo Aufgaben "sharen" kann, ich brauch es nicht...

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  • Kevin P. 09.09.2011 Link

    Läuft einwandfrei, sieht Klasse aus und hilft mir weiter! =)
    5/5 Sternchen! =)

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  • jato 09.09.2011 Link

    Bietet mir auf dauer zu wenig. Längere Aufgaben sind sehr schlecht zu lesen. Zu Wunderlist weiterleiten funktioniert auch nicht.

    Catch wäre noch ein Zwischending aber ich nutze nun Evernote da ich dort verschiedene Aufgaben und Notizen in verschiedenen Formaten speichern kann.

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  • engländer 09.09.2011 Link

    Vor einigen Wochen mal angetestet und habs nach wenigen Minuten wieder gelöscht. Soweit ich mich erinnere, war das Layout extrem minimalistisch und die Funktionalität unter aller Sau.
    Fast jedes andere von mir damals getestete Listenprogramm war um Klassen besser. Ich bin bei Mighty Grocery (Einkaufslisten), Evernote (Notizen) und Gtasks (Aufgaben) hängen geblieben.

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