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WiMP - Musik entdecken

Nima Begli
2

Wenn man an Norwegen denkt, dann denkt man an Kälte, Skandinavien und ein richtig 
gutes Schulsystem. Doch auch unseren heutigen Testkandidaten sollte man mit Norwegen 
in Verbindung bringen, denn genau da stammt der Musik-Streaming Dienst WiMP her.



Ob WiMP den Platzhirschen der Musik-Streaming Szene Feuer unter dem Hintern machen kann, erfahrt ihr in unserem heutigen Testbericht!

 

3 ★★★☆☆

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
2.1.0 2.5.2

Funktionen & Nutzen

Bevor wir zur Applikation an sich kommen gibt es verschiedene Aspekte, welche man
 ansprechen sollte. Denn die Applikation ist bei Musik-Streaming Diensten immer nur ein 
Wiedergabemedium. Die eigentliche Leistung wählt man bei der Auswahl des Dienstes
beziehungsweise des Anbieters und hier kann WiMP fast uneingeschränkt überzeugen.



Zuerst sollte man erwähnen, dass der Name WiMP ein Kürzel für „Wireless Music 
Player“ ist und somit sehr passend und gut die Aufgabe beschreibt, welche sich unsere 
norwegischen Freunde auf die Fahnen geschrieben haben. Musikstreaming wird
angeboten und dieses Versprechen wird auch in einem angemessenen Umfang geliefert. 
Wie aber weiter oben erwähnt besteht bei WiMP - wie bei den Mitbewerbern auch - immer die Einschränkung des eigenen Musikgeschmacks. WiMP bietet über 18 Millionen 
Songtitel an und auch wenn diese Anzahl beim ersten Hören sehr beeindruckend
klingt, so umfassen 18 Millionen Titel natürlich nicht alle jemals produzierten Lieder. 
Für „Mainstream“-Hörer lässt WiMP keine Wünsche offen, aber insbesondere für Fans 
von diversen „Nischengenres“ können Streamingdienste Lücken aufweisen. So suchte ich diverse Indie-Songwriter aus England vergebens.



Nach Ablauf der Probephase muss man dann - je nach Bezahlmodell - einen monatlichen Beitrag leisten und dies führt uns zu unserem nächsten Punkt der angesprochen werden muss: Der monatliche Preis.
WiMP bietet zwei verschiedene Bezahlmodelle an. Da ist einmal der Basistarif, welcher
das Streamen auf dem PC oder Mac erlaubt. Wenn man jedoch eine SONOS Anlage
im Hause hat oder auch mobil Musik mit WiMP hören möchte, dann muss man den
Premiumtarif wählen. Der Basistarif kostet im Monat 4,99 Euro und der Premiumtarif
mit mobiler Nutzung 9,99 Euro. Das Hören von Musik ist nicht kostenlos und ich bitte
Kommentare mit Inhalten wie „Wucherpreise!“ zu unterlassen, da man hier einen sehr
vernünftigen Preis für eine unlimitierte Musikflatrate bezahlt und gleichzeitig auch ruhigen Gewissens die Musik genießen kann.



Abschließend kann man also festhalten, dass wir hier bei AndroidPIT keine Aussagen
machen können, ob WiMP der richtige Streamingdienst für einzelne Nutzer ist. Hierfür
sind uns viel zu viele Variablen unbekannt und auch unsere Glaskugeln sind noch nicht so
fortschrittlich.Das Patentrezept dürfte im eigenen Ausprobieren liegen und da muss man 
WiMP für die 30 Tage bedingungslose Testzeit mehr als loben. Darüber hinaus ist man auch nach der kostenfreien Testversion nicht an eine Mindestlaufzeit gebunden und kann sein Abo jederzeit beenden.



Was wir hier bei AndroidPIT jedoch leisten können und mit diesem Testbericht auch
leisten, ist die Bewertung der Applikation an sich. Und hier macht - um dem Fazit mal
etwas vorzugreifen - WiMP einen guten Eindruck mit nur wenigen Abstrichen, doch
kommen wir erst einmal zu den positiven Aspekten der Applikation.



WiMP bietet wohl für den Standardnutzer - also einem Nutzer der überwiegend Musik
streamen und abspeichern will - einen mehr als ausreichenden Funktionsumfang. Und ja
 es wurde richtig gelesen, denn innerhalb der Applikation kann man auch einzelne Titel, Alben oder Playlisten markieren und zum Download auswählen. Diese Möglichkeit hat
den großen Vorteil, dass die vorher gespeicherten Lieder nicht mehr das Datenvolumen
belasten, welches bei vielen unserer Leser noch immer ein kostbares Gut darstellt. Leider ist diese Abspeicherfunktion nicht konsequent bis zum Ende gedacht. Noch immer kann man das Abspeichern der Lieder nicht vom Desktop oder vom PC/Mac aus auf das Smartphone „pushen“. Dies ist ein Nachteil, da das Verwalten großer Ansammlungen von Musikdateien dadurch erschwert wird. Zwar kann man diese auch in Playlisten anordnen, aber der Komfort einer Pushfunktionalität darf an dieser Stelle nicht unterschätzt werden.



Sehr gut gefällt bei WiMP auch das Abspielen der einzelnen Dateien, wobei man 
hier ansprechen muss, dass die auf dem Smartphone/Tablet lokal gespeicherten Lieder 
NICHT in den abspielbaren Katalog integriert sind. Dies ist insbesondere für all jene 
Nutzer ein Nachteil, welche das Streamen als Ergänzung zu einem großen Musikkatalog
sehen. Schade und eine vergebene Chance. Was dieses Versäumnis jedoch wieder wettmacht ist die sehr gute Verwaltung der Warteschleife - also all jener Lieder, welche darauf warten abgespielt zu werden. Diese Warteschleife kann mit wenigen Klicks und sehr intuitiv verändert und dem aktuellen Musikgeschmack angepasst werden. Man kennt ja den Umstand, dass die „Shuffle“-Funktion zwischen all den guten Liedern ab und an ein unpassendes Lied einbaut. Kurz in die Warteschleife und schon kann man entspannt weiterhin Musik hören.



Die restliche Applikation entspricht dem gehobenen Standard. Die „Startseite“ der
 Applikation begrüßt den Nutzer mit einem sehr breiten Angebot an neuen Hits und lädt
 zum Entdecken ein. Sonst können noch Playlisten verwaltet und Favoriten begutachtet
 werden. Die Suchfunktion ist zu weiten Teilen sehr gut umgesetzt und der einzige 
Kritikpunkt ist das fehlende Abspeichern vergangener Suchergebnisse. Dies wird aber
 auch egalisiert durch die sehr gute Darstellung der Ergebnisse. Im Gegensatz zu vielen 
Konkurrenten gibt man den Suchbegriff ein und erhält die verschiedenen Bereiche wie 
Alben oder Lieder separat und „wischbar“ präsentiert.
 Doch WiMP versteckt seine Highlights etwas. So kann direkt aus der Applikation heraus 
ein Song erkannt werden mit der Funktion „Songerkennung“. Während der Testphase war dies ein wenig mein persönlicher Favorit was den Vergleich zu ähnlichen Applikationen angeht, denn das Erkennen und direkt anschließende Abspielen (sofern vorhanden) ist ein gigantischer Vorteil gegenüber der üblichen Lösung über SoundHound - also einer Drittherstellerapp. Sonst gibt es noch die Kritikerlieblinge, welche im Ansatz eine wahnsinnig gute Idee sind, aber aufgrund der Menge an Datensätzen etwas schwächeln und die Empfehlung von Freunden. Letzterer Punkt setzt natürlich voraus, dass der Freundeskreis auch bei WiMP angemeldet ist.



Doch es gibt auch jede Menge Verbesserungspotenzial bei WiMP. So wird in den 
Einstellungen zwar die Möglichkeit gewährt Lieder in „hoher Qualität“ anzuhören bzw. 
abzuspeichern, aber inwiefern diese hohe Qualität auch wirklich hoch ist, bleibt dem 
Nutzer verborgen. Auf der WiMP Webseite wird man dann fündig. Die „normale“ Qualität
streamed mit 64 kbit/s AAC+ und die „hohe“ Qualität mit 256 kbit/s AAC. Auf den ersten 
Blick nicht schlecht, wobei hier schlicht ein Zwischenschritt fehlt. Wenn man sich nun 
jedoch einen der Konkurrenten anschaut, dann streamed dieser mit drei verschiedenen 
Qualitätsstufen (normal/hoch/extrem) und diese umfassen auch deutlich höhere Bitraten
(96/160/320 kbit/s). Besonders für das Herunterladen ist eine solch „niedrige“ Bitrate
ein Versäumnis und man kann nur hoffen, dass die Jungs und Mädels von WiMP hier
nachlegen.



Die Liste der Verbesserungsmöglichkeiten geht nun jedoch weiter. So ist es nicht möglich zu einem gehörten Titel ein „Radio“ oder eine „Zusammenstellung“ zu erstellen auf Basis der „Tags“ des Titels. Somit entdecken jedoch viele Nutzer neue und ähnliche Lieder und der Erfolg von Pandora in den Staaten zeigt, dass diese Funktion hochfrequentiert nachgefragt wird. Weiterhin fehlen auch kleine Funktionen wie das flüssige Überlaufen in den nächsten Songtitel. Kleinigkeiten - aber eben jene die das Gesamtbild abrunden.



Fazit:



WiMP besitzt Potenzial und wie bei vielen Beispielen der Vergangenheit kann eine
 solche Applikation das vorhandene Potenzial mit ein wenig Arbeit auch nutzen. Leider 
weist WiMP, zum Status Quo noch zu viele Stellen auf, welche einer Verbesserung
bedürfen. Das Fundament steht und ist auch von sehr guter Qualität. Funktionen wie die 
Songerkennung oder die sehr gut gelöste Warteschleifenbearbeitung sind zwei Beispiele
 was WiMP leisten kann.
 Jedoch wird das Bild durch die im Testbericht erwähnten Aspekte wie Qualität der Medien, Fehlen von lokalen Dateien und Radiofunktion getrübt. Rundum eine gute Applikation mit viel Luft nach oben. Hoffnung ist berechtigt.

Bildschirm & Bedienung

In den Bereichen Bedienung und grafischer Präsentation braucht WiMP keinerlei
 Vergleiche zu scheuen und kann in vielen Aspekten auch die Muskeln spielen lassen.



Die gesamte Applikation macht einen sehr ruhigen und durchdachten Eindruck. Die 
Oberfläche wirkt mit der Farbgebung in schwarz, grau und weiß sehr stimmig und lenkt
 nicht vom Hauptthema der gesamten Applikation ab: Der Musik.
Die verschiedenen Reiter bleiben alle diesem Designschema treu und auch Anleihen an
 den Holo-Designrichtlinien Androids wurden genommen. Somit wirkt die Applikation gut
 ins Gesamtsystem integriert und stellt keinen „Cut“ bei der Benutzung dar.
 Auch die Animationen - ein wichtiger Teil der grafischen Präsentation - laufen flüssig über 
den Bildschirm. Auf dem Google Nexus 4 waren zu keiner Zeit Ruckler festzustellen und
 allgemein scheint die Applikation auch nicht mit Animationen überladen.



Auch die Bedienung von WiMP ist sehr gut gelungen. Wischgesten innerhalb der 
einzelnen Kategorien und sonst auch eine verständliche Gliederung der Menüunterpunkte.

Es gibt jedoch eine große Ausnahme innerhalb der Bedienung, welche den
 Gesamteindruck der Applikation trübt. So ist hinter den drei Punkten, am rechten unteren Rand des Bildschirm, nicht ein Kontextmenü verborgen - wie man es von anderen Applikationen gewohnt ist - sondern es erscheint eine weitere Seite mit Optionen. Warum dies nicht mit einem Kontextmenü gelöst wurde bleibt schleierhaft. Dies kann nun ein wenig wirken wie die Suche nach dem Haar in der Suppe, aber insbesondere bei einer sonst sehr guten Anpassung an das Gesamtsystem muss eine solche Ausnahme nicht sein.



Weiterhin empfand ich während des Tests auch das Aufrufen des aktuell gespielten Titels
für etwas umständlich. Man muss hierfür den dazu zuständigen Menüpunkt bedienen und somit den benötigten Balken aktivieren. Diese Designentscheidung hat jedoch auch Vor- und Nachteile. Zwar wird dem Nutzer dadurch potenziell mehr Platz geboten, dass dieser innerhalb der Applikation Musik entdeckt. Aber Hörer mit meinem Nutzungsprofil werden dadurch eher zu einer weiteren Eingabe „gezwungen".

Außerdem ist es möglich über den Lockscreen schnell ein Lied zu überspringen, so dass der Nutzer nicht gezwungen wird jedes Mal den Weg über die Applikation zu nehmen - was vor allem bei der Nutzung unterwegs sehr vorteilhaft und zeitsparend ist. Leider ist diese Möglichkeit nur beim One X gegeben. Mit dem neuen Lockscreen innerhalb Android 4.2 (zum Beispiel beim Nexus 4) ist diese Funktion nicht verfügbar und man muss jedes Mal über die Applikation Eingaben tätigen.

Speed & Stabilität

In Sachen Geschwindigkeit leistet sich WiMP keine Patzer und kann auf ganzer Linie 
überzeugen.

 

Preis / Leistung

WiMP - also die Applikation - ist kostenlos verfügbar. Es wird zur Nutzung das 
Premiumabo benötigt, welches nach den ersten dreißig Tagen 9,99 Euro pro Monat
kostet.

 

Screenshots

WiMP - Musik entdecken WiMP - Musik entdecken WiMP - Musik entdecken

Vergleichbare Anwendungen

Vergleichbare Anwendungen sind uns derzeit nicht bekannt. Solltest Du aber eine kennen, so wäre es nett, wenn Du uns kurz eine Mitteilung schreiben könntest.

Entwickler

WiMP Music GmbH

WiMP - Musikstreaming mit redaktionellen Empfehlungen

E-Mail an Entwickler Entwicklerprofil

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • VSD 17.12.2012 Link

    Stimmt es eigentlich, dass Wimp im Gegensatz zu Spotify auch Multi room support für die Squeezebox bietet?

    0
    0
  • User-Foto
    Mod
    Nima Begli 17.12.2012 Link

    Kann ich leider nicht beantworten, da ich nur auf Sonos setze.

    0
    0

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