Anmelden

Zur Bestätigung jetzt anmelden

Passwort vergessen?

... oder mit Facebook anmelden:

Du hast noch keinen Zugang zu AndroidPIT? Registrieren

Wild Blood

Thomas Weissenbacher
21

Mit Wild Blood bringt Gameloft ein Android-Spiel, dass auf die bekannte Unreal-Engine setzt. Das müsste eigentlich eine hervorragende Grafik garantieren! Aber wie schlägt sich das Spiel im ausführlichen Test – und kann es abseits der Grafik überzeugen?

 

4 ★★★★

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
1.0.8 Variiert je nach Gerät

Funktionen & Nutzen

Testgeräte
Samsung Galaxy Nexus
Android Version: 4.1.2
Root: Ja
Modifikationen: Nein

Samsung Galaxy Tab 10.1
Android Version: 4.0.4
Root: Ja
Modifikationen: Nein

Details zur App
Verwendbar ab: Android 2.3
Apps2SD: Auf beiden Geräten nicht feststellbar
Größe nach Installation: Ca. 2.3 GB
Ice Cream Sandwich bzw. Jellybean optimiert: Ja
Tablet optimiert: Nein, stellt aber kein allzu großes Problem dar

Berechtigungen
Netzwerkkommunikation
Speicher
Anrufe
System-Tools: Standby-Modus deaktivieren
Hardware-Steuerelemente: Vibrationsfunktion

Fazit zu den Berechtigungen
Die Berechtigungen zeigen keinerlei Auffälligkeiten.

„Als Ritter hat man es auch nicht einfach. Da habe ich eine Affäre mit der Frau des Königs, und schon hegt er Groll gegen mich?“. So oder so ähnlich dürften sich wohl die Gedanken von Ritter Lanzelot anhören, mit dem man in Wild Blood spielt. Guinevere, Frau von König Artus, lässt sich auf eine Liebschaft mit Lanzelot ein. Ich persönlich kann verstehen, dass König Artus das nicht wirklich gefällt – Gameloft anscheinend nicht, dann man schickt euch auf Rachefeldzug gegen Artus. Moment mal, gegen Artus? Der wurde doch betrogen, oder? Genau. Aber weil er doch etwas überreagiert und zusammen mit seiner etwas zickigen Schwester Morgana die Tore der Hölle öffnet, muss Lanzelot die Sache wieder hinbiegen, die Tore der Hölle schließen und seine geliebte bzw. Geliebte Guinevere retten und Artus besiegen. Klingt etwas merkwürdig, ist aber immerhin eine bessere Story, als viele andere Spiele bieten. So richtig die Augen geöffnet bekommt man aber erst, als man Haus- und Hofmagier Merlin trifft. Da hat man schon eine ganze Reihe an Untoten, Verfluchten und Monstern getötet und ist zweimal auf Morgana getroffen, die einem mal als Drache, mal als Racheengel das Leben schwer macht. Aber immerhin weiß man dann dank Merlin: Hier geht es nicht mit rechten Dingen zu, Morgana benutzt dunkle Magie! Dank dieser „Erleuchtung“ ist man dann gleich motivierter, weiterhin gegen allerlei Monster zu kämpfen.

Die Story habe ich jetzt zwar etwas durch den Kakao gezogen, aber im Grunde ist sie schon in Ordnung. Zudem dient sie ja sowieso nur dazu, einen Grund zum Kämpfen zu haben. Und gerade das Kämpfen ist, was Wild Blood ausmacht: Man hackt, hämmert, schlitzt und schießt sich durch Gegnerhorden. Was sich unglaublich brutal anhört, ist dank der mäßigen Gewalteffekte gar nicht so schlimm. Man startet mit Lanzelot in einem bereits von Untoten befallenen Dorf und macht sich einmal mit der ersten Waffe (einem recht groß geratenen Schwert) vertraut. Später kommen auch noch ein Bogen und zwei Äxte hinzu. Alle Waffen lassen sich gegen Gold (das man im Spiel findet, aber auch mit echtem Geld kaufen kann) aufrüsten. Man kann den Schaden. Kritische Treffer und Schnelligkeit ausbauen, sowie die Waffe mit Feuer-, Frost- und Blitzzaubern ausstatten. Aber auch Lanzelot selbst lässt sich verbessern: Gesundheit, Mana, Ausdauer und Tempo kann man ausbauen. Im Kampf setzt man Waffenzauber über die jeweiligen Buttons ein, normale Kombos führt Lanzelot von selbst durch (einfach immer wieder auf den Angreifen-Button drücken) und Sprint-Kombos werden aus dem Sprinten heraus aktiviert. Obwohl es nicht viele Waffen gibt, sind diese dank der Zauber recht abwechslungsreich. Auch die Monster können sich sehen lassen: Es gibt zwar nicht besonders viel verschiedene, aber zumindest genug. Auch kleinere und größere Bosse tauchen regelmäßig auf. Insgesamt sind die Kämpfe zwar nicht unbedingt fordernd, aber doch unterhaltsam. Dank den Zaubern, verschiedenen Waffen und regelmäßigem Ausweichen stellt sich so schnell keine Langeweile ein.

Damit man abseits des Kämpfens auch noch etwas zu tun hat, wurden von Gameloft Kisten und gefangene Dorfbewohner eingebaut. Beides muss man finden, da sie nicht immer direkt im Weg stehen. Wirklich gut versteckt wurden sie aber auch nicht. Immerhin bieten manche Kisten eine kleine Herausforderung: Man muss in einem Minispiel Blöcke verschieben um den Schlüsselstein zum Schloss zu bewegen. Der Schwierigkeitsgrad schwankt dabei zwischen sehr einfach und mittelmäßig schwer, wirkliche Probleme hat man nicht. Dafür wird man mit extra vielen Goldmünzen belohnt. In den anderen Kisten, die sich sofort öffnen lassen, sind auch immer wieder mal Gesundheits- oder Manatränke versteckt, da man ansonsten für gar nicht mal wenig Gold kaufen müsste. Ansonsten bietet Wild Blood noch einfache Rätsel, wie z.B. Kristalle zu finden und zu aktivieren um Tore zu öffnen. Viel mehr darf man sich in dieser Hinsicht aber nicht erwarten. Ein besonderes Extra ist der Mehrspielermodus, der sowohl lokal als auch über das Internet bis zu acht Spieler in den Modi Team Deathmatch und Capture the Flag gegeneinander antreten lässt. Das funktioniert erstaunlich problemlos und ist hin und wieder ganz lustig, auch wenn man ohne Lanzelot umfassend aufgerüstet zu haben nur wenige Chancen auf den Sieg hat. Einem völlig problemlosen Vergnügen steht ab und an aber die Kameraführung im Wege, die bei Kämpfen öfters mal nicht auf das Geschehen schwenkt. Was im Einzelspielermodus noch als kleinere Nervigkeit abgetan werden kann, frustriert teilweise im Mehrspielermodus. Besonders spaßig fand ich dafür die Passagen, in denen man sich hinter eine Art Riesen-Armbrust-MG schwingt und mit hunderten Bolzen Gegnermassen dezimiert oder einen Boss bekämpft.

Fazit
Wild Blood ist ein gut gemachtes Hack & Slay, dessen Gesamtbild von ein paar Kleinigkeiten getrübt wird (dazu mehr in den nächsten Kategorien). Wer die se Art Spiel mag, bekommt aber dennoch eine klare Empfehlung von mir ausgesprochen.

 

Bildschirm & Bedienung

Die Unreal Engine ist einer der ganz großen Vermarktungspunkte bei Wild Blood. Aber was bleibt letztlich übrig? Etwas weniger, als ich mir erwartet hätte. Texturen, besonders bei Monstern, schwanken zwischen „recht grob“ bis „reinster Matsch“. Und auch in puncto Effekte hat man kein wirkliches „Wow-Erlebnis“. Bitte nicht falsch verstehen: Wild Blood sieht sehr gut aus! Aber ich hätte mir einfach deutlich mehr erwartet. Spiele wie Shadowgun sind deutlich älter und sehen teilweise sogar besser aus. Wild Blood hat dafür einen großen Vorteil: Die Areale sind meist deutlich größer und einfach sehr ansehnlich gestaltet. Ich empfehle dazu einfach, die Screenshots anzusehen. Während die Grafik zwar nicht so der Hammer ist wie erwartet, aber dennoch sehr gut, schaut es bei der Steuerung nicht ganz so gut aus: Beim Öffnen von Toren sind immer wieder mal 2 Versuche nötig, da das Schloss beim ersten Mal nicht reagiert. Oder Lanzelot läuft trotz voll aktiviertem Bewegungs-Button nur langsam. Es könnte zwar deutlich schlimmer sein, aber hier sollte Gameloft doch nachbessern!

 

Speed & Stabilität

Eine Bewertung für diese Kategorie zu finden ist wieder einmal recht schwer. Das Spiel braucht am Galaxy Tab 10.1 beim Starten eine gefühlte Minute, bis es geladen ist. Am Galaxy Nexus geht es etwas flotter, aber es dauert immer noch ewig. Auch das Laden und Neustarten von Leveln dauert recht lange. Dafür muss man Wild Blood zugutehalten, dass es auf beiden Geräten gut läuft. Am Galaxy Tab 10.1 eine Spur weniger flüssig, aber immer noch gut spielbar. Angesichts der trotz allem guten Grafik ist das nicht schlecht! Abstürze oder andere Probleme hatte ich keine.

 

Preis / Leistung

Wild Blood ist für 5.49€ im Google Play Store erhältlich. Kein Schnäppchen, aber in Ordnung. Mich nervt aber eines: Obwohl das Spiel kostenpflichtig ist, soll man immer noch Geld ausgeben und sich Goldmünzem im Spiel kaufen, um Tränke zu bekommen, Waffen besser aufzurüsten oder direkt nach dem Tod wieder aufzuerstehen (an Ort und Stelle). All das geht zwar auch, wenn man kein zusätzliches Gold kauft, aber man wird natürlich schon in Richtung „Gib‘ noch etwas mehr aus!“ gedrängt.

 

Screenshots

Wild Blood Wild Blood Wild Blood Wild Blood

Vergleichbare Anwendungen

Vergleichbare Anwendungen sind uns derzeit nicht bekannt. Solltest Du aber eine kennen, so wäre es nett, wenn Du uns kurz eine Mitteilung schreiben könntest.

Entwickler

Gameloft

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • ©h®is 25.10.2012 Link

    Das klingt ja jetzt nicht nach einem must have...

    0
  • Christian Eszler 25.10.2012 Link

    wann ist es bei euch erhältlich?

    0
  • Martin 25.10.2012 Link

    wenn ihr schon den Artikel rausbringt könnt ihr das ja auch gleich bei euch anbieten.

    0
  • Matthias Berlin 25.10.2012 Link

    Naja. In App Payment finde ich nicht so prall.

    0
  • ©h®is 25.10.2012 Link

    @martin das hängt nicht von AndroidPIT ab, sondern vom Entwickler..

    0
  • Thomas Weissenbacher 25.10.2012 Link

    @©h®is: Ist es (leider) auch nicht. Nett und gut gemacht, aber sicher kein Must-Have!

    0
  • ©h®is 25.10.2012 Link

    @thomas danke für deinen Bericht und für deinen Kommentar!

    0
  • Torsten 25.10.2012 Link

    Danke auch. Diese Ingamepayment Unsitte nervt mich ein wenig. Ich gebe gerne was aus für ein Spiel (Baphomets Fluch, The Bards Tale...) aber nicht immer und immer wieder :)

    0
  • ©h®is 25.10.2012 Link

    @torsten eine Unsitte :/

    0
  • n0j0e 25.10.2012 Link

    Ohne Demo, nö. Gibt zu viele Spiele die ich im ersten Moment ganz gut finde aber dann später links liegen lasse weil langweilig oder Steuerung mies.

    0
  • Dave Matthew 25.10.2012 Link

    kam im store für s plus. Aber läuft nicht.

    0
  • Stefan E. 26.10.2012 Link

    Äh, sorry, aber der Titel ist Quark! Bereits 2010 gab es Dungeon Defenders, welches ebenfalls die Unreal Engine nutzte.

    0
  • Raphael H. 26.10.2012 Link

    Horn, Renaissance Blood, Dark meadow... Es gibt viele Android games mit der unreal engine!

    0
  • SonyErisson 26.10.2012 Link

    Was wir nicht haben,brauchen wir auch nicht!:-)

    0
  • Marcel L. 26.10.2012 Link

    2,3GB...hui, das ist nicht wenig bei internem Speicher von 16GB...das bleibt dann erstmal fern von meinen Geräten =/

    0
  • ©h®is 26.10.2012 Link

    Ich habe meine 16 gig auch schon voll..

    0
  • Android Fanboy 26.10.2012 Link

    eeehm dark meadow hat auch die unreal engine meine freunde

    0
  • Android Fanboy 26.10.2012 Link

    wie kann man denn als androidpit tester so wenig informiert sein?

    0
  • Tom 26.10.2012 Link

    es ist auch kein must have.
    um alles freizuschalten muss man die story 10x durchspielen. und im multiplayer bekommt man kein geld...es gibt leider nur 2 maps online.
    Ich hatte das Spiel nach 2 Stunden durch und war danach enttäuscht.

    0
  • Dennis G. 03.11.2012 Link

    Das Spiel macht echt Spaß auf dem SGS3. Wie man das Spiel in zwei Stunden durchspielt ist mir aber echt ein Rätsel. Ich habe Morgana noch immer nicht besiegt.

    0
  • Jürgen G. 08.11.2012 Link

    test

    0